Newsletter vom 28.08.2019

Aktuelle Meldungen vom 28.08.2019

Berufliche Grundbildung

28.08.2019

Analyse der Kommissionen für Berufsentwicklung und Qualität

Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz von 2004 wurde für jede berufliche Grundbildung eine Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (B&Q) eingesetzt. Diese Kommissionen sind für die Pflege und Weiterentwicklung der einzelnen Berufe verantwortlich. In einem Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Berufsbildung der Universität Zürich wurde analysiert, wie die Kommissionen B&Q zusammengesetzt sind, wie sie arbeiten und welche Kompetenzen sie haben. Die erste Teilstudie zeigt, dass sie auf der strategischen Steuerungsebene wichtige Funktionen übernehmen und es ihnen gelingt, eine Stimmenvielfalt in die Berufsentwicklung hineinzubringen.
Newsletter SGAB 2/2019

28.08.2019

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / August 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 8/2019
Archiv

28.08.2019

Kaufmännische Ausbildungen erweitert mit Auslandsaufenthalt

Die AFS Interkulturellen Programme Schweiz ermöglichen den Unternehmen, talentierte, ehrgeizige Jugendliche zu rekrutieren, die bereit sind, ihre berufliche Grundbildung um ein Jahr zu verlängern und ihre Tätigkeit in einem internationalen Umfeld auszuüben. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren können während eines Jahres ein Programm an einer High School in über 50 Ländern durchlaufen und sprachliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen erwerben. In der Versicherungsbranche können Lernende in den wichtigsten Gesellschaften eine vierjährige berufliche Grundbildung mit einem Auslandsaufenthalt nach dem ersten Lehrjahr absolvieren. Zahlreiche andere Unternehmen bieten diese Möglichkeit ebenfalls an.

28.08.2019

Suva: Für eine unfallfreie Lehrzeit

In Suva-versicherten Betrieben verunfallen jährlich fast 19'000 Lernende bei ihrer Arbeit. Zwei Unfälle enden tödlich. In der Freizeit verunfallen Lernende sogar doppelt so häufig wie bei der Arbeit. Gründe sind mangelnde Erfahrung und eine erhöhte Risikobereitschaft. Die Suva setzt sich darum zusammen mit Berufsbildnerinnen und -bildnern und Lernenden für eine unfallfreie Lehrzeit ein.
Medienmitteilung

28.08.2019
28.08.2019

Folio: Unsere digitale Welt

Die Digitalisierung erfasst nach und nach immer weitere Teile des Lebens. Die Berufsbildungszeitschrift Folio 4/2019 stellt Fragen zur Berufswelt: Ist "Self Checkout" praktisch und effizient – oder eine Vernichtungsanlage für Arbeitsplätze? Hat die Digitalisierung unser Kommunikationsverhalten verändert – gerade auch in den Schulen? Wie fährt es sich in einem selbstfahrenden Bus, und wie kommt es, dass uns mitten in Zürich ein kleiner Roboter um die Füsse fährt?

28.08.2019

ZH: Kaufmännische Berufsmaturität im System 5-1-1

In Zürich wird ab Schuljahr 2019/2020 ein neues Ausbildungsmodell getestet. Eine Klasse von Lernenden Kauffrau/Kaufmann EFZ (Lernende der Credit Suisse und UBS) mit integrierter Berufsmaturität absolvieren ihr erstes Lehrjahr exklusiv in der Berufsfachschule. Im 2. und 3. Lehrjahr dagegen reduziert sich der Unterricht auf einen Tag pro Woche (System 5-1-1 statt wie bisher 2-2-2). Die Ausbildung umfasst auch Sprachaufenthalte im Ausland (Frankreich und Grossbritannien).
Weitere Informationen

28.08.2019

ZH: Eine Plattform für den Dialog zwischen BM und FH

Die Plattform BMFH wurde im Oktober 2018 gestartet, um den Übergang von der Berufsmaturitätsschule an die Fachhochschule zu optimieren. Der Dialog unter den beteiligten Akteuren wird breiter vernetzt und vor allem institutionalisiert. Das Wissen übereinander und das Verständnis füreinander wird gefördert. Mit konkreten Massnahmen können Stolpersteine für die angehenden Studierenden aus dem Weg geräumt werden. Ein Artikel in Ausgabe 5/2019 des Zürcher Schulblatts (S. 30–31) beschreibt den aktuellen Stand.

28.08.2019

ZH: Start der zweiten Staffel der Integrationsvorlehre

Mit der Integrationsvorlehre unterstützt der Kanton Zürich anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen beim Einstieg in die Arbeitswelt. Während eines Jahres erlernen die Teilnehmer/innen grundlegende praktische, schulische und sprachliche Kompetenzen und arbeiten an rund drei Tagen pro Woche in einem Betrieb. 2019/2020 starten gut 130 Lernende zum zweiten Mal eine Vorlehre in zehn Berufsfeldern: Automobil, Betriebsunterhalt, Detailhandel, Garten, Gastgewerbe, Gebäudereinigung, Gebäudetechnik, Gleisbau, Logistik und Hauswirtschaft. 80% der Absolventinnen und Absolventen der ersten Staffel steigen in eine reguläre Berufslehre ein.
Medienmitteilung

28.08.2019

Deutschland: Arbeitsinstrument für die betriebliche Ausbildung von Geflüchteten

Das Praxisheft "Vielfalt in der beruflichen Bildung – Betriebliche Ausbildung von Geflüchteten erfolgreich gestalten" des BIBB zeigt anhand von Praxisbeispielen unterschiedliche Instrumente und Konzepte auf. Die Broschüre liefert eine Analyse der Ausgangssituation in Zahlen, Daten und Fakten sowie die spezifischen Anforderungen. Weiter enthält sie Hinweise auf Anlaufstellen, Netzwerke und Portale, die informieren, beraten und unterstützen. Die Bandbreite reicht dabei von Sprachförderung über die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen bis hin zu Mentoren- und Patenprogrammen.

28.08.2019

Deutschland: Berufescreening für die Revision der Ausbildungen

Ein Berufescreening ermittelt die Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen. Ziel der Untersuchungen in zwölf Berufsbereichen Deutschlands war es, exemplarisch festzustellen, wie die Digitalisierung die jeweiligen Berufe verändert, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten künftig notwendig sind und wie eine erfolgreiche Ausbildung von morgen gestaltet werden kann. Für Logistik, Textiltechnik und -veredelung und Mediengestaltung wurden spezifische Teilstudien veröffentlicht.
Siehe auch: Deutliche Unterschiede im Ansehen dualer Ausbildungsberufe.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

28.08.2019

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die folgenden Entwürfe der Änderung der Prüfungsordnungen eingereicht: Höhere Fachprüfung für Diplomierter Orthopädist/Diplomierte Orthopädistin und Fachexperte/-expertin in geriatrischer und psychogeriatrischen Pflege mit eidgenössischem Diplom sowie Berufsprüfung Medizinischer Kodierer/Medizinische Kodiererin mit eidgenössischem Fachausweis.
Bundesblatt vom 20. August und 27. August 2019 (Teil 1 und Teil 2)

28.08.2019

SBBK: Arbeitsgruppe Höhere Fachschule

Gemäss Berufsbildungsgesetz üben die Kantone die Aufsicht über die Höheren Fachschulen (HF) aus, soweit sie eidg. anerkannte Bildungsgänge anbieten. Dies setzt eine Vernetzung, Koordination und Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und dem Bund voraus. Mit Unterstützung der EDK hat die SBBK eine Arbeitsgruppe geschaffen, in der die Kantonszuständigen zusammen mit dem SBFI Grundlagen für einen einheitlichen Vollzug der Mindestverordnung HF und der Aufsicht erarbeiten.

28.08.2019

Österreich: Validierungsverfahren für Flüchtlinge und Geringqualifizierte

In Österreich gibt es einige Good Practice Beispiele, wie Kompetenzen validiert werden, die ausserhalb von Schule oder Universität erworben worden sind. Flüchtlinge und Personen mit geringen Qualifikationen erhalten durch die Validierung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. In Österreich hat man bereits verschiedene Verfahren zur Anerkennung von Kompetenzen entwickelt. Selbstbewertung und Portfolio-Arbeit sind häufige Methoden, die bei Validierungsverfahren eingesetzt werden – auch international.

Mittelschulen und Hochschulen

28.08.2019

Ausländische Studierende sollen Arbeitsbewilligungen erhalten

Die meisten Doktoranden und Doktorandinnen aus Drittstaaten reisen nach ihrem Abschluss wieder aus. Für Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus Nicht-EU- oder Nicht-Efta-Staaten stehen aufgrund der Kontingentierung von Arbeitsstellen lediglich 150 bis 300 Arbeitsbewilligungen zur Verfügung. Mittels einer von National- und Ständerat angenommenen Motion wird für Hochschulabsolventinnen und -absolventen der Ausschluss von der Kontingentierung verlangt. Der Bundesrat muss nun eine entsprechende Vorlage erarbeiten.

28.08.2019

FHNW: Neues Ausbildungskonzept für Data Scientists

Ab Herbst 2019 lassen sich an der FHNW die ersten 30 Bachelor-Studierenden zu Data Scientists ausbilden. Sie werden nach einem neuartigen Ausbildungskonzept studieren: Sie arbeiten orts- und zeitunabhängig, interdisziplinär und in Projekten an ihrem individuellen Kompetenzportfolio. Sie nutzen digitale Werkzeuge wie E-Learning, Online-Ressourcen oder eine virtuelle Bibliothek. Die Projektleiterin Dr. Norma Graf bezeichnet den Studiengang nicht als Fernstudium, sondern als personalisiertes Studium.

28.08.2019

Shanghai-Ranking 2019: Die ETHZ bleibt auf Rang 19, die UNIGE erreicht Rang 58

Laut dem Shanghai-Ranking 2019 bleibt die ETH Zürich eine der besten Universitäten der Welt, sie erreicht den 19. Platz. Sie ist die einzige Universität in Kontinentaleuropa in den Top 20. Die Universität Genf (UNIGE) liegt auf Rang 58, gefolgt von der Universität Zürich (Rang 61) der ETH Lausanne (Rang 78) und der Universität Basel (Rang 87). Das Shanghai-Ranking basiert auf der Anzahl der Nennungen, Publikationen und Preise sowie auf der Beurteilung durch ehemalige Studierende. Es favorisiert die exakten Wissenschaften.
Weitere Informationen: Le Temps

28.08.2019

FR: Weiterbildung zur Reaktivierung von Pflegefachkräften

Um dem Mangel an Pflegefachpersonen zu begegnen, bietet die Hochschule für Gesundheit Freiburg (HEdS-FR) eine neue Weiterbildung im Bereich der Langzeitpflege an. Die Weiterbildung richtet sich an Pflegefachpersonen, die seit einiger Zeit nicht mehr im Berufsleben stehen und wieder arbeiten wollen. Ein Drittel der Pflegenden unter 35 Jahren ist nicht mehr im Beruf tätig. Generell hat ein Viertel der Pflegefachpersonen den Beruf gewechselt, jede sechste arbeitet nicht mehr. Die HEdS-FR bietet diese Weiterbildung in Zusammenarbeit mit den Spitälern, den Pflegeinstitutionen und der OdA Santé-Social Freiburg an. Der Bund und und der Kanton Freiburg unterstützen das Projekt.
Weitere Informationen

28.08.2019
28.08.2019

VS: Kooperation zwischen HES-SO und FFHS

Die beiden Hochschulen HES-SO Valais-Wallis und FFHS gehen eine strategische Partnerschaft ein. Die HES-SO soll von den Kompetenzen der FFHS in den Bereichen Fernunterricht und Blended Learning profitieren, die FFHS von den Kompetenzen der HES-SO im Bereich der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung. Die Zusammenarbeit soll auch für die Entwicklung neuer Angebote genutzt werden. So soll ein gemeinsames deutschsprachiges Modul "Lehren und Lernen im Gesundheitsbereich" für Praxisausbildner/innen angeboten werden. Die Hochschule für Soziale Arbeit plant zudem die Entwicklung eines neuen deutschsprachigen Bachelors, der im Blended-Learning-Modell angeboten werden soll.
Medienmitteilung

28.08.2019

ZH: Neuorganisation der Fachhochschulen

Die drei Zürcher Fachhochschulen (ZHAW, ZHdK, PHZH) werden neu direkt beim Bund die beitragsrechtliche Anerkennung erhalten. Mit dem Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz des Bundes entfällt die Anerkennung der Zürcher Fachhochschule ZFH durch den Bund. Dies führt zu Anpassungen im kantonalen Fachhochschulgesetz. Es wird eine Vernehmlassung durchgeführt.
Medienmitteilung

Beratung

28.08.2019

Foto-Interessen-Test online

Auf der Online-Test-Plattform (OTP) kann der Foto-Interessen-Test (FIT) neu vollständig online durchgeführt werden. Der FIT 2020 ist in deutscher und italienischer Sprache aufgeschaltet, die französische Version folgt in Kürze. Die neuen Berufsfotos sind auch als Printprodukt im SDBB-Shop erhältlich.

28.08.2019

Wie gelingt Lehrlingsmarketing?

Der private Anbieter Peter Heiniger beschreibt im AM Suisse-Bulletin 8/2019 (S. 3), wie strategisches Lehrlingsmarketing funktionieren kann: Jugendliche mögen, Schnupperlehrlinge, Lernende, Eltern und Praxisbildner/innen befragen, sich darüber einig sein, weshalb man überhaupt Lernende ausbildet, Google-Ads nutzen und auf der Firmenwebsite direkt auf die Lehrstellensuchenden eingehen.

28.08.2019

Lohnvergleich für Lehrpersonen aller Bildungsstufen

Gemäss einer Statistik des Nachrichtenportals Watson verdienen Lehrpersonen auf der Kindergartenstufe im Kanton Graubünden schweizweit am wenigsten. Im ersten Jahr im Beruf gehören Gymnasiallehrpersonen im Kanton Zug zu den Bestverdienenden. Die Daten stammen laut Watson aus der Lohndatenerhebung der drei Regionalkonferenzen der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren. Die Angaben für das Tessin und die Westschweizer Kantone wurden direkt von den entsprechenden kantonalen Bildungsdepartementen mitgeteilt.

28.08.2019

Internationale Studie: Auswirkungen des technologischen Wandels auf Frauen

Die zu erwartenden technologischen Umwälzungen bieten weiblichen Angestellten grosse Chancen. Wenn sie nämlich die anstehenden Übergänge meistern, sind viele Arbeitnehmerinnen gut für eine produktivere, besser bezahlte Arbeit positioniert und können weiterhin oder sogar stärker an der Arbeitswelt teilhaben. Dazu müssen Frauen auch entgegen traditionellen Rollenbildern Zugang zu Bildung haben. Gelingen diese Übergänge hingegen nicht, drohen ihnen ebenso grosse Abstiegsgefahren. Dies geht aus einer Studie (auf Englisch) des McKinsey-Thinktanks hervor. Die Prognosen bis zum Jahr 2030 basieren auf Untersuchungen in ausgewählten entwickelten Ländern und Schwellenländern.

Arbeitsmarkt

28.08.2019

SECO: "digiFIT" ist gestartet

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) und die öffentliche Arbeitsvermittlung (öAV) machen ihre IT-Systeme, Prozesse und Dienstleistungen für die digitalen Ansprüche der verschiedenen Anspruchsgruppen fit. Die Anpassungen werden zu grossen organisatorischen Veränderungen führen und die Arbeitsweise der Mitarbeitenden der ALV stark verändern. Um damit umgehen zu lernen, bietet die Leitung Arbeitsmarkt/Arbeitslosenversicherung des SECO Unterstützung im Bereich Organisations-/Changemanagement an. Das Projekt "digiFIT" ist im Juli 2019 gestartet und unterstützt die Organisationsentwicklung im Rahmen der strategischen Projekte "ASALfutur", "eALV-P2 Online Services" und "kompetenzbasiertes Matching".

28.08.2019

Umfrage: Ein Viertel ist im Job unzufrieden

Ein Viertel (26%) der Schweizer Angestellten ist im Job unzufrieden. Dies zeigt eine Umfrage des Personalvermittlers Robert Half. Aber ein Drittel von ihnen möchte das Unternehmen trotzdem nicht verlassen. Die Gründe für das Ausharren sind vielfältig: Jeder Zweite (52%) nennt Vorzüge des aktuellen Arbeitgebers wie flexible Arbeitsmodelle oder ein gutes Gehalt. 29% der Unzufriedenen möchten sich nicht von den Kollegen und Kollginnen trennen. Jede/r fünfte Betroffene (19%) glaubt nicht, dass sich ihre/seine Situation in einem anderen Unternehmen verbessern würde.

28.08.2019

Psychosoziale Belastungen bei der Arbeit haben zugenommen

2017 litten 21% der Erwerbstätigen an ihrem Arbeitsplatz meistens oder immer unter Stress, gegenüber 18% im Jahr 2012. Dabei kann jede vierte dieser Personen nach eigener Einschätzung gut oder ziemlich gut mit diesem Stress umgehen. Dies ist eines von vielen Ergebnissen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung. Sie zeigt insgesamt, dass der Anteil der Personen, die bei der Arbeit mindestens drei physischen Risiken ausgesetzt sind, zwischen 2012 und 2017 stabil geblieben ist (45%). Zugenommen hat hingegen das Ausmass der psychosozialen Belastungen. So hat der Anteil der Personen, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben, zwischen 2012 und 2017 von 13% auf 16% zugenommen.

28.08.2019

Immer mehr Schweizer/innen haben mindestens zwei Anstellungen

Laut den neusten Zahlen des BFS hatten 393'000 Personen in der Schweiz mehr als einen Arbeitgeber während des ersten Trimesters 2019. Dies entspricht 8,7% der Erwerbstätigen gegenüber 4% im Jahr 1991. Mehr als 10% der Frauen gegenüber 5% der Männer sind davon betroffen. Begründet wird das Phänomen mit wirtschaftlichen und familiären Belastungen. Arbeitende ohne Ausbildung trifft es am meisten, namentlich in der Reinigungsbranche oder auf dem Bau.
Weitere Informationen: Blick

28.08.2019

Branchen, die Fachkräfte rekrutieren

Ein französischer Artikel auf der Internetseite des PME Magazine (KMU-Magazin der Romandie) gibt einen Überblick über die Branchen, die am meisten vom Fachkräftemangel in der Schweiz betroffen sind, und geht auf Massnahmen zu dessen Behebung ein. Techniker/innen, Ingenieure/Ingenieurinnen und Treuhänder/innen gehören zu den meist gesuchten Fachkräften. 2018 hat sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auch in den Bereichen Informatik (+8% gegenüber 2017), Humanmedizin und Pharmazie zugespitzt. Dies geht aus der jährlichen Umfrage von Adecco Suisse und vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz der Universität Zürich hervor. Im Gegensatz dazu verzeichnen die Gastronomie und die personenbezogenen Dienstleistungen einen überdurchschnittlichen Überhang an Arbeitskräften.

28.08.2019

Die Beschäftigung hat 2017 in allen Schweizer Wirtschaftssektoren zugenommen

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz fast 5,2 Millionen Beschäftigte ermittelt (+1,2% im Vergleich zum Vorjahr). Der tertiäre Sektor trug massgeblich zu diesem Resultat bei, aber auch der primäre und sekundäre Sektor verbuchten nach mehreren rückläufigen Jahren einen Beschäftigungsanstieg. Die grossen Branchen (beispielsweise das Gesundheitswesen) verzeichneten eine deutliche Zunahme ihres Personalbestands. Die Genferseeregion war am dynamischsten. Dies sind einige der jüngsten Ergebnisse der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT 2017) des BFS.

28.08.2019

TI: Viele finden, dass Grenzgänger ein Problem sind

61% der Tessiner Bevölkerung betrachten die hohe Zahl von Grenzgängern als Problem des kantonalen Arbeitsmarkts. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts gfs-zürich. Das erstaunt: Mit 3% lag die Arbeitslosenquote im Tessin 2018 nur 0,4% über dem Schweizer Durchschnitt. Die Umfrage, vorgestellt auf swissstaffing.ch, legt auch ein erhebliches Misstrauen gegenüber den Behörden offen: Nur 18% der befragten Tessiner/innen geben an, die Politik im Kanton setze beim Schutz des Arbeitsmarkts die richtigen Prioritäten. Mit 87 bzw. 86% spricht sich eine deutliche Mehrheit für eine bessere Betreuung von Arbeitslosen bei der Stellensuche aus sowie für eine Ausdehnung der Stellenmeldepflicht.

Berufliche Integration

28.08.2019

Personalauswahl: Unsympathische Automaten

Immer mehr amerikanische Firmen selektionieren Bewerberinnen und Bewerber maschinell – HireVue ist ein bekannter Anbieter dieses Verfahrens. In Europa stösst diese Form der Personalauswahl auf grosse Skepsis, wie eine Studie (in Englisch) bei 123 Studierenden zeigt. Die meisten von ihnen akzeptieren das Verfahren vielleicht als Übungsanlage, aber nicht im konkreten Einsatz. Grund dafür ist das Gefühl, keine Kontrolle über das Gespräch zu haben, so die Studienautoren. Sie schliessen, dass Firmen gut prüfen sollten, ob eine automatisierte Selektion nicht dazu führt, dass sich geeignete Bewerberinnen und Bewerber aus dem Bewerbungsprozess zurückziehen.

28.08.2019

BE: Programm zur beruflichen Eingliederung für Französischsprachige mit Migrationshintergrund

Das Kompetenzzentrum für die Integration von Migrantinnen und Migranten der Region Biel-Seeland-Berner Jura Multimondo hat ein neues Kursangebot für französischsprachige Personen mit Migrationshintergrund lanciert. Das Projekt "en suisse" bezweckt vor allem die Entwicklung ihrer Kompetenzen, die Verbesserung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit und ihre langfristige Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das Projekt umfasst drei sechs Monate dauernde Module: "vie en suisse", "travail en suisse" und "carrière en suisse".
Medienmitteilung

28.08.2019

ZH: Positive Bilanz der Stellenmeldepflicht

Im ersten Jahr der Stellenmeldepflicht haben die Arbeitgeber weit mehr offene Stellen gemeldet als erwartet. Dies meldet die NZZ. Die Behörden hätten ursprünglich für die erste Phase von August 2018 bis Juli 2019 mit etwa 55'000 Pflichtmeldungen gerechnet; tatsächlich aber waren es grob geschätzte 200'000. Für eine gesamtschweizerische Bilanz der erfolgreichen Stellenvermittlungen ist es noch zu früh. Aber im Kanton Zürich habe die Stellenmeldepflicht zu einer "substanziell höheren Vermittlungsleistung der öffentlichen Arbeitsvermittlung" geführt. Von Juli 2018 bis Juli 2019 erhielt der Kanton laut eigenen Angaben etwa 24'000 Pflichtmeldungen. Rund 3500 der von den Behörden vorgeschlagenen Kandidaten und Kandidatinnen hätten eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten, etwa 1500 seien angestellt worden.

28.08.2019

Deutschland: Familiäre Rollenaufteilung beeinflusst Jobberatung

Bei der Beratung und Vermittlung von Stellensuchenden steht nicht nur die einzelne Person im Mittelpunkt, sondern auch ihre Familie. So werden Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern im Haushalt weniger intensiv beraten als etwa Männer ohne Kinder (Dauer zwischen Erst- und Folgegespräch ist unterschiedlich lang). Dies zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung. Wenn die Jobcenter-Mitarbeiter/innen mit dem Modell des männlichen Haupternährers konfrontiert sind, versuchten sie zum Teil, auf eine individuelle Erwerbstätigkeit der Frauen hinzuwirken. Sie stiessen aber auch an Grenzen ihrer Zuständigkeit, wenn normative Wertvorstellungen ins Spiel kämen.