Newsletter vom 01.05.2019

Aktuelle Meldungen vom 01.05.2019

Berufliche Grundbildung

01.05.2019

Expertenbericht zur Steuerung der Berufsbildung

Der vom SBFI in Auftrag gegebene "Expertenbericht zur systemischen Steuerung der Berufsbildung in der Schweiz" befasst sich im Rahmen des Strategieprozesses Berufsbildung 2030 mit der Frage, wie die systemische Steuerung der Berufsbildung in der Schweiz optimiert und die Verbundpartnerschaft gestärkt werden kann. Für den Bericht der Universität St. Gallen wurden Experteninterviews geführt, Sekundärliteratur analysiert und Vergleiche mit anderen dualen beruflichen Bildungssystemen gemacht (Deutschland, Österreich, Dänemark, Niederlande). In den Empfehlungen wird die Einführung eines Steuergremiums auf fachlich-strategischer Ebene vorgeschlagen, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. Dem Bund käme bei der verbundpartnerschaftlichen Steuerung weiterhin eine Sonderstellung für die Entwicklung der Berufsbildung zu.
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01.05.2019

EHB: Geschäftsbericht 2018

Der Bundesrat hat den Geschäftsbericht 2018 des EHB genehmigt. 2018 stand im Zeichen der Digitalisierung – z.B. mit "trans:formation", einem Projekt im Rahmen des Förderschwerpunkts des Bundes zur digitalen Transformation der Berufsbildung. Fortschritte erzielte das EHB bei der Positionierung als Pädagogische Hochschule. 2018 absolvierten über 13'600 Personen eine Aus- oder Weiterbildung am EHB. Das EHB war an 40 Forschungsprojekten beteiligt und unterstützte im Auftrag von Organisationen der Arbeitswelt 114 Berufe bei Berufsrevisionen oder anderen Projekten.

01.05.2019

EHB-Magazin Skilled zum Thema Motivation

Welche Rolle spielt die Qualität der Ausbildung und welche Rolle spielen die Lehrpersonen für die Motivation von Lernenden? Beleuchtet wird das Thema aus den Blickwinkeln von Lernenden und Lehrenden. Eine Umfrage bei sieben Berufsbildnern und Berufsbildnerinnen und Hinweise auf besondere Motivationen runden das Bild ab. Ausserdem enthält das EHB-Magazin Skilled 1/2019 Beiträge zum Digi-Check für Berufsfachschulen, zum Bachelor of Science in Berufsbildung, zum neuen Ausbildungskonzept des EHB und zu einem Malermeister, der Jugendlichen mit schwierigen Biografien ermöglicht, in der Berufswelt Tritt zu fassen.

01.05.2019

Diätköchin/Diätkoch EFZ: Änderung ab 2020

In einem kürzlich erschienenen Rundschreiben orientiert das SBFI, dass der Art. 2 der Verordnung über die berufliche Grundbildung Diätköchin/Diätkoch nicht mit dem Art. 15 Abs. 3 des BBG vereinbar ist. Angesichts dieser Situation haben das SBFI und die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt (Hotel & Gastro Union sowie Hotel & Gastro formation Schweiz) vereinbart, die Bildungsverordnung auf den 1. Januar 2021 aufzuheben. Die Kantone können bis zum Lehrbeginn im August 2020 Lehrverträge genehmigen. Die berufliche Grundbildung wird durch eine höhere Berufsbildung (eidgenössischer Fachausweis) ersetzt. Die Umsetzung ist für 2020 geplant.

01.05.2019

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / April 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 4/2019
Archiv

01.05.2019

BFS: Bildungsstatistik 2018

Die Taschenstatistik des BFS ist aktualisiert worden. Sie enthält unter anderem die Zahlen 2017/2018 der Lernenden und Studierenden. Im Gesamten absolvierten 224'557 Personen eine berufliche Grundbildung, 131'769 Männer und 92'788 Frauen, 177'747 Schweizer/innen und 46'723 Ausländer/innen. In der höheren Berufsbildung waren es 32'863 Männer und 26'128 Frauen, 51'398 Schweizer/innen und 7015 Ausländer/innen. Die 2017 erlangten Abschlüsse verteilen sich wie folgt: 14'448 eidgenössische Fachausweise, 2954 eidgenössische Diplome und 8754 HF-Diplome.

01.05.2019
01.05.2019

Berufslehre mit über 40 Jahren

2016 hat die Konsumentensendung "Espresso" des Schweizer Radios über 40-jährige Erwachsene vorgestellt, die einen beruflichen Neustart wagten: Sie haben nochmals eine Lehre angefangen. Nach drei Jahren werden drei von ihnen erneut porträtiert: eine Podologin (58-jährig, ehemalige Personalmanagerin), die das EFZ gleichzeitig mit ihrem Sohn erhalten hat, eine Bäuerin (63, ehemalige Sozialarbeiterin) und ein Fachmann Gesundheit (54, ehemaliger Metallbauschlosser).
SRF-Serie "Als Grufti id Stifti" (Dialekt)
Siehe auch Zeitschrift Skilled 1/2019 mit dem Porträt eines 58-jährigen Zimmermann-Lernenden (S. 26)

01.05.2019
01.05.2019

SO: Newsletter Amt für Berufsbildung, Mittel- und Hochschulen ABMH

Die Lehrstellensituation im Kanton Solothurn blieb 2018 stabil, wobei das Angebot an Lehrstellen wiederum grösser war als die Nachfrage. Negativ ist die Entwicklung bei den Lehrvertragsauflösungen. Positiv wird vermerkt, dass die Beliebtheit von Berufsabschlüssen für Erwachsene steigt. Die entsprechende kantonale Lösung wird ausführlich dargestellt. Weitere Beiträge behandeln u.a. ein Integrationsprojekt mit 38 Flüchtlingen und die Debatte um den Zeitpunkt von Lehrabschluss und RS-Beginn.
Newsletter ABMH

01.05.2019

VD: Reorganisation der Berufs- und Weiterbildung

Das Amt für Berufs- und Weiterbildung des Kantons Waadt konzentriert seine Aktivitäten in einer neuen Organisation, die im Einklang mit seinen Aufgaben steht und die Zusammenarbeit fördert. Die neue Struktur setzt sich aus drei Einheiten zusammen: Ausbildung, Erwachsene und Lehraufsicht.

01.05.2019
01.05.2019
01.05.2019

Deutschland: Berufsbildungsbericht 2019

Im Vergleich zum Vorjahr wurden in Deutschland 8100 Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen. Insgesamt starteten 531'400 Personen mit ihrer Ausbildung. Sowohl die Zahl der Bewerber/innen als auch die der Ausbildungsstellen sind gestiegen. Statistisch standen 100 Ausbildungssuchende 106 Ausbildungsstellen gegenüber. Der Berufsbildungsbericht macht auch deutlich, dass Klein- und Kleinstbetriebe immer mehr Schwierigkeiten haben, für angebotene Ausbildungsstellen geeignete Bewerber zu finden. Dies ist ein Grund dafür, dass sich Betriebe aus der Ausbildung zurückziehen. Dem will das Bundesministerium Gegensteuer geben.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

01.05.2019

Berufsbildungsfachfrau/-mann: EB Zürich und berufsbildner.ch kooperieren

Die EB Zürich und berufsbildner.ch werden in Zukunft den Lehrgang "Berufsbildungsfachfrau/-mann mit eidg. Fachausweis FA" gemeinsam weiterentwickeln und auch gemeinsam anbieten. Die Ausbildung richtet sich an Berufsbildner/innen aus dem Praxisfeld, ist modular aufgebaut und schliesst mit einem Fachausweis ab. Mit dieser Ausbildung erweitern und professionalisieren Berufsbildner/innen formal und fachlich ihre bisherigen Kompetenzen.

01.05.2019

Bescheidene Wirkung des Weiterbildungsgesetzes

Seit dem Inkrafttreten des Weiterbildungsgesetzes (WeBiG) Anfang 2017 haben die Kantone den Auftrag, mit Unterstützung des Bundes die Grundkompetenzen Erwachsener zu fördern. Die Interessengemeinschaft Grundkompetenzen, welche vom SVEB koordiniert wird, konstatiert, dass das WeBiG nicht den erhofften Impuls ausgelöst hat. Ein Monitoringbericht zeigt anhand eines Ampelsystems die von den Kantonen erzielten Fortschritte.

01.05.2019
01.05.2019

OECD: Entwickeln der Erwachsenenbildung für die Zukunft

Die neuen Technologien, die Globalisierung und das Altern der Bevölkerung werden die Quantität und Qualität der Beschäftigung sowie die dazu notwendigen Kompetenzen verändern. Daher muss die Bildung Erwachsener weiterentwickelt werden, um sie auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten. So lautet die Schlussfolgerung des Berichts der OECD "Getting Skills Right: Future-Ready Adult Learning Systems". Der Bericht enthält eine Serie von Empfehlungen zur Behebung von Problemen, beispielsweise gezielte Programme für Erwachsene, deren Kompetenzen überholt sein werden.
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01.05.2019

Österreich: Videoreihe "Erwachsenenbildung als Beruf"

Damit Berufseinsteiger/innen sich im Rahmen ihrer vielfältigen Aufgaben als Erwachsenenbildner/in zurechtfinden und konkrete Berufsbilder für ihre Tätigkeit ableiten können, wird auf erwachsenenbildung.at eine Videoreihe mit Interviews veröffentlicht. Die Interviews zeigen, was Erwachsenenbildner/innen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern konkret tun. Im ersten Video erläutert eine Kursleiterin für Deutsch als Zweitsprache ihr Tun.

Mittelschulen und Hochschulen

01.05.2019

BFS: Mobilität von Studierenden der Schweizer Hochschulen

21% der Absolventinnen und Absolventen 2016 einer Schweizer Hochschule haben sich im Rahmen ihres Studiums für einen Studien- und/oder Praktikumsaufenthalt im Ausland aufgehalten. Die fünf häufigsten Zielländer waren Deutschland (13%), die Vereinigten Staaten (10%), Frankreich (8%), das Vereinigte Königreich (8%) und Kanada (5%). Die Studienaufenthalte wurden fast zur Hälfte über europäische Austauschprogramme, zu einem Drittel über andere Programme und zu einem Sechstel selbst organisiert. Die Praktika wurden von 67% der Studierenden selbst organisiert, 33% absolvierten ihr Praktikum innerhalb eines Programms (EU-Programme 5%; andere 28%). Die Zahlen sind der April-Ausgabe 2019 des SBFI Newsletters zu entnehmen. Sie basieren auf einer Publikation des BFS zur Mobilität der Studierenden an Schweizer Hochschulen 2013 bis 2016.

01.05.2019

Zusammenschluss wissenschaftlicher Bibliotheken

Am 4. April 2019 haben die Bibliotheken der Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen sowie weitere wissenschaftliche Bibliotheken gemeinsam das Swiss Library Network for Education and Research (SLiNER) gegründet. SLiNER setzt sich aus 38 wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz zusammen und löst die bisher nach Hochschultypen getrennten Gremien ab: die Konferenz der Universitätsbibliotheken der Schweiz, die Arbeitsgruppe "Bibliotheken" der Kammer Pädagogische Hochschulen von swissuniversities und – nach einer Übergangsperiode – die Expertengruppe "Bibliothek" der Kammer Fachhochschulen.
Medienmitteilung

01.05.2019

Ingenieurstudium: MINT-Brückenkurs

Wer trotz Defiziten in MINT-Fächern ein Ingenieurstudium an einer Schweizer Fachhochschule beginnen möchte und auf räumliche und zeitliche Flexibilität angewiesen ist, dem bietet der Verein für Übertrittskurse im Hochschulbereich neu den "MINT-Brückenkurs" in Seminarform an.

01.05.2019

News der Fachhochschulen der Ostschweiz

Die Fachhochschulen der Ostschweiz haben in den vergangenen Jahren massiv Marktanteile verloren, sagte Bildungsdirektor Stefan Kölliker in einem Interview mit dem St. Galler Tagblatt. Die neue Fachhochschule Ostschweiz (OST) muss bis Ende 2022 ihre Strukturen bereinigt haben. Operativ startet sie im Herbst 2020. Das Rektorat der OST wird in Rapperswil sein. Informatikstudiengänge sollen zukünftig auch in St. Gallen angeboten werden, Wirtschaftsstudiengänge künftig auch in Rapperswil. Eine Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau wird geprüft.

01.05.2019

FHNW: Assessment für den Studiengang Data Science

Für die Zulassung zum Studiengang Data Science mussten sich die 37 Kandidatinnen und Kandidaten einem Assessment stellen. Neun Assessoren der Beratungsfirma Papilio AG führten durch das Assessment, das die vier Kompetenzbereiche Eigenmotivation, Zusammenarbeit, strukturiertes Vorgehen sowie Analysieren und Entscheiden überprüfte. 30 der Studierenden dürfen nun im Herbst 2019 mit dem Studiengang Data Science beginnen.

01.05.2019

BE: Zentrum für Bildungsforschung

Im April 2019 gründeten zwei Fakultäten der Universität Bern das Interfaculty Centre for Educational Research (ICER). Das ICER wird zwei Grossprojekte im Bereich Bildungsforschung in der Schweiz koordinieren – eines davon ist die viel beachtete PISA-Studie. ICER-Leiterin Andrea Erzinger erzählt im Interview im Online-Magazin der Universität Bern von den Herausforderungen der Projekte.

01.05.2019

FR: Bestandesaufnahme der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Im Kanton Freiburg ist die Ausbildung der Lehrpersonen auf drei Standorte aufgeteilt: HEP/HP (Primarstufe), ILLB (Sekundarstufe I und II) sowie Departement für Sonderpädagogik der Universität (schulische Heilpädagogik). Diese Situation verhindert eine effiziente Steuerung des Schulsystems und erschwert es, dem Mangel an Lehrkräften zu begegnen. Ein von der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport beauftragter externer Experte hat seine Analyse der Lehrpersonenausbildung in Freiburg vorgelegt. Sein Bericht stellt fest, dass diese fragmentierte Organisation nicht zufriedenstellend ist. Er schlägt ein interinstitutionelles Gremium vor, um eine schrittweise Annäherung der Akteure und schliesslich eine Zusammenfassung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung unter einem einzigen institutionellen Dach zu fördern.
Medienmitteilung

01.05.2019

LU: Neuer Major Music Research

Ab Herbst 2019 bietet die Hochschule Luzern den neuen Major Music Research innerhalb des Studiengangs Master of Arts in Music an. Dieser richtet sich primär an Studierende, die eine Karriere als Musikforschende oder Forschungsdozierende anstreben und ein wissenschaftsbasiertes Verständnis für die Wahrnehmung, Produktion und Vermittlung von Musik entwickeln möchten.

01.05.2019

ZH: Neue Verordnung zur Aufnahme in Mittelschulen ab 2020

Mit einer neuen Verordnung hat der Zürcher Regierungsrat den Übertritt in die fünf Maturitätsschultypen harmonisiert: Zur Aufnahme an ein Gymnasium wird künftig für alle zur Hälfte die Prüfung in Deutsch und Mathematik zählen. Zur anderen Hälfte zählen die Vornoten. Mündliche Prüfungen gibt es nicht mehr. Der Durchschnitt aus Prüfungs- und Vorleistungsnote muss für alle mindestens 4,75 betragen. Die neue Verordnung tritt im August 2020 in Kraft.

Beratung

01.05.2019

Berufsbildung 2030: Entwicklung einer nationalen BSLB-Strategie

Auf berufsbildung2030.ch finden sich alle Projekte der Initiative "Berufsbildung 2030". Dazu gehört auch ein Projekt zur Entwicklung einer nationalen Strategie für die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Bis Mitte 2019 untersucht die vom SBFI und EDK in Auftrag gegebene Studie "Entwicklungs- und Koordinationsbedarf der BSLB" die Situation in den Kantonen und auf gesamtschweizerischer Ebene. Auch die Bekanntheit der kantonalen BSLB in der Bevölkerung und bei Unternehmen wird erhoben. Basierend auf dieser Studie und dem "Hirschi-Bericht" soll die zukünftige nationale BSLB-Strategie entwickelt werden.

01.05.2019

Online-Beratung für Ratsuchende aus dem Ausland

Auf berufsberatung.ch können via Kontaktformular Fragen gestellt werden. Bei komplexen Fragen werden die Ratsuchenden für eine Beratung an die BIZ verwiesen. Die Möglichkeit, in ein BIZ zu gehen, besteht für Ratsuchende aus dem Ausland aber nicht. Ab dem 1. Mai 2019 übernehmen die "ask! – Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf" aus dem Kanton Aargau die Online-Beratung dieser Ratsuchenden. ask! verfügt über die entsprechende Infrastruktur und das Knowhow. Das Angebot ist vorläufig bis Ende 2019 befristet. Die Fragen müssen in Deutsch gestellt werden. Mit diesem Pilotprojekt wollen ask! und das SDBB Erfahrungen in der Online-Beratung sammeln.

01.05.2019

SDBB: Statistik und Beurteilung der BSLB-Weiterbildung

2018 haben 1455 Fachleute der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung die Weiterbildungsangebote des SDBB genutzt (339 in der Westschweiz, 1116 in der Deutschschweiz). Im schweizerischen Durchschnitt ist das Total der Teilnehmenden und ihre Zahl pro Tag im Vergleich zu 2017 um nahezu 20% gesunken. Dagegen ist die gesamte Wertschätzung der Angebote im schweizerischen Durchschnitt um einige Prozente gestiegen: 89% der Teilnehmenden hatten einen positiven oder sehr positiven Eindruck. In der Westschweiz waren es 91%, in der Deutschschweiz 87%. Die Zufriedenheit der Amtsleitenden blieb ebenfalls sehr hoch: 100% in der Westschweiz, 89% in der Deutschschweiz (etwas niedriger als 2017).
Statistiken und Evaluation

01.05.2019

Mediennutzung von Jugendlichen in der Schweiz

Zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen interessieren sich für aktuelle Ereignisse in der Welt. Um sich zu informieren, benutzen die Jugendlichen anstelle von klassischen Massenmedien vermehrt soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram. Dadurch sind die Jugendlichen "Fake-News" ausgesetzt. Dies geht aus der neuen JAMES-Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hervor.

01.05.2019

Messung des Erfolgs sozialer Dienstleistungen

Forschende der Berner Fachhochschule haben einen theoretisch begründeten Massstab für soziale Leistungsqualität und daraus ableitbare Kriterien erarbeitet. Das von Beck et al. entwickelte Modell sozialer Qualität bildet das soziale Leben in der gesamten Breite ab, vereint bisher inkonsistent verwendete Begriffe und erlaubt einen Blick auf die erwünschten Wirkungen, Nichtwirkungen sowie nichtintendierte Nebenfolgen sozialer Dienstleistungen.

01.05.2019

Studie: Schadenfreude am Arbeitsplatz

Wird jemand am Arbeitsplatz schikaniert, reagieren Kollegen und Kolleginnen mit Empathie – oder mit Schadenfreude. Diese tritt laut einer Studie der Universität Zürich primär in hoch kompetitiven Arbeitskontexten auf, wenn einem das Leid anderer den eigenen Zielen näherbringt. Das Verheerende: Schadenfreude kann ansteckend wirken und dazu führen, dass die Beobachtenden die Person, auf die ihre Schadenfreude abzielt, ebenfalls unfair behandeln, indem sie ihnen zum Beispiel Hilfe verweigern oder sie aktiv ausschliessen. Es lohnt sich deshalb, ein integratives Arbeitsklima sowie teamorientierte Anreize zu schaffen, sagen die Forschenden.

Arbeitsmarkt

01.05.2019

BFS: Private Stellenvermittlung nimmt nicht zu

Die Zahl der Arbeitnehmenden, die ihre Stelle über ein privates Stellenvermittlungsbüro (Temporärbüro) gefunden haben, stagniert seit Jahren bei rund 7% (2018: 262'000 Personen). Bei 5,8% erfolgte die Lohnzahlung durch das Unternehmen, in dem gearbeitet wird. Dies geht aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2018 des BFS hervor. Sie weist zudem eine gestiegene Erwerbsbeteiligung (84,2% der Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren) aus. Interessant ist auch, dass Mütter fast doppelt so häufig die Stelle wie Väter wechseln, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Immer mehr Mütter mit kleinen Kindern zählen zur Erwerbsbevölkerung.

01.05.2019

"Die Volkswirtschaft": Demografie verschärft Fachkräftemangel

Der demografische Wandel fordert den Schweizer Arbeitsmarkt heraus. Insbesondere im Gesundheitswesen, in der IT-Branche und im Baugewerbe dürfte sich der Fachkräftemangel erheblich verstärken – je nach Kompetenzniveau unterschiedlich stark. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie, über die die Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" berichtet. Die Ergebnisse zeigen, dass mehr Handwerkerinnen, Ärzte und hoch qualifizierte IT-Spezialistinnen ausgebildet werden sollten, um den inländischen Fachkräftebedarf decken zu können.

01.05.2019

Pflege: Gesundheitskommission des Nationalrats will Ausbildungsoffensive

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats hat die Eckwerte des indirekten Gegenvorschlags präzisiert, den sie der Volksinitiative "Für eine starke Pflege" gegenüberstellen will. Demnach sollen die Kantone den Spitälern, Pflegeheimen und Spitex-Organisationen vorgeben, wie viele Ausbildungsplätze diese für Pflegefachpersonen der höheren Fachschulen und der Fachhochschulen bereitstellen. Im Gegenzug sollen sich Bund und Kantone an den ungedeckten Ausbildungskosten der Leistungserbringer beteiligen und die Ausbildungslöhne der Studierenden verbessern. Der Bundesbeitrag dürfte sich in der Grössenordnung von 400 Millionen Franken, verteilt auf acht Jahre, bewegen. Die Kommission will den Vorentwurf Anfang Mai 2019 zu Ende beraten. Anschliessend ist eine Vernehmlassung vorgesehen.
Medienmitteilung

01.05.2019

VS: Linderung der Auswirkungen familiärer Lasten auf das Berufsleben

Die Lage der Familien im Wallis analysieren, um die künftige Familienpolitik den Bedürfnissen anpassen zu können: Dies ist das Ziel des ersten kantonalen Berichts über die Familien. Dieser hebt das Armutsrisiko hervor, das durch die Auswirkungen der familiären Situation auf die Einkommen verursacht wird. Um Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, empfehlen die Autorinnen und Autoren, günstigere Rahmenbedingungen zu schaffen, die egalitäre Teilung der familiären Aufgaben zu fördern und den Zugang zu ausserfamiliären Betreuungsmöglichkeiten zu gewährleisten. Auch zur Förderung der Nachholbildung und der beruflichen Eingliederung von Personen mit familiären Aufgaben schlägt die Studie Kinderbetreuungsangebote sowie einen erleichterten Zugang zu Eingliederungsmassnahmen, Bildung und Qualifikation vor.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

01.05.2019

Stellenmeldepflicht: Präzisierung des SECO

Das SECO hat die Weisung AVG-Praxis öAV zur Stellenmeldepflicht präzisiert und auf arbeit.swiss publiziert. Sie verdeutlicht insbesondere die von der Stellenmeldepflicht befreiten "Spezialfälle". So entfällt die Pflicht für Personen, die von einer Institution der sozialen Sicherheit (IV, UV, MV, Sozialhilfe usw.) mittels Unterstützungsmassnahmen eingegliedert werden (B40). Demgegenüber bleiben Saisonstellen in meldepflichtigen Berufsarten weiterhin meldepflichtig (B32). Ein Bericht über die Stellenmeldepflicht ist in der Ausgabe 1/2019 der Zeitschrift PANORAMA erschienen.

01.05.2019

Vom Arbeitsunfähigkeits- zum Arbeitsfähigkeitszeugnis

Compasso, das Informationsportal für Arbeitgeber zur beruflichen Wiedereingliederung, lancierte 2017 das ressourcenorientierte Eingliederungsprofil (REP). Dieses Online-Tool ermöglicht die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Personen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung inklusive psychosozialer Faktoren. Nun greift die Swiss Insurance Medicine die Ressourcenorientierung bei der beruflichen Wiedereingliederung auf. Sie setzt auf ein Arbeitsfähigkeitszeugnis statt auf ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis. Ersteres verlangt eine detailliertere Einschätzung über die Teilarbeitsfähigkeit.
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01.05.2019

Integrationsagenda Schweiz: Raschere Integration der Flüchtlinge

Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen sollen sich schneller in die Arbeitswelt integrieren können. Zu diesem Zweck haben sich Bund und Kantone im Frühjahr 2018 auf die Integrationsagenda Schweiz geeinigt. Der Bundesrat hat die Inkraftsetzung per 1. Mai 2019 beschlossen. In diesem Rahmen wird der Bund die Integrationspauschale an die Kantone von 6000 auf 18'000 Franken erhöhen, und entschädigt sie für die Zusatzkosten für unbegleitete Minderjährige aus dem Asylbereich (86 statt 50 Franken pro Tag und Person). Rund 11'000 anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen werden jedes Jahr betroffen sein. Nahezu 70% dieser Personen im arbeitsfähigen Alter sollten sich nachhaltig in den Arbeitsmarkt integrieren können, für ihre Bedürfnisse längerfristig selbst aufkommen und ihre Abhängigkeit von der Sozialhilfe reduzieren.
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01.05.2019

Tourismus: Arbeitsstellen für Menschen mit Beeinträchtigung

Mitarbeitende mit Beeinträchtigung sind für touristische Unternehmen ein grosses Potenzial. Nun gibt es eine Website dafür: tourismus-mitenand.ch. Sie zeigt, was es bedeutet, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammenarbeiten. Und sie ermutigt Unternehmen, den Schritt zu wagen und Mitarbeitende mit Beeinträchtigung einzustellen. Die Website basiert auf einem Projekt der Hochschule Luzern, die Interviews mit Unternehmen und Mitarbeitenden geführt und viele Beispiele für eine gelungene Arbeitsintegration gefunden hat.

01.05.2019

Arbeitsintegration Schweiz: Jahresbericht 2018

2018 war für die Arbeitsintegration Schweiz ein Jahr voller Aktivitäten und Entwicklungen: Neben der Einführung der revidierten Qualitätsnorm IN-Qualis und der Lancierung ihrer Strategie 2018–2022 hat sich der Dachverband im Hintergrund der Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen besonders dafür eingesetzt, dass die Integrationsangebote von der Stellenmeldepflicht befreit werden. Arbeitsintegration Schweiz hat auch zur raschen und individualisierten Eingliederung von Flüchtlingen oder vorläufig Aufgenommenen Stellung bezogen. Über ihre Aktivitäten gibt sie im Jahresbericht 2018 Auskunft.

01.05.2019

Film "Krank sein macht arm – arm sein krank"

Im Auftrag der SKOS hat Giorgio Andreoli, Sozialarbeiter und Filmemacher, einen Film über Gesundheit und Krankheit von fünf Armutsbetroffenen realisiert. Sie berichten über ihre Krankheitsgeschichte und die schrittweise Rückkehr in die Arbeitswelt, über Scheidung und andere Ereignisse, die physische und seelische Katastrophen auslösen. Der Film ist online kostenlos zugänglich und dauert 26 Minuten.

01.05.2019

FR: Obligatorische Orientierung zur ALV geschieht online

Die Freiburger Stellensuchenden müssen sich für die obligatorische Informationssitzung zur Arbeitslosenversicherung nicht mehr ins RAV begeben. Ab sofort werden alle grundlegenden Informationen zu den Rechten und Pflichten in Sachen Arbeitslosigkeit auf einer digitalen Plattform vermittelt. Der Online-Kurs ist auf der Website www.orp-rav-fr.ch auf Deutsch, Französisch und Englisch verfügbar. Der Kurs muss innerhalb von zehn Tagen nach Anmeldung mit einem Test abgeschlossen werden. Die regelmässigen Beratungsgespräche im RAV sind von dieser Neuerung nicht betroffen, sie bleiben ein wichtiger Bestandteil der Betreuung der Stellensuchenden.
Medienmitteilung