Newsletter vom 07.10.2015

Aktuelle Meldungen vom 07.10.2015

Berufliche Grundbildung

07.10.2015

Weiterbildungsoffensive für künftige Prüfungsexperten

Das EHB startet eine Weiterbildungsoffensive für Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben, damit auch in Zukunft genügend gut qualifizierte Prüfungsexpertinnen und -experten (PEX) für Lehrabschlussprüfungen bereit stehen. Die zunehmende Komplexität und der Reformdruck machen die Nachwuchsplanung bei den PEX immer schwieriger. Als Pilotprojekt wird an verschiedenen Orten, vorerst in der Deutschschweiz, ein "Stammtisch für Berufsbildende" lanciert; später werden unentgeltliche Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten.

07.10.2015

Stärkung der internationalen Zusammenarbeit

Der Bundesrat hat per 1. November 2015 eine neue Verordnung über die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Bildung, der Berufsbildung, der Jugend und der Mobilitätsförderung VIZBM beschlossen. Veränderte Rahmenbedingungen in der Hochschul- und Forschungsgesetzgebung sowie im Bereich der Beteiligung der Schweiz an den Bildungs-, Berufsbildungs- und Jugendprogrammen der EU bedingten eine Ablösung der bislang geltenden Verordnung. Siehe auch die Medienmitteilung zur Zusammenarbeit mit Bulgarien und Rumänien.

07.10.2015

Parlamentarische Interpellation: Erstausbildung für Erwachsene

Erwachsene können einen formalen Berufsabschluss durch eine berufliche Grundbildung, die Validierung von Bildungsleistungen oder durch spezielle Ausbildungsgänge für Erwachsene erwerben. Der Bundesrat weist darauf hin, dass der Berufsabschluss für Erwachsene einen Handlungsschwerpunkt für alle Partner der Berufsbildung darstellt. Unter anderem sollen mit dem Projekt "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene" die politischen Grundlagen zur Förderung des Berufsabschlusses für Erwachsene ausgebaut werden.
Antwort des Bundesrates

07.10.2015

Änderung des Bildungsplans für Metallbauer/in EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet den Entwurf zur Änderung des Bildungsplans für Metallbauer/in EFZ zur Stellungnahme. Frist: 10. November 2015. Die Anpassungen beziehen sich auf die Verteilung der 200 Lektionen berufskundlicher schulischer Bildung pro Jahr und auf die Unterteilung der fachrichtungsspezifischen Arbeiten auf drei Positionen im praktischen Teil des Qualifikationsverfahrens. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

07.10.2015

Evaluation der beruflichen Grundbildung Kaufmann/Kauffrau in der MEM-Industrie

Die ersten Lernenden haben diesen Sommer ihre Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau EFZ nach der Verordnung über die berufliche Grundbildung von 2012 abgeschlossen. Mit Hilfe einer Online-Umfrage hat Swissmem die Lernenden der Generation 2012-2015 in der Deutschschweiz zu ihren Erfahrungen im Lehrbetrieb, den überbetrieblichen Kursen und dem betrieblichen Qualifikationsverfahren befragt. Die Ausbildner/innen wurden ebenfalls befragt.
Weitere Informationen

07.10.2015

Karriere-Analyse nach EFZ-Abschluss im Gesundheitsbereich

Die Studie "Committed to the profession" analysiert die Berufslaufbahnen von Fachfrauen/-männern Gesundheit EFZ und Fachfrauen/-männern Betreuung EFZ rund dreieinhalb Jahre nach Abschluss der beruflichen Grundbildung. Es wird untersucht, was wichtige Faktoren für den Verbleib bzw. die Weiterbildung/-qualifikation im Berufsfeld sind. Die Laufzeit gemeinsamen Studie der PH St. Gallen und der PH Zürich endet im September 2016. Die Studie sucht Erklärungen dafür, wie qualifiziertes Personal im Beruf verbleibt und sich weiterbildet.

07.10.2015

KOF realisiert Länderbeschreibungen der Berufsbildungssysteme

Die KOF der ETHZ realisiert eine Serie von Beschreibungen der Bildungssysteme mit Schwergewicht auf die arbeitsmarktorientierten Bildungswege. Mit den Factbooks werden die kulturellen, ökonomischen, politischen und sozialen Eigenheiten der Länder sichtbar. Durch den Vergleich von Bildungssystemstrukturen, -prozessen und -steuerungen können "best practice"-Beispiele eruiert werden. Die erste Serie beschreibt die Bildungssysteme der Schweiz, der USA, von Singapur, Hong Kong, Chile, Costa Rica und Nepal. Weitere Veröffentlichungen folgen in unregelmässigen Abständen.

07.10.2015

Deutschland: Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beruf

Neben dem Finanzpaket für die Aufnahme von Flüchtlingen will Deutschland mit gezielten Massnahmen Integration durch Bildung voranbringen. Dazu werden in den nächsten Jahren rund 130 Millionen Euro zusätzlich investiert für die zentralen Ziele:
- Erwerb der deutschen Sprache
- Erkennen von Kompetenzen und Potenzialen
- Integration in Ausbildung und Beruf
Medienmitteilung des Bundesministerium für Bildung und Forschung

07.10.2015

Deutschland: Hoher Anteil von Studienberechtigten in der Berufsbildung

Der Anteil der jungen Menschen mit Studienberechtigung, die sich für die Berufsbildung entscheiden, ist in Deutschland weiterhin hoch. Ihr Anteil ist laut einer BIBB-Analyse von 20% im Jahr 2009 auf 25% im Jahr 2013 gestiegen. Demnach hatte jede/r vierte Lernende mit neuem Ausbildungsvertrag ein Abitur oder Fachabitur (mehr als 130'000 junge Erwachsene). Die deutsche Berufsbildungspolitik geht dahin, für Studienberechtigte und Studienaussteiger Karrierechancen in der Berufsbildung zu eröffnen, insbesondere auch in Produktions- und Handwerksberufen.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

07.10.2015

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe/Änderungen der Prüfungsordnungen über die höhere Fachprüfung für Energie- und Effizienzberater/in mit eidgenössischem Diplom sowie Diplomierter Wirtschaftsprüfer/Diplomierte Wirtschaftsprüferin eingereicht.
Bundesblatt vom 6. Oktober 2015

07.10.2015

FR/JU/NE: Schaffung eines interregionalen Polizeiausbildungszentrums

Die Kantone Freiburg, Jura und Neuenburg haben mit der Unterzeichnung einer interkantonale Vereinbarung den Grundstein für das überregionale Polizeiausbildungszentrum "Centre interrégional de formation de police" gelegt. Damit haben sie ihre Bereitschaft zur Harmonisierung der Ausbildung "Polizeiaspirant/in" bekundet, die weiterhin in Colombier (NE) und Freiburg stattfinden wird.
Weitere Informationen

Mittelschulen und Hochschulen

07.10.2015

Medizinstudium: EDK wünscht Koordination

Der Vorstand der EDK begrüsst es, dass der Bund zusätzliche Mittel für den Ausbau der Studienplätze für Humanmedizin in Aussicht stellt. Er ist jedoch der Ansicht, dass eine Koordination zwischen Bund und Kantonen notwendig ist, um dieses Programm zu entwickeln, und dass die Koordination in die Zuständigkeit des Hochschulrates fällt. Zudem darf die Finanzierung nicht zulasten der Beiträge für die übrigen Hochschuldisziplinen, die Fachhochschulen und die Berufsbildung gehen, sondern muss langfristig durch zusätzliche Mittel erfolgen.
Medienmitteilung

07.10.2015

Erasmus+: Zunahme der Mobilitätsprojekte

Im Jahr 2015 haben die im Rahmen der Übergangslösung für Erasmus+ finanzierten Mobilitätsprojekte gegenüber 2014 um 11% zugenommen. Die ch Stiftung stellt 23,9 Millionen Fördergelder für Austauschprogramme aller Stufen zur Verfügung (obligatorische Schule, Mittelschule auf der Sekundarstufe II, Tertiärstufe, Berufsbildung, Erwachsenenbildung und ausserschulische Jugendarbeit). Die Priorität liegt dabei auf den Mobilitätsprojekten.
Medienmitteilung

07.10.2015

Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen wollen mehr Mittel

Der ETH-Rat ist über die Sparmassnahmen bei Bildung und Forschung besorgt und schätzt, dass zusätzliche Investitionen notwendig sind, um den Bedarf an naturwissenschaftlich-technischen Akademiker/Akademikerinnen decken und Forschung und Innovation fördern zu können. Die Prioritäten für die nächsten Jahre sind in der Strategischen Planung 2017-2020 festgelegt. Ausserdem sind die Präsidenten der beiden ETH nach Brüssel gereist, um für die schweizerische Teilnahme an den europäischen Forschungs- und Bildungsprogrammen einzutreten.

07.10.2015

BFS: Szenarien 2015-2024 für die Hochschulen

Das Referenzszenario des BFS geht davon aus, dass im Jahr 2024 rund 4% mehr Personen an universitären Hochschulen studieren als 2014. Für die Fachhochschulen prognostiziert das BFS einen Anstieg von 11% und für die Pädagogischen Hochschulen einen Anstieg von 23%. Den grössten 10-Jahres-Anstieg vermutet das BFS an den universitären Hochschulen in den technischen Wissenschaften (+31% Masterabschlüsse), an den Fachhochschulen in Wirtschaftswissenschaften (+24%) und an den Pädagogischen Hochschulen im Studiengang "Vorschul- und Primarstufe" (+28%).

07.10.2015

BFS: internationale Studierende an Hochschulen, Analysebericht

Der Anteil internationaler Studierender an den schweizerischen Hochschulen beläuft sich auf 17%. Er ist auf der Master-Stufe (27%) deutlich höher als auf der Bachelor-Stufe (13%). Die Mehrzahl der ausländischen Studierenden stammt aus den Nachbarländern. An den universitären Hochschulen sind überdurchschnittlich viele Studierende in den Fachbereichsgruppen Technische Wissenschaften (29%) sowie Wirtschaftswissenschaften (28%) eingeschrieben. Bei den Fachhochschulen liegen die höchsten Anteile in den drei Fachbereichen Musik, Theater und andere Künste (46%), Design (28%) sowie Architektur, Bau- und Planungswesen (20%). Die Angaben sind der neuen Publikation des BFS zu entnehmen, die auch die detaillierten Resultate zur sozialen und wirtschaftlichen Situation der internationalen Studierenden aufzeigt.

07.10.2015

BFS: kantonale Stipendien und Studiendarlehen 2014

2014 haben die Kantone 321 Millionen Franken in die Bildung investiert. Gemäss BFS wurden fast alle Bildungsbeiträge (95%) in Form von Stipendien ausgerichtet. Rund 52% der Stipendienbeiträge wurden für die Tertiärbildung eingesetzt, 47% für die Sekundarstufe II und der Rest für die obligatorische Schule und die Weiterbildung.

07.10.2015
07.10.2015

SG: Aufnahme in den Lehrberuf sur Dossier

Wer mindestens 30 Jahre alt ist, eine Ausbildung auf der Sekundarstufe II abgeschlossen und sehr gute Deutschkenntnisse hat, sowie nach Ausbildungsabschluss eine Berufstätigkeit im Umfang von 300 Stellenprozent vorweisen kann (verteilt auf maximal 7 Jahre), darf sich neu an der PHSG für das dreistufige Aufnahmeverfahren anmelden. Anmeldeschluss ist der 15. November 2015 für den Studiengang Primarstufe und Kindergarten mit Studienbeginn Herbstsemester 2016, für den Studiengang Sekundarstufe I gilt der 30. April 2016.

Beratung

07.10.2015

Der Arbeitsmarkt der internationalen Zusammenarbeit

In der Entwicklungszusammenarbeit sind häufiger Stellen für Teilzeitpensen oder Praktika zu finden als in der Humanitären Hilfe. Dem kleinen Markt an offenen Stellen in diesen beiden Arbeitsfeldern steht eine grosse Anzahl gut ausgebildeter Kandidatinnen und Kandidaten gegenüber. Vermehrt beachten die Arbeitgebenden den Ausbildungshintergrund von interessierten Personen. Dies könnte mit dem grossen Angebot an einschlägigen Studiengängen (insgesamt 45) zusammenhängen. Diese und weitere Informationen finden sich in einem Bericht von cinfo zum Schweizer Arbeitsmarkt in der internationalen Zusammenarbeit.

07.10.2015

IAP: Relaunch von Laufbahndiagnostik.ch

Das Institut für Angewandte Psychologie (IAP) hat seine Plattform Laufbahndiagnostik.ch technisch und inhaltlich überarbeitet. Neu werden die Nutzer/innen vor jeder Sitzung gebeten, ihre aktuelle Situation zu beschreiben und danach anhand von 10 Fragen anzugeben, wie sie sich gerade fühlen. Ausserdem können die Fragebogen nun mehrmals ausgefüllt werden, es wurde ein Glossar aufgeschaltet und es werden in Zukunft Vertrauensintervalle ausgewiesen.

07.10.2015

INSOS gibt Antworten zur Praktischen Ausbildung

Wie lange dauert eine Praktische Ausbildung (PrA)? In welchen Berufen wurden bereits PrA-Ausbildungsprogramme entwickelt? Wie hoch ist der Lohn für PrA-Lernende? Der Nationale Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung, INSOS Schweiz, hat eine Webseite mit den Antworten auf die häufigsten Fragen zur PrA eingerichtet.

07.10.2015

Jugendbefragung "Schweiz – multikulturelle Gesellschaft"

Die eidgenössischen Jugendbefragungen haben bei den jungen Erwachsenen in der Schweiz 126 Sprachen gezählt. Die Sprachkompetenzen in Englisch und Rätoromanisch sind gut, in Deutsch, Französisch und Italienisch sind sie hingegen eher bescheiden. Bei einem Viertel der Schweizer Jugendlichen umfasst der Freundeskreis mindestens gleich viele Ausländer/innen wie Schweizer/innen.

Arbeitsmarkt

07.10.2015

Broschüre "Teilzeitarbeit fair geregelt"

In den letzten Jahren hat die Teilzeitarbeit in der Schweiz zugenommen, heute arbeitet jede dritte Person Teilzeit. Damit Teilzeit gelingt, muss sie fair geregelt sein, findet der Arbeitnehmerverband Travail.Suisse. Im Ratgeber "Teilzeit fair geregelt" zeigt der Verband, worauf Arbeitnehmende besonders achten müssen, wenn sie sich für eine Teilzeitstelle entscheiden. Die Broschüre kostet 7.50 Franken.

07.10.2015

Effektivere Bekämpfung der Schwarzarbeit

Die Vernehmlassung zum Bundesgesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit hat ergeben, dass eine Mehrheit der Stossrichtung der Vorlage grundsätzlich zustimmt. Der Bundesrat beauftragte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung, bis Ende dieses Jahres eine Botschaft zu erarbeiten. Die Revision bringt beispielsweise einen verbesserten Informationsaustausch der Behörden und zusätzliche Kompetenzen für die Kontrollorgane.
Medienmitteilung

07.10.2015

Mangelnder Kündigungsschutz für Arbeitnehmervertreter

In der Schweiz sind Arbeitnehmer/innen und insbesondere Arbeitnehmervertreter/innen nur minimal vor missbräuchlichen Kündigungen geschützt – auch im internationalen Vergleich. Damit kommt die Schweiz ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen in Bezug auf den Schutz der Gewerkschaftsdelegierten nicht nach. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Neuenburg im Auftrag des SECO. Die Studie macht Vorschläge zur Verbesserung der Situation.

07.10.2015

VD: Schüler zum Unternehmertum anregen

Seit August 2015 soll das Programm "Graines d’entrepreneurs", das den Schüler/innen des Collège Champittet in Pully und der Umgebung in ausserschulischen wöchentlichen Workshops angeboten wird, durch die Entwicklung persönlicher Projekte das Unternehmertum fördern. Das Programm wurde durch die Mutter einer Schülerin und eine Professorin der Universität Lausanne entwickelt. Es bezweckt, "world changing entrepreneurs" heranzubilden, Die Jugendlichen können ab dem 12. Altersjahr alle Etappen zur Gründung eines Unternehmens erleben und Firmenchefs kennenlernen.

Berufliche Integration

07.10.2015

Lebenslauf bei Manpower online stellen

Manpower Schweiz hat einen Partnervertrag mit Xing unterzeichnet und ein Tool entwickelt, mit dem Bewerber/innen ihren Lebenslauf einfach online erstellen können. Das Tool von Xing ist auf Deutsch verfügbar und kann auf der Website von Manpower abgerufen werden. Eine französische Version des Tools ist geplant. In vier Sprachen zugänglich sind zudem die Tipps "Erfolgreich bewerben".

07.10.2015

Gleichstellungsrat postuliert Recht auf Arbeit

Menschen mit Behinderungen erleben in der Schweiz häufig Benachteiligungen in der Arbeitswelt. Das verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbot, das Behindertengleichstellungsgesetz und das geltende Arbeitsrecht schützen Menschen mit Behinderungen nicht genügend vor Diskriminierung. Dies sind Feststellungen, die anlässlich des Gleichstellungstages gemacht wurden. Der Gleichstellungsrat von Agile postuliert demgegenüber ein "Recht auf Arbeit" für Menschen mit Behinderungen.

07.10.2015
07.10.2015

SKOS-Richtlinien: Dammbruch der Sozialhilfe?

Die Konferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren will im Rahmen einer Revision der SKOS-Richtlinien die Beiträge für die Existenzsicherung von Grossfamilien kürzen, die Unterstützungsleistungen für Jugendliche reduzieren, Sanktionsmöglichkeiten verschärfen und die minimale Integrationszulage abschaffen. Diese wird an über 16-jährige, nicht erwerbstätige Personen ausgerichtet, die aus gesundheitlichen Gründen oder infolge mangelnder Angebote nicht in der Lage sind, eine besondere Integrationsleistung zu erbringen. Verschiedene Organisationen wie AvenirSocial oder Caritas sprechen von einem Dammbruch der Sozialhilfe.

07.10.2015

SKOS-Richtlinien: Sozialhilfe für junge Erwachsene unter 25 Jahren um 20% reduziert

Die erste Etappe der Revision der Richtlinien SKOS (Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe) ist am 21. September 2015 mit der Verabschiedung durch die SODK (Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren) beendet worden. Die Änderungen treten am 1. Januar 2016 in Kraft. Die wichtigsten betreffen die Reduktion der Ansätze für junge Erwachsene unter 25 Jahren um 20% (von 986 auf 789 Franken pro Monat) und die Erhöhung der Sanktionsmöglichkeiten bis auf 30%. Die zweite Etappe der Revision, die namentlich die Schwelleneffekte und die Arbeitsintegration von Müttern behandeln wird, sollte Mitte 2016 beendet sein und auf den 1. Januar 2017 in Kraft treten.
Medienmitteilung

07.10.2015

FR: Studientagung rund um Kompetenzen von Personen mit Eingliederungsschwierigkeiten

INSOS Schweiz, der nationale Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung, organisiert am 5. November 2015 in Freiburg eine französischsprachige Studientagung zum Thema "S’approprier de nouveaux outils pour développer et faire reconnaître les compétences des personnes en difficulté d’insertion" (Aneignung neuer Arbeitsmittel zur Entwicklung und Akzeptanz der Kompetenzen von Menschen mit Eingliederungsschwierigkeiten). An diesem Treffen werden namentlich innovative Ansätze verschiedener Westschweizer Institutionen vorgestellt. Anmeldefrist: 20. Oktober 2015.

07.10.2015

JU: kantonale Präferenz bezüglich Rekrutierung im Kanton

Auch der Kanton Jura übernimmt das Prinzip der kantonalen Präferenz bei der Rekrutierung im Kanton und in den halbstaatlichen Institutionen. Denn das Parlament hat mit 53 zu 1 Stimme einer Motion zugestimmt, welche verlangt, beim RAV gemeldete Arbeitssuchende zu bevorzugen. Die Regierung wird Massnahmen vorschlagen müssen, mit dem Ziel, diesem Prinzip den Vorrang zu geben.