Newsletter vom 29.05.2019

Aktuelle Meldungen vom 29.05.2019

Berufliche Grundbildung

29.05.2019

SBFI Mail: digitalinform.swiss

In der Mai-Ausgabe 2019 des Newsletter SBFI Mail geht es vor allem um das Webportal digitalinform.swiss. Dabei handelt es sich um eine Förderinitiative zur Unterstützung aller Akteure der Berufsbildung, damit diese die Chancen des digitalen Wandels voll ausschöpfen können. Ein Portal informiert über Angebote, Projekte und Programme.

29.05.2019

Berufsbildungplus.ch: Welches ist das beliebteste Sujet?

Um auf die Chancen und Karrieremöglichkeiten der Berufsbildung aufmerksam zu machen, hat die Kampagne berufsbildungplus.ch in den letzten vier Jahren über 20 Lerne-Werde-Werbesujets kreiert. Sie decken alle Berufsfelder ab. Besucher/innen der Webseite können ihr Lieblingssujet mit einem Like unterstützen und über das eigene soziale Netzwerk teilen. So werden die Stärken der Berufsbildung einem zusätzlichen Publikum bekannt gemacht. Das Sujet mit den meisten Likes wird im September 2019 auf der Kampagnenwebseite bekannt gegeben.

29.05.2019

SDK: Referate der Fachtagung

Die Referate zu sieben verschiedenen Themen, die an der Fachtagung und Generalversammlung der SDK am 9. und 10. Mai 2019 gehalten wurden, sind online verfügbar. Als Konferenz der Direktorinnen und Direktoren der Berufsfachschulen ist die SDK in der beruflichen Grundbildung und in der höheren Berufsbildung aktiv.

29.05.2019

Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ: Teilrevision der Bildungsverordnung

Das SBFI hat eine Teilrevision der am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Verordnung über die berufliche Grundbildung Medizinische/r Praxisassistent/in EFZ erlassen. In Absprache mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz wurde kein Anhörungsverfahren durchgeführt. Die Teilrevision betrifft die Artikel 18 und 26 der Verordnung. Sie tritt am 1. Juli 2019 in Kraft.
Rundschreiben des SBFI

29.05.2019

Uhrenberufe: Anhörung

Das SBFI unterbreitet folgende Entwürfe zur Stellungnahme: Regelung zum modularen Qualifikationsverfahren im Bereich Polissage für Polisseuse/Polisseur EBA sowie Regelung zum modularen Qualifikationsverfahren im Bereich Polissage für Oberflächenveredler/in Uhren und Schmuck EFZ. Anhörungsfrist: 19. Juli 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

29.05.2019

Uhrenindustrie: Neue Ausbildungen im Bereich Qualität

Um die Bedürfnisse der Betriebe in der Uhrenbranche abzudecken, hat der Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie neue Ausbildungen auf verschiedenen Stufen des Bildungssystems eingeführt. Die neue vierjährige berufliche Grundbildung "Qualitätsfachfrau/-fachmann in Mikrotechnik EFZ" wird ab Lehrbeginn 2020 angeboten. Die Ausbildung "Techniker/in FH Mikrotechnik" wird ab August 2019 um die Fachrichtung "Qualität" erweitert. Auf der Tertiärstufe wird ab September 2019 die Weiterbildung "Lean Manufacturing und Qualität (CAS-LMQ)" in Zusammenarbeit mit der Haute Ecole Arc Ingénierie eingeführt.
Medienmitteilung

29.05.2019
29.05.2019

BE: Fachspezifische Vorbereitung auf die Berufsbildung im Gesundheitsbereich

Die OdA Gesundheit Bern hat zusammen mit der BFF Bern und der Abteilung Weiterbildung und Höhere Berufsbildung des Kantons Bern ein neues Angebot erarbeitet, das Erwachsenen den Zugang zu einem Berufsabschluss Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ ermöglicht. In den Kursen werden berufsspezifische Grundkompetenzen vermittelt. Ein Kurzfilm enthält Reaktionen von Teilnehmern und Teilnehmerinnen und illustriert das praxisnahe Vorgehen.

29.05.2019

NE: Einführung einer Prämie für die duale Berufsbildung ab 2020

Der Neuenburger Staatsrat hat Erlasse im Zusammenhang mit den kantonalen Steuerreformen verabschiedet. Der mit Vertretungen der Wirtschaft erarbeitete "contrat-formation duale" ist Teil davon. Damit sollen im Verlauf von fünf Jahren tausend Lehrstellen geschaffen werden. Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, erhalten ab 2020 eine jährliche finanzielle Prämie aus einem speziellen Fonds, der von einer Abgabe von 0,58% der Lohnsumme aller Arbeitgeber im Kanton gespiesen wird.

29.05.2019

VD: Tätigkeitsbericht der kantonalen Stiftung für die Berufsbildung

Die Waadtländer Stiftung für die Berufsbildung (FONPRO) hat ihren Tätigkeitsbericht 2018 veröffentlicht. Sie finanziert überbetriebliche Kurse (üK), Material- und Raumkosten im Rahmen der Qualifikationsverfahren sowie Ausgaben im Zusammenhang mit der Betreuung obligatorischer Berufspraktika. Im Jahr 2018 ist die Unentgeltlichkeit der üK für rund 77% der 13'000 Lernenden, und damit auch für ihre Waadtländer Lehrbetriebe, erreicht worden. FONPRO finanziert auch fachkundige individuelle Begleitung (fiB) von Lernenden und die Förderung der beruflichen Grundbildung.

29.05.2019

VD: Identität der Berufsfachschullehrer/innen

Eine Studie der Universität Lausanne bietet einen Überblick über die Berufsfachschullehrer/innen und ihre Situation im Kanton Waadt von 2015 bis 2018. Der Bericht "Les identités professionnelles des enseignant-e-s de la formation professionnelle initiale vaudoise" schildert eine veränderliche und vielschichtige Realität innerhalb der Berufsfachschulen, gekennzeichnet von der Koexistenz unterschiedlicher beruflicher Positionen und Auszubildenden mit unterschiedlichem Hintergrund.

29.05.2019

ZH: Klasse mit Kochtalenten

Im Sommer 2018 startete an der Allgemeinen Berufsschule Zürich die Talentklasse für Köchinnen und Köche. Die Klasse wird gegen Ende des ersten Semesters gebildet. Ausgewählt werden die 16 bis 18 Lernenden, weil sie von Berufsbildnern und ihren Lehrerinnen empfohlen werden und ihre Motivation mit einem Schreiben darlegen. Begeisterung für den Beruf und praktische Begabung zählen genauso wie schulische Leistungen. "Spätzünder" können im Verlauf des Programms noch aufgenommen werden.

29.05.2019

Italien/Südtirol: Ergebnisse einer Umfrage zur Berufsbildung

In einer Umfrage ging der "Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister" im Südtirol der Frage nach, welche Faktoren vor, während und nach der Lehre ausschlaggebend für eine erfolgreiche Ausbildung sind. Die Berufsbildung wird als zentraler Faktor für die Wirtschaft von morgen angesehen. Fazit: "Wenn es uns gelingt, die Berufsbildung auch grenzüberschreitend zu stärken sowie die Betriebe bei der Einstellung und Ausbildung von Lehrlingen zu unterstützen, ist der Nutzen für alle gross: KMU erhalten Fachkräfte und Jugendliche eine vielversprechende Perspektive."

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

29.05.2019

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Einrichtungsplaner/in sowie Medizinischer Masseur/Medizinische Masseurin mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 28. Mai 2019

29.05.2019

Label für Chancengleichheit und Inklusion

Die neue Version des Labels Modell F fördert Chancengleichheit und Inklusion über die gesamte Tertiärstufe. Mit ihr wird es möglich, eine Weiterbildung auf Tertiärstufe der persönlichen Lebenssituation anzupassen. Den älteren Studierenden werden beruflich und ausserberuflich erworbene Kompetenzen angemessen angerechnet. Neu unterstützt das Label die Schulen dabei, Menschen mit Behinderung den Weg in die berufliche Weiterbildung zu ebnen, und es zeichnet Schulen aus, die Gleichstellung konkret praktizieren.

29.05.2019

Deutschland: Revision des Berufsbildungsgesetzes BBiG

Die von der Bundesregierung verabschiedete BBiG-Novelle sieht vor, dass die Fortbildungsstufen für die höherqualifizierende Berufsbildung künftig die Bezeichnungen "Geprüfte/r Berufsspezialist/in", "Bachelor Professional" oder "Master Professional" tragen. Mit diesen international verständlichen Begriffen soll die berufliche Mobilität unterstützt werden. Weitere Schwerpunkte der BBiG-Novelle sind Mindestausbildungsvergütung, bessere Rahmenbedingungen für die Teilzeitberufsausbildung, eine grössere Durchlässigkeit innerhalb der beruflichen Bildung sowie verbesserte Bestimmungen für Prüfungen. Zudem werden die Verfahren vereinfacht.
BBiG-Novelle: Wichtigste Änderungen
Factsheet zur BBiG-Novelle

Mittelschulen und Hochschulen

29.05.2019

FH-Lohnstudie

Die Löhne der FH-Absolventinnen und -Absolventen bleiben stabil. Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung einer Studie des Dachverbands "FH Schweiz". Der mittlere Lohn liegt bei 101'000 Franken. Die Hälfte der Löhne liegen über diesem Wert, die andere darunter (Median). Der Median der Löhne von Teilnehmenden mit einer oder mehreren Weiterbildungen beträgt 123'000 Franken. An der Studie 2019 haben 10'500 Absolventinnen und Absolventen teilgenommen.
Weitere Informationen

29.05.2019

Umfrage bei den Studierenden der ETH Zürich

ETH-Studierende empfinden den Leistungsdruck als gross, den Umgang an der Hochschule schätzen sie aber als respektvoll ein, und von Diskriminierungen oder Ungleichbehandlungen bleibt die überwiegende Mehrheit verschont. So lassen sich die Resultate einer Umfrage des Studierendenverbands zusammenfassen. Die Auswertungen zeigen auch, dass nur die Hälfte der Studierenden Arbeitsvolumen und -belastung im Studium als angemessen beurteilt. Und nur die Hälfte der Studierenden schätzt die eigene psychische Verfassung im Generellen als gut oder sehr gut ein.

29.05.2019

LU: Start Masterstudiengang in Medizin ab 2020

Ab Herbst 2020 startet an der Universität Luzern am neuen Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin der erste Masterstudiengang in Medizin. Dieser wird in Kooperation mit der Universität Zürich und mit Luzerner Kliniken angeboten. Einen Schwerpunkt wird der Fachbereich Rehabilitation bilden.
Medienmitteilung

29.05.2019

SZ: Mittelschulstrategie

Die Schwyzer Mittelschullandschaft steht vor Veränderungen: Schulen sollen geschlossen und zusammengelegt werden. Mit einem Postulat wurde von der Regierung eine Mittelschulstrategie verlangt, bevor definitive Standortentscheide gefällt werden. Der Kantonsrat hat den Vorstoss mit 59 zu 31 Stimmen als nicht erheblich erklärt.

29.05.2019

ZG: Ausbildungen für Sporttalente

Die Trägerschaft des privaten OYM (on your Marks) Colleges soll vom Kanton Zug eine Million Franken als Anschubfinanzierung erhalten, wie die Zuger Zeitung schreibt. Im Leistungszentrum OYM können Sporttalente zur Schule gehen. Die Privatschule übernimmt aufgrund kantonaler Sparbemühungen auch die bisherige Vinto-Sportlerlehre, die eine kaufmännische Ausbildung für Sporttalente ermöglicht. Zukünftig soll das OYM College auch eine gymnasiale Ausbildung für junge Sporttalente anbieten.

Beratung

29.05.2019

Bundesrat will Laufbahnberatung für Personen über 40 fördern

Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials beschlossen. Mit vier Massnahmen im Bereich der Vermittlung sowie der Aus- und Weiterbildung will der Bundesrat die Konkurrenzfähigkeit älterer Personen im Arbeitsmarkt erhöhen und die Wiedereingliederung erleichtern. Neben einer kostenlosen Standortbestimmung, Potenzialanalyse und Laufbahnberatung für Arbeitnehmende über 40 Jahren sollen Aus- und Weiterbildungen konsequenter angerechnet werden können als heute.

29.05.2019

Statistik 2018 der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Die KBSB hat die Statistik der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung in der Schweiz (BSLB) publiziert. Im Jahr 2018 war die Anzahl der Beratungen vergleichbar mit denjenigen der vorangehenden Jahre. Wie 2017 entfielen 44% der Beratungen auf Schüler/innen der Sekundarstufe I oder auf Personen in Zwischenlösungen. Die Besuche von Informationszentren und Infotheken bleiben seit zehn Jahren relativ stabil. Die Besucherzahlen auf dem Informationsportal berufsberatung.ch sind weiter stark gestiegen (+23,5% gegenüber 2017). Zum ersten Mal enthält das Dokument Kurzbeschreibungen von Angeboten (Good Practice) aus einzelnen Kantonen.

29.05.2019

Praxisleitfaden zum Thema Islam

"Ramadan kommt immer so plötzlich", so heisst die neueste Publikation des Zentrums Religionsforschung der Universität Luzern. Anhand konkreter Fälle gibt sie Lehrpersonen sowie Fachleuten aus den Bereichen Berufsberatung, Soziale Arbeit und Integration Hinweise und Ideen für die Praxis. Die 92-seitige Broschüre steht zum kostenlosen Download bereit, eine gedruckte Version ist ab Ende Mai 2019 erhältlich.

29.05.2019

Kurs: Work-Life-Balance bei Ratsuchenden fördern

Immer mehr Personen suchen in Beratungen und Coachings Unterstützung, um eine bessere Vereinbarkeit des Berufs- und Privatlebens zu erreichen. In einem Kurs der Universität Bern lernen die Teilnehmenden wissenschaftlich fundierte Interventionsmöglichkeiten auf betrieblicher und individueller Ebene kennen. Praxisbeispiele zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden diskutiert. Der Kurs unter der Leitung von Andreas Hirschi richtet sich an Fachleute aus den HR, dem Diversity Management, der Berufs- und Laufbahnberatung und dem betrieblichem Gesundheitsmanagement.

29.05.2019

ETH Zürich erhöht Stipendien

Die ETH-Schulleitung hat beschlossen, ab Herbstsemester 2019 mehr Stipendien zu vergeben. Sie erhöht auch die ausbezahlten Beträge. Damit kompensiert sie bei den finanziell Schwächsten die Erhöhung der Studiengebühren, die der ETH-Rat beschlossen hat.
Medienmitteilung

29.05.2019

UZH-Journal zum Thema Prüfungsangst

Prüfungsangst kann Schweissausbrüche, Unruhezustände, Müdigkeit und Magenbeschwerden bewirken. Ausgabe 2/2019 des UZH-Journal enthält Erfahrungsberichte und ein Interview mit Cornelia Beck, Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle UZH/ETH, mit Tipps zum Umgang mit Prüfungsangst.

29.05.2019

ZH: Magazin des Amts für Jugend und Berufsberatung

Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens veröffentlicht das Zürcher Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) das Magazin "fürs Leben gut". Die Publikation enthält Geschichten über Familien, Erziehung und persönliche Lebenswege und zeigt die Entwicklung der Zürcher Kinder- und Jugendhilfe auf. Eine Wanderausstellung zum Magazin wird an verschiedenen AJB-Standorten im Kanton Zürich zu sehen sein. Die Inhalte der Publikation liegen in gedruckter Form und als Online-Magazin vor.

29.05.2019

Euroguidance: Tätigkeiten 2018

Das europäische Netzwerk für Bildungs- und Berufsberatung Euroguidance hat ein Dokument (in Englisch) mit den Höhepunkten des Jahres 2018 publiziert. Es gibt einen Gesamtüberblick über Aktivitäten und Ergebnisse des Netzwerks in den Bereichen Information, Publikation, Austausch, Veranstaltungen, Zusammenarbeit (zum Beispiel unter den Mitgliedsländern) und praktische Instrumente (hauptsächlich digital).

Arbeitsmarkt

29.05.2019

BFS: Lohndifferenzen zwischen Mann und Frau bleiben

Zwar haben die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau in der Schweiz abgenommen – von 16,3% im Jahr 2006 auf 12% im Jahr 2016 – aber der unerklärte Anteil der Lohnnachteile für Frauen ist gleich geblieben: 2016 betrug er im Schnitt 44,1%. Der Grad der Lohn-Ungerechtigkeit schwankt je nach Hierarchiestufe, Branche, Ausbildung, Alter, Region und Firmengrösse zum Teil erheblich, wie eine BFS-Studie zeigt.

29.05.2019

Publikation zur Dynamik des Arc lémanique

Nach einer Krise in den 1990er-Jahren zeichnet sich der Arc lémanique heute durch eine leistungsstarke, diversifizierte und widerstandsfähige Wirtschaft aus. Dies zeigt die neue Publikation "Einzigartige Dynamik des Arc lémanique" von Avenir Suisse. Trotzdem stehe die Region vor grossen Herausforderungen: Die Infrastruktur konnte mit dem Bevölkerungswachstum nicht mithalten und die Ausgaben für Gesundheit und Wohnen seien besonders hoch. Zudem bleibe die Steuerlast eine der schwersten in der Schweiz.

29.05.2019

Bundesgesetz zur Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege

Der Bundesrat hat dem Parlament die Botschaft zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege überwiesen. Der Gesetzesentwurf sieht die Einführung der folgenden Massnahmen vor:
- Verankerung eines Rechts auf bezahlten Urlaub während einer kurzen Abwesenheit (höchstens drei Tage pro Ereignis und höchstens zehn Tage pro Jahr) im Obligationenrecht;
- Einführung einer Betreuungsentschädigung für ein schwer krankes oder verunfalltes Kind für einen Urlaub von maximal 14 Wochen, der innerhalb von 18 Monaten bezogen werden muss;
- Ausweitung der AHV-Betreuungsgutschriften;
- Anpassung des Anspruchs auf Hilfslosenentschädigung und Intensivpflegezuschlag der IV für ein krankes Kind.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

29.05.2019

Bundesrat will inländisches Arbeitskräftepotenzial weiter fördern

Der Bundesrat hat Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials beschlossen. Sie zielen darauf ab, die Konkurrenzfähigkeit von älteren Arbeitskräften zu sichern, schwer vermittelbaren Stellensuchenden den Schritt in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und in der Schweiz lebende Ausländer/innen besser in diesen zu integrieren. Dazu dienen vier Massnahmen – darunter eine kostenlose Laufbahnberatung für Arbeitnehmende über 40. Ausgesteuerte Personen über 60 Jahre sollen zudem eine existenzsichernde Überbrückungsleistung bis zur ordentlichen Pensionierung erhalten (vgl. separate Meldung in diesem Newsletter).

29.05.2019

Bundesrat schlägt Überbrückungsrente für Ausgesteuerte vor

Ausgesteuerte Personen über 60 Jahre, die keine Stelle mehr finden, sollen eine existenzsichernde Überbrückungsrente bis zur Pensionierung erhalten. Dies schlägt der Bundesrat vor. Derzeit würden davon 2657 Personen profitieren. Die Rente wäre im Unterschied zur Sozialhilfe auch für Personen mit erheblichem Vermögen zugänglich (Alleinstehende bis 100'000 Franken, Ehepaare bis 200'000 Franken). Nach Berechnungen der NZZ würden Alleinstehende typischerweise über 20'000 Franken pro Jahr mehr als von der Sozialhilfe erhalten (Ehepaare gut 30'000 Franken). Der Vorschlag geht in eine Vernehmlassung.

29.05.2019

Jobwandel erschwert die gezielte Jobsuche

Arbeitnehmende haben zunehmend Mühe, einen passenden Job zu finden, wie eine Umfrage des Personalvermittlers Robert Half zeigt. 60% der befragten Schweizer Arbeitnehmenden geben an, dass die Suche nach einem geeigneten Job heute schwieriger sei als vor fünf Jahren. Von diesen Personen sagen vier von zehn, es sei schwieriger geworden, abzuschätzen, was eine Stelle tatsächlich fordere – inwieweit man also für einen Job in Frage komme. Weitere 33% sagen, dass sich die erforderlichen Qualifikationen für ihre berufliche Tätigkeit verändert hätten.

29.05.2019

Ü50: Drei Faktoren für eine rasche Stellensuche

Die Chancen von älteren Stellensuchenden auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sind besser als erwartet, sagt eine neue Studie von Lee Hecht Harrison. Die Firma liess die Daten von fast 1700 entlassenen Personen seit 2017 analysieren, die wieder eine neue Stelle gefunden haben (davon 75% über 50-jährig). Entscheidend für ihren Erfolg seien Flexibilität in Bezug auf Profil, Aufgaben und Kompetenzen, ein rasches Handeln unmittelbar nach der Entlassung sowie die Nutzung von Instrumenten wie Bogenkarrieren oder Einarbeitungszuschüssen.

29.05.2019

AvenirSocial: Chronologie des Umbaus der Sozialhilfe seit 2000

In den letzten Jahrzehnten wurden im Bereich der Sozialhilfe zahlreiche Regelungen revidiert, allen voran die SKOS-Richtlinien sowie Gesetze und Regeln auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene mit direktem Bezug zur Sozialhilfe. Diese Revisionen stellen meist Verschärfungen der Zugangsbedingungen und Einschränkungen der Leistungen dar. Der Berufsverband Soziale Arbeit Schweiz (AvenirSocial) hat diese Entwicklungen für die vergangenen 20 Jahre zusammengestellt. Die Auflistung soll als verlässliche Dokumentation dienen, die verschiedenen Analysen zugrundegelegt werden kann.

29.05.2019

BE: Stimmvolk lehnt Änderung des Sozialhilfegesetzes ab

Das bernische Stimmvolk hat am 19. Mai 2019 eine Änderung des kantonalen Sozialhilfegesetzes abgelehnt. Verworfen wurden sowohl die Vorlage des Grossen Rates zur Teilrevision des Sozialhilfegesetzes als auch der Volksvorschlag "Für eine wirksame Sozialhilfe", und zwar mit 53 bzw. 56 Prozent der Stimmen. Im Vordergrund der Grossratsvorlage standen vor allem die Entlastung des öffentlichen Haushalts, die Idee der "Hilfe zur Selbsthilfe" sowie die Arbeitsintegration über ein Anreizsystem. Der Volksvorschlag forderte, dass die Höhe der Sozialhilfeleistungen mindestens den SKOS-Richtlinien entspricht.
Weitere Informationen

29.05.2019

VS: Vorübergehende Beschäftigungen in der kantonalen Verwaltung

Die Koordinationsplattform GETAG organisiert vorübergehende Beschäftigungen in über 50 Dienststellen und Institutionen des Kantons Wallis. Damit ermöglicht sie Stellensuchenden den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens hat GETAG Bilanz ihrer Aktivitäten gezogen: Mehr als 5000 Platzierungen konnten einem Drittel der Teilnehmenden ermöglichen, wieder in den Berufsalltag einzusteigen.
Medienmitteilung

29.05.2019

ZH: Kaum Sanktionen für Arbeitsunwillige

Die Stadt Zürich hat die Sozialhilfezahlen 2018 präsentiert. Sie zeigen eine Stabilisierung der Fallzahlen und Kosten in der Sozialhilfe. Von den 22'108 Sozialhilfeempfangenden sind rund 1100 Personen motiviert und qualifiziert, eine Stelle zu finden; weitere 2000 Personen wären zwar arbeitsfähig, aber gelten als zu gering qualifiziert. 20% der erwachsenen Sozialhilfebeziehenden (3100) der Stadt Zürich arbeiten zwar, benötigen aber Unterstützung; 10% (1500) sind bei einem RAV angemeldet, aber auch sie benötigen Hilfe. Nur gerade ein Prozent der qualifizierten Personen sind unmotiviert; die Zahl der Sanktionen liegt damit bei gerade mal gut einem Dutzend.
Medienmitteilung

29.05.2019

Verschiedenes

29.05.2019

Leitfaden "Wer sieht was auf meinem Facebook Account?"

In seinem Newsletter vom Mai 2019 (in Französisch) gibt der Verband Lesen und Schreiben der Romandie die Herausgabe des Mini-Leitfadens "Qui voit quoi sur mon compte Facebook?" bekannt. In leicht verständlicher Sprache liefert er effektive Lösungen zu grundlegenden Sicherheitsmassnahmen. Ziel eines solchen Leitfadens ist es, den Gebrauch dieses sozialen Netzwerks für Lernende sicherer zu machen. Der Newsletter stellt auch das Pilotprojekt "Lire, écrire, se construire" vor, das von den Sektionen Freiburg und Waadt für 18-25 Jährige eingeführt worden ist. Es lädt Jugendliche zur Teilnahme an Aktivitätsprogrammen ein, damit sie ihr Schreiben verbessern können.