Newsletter vom 25.11.2015

Aktuelle Meldungen vom 25.11.2015

Berufliche Grundbildung

25.11.2015
25.11.2015

Pferdefachfrau/-mann EFZ: Anhörung Teilrevision der Bildungsverordnung

Das SBFI unterbreitet den Entwurf zur Änderung der Bildungsverordnung Pferdefachfrau/mann EFZ zur Stellungnahme. Frist: 15. Januar 2016. Zur Vereinfachung des Qualifikationsverfahrens werden die beiden Qualifikationsbereiche Praktische Arbeit I und Praktische Arbeit II in einem Qualifikationsbereich zusammengefasst. Die Prüfungszeit wird von zehn auf acht Stunden reduziert. Die Änderung soll am 1. Januar 2017 in Kraft treten. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

25.11.2015

Müller/in EFZ: Änderung des Bildungsplans ohne Anhörung

Im Einverständnis mit der Kommission Berufsentwicklung der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz hat das SBFI eine sofortige Teilrevision des Bildungsplans für Müller/in EFZ erlassen. Der ÜK-Kurs 4 für die Fachrichtungen Lebensmittel und Tiernahrung wurde vom vierten ins fünfte Semester verlegt, um Lernenden mit einer einjährigen Zweitausbildung Rechnung zu tragen. Der revidierte Bildungsplan wird auf der Internetseite des Schweizerischen Vereins Arbeitswelt Müller/in aufgeschaltet.

25.11.2015

Erste Oltener ABU-Tagung des EHB

Die vom EHB organisierte erste Tagung zum Allgemeinbildenden Unterricht fand am 31. Oktober in Olten statt. Diese Tagung unter dem Titel "Potential (im) ABU" richtete sich an ABU-Lehrpersonen aus allen Deutschschweizer Regionen. Der Bericht und die Präsentationen können hier heruntergeladen werden.

25.11.2015

SBBK-Herbsttagung berufliche Grundbildung

Das Schwerpunktthema der SBBK-Tagung berufliche Grundbildung (Herbsttagung) vom 19./20. November 2015 in St. Gallen war die zweijährige berufliche Grundbildung EBA. Die Präsentationen der Referate inkl. die Illustrationen eines Tagungszeichners sind auf der Website der SBBK abrufbar.

25.11.2015

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im November 2015

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 11/2015 (Besonders beachtenswert: Antwort der Basler Regierung auf einen Vorstoss zum Thema Stärkung der Berufsmaturität)

25.11.2015

Gesundheitsberufe: Zwei Tagungsdokumentationen

Am 4. November 2015 hat die OdASanté in Bern die Tagung zum Thema "Gesundheitsbranche – Die Zukunft wird anders!" durchgeführt. Rund 300 Personen aus der Politik, der Praxis, den Verbänden und der Bildung haben sich anhand der Inputreferate und Praxisbeispiele ein Bild der Zukunft der Branche machen können. Nun ist die Tagungsdokumentation veröffentlicht worden. Das deutsche Portal "Berufs- und Wirtschaftspädagogik" (www.bwpat.de) hat zudem unter dem Titel "Berufsbildungsforschung im Gesundheitsbereich" elf Beiträge einer Tagung veröffentlicht, die 2014 in Bielefeld stattgefunden hatte.

25.11.2015

Bäcker-Confiseure: Überlegungen zum Stopp des Rückgangs von Lehrverhältnissen

Im Hinblick auf die stetig rückläufige Anzahl Lernender bei den Bäcker-Confiseuren stellt Peter Galli, Ausbildungschef SBC, Überlegungen an, wie das Phänomen gebremst und die Tendenz umgekehrt werden kann. Er weist auf die Möglichkeiten hin, das duale Berufsbildungssystem im Dschungel der Informationen zur Geltung zu bringen und unterstreicht die Bedeutung des Beziehungsaspekts, der Hilfe und des Dialogs, welche die Jugendlichen brauchen.

25.11.2015

GE: Evaluationsbericht zum Zugang Erwachsener zu einem Grundbildungsabschluss

Damit die berufliche Weiterbildung Erwachsener gefördert und die Eingliederung in den Arbeitsmarkt gewährleistet werden kann, müssen die modulare Bildung und die Anerkennung von Bildungsleistungen gefördert werden. Der Besuch einer Berufsfachschule sei für Erwachsene nicht optimal. Das ist eine der sieben Feststellungen des Genfer Rechnungshofs in seinem Bericht zur Evaluation der Weiterbildung. Der Rechnungshof hat seine Analyse auf Personen ohne Qualifikation konzentriert und alle Massnahmen evaluiert, die den Zugang zu einem ersten Grundbildungsabschluss ermöglichen.

25.11.2015
25.11.2015

Deutschland: Chancen für Menschen ohne Berufsabschluss

Rund zwei Millionen junge Erwachsene im Alter zwischen 20 und 34 Jahren verfügen in Deutschland über keine formale Qualifikation. Ein grosser Teil dieser Menschen hat sich jedoch im Laufe der Zeit am Arbeitsplatz berufsrelevante Kompetenzen angeeignet, die nicht durch Dokumente oder Zertifikate nach einheitlichen Standards beurkundet sind. Beruflicher Aufstieg und gesellschaftliche Teilhabe werden so erschwert. Mit der Pilotinitiative "ValiKom" werden für Menschen ohne Abschluss Standards, Verfahren und Instrumente zur Feststellung und Bestätigung berufsrelevanter Kompetenzen im Vergleich zu formalen Abschlüssen entwickelt und erprobt.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

25.11.2015

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Änderung der Prüfungsordnungen über die höhere Fachprüfung für Manager/in Gesundheitstourismus und Bewegung mit eidgenössischem Diplom und über die Berufsprüfung Detailhandelsspezialist/in mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 17. November und 23. November 2015

25.11.2015

LU: Newsletter Höhere Berufsbildung

Der Newsletter Höhere Berufsbildung November 2015 ist erschienen. Eine Themenauswahl:
- Anerkennungsverfahren und Aufsicht Höhere Fachschulen
- Interkantonale Vereinbarungen
- Controlling auf Basis Leistungsvereinbarung
- Lancierung des HBB-Magazins im 2016 sowie ein neues HBB-Plakat

Mittelschulen und Hochschulen

25.11.2015

Bundesrat will Anforderungen an Gesundheitsberufe vereinheitlichen

Ein neues Gesundheitsberufegesetz soll gemäss dem Willen des Bundesrates die Anforderungen an Bachelor-Ausbildungen im Bereich Gesundheit an den Fachhochschulen vereinheitlichen. Zudem soll ein Register für Gesundheitsberufe die Qualität der Gesundheitsversorgung durch mehr und besser qualifiziertes Gesundheitspersonal gewährleisten.
Medienmitteilung

25.11.2015

Lern-App für Studierende der Rechtswissenschaften

7500 Fragen, pro Frage drei Antwortmöglichkeiten – die Wiederholung des Stoffes im Bachelorstudium der Rechtswissenschaften soll mit der Applikation JusChallenge erleichtert werden. Die kostenlose App dreier Rechtwissenschaftsstudenten der Universität Zürich funktioniert wie ein digitaler Karteikasten.

25.11.2015
25.11.2015

VS: starke Zunahme von Walliser Studierenden an den Hochschulen

Im Jahr 2000 zählte man etwas weniger als 4400 Walliser Studierende auf der Tertiärstufe. Im Jahr 2014 waren es fast 7700. Der Studierendenzuwachs war besonders deutlich bei den Fachhochschulen (FH) und den Pädagogischen Hochschulen (PH). Der erste kantonale Hochschulbericht 2015 beschreibt auch die Abwanderung von Studierenden aus dem Wallis und die Zuwanderung von Studierenden ins Wallis. Er enthält eine Analyse der Bildungsentwicklung mit der Prognose, dass im Jahr 2045 die Hälfte der Bevölkerung mit einer gut entlöhnten Beschäftigung einen Abschluss auf der Tertiärstufe besitzt.

25.11.2015

ZH: Master-Messe 2015

Hochschulen der Schweiz und aus dem Ausland präsentieren vom 25.-26. November 2015 in Zürich-Oerlikon konsekutive und spezialisierte Master sowie weiterbildende Master. Vorträge und Podiumsgespräche ergänzen die Informationsausstellung.

Beratung

25.11.2015

Coaching- und Beratungslehrgänge im Aufbau

Ab 2016 werden die KV Bildungsgruppe Schweiz und die Praxis-Brücke AG an acht Standorten in der Deutschschweiz Coaching- und Beratungsausbildungen anbieten. Dies geht aus einem Beitrag im Magazin "Organisator" hervor. Die modular aufgebauten Ausbildungen können mit einer Höheren Fachprüfung abgeschlossen werden. Praxis-Brücke AG ist Ausbildungspartner des Schweizerischen Trägervereins für Beratung bso und bei der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung (SGfB) akkreditiert.

25.11.2015

BS: Dokumentarfilme zum Berufseinstieg

"Ich sage einfach, ich finde eine Lehrstelle. Man muss nie negativ denken." Fünf Dokumentarfilme begleiten fünf Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichem Bildungshintergrund während drei Jahren von der obligatorischen Schule in die Berufswelt. Das Projekt bringt Jugendlichen die Realität des Berufseinstiegs nahe. Es sensibilisiert Lehrpersonen und Eltern für Wünsche und Zweifel der Jugendlichen und Unterstützungsmöglichkeiten. Die Dokumentarfilme eignen sich als Unterrichtsmittel oder Diskussionsinput für Elternabende, sie wurden vom Erziehungsdepartement Basel-Stadt in Kooperation mit der Volksschule und dem Zentrum für Brückenangebote Basel in Auftrag gegeben.

Arbeitsmarkt

25.11.2015

Flüchtlinge: Jobängste für Einheimische gemäss NZZ unbegründet

Rund die Hälfte der Befragten einer Umfrage befürchten für sich persönlich negative Folgen des Flüchtlingsstroms. 2015 dürften rund 40'000 Personen ein Asylgesuch einreichen. Aber Schweizer Arbeitskräfte "müssen kaum wegen der Flüchtlinge um Stelle oder Lohn bangen", ist einem Artikel der NZZ zu entnehmen. Laut Studien arbeiteten nach zwei Jahren etwa 20% der Flüchtlinge, nach fünf Jahren 20-40%, nach zehn Jahren 40-50%. Am ehesten verdrängt würden dadurch andere Einwanderer in den Tieflohnsektoren.

25.11.2015

Schwarzer Herbst für die Industrie

Eine Umfrage der Tageszeitung "Le Temps" befasst sich mit der aktuellen Situation der schweizerischen Industrie, insbesondere mit dem Abbau von Arbeitsplätzen in den letzten Monaten (geschätzte 1000 Stellen). Angesichts der Evaluation von Swissmechanic, wonach mehr als 2500 Stellen nach Aufhebung der Kursuntergrenze abgebaut wurden, könnte der Abbbau gemäss "Le Temps" noch viel höher sein. Eine interaktive Karte der aufgehobenen Stellen ergänzt die Umfrage.

25.11.2015

Neue Zeitschrift "blickwinkel" erschienen

Die Publikation "Der Arbeitsmarkt" – ein nationales Arbeitsmarktprogramm für Journalistinnen und Fotografen – erscheint seit Sommer 2015 nur noch online sowie in Form von zwei Themenheften pro Jahr ("blickwinkel"). Ein erstes Themenheft ist nun erschienen. Aus Sicht der RAV am interessantesten ist ein Interview mit Rolf Ritler, Leiter der Invalidenversicherung, zur Arbeitsintegration von IV-Bezügerinnen und -Bezügern. Das Jahresabonnement von "blickwinkel" kostet 35 Franken.

25.11.2015

GE: Stärkung der Arbeitsmarktkontrolle

Der Kanton Genf verfügt über ein neues Kontrollinstrument für den Arbeitsmarkt. Die von den Sozialpartnern geschaffene paritätische Aufsicht der Unternehmen wurde vom Genfer Parlament genehmigt. Die Aufsicht setzt sich aus zwölf Delegierten der Gewerkschaften zusammen und kontrolliert hauptsächlich die Lohnpraxis der Unternehmen. Mit diesem Instrument verfügt Genf über einen Inspektor pro 5000 Arbeitnehmer/innen.
Weitere Informationen

25.11.2015

VS: zehn Jahre vslink.ch

Die Internet-Plattform vslink.ch, die sich als Brücke zwischen Walliser Unternehmen und Hochqualifizierten versteht, feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Im November 2005 eingeführt und integriert in die Sektion Logistik arbeitsmarktlicher Massnahmen der Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit, zielt VSlink darauf ab, den Walliser Arbeitsmarkt transparenter zu machen und die Diplomierten (Universität, FH etc.) zu motivieren, in ihren Herkunftskanton zurückzukehren. Die kostenlose Plattform verfügt über eine Stellenbörse für rund 3500 eingeschriebene Kandidatinnen und Kandidaten sowie über eine "CVthèque" für 300 Mitgliedsunternehmen.

25.11.2015

ZH: Informatiker ab 45 sind häufiger arbeitslos

Das Risiko von Personen, die im Berufsfeld Informatik arbeiten, ab 45 Jahren arbeitslos zu werden, ist höher als bei jüngeren Informatikern. Dies ist atypisch, da in der Regel dieses Risiko der Erwerbstätigen mit zunehmendem Alter sinkt. Eine neue Studie aus dem Kanton Zürich zeigt, dass nicht fehlende Qualifikationen Grund dafür sind. Vielmehr fehle es an einer einheitlichen Sprache über Fähigkeiten und Anforderungen. Die Studie schlägt konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Situation vor.

25.11.2015

Deutschland: App erleichtert Selfie-Bewerbungsvideos

Auch Videoclips zur eigenen Person können Teil einer Bewerbung sein. Die kostenlose App Talentcube aus Deutschland erleichtert die Aufnahme von Selfies, welche Stellensuchende dann zusammen mit ihrer elektronischen Bewerbung einreichen können. Firmen können ihre Bewerbungen zudem direkt via Talentcube ausschreiben. Dann nutzen sie die kostenpflichtige Möglichkeit, den Bewerbenden Fragen zu stellen, auf die sie in ihren Videos antworten.

Berufliche Integration

25.11.2015

Compasso: Instrumente für die berufliche Integration

Der Verein Compasso hat neue Instrumente für die berufliche Integration entwickelt. Sie dienen Arbeitgebern, Führungskräften und HR-Verantwortlichen bei Themen wie Gesundheitsprävention, Früherfassung gesundheitlicher Probleme oder Interventionsmöglichkeiten. Das neue Informationsportal wurde anlässlich der Compasso-Veranstaltung "Psychisch beeinträchtigte Mitarbeitende – geforderte Arbeitgeber" mit einer Reihe von Referaten eingeweiht.

25.11.2015

Sehbehinderte sind im Arbeitsmarkt integriert

Personen, die blind und sehbehindert sind, weisen in vielen berufsbezogenen Aspekten ähnliche (und zum Teil sogar bessere) Werte auf wie die gesamte Schweizer Bevölkerung. Dies betrifft beispielsweise ihren Anteil bei Löhnen über 7000 Franken pro Monat oder die Dauer von Phasen der Erwerbslosigkeit. Demgegenüber arbeiten Betroffene häufiger Teilzeit und sind etwas weniger zufrieden mit ihrer Arbeit. Diese und weitere Ergebnisse erbrachte eine Studie zum Arbeitsleben von Menschen mit Sehbehinderung.

Verschiedenes

25.11.2015

LU: Women's Business Conference

"Sichtbarkeit" war das Thema der diesjährigen Women's Business Konferenz an der Hochschule für Wirtschaft, Luzern. Zehn Frauen wurden am zehnjährigen Jubiläum mit einem Award geehrt. Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen entlang den Megatrends, die das deutsche Zukunftsinstitut definiert hat. Dazu zählen beispielsweise Konnektivität (Emma Page), Neues Lernen (Ricarda T.D. Reimer), Silver Society (Carolyn Kerchof).