Newsletter vom 27.02.2019

Aktuelle Meldungen vom 27.02.2019

Berufliche Grundbildung

27.02.2019

Die Sozialpartner definieren den Begriff OdA

Das Berufsbildungsgesetz führt unter Art. 1 Abs. 1 den Begriff "Organisationen der Arbeitswelt" (OdA) ein. Mit dem Begriff werden Sozialpartner, Berufsverbände, andere zuständige Organisationen und Anbieter der Berufsbildung gefasst. Der Bund hat die Rollen der OdA mit den Verbundpartnern geklärt und wird die allenfalls notwendigen gesetzlichen Anpassungen vornehmen. Definiert werden die Rollen der OdA auf nationaler Ebene, die in der Regel die Rolle als Dachorganisation und als Trägerschaft spielen. Als Dachorganisation wirken die OdA bei berufsübergreifenden Themen, indem sie möglichst viele Interessen bündeln und möglichst viele Akteure einbeziehen.
Definition OdA

27.02.2019

Parlamentarischer Vorstoss: Antwort des Bundesrates

Folgender parlamentarischer Vorstoss zum Thema der Berufsbildung wurde vom Bundesrat beantwortet: Interpellation 18.4184 Marchand-Balet / Erstickt der Arbeitsmarkt nicht an den zu hohen Anforderungen einiger EFZ-Berufe? Wie steht es um die Lehrlinge, deren Lehrvertrag während der beruflichen Grundbildung aufgelöst wird?

27.02.2019

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / Januar und Februar 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 1/2019
Ausgabe 2/2019
Archiv

27.02.2019

Molkereiberufe: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der revidierten Verordnungen über die berufliche Grundbildung und die Bildungspläne für die Berufe Milchtechnologe/-technologin EFZ und Milchpraktiker/in EBA zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 15. April 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

27.02.2019

Berufsfeld Musikinstrumentenbau EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der revidierten Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für das Berufsfeld Musikinstrumentenbau EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 15. April 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

27.02.2019

Radiotag am 8. Mai 2019 zu Mobilität und Berufsmatura

Der Interkantonale Tag der Berufsbildung findet dieses Jahr am 8. Mai statt. 27 lokale Radiostationen in 20 Kantonen senden Reportagen und Interviews zu den Themen "Karrieremöglichkeiten mit der Berufsmaturität", "Berufsabschluss für Erwachsene" und "Mobilität in der Berufsbildung". Die Radiostationen bereiten den Interkantonalen Tag der Berufsbildung in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Berufsbildungsämtern vor. Der Radiotag wird durch das SBFI unterstützt.

27.02.2019
27.02.2019

Folio: Thema Schulraum

Das Folio-Heft 1/2019 widmet sich der Architektur und stellt verschiedene Berufsfachschulen unter diesem Aspekt vor. Unter dem Titel "Schulraum – ein Ort der Inspiration" wird gefragt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit aus einem Schulzimmer oder einem Schulhaus ein Ort der Inspiration wird – oder gar ein Ort, der Begeisterung für das Lernen weckt? Lernende und Lehrpersonen sowie ein Architekt ergreifen Position.

27.02.2019

SZH/CSPS: Behinderung und Sprache

Das Heft 2/2019 der Schweiz. Zeitschrift für Heilpädagogik steht unter dem Titel "Behinderung und Sprache". Eine Themenauswahl:
- Unterstützte Kommunikation: Grundlegende Aspekte und Qualitätsmerkmale, inkl. Checkliste für Leitungspersonen
- Leichte Sprache: Fachwissen und Praxiskonzept
- Die Begleitung von Lernenden mit spezifischen Sprachentwicklungsstörungen

27.02.2019

Unterwegs zu einer dreijährigen Berufslehre im Sicherheitsbereich

Der Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen (VSSU) möchte eine berufliche Grundbildung im Sicherheitsbereich (sécurité et sûreté) anerkennen lassen. Dazu baut er eine OdA auf, die das Projekt in den nächsten Jahren leitet. Der VSSU ist bereits für die Berufsprüfungen Sicherheitsfachmann/-fachfrau verantwortlich, welche jedes Jahr 250 Kandidatinnen und Kandidaten absolvieren.
Weitere Informationen: französische Ausgabe der Schweizerischen Gewerbezeitung Ausgabe 2/2019 (Seite 14)

27.02.2019

OW: ABU für Erwachsene im Video

Das WBZ Obwalden bietet seit Herbst 2016 einen Lehrgang für Erwachsene an. Um eine berufliche Grundbildung nachzuholen, können Erwachsene einen Teil des Berufsabschlusses, den Qualifikationsbereich Allgemeinbildung (ABU), berufsbegleitend im "blended learning"-System absolvieren. Was das heisst und wie ein solcher e-learning-Lehrgang funktioniert, erklärt ein neu produziertes Video.
Ebenfalls interessant: Kulturwoche zum Thema "No risk – no fun?" des Bereichs Allgemeinbildung und Sport des BWZ.

27.02.2019

TI: Vincenzo Nembrini ist gestorben

1943 in Bellinzona geboren, war Vincenzo Nembrini ursprünglich Lehrer und nach einem Mathematikstudium Lehrer und Direktor des Gymnasiums Bellinzona. Von 1985 bis 2007 leitete er das Berufsbildungsamt des Kantons Tessin, wo er die duale Bildung förderte, unter anderem indem er den kantonalen Fonds für die Berufsbildung schuf. Auf nationaler Ebene hatte er zahlreiche Ämter inne: Er war Mitglied der Expertenkommission, die das Berufsbildungsgesetz überarbeitete, und in den Vorständen der CRFP und der SBBK. Vincenzo Nembrini wirkte in den Aufsichtsgremien des EHB (als Vizepräsident) und des SDBB. Nach seiner Funktion als Amtsvorsteher war er über längere Zeit persönlicher Mitarbeiter des Direktors des Departements für Bildung, Kultur und Sport, an dem er auch nach seiner Pensionierung verschiedene Aufgaben wahrnahm. Vincenzo Nembrini ist am 22. Februar 2019 gestorben.

27.02.2019

EQAVET: Qualitätssicherung in der Berufsbildung in Europa

Die EU verfügt über einen Referenzrahmen für die Qualitätssicherung in der Berufsbildung (EQAVET). In der Dezemberausgabe 2018 des Newsletters EQAVET ist ein Artikel zur Qualitätssicherung im deutschen dualen Berufsbildungssystem erschienen. Ein weiterer Artikel befasst sich mit der Berufsbildung in Kroatien im Hinblick auf die Wirksamkeit der Qualitätssicherung aufgrund einer Evaluation der Umfrageergebnisse bei Berufsbildungsabsolventen.

27.02.2019

Deutschland: Modellversuche für nachhaltige Berufsbildung

Der Förderschwerpunkt "Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung BBNE" des BIBB umfasst zwölf Modellversuche. Entstanden sind innovative Ansätze und Werkzeuge für die Praxis, die auf einer Abschlussveranstaltung Interessierten aus Politik, Wissenschaft und Praxis vorgestellt wurden. Entwickelt wurden interaktive Lehr-Lern-Apps für Lernende, Handreichungen für das Ausbildungspersonal und Geschäftsführungen, Checklisten, Erklärfilme sowie Kriterienkataloge zur Gestaltung nachhaltiger betrieblicher Lernorte.

27.02.2019

Deutschland: Digitale Literaturdatenbank

Mit dem VET Repository stellt das BIBB einen neuen zentralen Ort im Internet zur Verfügung, an dem Fachliteratur zu allen Aspekten der Berufsbildung und Berufsbildungsforschung recherchiert und in vielen Fällen auch im Volltext eingesehen werden kann. Das VET Repository basiert auf der Literaturdatenbank Berufliche Bildung des BIBB. Diese umfasst über 62'000 Literaturnachweise und mehr als 8000 Links zu kostenfrei verfügbaren Volltexten.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

27.02.2019

Prüfungsordnung in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI den Entwurf der Änderung der Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für Experte/Expertin in biomedizinischer Analytik und Labormanagement mit eidgenössischem Diplom eingereicht.
Bundesblatt vom 26. Februar 2019

27.02.2019

Panissimo: Berufsprüfung

Berufsprüfung – ja oder nein? Die Antwort auf diese Frage war für Ramona Kamm, Branchenspezialistin und Filialleiterin, im Voraus nicht klar. Sie absolvierte schliesslich die Ausbildung auf Stufe der höheren Berufsbildung und stellt in Panissimo rückblickend fest, dass ihre Entscheidung richtig war. In der Printausgabe 4/2019 der Branchenzeitung der Schweizer Bäcker-Confiseurinnen wird ein weiterer Berufsweg vorgestellt: Simone Aregger ist als Inhaberin eines eidg. Fachausweises eine frisch diplomierte Branchenspezialistin.

27.02.2019

FR: Grundkompetenzen am Arbeitsplatz fördern

Im Rahmen des Programms "Einfach besser!... am Arbeitsplatz" gewährt das SBFI den Unternehmen direkte finanzielle Unterstützung für Kurse, welche die Verbesserung der Grundkompetenzen am Arbeitsplatz erlauben. Im Kanton Freiburg sichert das Amt für Berufsberatung und Erwachsenenbildung (BEA) die Förderung dieser Massnahmen. Zum Auftakt konnte das BEA im Beisein von Vertretern und Vertreterinnen des SBFI und des Schweizer Dachverbands Lesen und Schreiben am 7. Februar 2019 rund dreissig Firmen und Berufsverbände zu einer Informationsveranstaltung begrüssen.
Weitere Informationen

Mittelschulen und Hochschulen

27.02.2019

EPFL: Warum Studierende mit ausländischem Abschluss mehr Erfolg haben

Zwischen 2005 und 2018 haben sich die Studierendenzahlen im ersten Studienjahr an der ETH Lausanne (EPFL) mehr als verdoppelt, der Anteil an Studierenden mit einem ausländischen Abschluss ist von 11% auf 43% gestiegen. 2017/2018 lag die Erfolgsquote im ersten Jahr der Bachelor-Studiengänge bei 43% für Inhaber/innen einer schweizerischen Maturität, gegenüber 57% für Inhaber/innen eines französischen Zulassungsdiploms (61% bei anderen ausländischen Studierenden). In seiner Antwort auf eine Interpellation erklärt der Genfer Staatsrat diesen Unterschied mit den Anforderungen, die an die Studierenden mit einem europäischen Zulassungsabschluss gestellt werden: Ihr Durchschnitt muss gleich oder höher als 80% der Maximalnote sein. Der Staatsrat stuft die Situation nicht als nachteilig ein und beantragt keine Quoten für ausländische Studierende an der EPFL.
Weitere Informationen (in Französisch): 24 heures

27.02.2019

AR: Schliessung der "Universität Herisau"

Die "Freie und private Universität Herisau" hat gemäss St. Galler Tagblatt jahrelang dubiose akademische Titel für viel Geld angeboten. Nun musste sie den Betrieb einstellen. Grund ist die institutionelle Akkreditierung, die im Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz HFKG verankert ist und das Bezeichnungsrecht als Universität regelt. Das HFKG ist 2015 in Kraft getreten.

27.02.2019

ZH: Studienreform der Philosophischen Fakultät

Im Hinblick auf das Herbstsemester 2019 hat die Philosophische Fakultät der Universität Zürich die Studienarchitektur und einzelne Studienprogramme von Grund auf überarbeitet. 2017 wurde bereits die Bachelorstufe reformiert. Im Zuge der Reform auf Masterstufe werden nun mehrere neue Studienprogramme mit ausgeprägtem Forschungsbezug lanciert. Einige davon sind betont interdisziplinär ausgerichtet, so etwa die sprachübergreifenden Programme "Linguistics" oder die "Interdisziplinären Archäologischen Wissenschaften". Einige der neuen Masterprogramme wie "Internet & Society" legen den Akzent auf die Analyse neuester gesellschaftlicher Entwicklungen. Das Programm "Deutsche Literatur: Theorie – Analyse – Vermittlung" öffnet Türen zwischen Akademie und Praxis.

27.02.2019

Deutschland: Berufsorientierung am Gymnasium

Was bewegt Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zur Aufnahme einer beruflichen Ausbildung? Angesichts steigender Studierendenzahlen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht, welche Schüler/innen trotz Hochschulzugangsberechtigung eher eine Ausbildung als ein Studium planen und welche Faktoren dies begünstigen. Es zeigt sich, dass neben Einflüssen des sozialen Umfelds auch der Berufsorientierungsprozess sowie Kosten-, Nutzen- und Chanceneinschätzungen der Jugendlichen von Bedeutung sind. Aus den Untersuchungsergebnissen leitet das BIBB Empfehlungen für die Berufsorientierung ab. Die Dokumente stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Beratung

27.02.2019

Interview zur Arbeit als Studienberater/in und in der AGAB

Wer im Bereich der Studienberatung arbeiten möchte, muss den Überblick behalten können und manchmal eiserne Nerven besitzen. In einem Video-Interview mit dem Online-Magazin der Universität Freiburg sprechen Diana Abegglen und Markus Diem von der Studienberatung Basel über ihren besonderen Job und über ihr Engagement bei der AGAB (Schweizerische Vereinigung der Fachleute für Beratung und Information im Mittel- und Hochschulbereich). Die AGAB feiert 2019 ihr sechzigstes Jubiläum.

27.02.2019

Beurteilung und Selektion am Übergang Sek I – Sek II

Im Januar 2019 hat in Zürich eine Tagung zum Thema "Beurteilung und Selektion am Übergang Sek I – Sek II" stattgefunden. Ziel der Tagung war es, Fragen zu diskutieren, die sich zum Beurteilungs- und Selektionsprozess bei den unterschiedlichen Anspruchsgruppen stellen, und zu überlegen, wie der Dialog über die Tagung hinaus weitergeführt werden könnte. Die Referate der Tagung können auf der Website der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz eingesehen werden.

27.02.2019

Ausstieg aus der akademischen Forschung

Viele Forscher/innen erwägen, ihre Tätigkeit aufzugeben. Die Gründe dafür sind vielfältig: Leistungsdiktat, Probleme der Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit oder Familienleben, Unvorhersehbarkeit der Karriere und beschränkte Vertragsdauer, oder auch Mangel an Erfolg oder Anerkennung. All diese Faktoren können Stress verursachen. Daniel Spurk, Psychologe an der Universität Bern, erforscht die berufliche Laufbahnunsicherheit und berät Forschende. In einem Interview der Zeitschrift "unilink" (S. 8) betont er, dass man sich der Alternativen bewusst werden und Gewinn aus übertragbaren Kompetenzen ziehen soll. Im Magazin "Horizonte" (S. 25–28) berichten fünf ehemalige Forscher/innen über ihre Laufbahn.

27.02.2019

Studie: Besser leben mit erreichbaren Zielen

Wer sich im Leben realistische Ziele setzt, kann später auf ein höheres Wohlbefinden und mehr Zufriedenheit hoffen. Wichtig ist dabei, ob die eigenen Lebensziele als erreichbar wahrgenommen werden und was sie einem bedeuten. Dies berichten Psychologinnen und Psychologen der Universität Basel aufgrund einer Studie mit 970 Befragten. Menschen sind dann zufrieden, wenn sie ein Gefühl von Kontrolle erleben.

27.02.2019

Studie: Auswirkungen wichtiger Lebensereignisse

Wichtige Lebensereignisse wie Heirat, Kündigung oder Tod des Partners wirken sich weniger lange auf die Zufriedenheit aus, als Betroffene denken. Zu diesem Resultat kommen zwei Ökonomen der Universität Basel. Positive Ereignisse waren mit einem starken Anstieg und negative Ereignisse mit einer starken Verringerung der Lebenszufriedenheit verbunden. Doch Menschen überschätzen gemäss Studie systematisch, wie lange der Einfluss eines Ereignisses anhält. Die Ausschläge der Lebenszufriedenheit hielten nicht lange an, sondern pendelten sich ganz oder teilweise auf das langfristige Niveau der Vorjahre ein.

27.02.2019

TI: Cité des métiers

Noch vor Ende 2019 werden sich die Tore der "Città dei mestieri" der italienischen Schweiz an der Viale Stazione in Bellinzona öffnen. Die Dienstleistungen werden vom Berufsbildungsamt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und kantonalen Behörden sowie Organisationen der Arbeitswelt koordiniert. In der Città dei mestieri werden alle gratis und ohne Anmeldung Zugang zu Informationsmaterial und Beratung erhalten. Das Zentrum wird von Fachexperten und -beratern geführt. Die Berufsverbände werden mit einbezogen, auch um Veranstaltungen durchzuführen. Die Città dei mestieri der italienischen Schweiz folgt dem Genfer Beispiel und reiht sich ein in ein internationales Netz aller Cités des métiers. Neben der Città dei mestieri wird das Departement für Bildung, Kultur und Sport (DECS) weiterhin periodisch Berufsausstellungen organisieren.
Weitere Informationen

27.02.2019

ZH: Laufbahngestaltungsmodell

Michèle Rosenheck, Direktorin, und Daniel Jungo, Leiter der Fachstelle Beratung und Diagnostik, haben für das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich ein Laufbahngestaltungsmodell entwickelt. Das Modell soll für Stakeholder verständlich machen, welche Faktoren berufliche Laufbahnen beeinflussen und wo die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung ansetzt. Es dient als gemeinsamer Referenz- und Orientierungsrahmen und wird in der Zeitschrift PANORAMA (Ausgabe 1/2019) ausführlich vorgestellt. Das Laufbahngestaltungsmodell kann von Interessierten unter Angabe der Quelle verwendet werden.

Arbeitsmarkt

27.02.2019

Nützliche Kennzahlen zum Arbeitsmarkt auf einen Blick

In der Publikation "Brennpunkt Arbeitsmarkt" analysiert Simon Wey, Fachspezialist Arbeitsmarktökonomie beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, den Schweizerischen Arbeitsmarkt. Eine Auswahl der wichtigsten Kennzahlen von BFS, SECO, OECD und Eurostat zum Schweizer Arbeitsmarkt ist zudem auf der Website des Arbeitgeberverbandes grafisch und tabellarisch aufgeführt und wird monatlich aktualisiert.

27.02.2019

Neue Prüfungsordnung für HR-Leiter/in unterzeichnet

Das SBFI hat am 1. November 2018 die neue Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für Leiter/in HR unterzeichnet. Im Herbst 2020 wird die erste Prüfung nach neuer Ordnung stattfinden. Die Prüfungskommission hat nun den Auftrag, die Prüfungsordnung umzusetzen. Nach Auskunft von Mario Spoljarec, HRSE (Human Resources Swiss Exams), haben derzeit drei Schulen die Absicht, vorbereitende Lehrgänge anzubieten. Diese starten ab Frühjahr 2019. Aus der Westschweiz liegen noch keine Informationen vor.

27.02.2019

Eine von zehn Frauen wird nach dem Mutterschaftsurlaub entlassen

Die Zahl der jungen Mütter, die während oder nach dem Mutterschaftsurlaub entlassen wurden, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Einzelne wurden zu Beginn der Schwangerschaft zu einer Kündigung gedrängt. Diese Diskriminierungen wurden in einer Umfrage des "Blick" thematisiert, der Informationen bei mehreren kantonalen Gleichstellungsbüros einholte. Diese Resultate gehen in die gleiche Richtung wie eine frühere Studie von Travail.Suisse: Laut dieser wird in der Schweiz eine von zehn Frauen nach einem Mutterschaftsurlaub entlassen.

27.02.2019

Fast die Hälfte der Pflegenden will den Beruf verlassen

Etwa 47% der Fachleute in Pflege und Betreuung wollen nicht bis zur Pensionierung in ihrem Beruf bleiben. Viele leiden an Erschöpfung, Stress oder Gesundheitsproblemen sowie an Unterbezahlung und mangelnder Freizeit. Grund dafür sind Personalmangel und dauernder wirtschaftlicher Druck. Dies geht aus einer Untersuchung hervor, die Unia bei rund 3000 Pflegenden durchführte. Um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern, fordert Unia eine Reorganisation der Pflegefinanzierung und einen Dialog zwischen Fachleuten, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.

27.02.2019

Warum arme Erwerbstätige auf Sozialhilfe verzichten

Viele Menschen verzichten auf Sozialhilfe, obwohl sie Anrecht darauf hätten. Laut einer 2016 von der Universität Bern publizierten Studie betraf der Anteil der Nichtbeziehenden 26,3% der im Kanton Bern ansässigen 25–64 Jährigen. In einem Interview der Zeitschrift "forum" berichten zwei Sozialarbeiterinnen über ihre Erfahrungen mit diesen Personen, zu denen auch zahlreiche Erwerbstätige zählen. Angeführte Gründe für den Verzicht auf Sozialhilfe sind: Scham und Angst vor der Stigmatisierung, psychische Probleme, Befürchtung, den Aufenthaltsstatus zu verlieren, Komplexität des Vorgehens, Mangel an Informationen, Ablehnung staatlicher Regelungen oder auch Wahl einer anderen Lebensweise.

27.02.2019

GE: Erfolgreicher Rekurs gegen Einschränkung der Temporärarbeit

Mit Urteil vom 12. Dezember 2018 hat das Genfer Verfassungsgericht einen Rekurs von swissstaffing gutgeheissen und die Bestimmungen des kantonalen Reglements über das öffentliche Beschaffungswesen gänzlich annulliert. Das Reglement enthielt eine Quote für Temporärarbeitende und wollte die Auftragsvergabe auf Bauunternehmen mit 80% oder mehr Festpersonal beschränken. Mit der Regulierung hätte der Kanton namentlich auch kleine und mittlere Bauunternehmen bei der Vergabe von öffentlichen Bauaufträgen benachteiligt.

Berufliche Integration

27.02.2019

Zeitschrift PANORAMA: Stellenmeldepflicht bewährt sich

Dank der Stellenmeldepflicht hat sich die Zahl der offenen Stellen, die den RAV gemeldet wurden, mehr als verdoppelt. Dies wurde an einer Tagung von "Arbeitsintegration Schweiz" mitgeteilt, über die PANORAMA in ihrer jüngsten Ausgabe (1/2019) berichtet. Mauro Tomeo, SECO, nahm auch Stellung zu den häufig kritisierten Berufsbezeichnungen. Das BFS entwickle bis Sommer 2019 einen Vorschlag für eine neue Nomenklatur (CH-ISCO). Parallel überarbeitet das SECO die Berufsbezeichnungen. An der Tagung wurde die Forderung laut, dass auch Personalberatende von Sozialdiensten oder ähnlichen Einrichtungen sowie ihre Stellensuchenden innerhalb der Fünf-Tages-Frist Kenntnis von offen gemeldeten Stellen erhalten sollen.

27.02.2019

BFS: Sozialhilfe-Ausgaben im Rahmen der Vorjahre gestiegen

Die Nettoausgaben für Sozialhilfe im engeren Sinn – auch wirtschaftliche Sozialhilfe genannt – stiegen 2017 nominal um 3,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken. Die Veränderung zum Vorjahr bewegte sich damit auf dem Niveau der letzten Jahre. Die jährlichen Ausgaben pro Empfänger/in betragen knapp 10'000 Franken. Zugenommen haben auch die Arbeitslosenhilfen, die mit 41 Millionen Franken aber einen nur geringen Anteil der Sozialhilfe im weiteren Sinn umfassen. Dies zeigen neueste Zahlen des BFS.

27.02.2019

Informatikausbildung für Flüchtlinge

Das Projekt "Powercoders" bietet einen dreimonatigen Programmier-Schnellkurs für Flüchtlinge an. Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen volljährig, im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung B oder F und mit Informatik vertraut sein. Seit der Einführung 2016 wurden in Bern, Zürich, Lausanne und Basel Kurse durchgeführt. Ein französischer Artikel in "La Liberté" schildert die Erfahrungen eines jungen tibetischen Flüchtlings, der von der Firma Liip in Freiburg angestellt worden ist.

27.02.2019

Starke Nachfrage für Caritas Märkte

Dank eines Netzes von Partnerlieferanten können die Caritas Märkte Menschen in Armut frische Nahrungsmittel und Alltagsprodukte zu erschwinglichen Preisen anbieten. Die 21 Niederlassungen in der Deutschschweiz und der Romandie verzeichnen einen wachsenden Zustrom: Im Jahr 2018 ist der Gesamtumsatz um 3,6% gestiegen und liegt bei 13,1 Millionen Franken. Die Caritas Märkte bieten auch Teillohnjobs und Wiedereinstiegsoptionen für Langzeitarbeitslose an.
Medienmitteilung

27.02.2019

SH: RAV engagiert sich für über 50-Jährige

Die NZZ hat über das "Jobjäger"-Programm des RAV Schaffhausen berichtet. Vivian Biner, Dienststellenleiter, sagt, dass es in Personalabteilungen nach wie vor verbreitet sei, dass Bewerber/innen über 50 automatisch herausgefiltert werden. Dank dem Jobmarkt, der ebenfalls zum Angebot des RAV gehört, könnten Firmen erkennen, welchen Mehrwert ein Kandidat oder eine Kandidatin der Firma bringt. Genau diese Chance werde im konventionellen Bewerbungsprozess vertan, wenn es Ältere wegen genereller Vorbehalte nicht bis ins Vorstellungsgespräch schaffen.

Verschiedenes

27.02.2019

Vernehmlassung über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität

Die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der Mobilität in der Bildung ist seit über 20 Jahren ein wichtiges Element der Bildungspolitik des Bundes. Die Gesetzesgrundlage aus dem Jahr 1999 erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr. Der Bundesrat hat deshalb am 13. Februar 2019 die Vernehmlassung zur Totalrevision des Bundesgesetzes über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung eröffnet.
Medienmitteilung