Newsletter vom 30.01.2019

Aktuelle Meldungen vom 30.01.2019

Berufliche Grundbildung

30.01.2019

Kostenerhebung der kantonalen Berufsbildung

Die Berufsbildung wird von der öffentlichen Hand (Kantone, Bund) und der Wirtschaft finanziert. Die Beteiligung der Kantone macht den grössten Teil der von der öffentlichen Hand übernommenen Kosten aus. Das SBFI hat Ende 2018 die Kostenerhebung für das Jahr 2017 publiziert. Sie zeigt auf, in welchen Berufsbildungsbereichen die Kantone finanzielle Mittel zur Umsetzung aufwenden.

30.01.2019

Zahntechniker/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung Zahntechniker/in EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Februar 2019 in Kraft. Da sich die Revision nur auf die Korrektur eines Fehlers der per 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Bildungsverordnung beschränkte, wurde in Absprache mit der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz auf die Anhörung verzichtet. Der Druck wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich. Die elektronische Version steht auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung.

30.01.2019
30.01.2019

Buch "Freiwilligenarbeit Jugendlicher. Eine alternative Bildungsform"

Was löst bei Jugendlichen den Wunsch aus, Freiwilligenarbeit zu leisten? Welche Kompetenzen entwickeln sie im Vereinsbereich? In ihrem Buch "Le bénévolat des jeunes. Une forme active d’éducation" beschreiben die Autoren den Weg von rund vierzig 16- bis 25-jährigen Jugendlichen aus allen sozialen Schichten. Das französischsprachige Buch ist beim Seismo Verlag erhältlich. Die Zeitschrift PANORAMA hat dem Thema in der Ausgabe 5/2018 einen Beitrag gewidmet. Anlässlich der Buchvernissage organisiert das IFFP (EHB Westschweiz) in Renens am Donnerstag, 7. März 2019, eine Podiumsdiskussion.

30.01.2019

BS: Behindertenrechtegesetz im Entwurf

Als einer der ersten Kantone erarbeitet Basel-Stadt ein kantonales Gesetz über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Das Behindertenrechtegesetz schliesst eine Regelungslücke und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellung. Der Regierungsrat hat den Ratschlag und den Gesetzesentwurf verabschiedet. Die Ausführungen zur Sekundarstufe II, insbesondere zur Berufsbildung, finden sich auf Seite 17 der Dokumentation.

30.01.2019

SG: IT-Bildungsoffensive kommt vors Volk

Mit der St. Galler IT-Bildungsoffensive sollen die Anstrengungen der Digitalisierung in der Bildung verstärkt werden. Mit einem Sonderkredit von 75 Millionen Franken will der Kanton während acht Jahren zahlreiche Projekte unterstützen. Fünf Schwerpunkte:
- Kompetenzzentrum Digitalisierung und Bildung für die Volksschule und für die Sekundarstufe II
- Fit4Future für den Weg der dualen Berufsbildung in die digitale Zukunft
- Kompetenzzentrum Angewandte Digitalisierung an der Fachhochschule
- School of Information and Computing Science an der Universität St. Gallen
- Massnahmen zur Vernetzung von Bildung und Wirtschaft und Anlässe zur Förderung der MINT-Kompetenzen der Schüler/innen
Das Volk stimmt am am 10. Februar 2019 über den Kredit ab. Ein Artikel im Tagesanzeiger (gebührenpflichtig) stellt die Bildungsinitiative näher vor.

30.01.2019

ZH: üK in der Praxis

Ein ausführlicher Beitrag im Schulblatt 1/2019 des Kantons Zürich beleuchtet den dritten Lernort neben Lehrbetrieb und Berufsfachschule (Seiten 36+37). An den Beispielen Forstwartinnen/Forstwarte, Fachleute Gesundheit und Fleischfachleute wird dargelegt, wie in überbetrieblichen Kursen grundlegende praktische Fertigkeiten vermittelt werden. Ein weiterer Text stellt den Lehrberuf Buchhändler/in vor. Themenschwerpunkt des Heftes ist der Ursprung und die Bedeutung von Festen, wie sie Brücken zwischen den Menschen bauen und zur Identifikation mit der Schule beitragen können.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

30.01.2019

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitsweilt haben dem SBFI die Entwürfe zu folgenden Prüfungsordnungen unterbreitet: Berufsprüfung Fachmann/Fachfrau für Rehatechnik, Sicherheitsfachmann/-fachfrau (Bereiche Bewachung, Personenschutz, Zentralendienste, Flughafensicherheit, Anlässe), Typograf/in für visuelle Kommunikation sowie Baubiologe/-biologin, je mit eidgenössischem Fachausweis, und höhere Fachprüfung Experte/Expertin für gesundes und nachhaltiges Bauen mit eidgenössischem Diplom.
Bundesblatt vom 22. Januar und 29. Januar 2019

30.01.2019

Aufhebung eines Reglements

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat entschieden, die Prüfungsordnung über die Berufsprüfung für Handelsspezialist/in Früchte und Gemüse mit eidgenössischem Fachausweis per 28. Februar 2019 aufzuheben.
Bundesblatt vom 22. Januar 2019

30.01.2019
30.01.2019

Neue Abschlüsse für Fachleute im Pflegebereich

Die OdASanté und das Prüfungssekretariat EPSanté arbeiten an der Umsetzung der Prüfungsordnungen für die drei höheren Fachprüfungen Onkologiepflege, Nephrologiepflege und Diabetesfachberatung. Diese wurden im Januar 2019 vom SBFI genehmigt. Da chronische Erkrankungen immer häufiger vorkommen, ist für die Praxis spezifisch geschultes Personal wichtig. Daher wurde 2014 das Projekt "Eidgenössische Prüfungen im Pflegebereich" lanciert. Es umfasst insgesamt eine Berufsprüfung und sieben höhere Fachprüfungen.
Medienmitteilung
Informationen zu den Prüfungen

Mittelschulen und Hochschulen

30.01.2019

Förderung von unaufmerksamen Kindern in der Schule

Im Rahmen des Projekts FOKUS (Förderung von Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten und bei Unaufmerksamkeit in der Schule) hat die Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz ein Weiterbildungsangebot für Lehrpersonen geschaffen und getestet. In der Weiterbildung werden den Lehrpersonen Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie Kinder mit ADHS im Unterricht besser unterstützen können, ohne dass auf medikamentöse und psychologische Lösungen zurückgegriffen werden muss. Der FOKUS-Ansatz wird künftig auch in anderen Pädagogischen Hochschulen der Deutschschweiz vermittelt.

30.01.2019

TG: Begabtenförderung an der Kantonsschule

Die Kantonsschule Romanshorn möchte junge Talente gezielt fördern. Sie bietet Gymasiastinnen und Gymnasiasten im Rahmen der regulären Ausbildung mit der "Matura Talenta" Unterstützung an. Die schulischen Anforderungen bleiben unverändert. Unterstützt wird mit Stundenplananpassungen, Dispensationen, individuellem Lernen etc. Das neue Angebot "Tanz" beispielsweise umfasst zusätzlich ein betreutes Tanzförderungsprogramm. Im Zentrum des neuen Angebots "Informatik und Technik" stehen Spezialwochen, die Teilnahme an Wettbewerben sowie mehrtägige Workshops mit Unternehmen.

30.01.2019

Beratung

30.01.2019

Aktualisierung von Charakterstaerken.org

Das Fragebogenportal Charakterstaerken.org des Psychologischen Instituts der Universität Zürich wird am 1. März 2019 in einer neuen Form aufgeschaltet. Die Nutzung des Portals bleibt kostenlos und der Datenschutz bleibt gewährleistet. Einige der Fragebögen werden ab dem Neustart nicht mehr verfügbar sein, beispielsweise die Fragebögen zu Leitmotiven oder der Fragebogen "Fünf Facetten der Achtsamkeit". Im Zuge des Neustarts wird am 15. März 2019 ein Anwendertag durchgeführt für Fachleute, die mit den Charakterstärken-Fragebögen arbeiten (VIA-IS und VIS-Youth).

30.01.2019

App zur Teamentwicklung

Der Arbeitwissenschaftler Georg Bauer und sein Team haben die App "wecoach" entwickelt, die Führungskräfte bei der Teamentwicklung unterstützt. Die App soll Vorgesetzte befähigen, gemeinsam mit ihrem Team zu analysieren, wo Belastungen und Ressourcen bei der Arbeit liegen. Und sie soll ihnen dabei helfen, Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation zu entwickeln.

30.01.2019

LENA-Daten auf berufsberatung.ch und privaten Portalen

Aktuell werden die Daten der kantonalen Lehrstellennachweise (LENA) auf berufsberatung.ch für die ganze Schweiz zugänglich gemacht. Private Portale wie yousty.ch übernehmen diese Daten mit Crawler-Programmen. Gemäss einem Artikel der NZZ sind Verhandlungen geplant, um diese Datenübernahme erneut vertraglich zu regeln. Eine solche Regelung war bereits 2015 für kurze Zeit in Kraft gewesen. Die Kantone wollen gemäss Ruben Meier (SDBB) darauf hinwirken, dass auch auf den privaten Portalen nur Lehrstellen von Betrieben mit Bildungsbewilligung publiziert werden, die Lehrstellen frühestens ein Jahr im Voraus erscheinen und die Quelle der Daten angegeben wird. Urs Casty (Yousty) wollte sich dazu nicht äussern. Er erklärte nur, dass die Übernahme der LENA-Daten legal und üblich sei und niemand sein Portal zu etwas anderem zwingen könne.

30.01.2019

IAEVG: Newsletter und neue Website

Die Internationale Vereinigung für Bildungs- und Berufsberatung (International Association for Vocational and Educational Guidance, IAEVG) berichtet in ihrem Newsletter über ihre Konferenz "Notwendigkeit zur Veränderung" vom September 2018 in Göteborg. Bei dieser Gelegenheit hatte die Vereinigung einen Appell zum Thema der prekären Arbeitsbedingungen publiziert. Die IAEVG hat ausserdem eine neue Website aufgeschaltet.

30.01.2019

ZH: Mikrokredite für Unternehmensgründer/innen

Der Verein "GO!" verschafft Menschen, die selbstständig sind oder es werden wollen, Zugang zu Kapital (Mikrokredite bis maximal CHF 40'000). Wie die Zeitschrift Persorama berichtet, ging 2018 knapp die Hälfte der 46 bewilligten Mikrokredite an Menschen, die zwischen 45 und 61 Jahre alt sind und ein Unternehmen gründen wollen. In den letzten fünf Jahren gingen bloss 15% der Mikrokredite an arbeitslose Personen, die älter als fünfzig waren. Der Verein GO! ist eine Non-Profit-Organisation von Stadt und Kanton Zürich und wird mit Geld aus dem Lotteriefonds unterstützt.

Arbeitsmarkt

30.01.2019

Sensibilisierungskampagne für die Arbeitsmarktfähigkeit von Bankangestellten

Der Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz möchte die Arbeitsmarktfähigkeit seiner Mitarbeiter/innen für die kommenden Jahre stärken. Deshalb lanciert er eine Sensibilisierungskampagne in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, dem Kaufmännischen Verband und dem Schweizerischen Bankpersonalverband. Ziel ist es, die erforderlichen Grundkompetenzen zu erfassen, um die Arbeitsmarktfähigkeit der aktuellen und künftigen Mitarbeiter/innen einschätzen zu können.
Medienmitteilung

30.01.2019

Dienstleister für das Management flexibler Arbeit

MSP (Managed Service Provider) sind Personaldienstleister, die das Management aller flexiblen Arbeitskräfte in einem Unternehmen übernehmen. Dazu zählen die Temporärarbeitenden verschiedener Personaldienstleister, aber auch die Freelancer sowie Mitarbeitende im Rahmen von Werkverträgen. Der Vorteil für den Einsatzbetrieb: ein zentraler Ansprechpartner und gleichzeitig ein breites Rekrutierungspotenzial. Swissstaffing beschäftigt sich in einem Beitrag mit den neuen Dienstleistern und attestiert ihnen ein enormes Zukunftspotenzial.

30.01.2019

BFS: Teilzeitarbeit auf dem Vormarsch

Das BFS hat Zahlen zur Entwicklung der Teilzeiterwerbstätigkeit veröffentlicht. Sie zeigen: Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. So arbeiten 1,7 Millionen Arbeitnehmende in der Schweiz in einem Teilzeitpensum (36,7%), was einer Zunahme von 8,4% in den letzten 20 Jahren entspricht. Auch wenn eine gewisse Angleichung zwischen den Geschlechtern feststellbar ist, ist der Anteil der Frauen in Teilzeitarbeit immer noch mehr als dreimal so hoch wie bei den Männern (59% gegenüber 17,6%).

30.01.2019

Geschäftliches in der Freizeit, Privates am Arbeitsplatz

Immer mehr Menschen in der Schweiz arbeiten, während sie frei haben: 68% geben an, dass sie auf ihrem Smartphone während der Freizeit Geschäftliches erledigen; 29% tun dies sogar oft oder sehr oft. Gleichzeitig nutzen 84% ihr Gerät während der Arbeitszeit für Privates. Dies zeigt der "Global Mobile Consumer Survey 2018" von Deloitte. Wenn das Smartphone für geschäftliche Zwecke eingesetzt wird, dann mehrheitlich für E-Mails, Anrufe und Kalenderführung. Apps zur Stunden- oder Spesenerfassung könnten den Zeitaufwand für administrative Prozesse deutlich reduzieren.

Berufliche Integration

30.01.2019

Auch ältere Arbeitslose profitieren vom Boom im Stellenmarkt

Auch über 50-jährige Arbeitslose finden derzeit einfacher einen Job als früher. So ist die durchschnittliche Suchdauer der "Ü50" im vergangenen Jahr von 7,9 auf 6,8 Monate gesunken, wie das jüngste Arbeitsmarkt-Barometer von Rundstedt zeigt. Aber nicht alle Gruppen profitieren gleich stark: So ist die Suchdauer von Menschen mit so genannten "starken Profilen" von 4,5 Monaten im Vorjahr auf 3,8 Monate gesunken, während die Suchdauer von Personen mit "schwierigen Profilen" von 11 Monaten auf 11,8 Monate stieg. "Wir können daraus ableiten, dass es keine allgemeine Altersdiskriminierung im Markt gibt, sondern die Voraussetzungen individuell sehr unterschiedlich sind und durch andere Aspekte stark mitgeprägt werden", so die Untersuchung.

30.01.2019

SKOS: Sozialhilfekürzungen gefährden die Existenzsicherung

Der Grundbedarf in der Sozialhilfe ist heute sehr knapp bemessen: Dies zeigt eine von der Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) in Auftrag gegebenen Analyse. Bei weiteren Kürzungen würde die Existenzsicherung gefährdet – und damit die Chance auf eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt verschlechtert. In einigen Kantonen laufen Bestrebungen, die heute schweizweit weitgehend harmonisierten Ansätze für den Grundbedarf in der Sozialhilfe deutlich zu senken. Anlass zur Studie war gemäss SKOS die Tatsache, dass die politischen Beschlüsse über die Senkung des Grundbedarfs bisher ohne fachliche Analyse und ohne Überprüfung der Konsequenzen für die Betroffenen erfolgten.
Medienmitteilung

30.01.2019

Reportage: Pflege von Angehörigen und Erwerbsarbeit

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz fast eine Million kranke und betagte Personen von Angehörigen zuhause gepflegt. Laut dem BFS haben diese Personen im Jahr 2016 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit geleistet, was 3,7 Milliarden Franken entspricht – eine enorme Belastung, die das öffentliche Gesundheitswesen allein nicht übernehmen könnte, und die mit der demografischen Alterung noch zunehmen wird. Die Pflegenden riskieren ihre Gesundheit und finanzielle Einbussen. 330'000 müssen Pflege und Erwerbsarbeit in Einklang bringen. Um ihre Arbeit finanziell besser zu unterstützen und zu erhalten, bereitet das Parlament gegenwärtig einen Gesetzesentwurf vor, welcher beispielsweise die Frage eines bezahlten Urlaubs regeln soll. Radio Television Suisse hat diesem Thema eine grosse Reportage gewidmet (in Französisch).

30.01.2019

Graphologie soll neu starten

Die Graphologie ist eine Methode, um aus der Handschrift Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen. In einem kürzlich erschienenen Buch werden Studien zur zeitweise schlecht beleumundeten Methode versammelt. Sie zeigen unter anderem hohe Übereinstimmungen zwischen Schriftmerkmalen und den sogenannten "Big Five" (Offenheit, Neurotizismus, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion). Nun hat die Schweizerische Graphologische Gesellschaft das Institut für Handschriftwissenschaften gegründet, welches mit Veranstaltungen und Publikationen zur "Rehabilitierung" der Handschriftanalyse beitragen soll, wie ein Beitrag von HR Today meldet.

Verschiedenes

30.01.2019