Newsletter vom 12.08.2015

Aktuelle Meldungen vom 12.08.2015

Berufliche Grundbildung

12.08.2015

Richtlinie für Bundesbeiträge nach Art. 54/55 BBG revidiert

Der Bund leistet Beiträge für Entwicklungsprojekte und besondere Leistungen im öffentlichen Interesse. Um der Weiterentwicklung der Berufsbildungslandschaft Rechnung zu tragen, hat die Eidg. Berufsbildungskommission Änderungen der Richtlinie über die Gewährung von Bundesbeiträgen nach Art. 54/55 BBG per 1. Juli 2015 gutgeheissen. Diese ermöglichen die zusätzliche Unterstützung durch das SBFI in bestimmten Bereichen oder eine Vereinfachung der Prozesse. Themen: die Umsetzung der Änderung der Jugendschutzverordnung, die Förderung von Berufsschauen, die 5-Jahres-Überprüfung sowie die sprachliche Konsistenzprüfung des Bildungsplans.

12.08.2015

Berufsbildungskampagne 2015-2019

"Lerne Kauffrau, werde Marketingleiterin": So die knappe Zusammenfassung des Wesens der Berufsbildung. Wer eine berufliche Grundbildung absolviert, hat beste Aussichten auf eine erfolgreiche Laufbahn. Auf dieser Idee baut die neue Kampagne von berufsbildungplus.ch auf, deren Start am 10. August 2015 erfolgte. Die Wortkombination "Lerne-Werde" kann auf alle Berufsfelder und auf sämtliche Bildungswege anwendet werden und bildet damit die Durchlässigkeit des Systems ab. berufsbildungplus.ch ist eine Initiative von Bund, Kantonen und OdA.
Weitere Informationen

12.08.2015

Anmeldeschluss für SBFI Herbsttagung am 25. August 2015

Am Dienstag, 15. September, findet in Bern die SBFI Herbsttagung der Berufsbildung statt. Das Tagungsthema lautet "Facettenreiche Dualität". Das Programm wie auch weitere Informationen sind auf der Website der Tagung verfügbar. Die Anmeldung erfolgt online – Anmeldeschluss ist am 25. August 2015.

12.08.2015

Parlamentarische Vorstösse aus der Sommersession 2015

Während der Sommersession 2015 des Bundesparlaments wurden folgende Vorstösse zur Berufsbildung eingereicht:
- Landessprachen an den Berufsfachschulen (Interpellation 15.329)
- Förderung des Berufsabschlusses von Erwachsenen (Postulat 15.3796)
- Schweiz-EU: keine einseitige Freizügigkeit (Motion 15.3728)
- Berufsbildungsfonds. Klarheit schaffen (Motion 15.3721)
- Datenbank zur Interpretation und Vergleichbarkeit ausländischer Diplome (Postulat 15.3632)
- NQR, um die berufliche Integration von Personen aus dem Asylbereich zu fördern (Motion 15.3700)
- Bundeshilfe zur Förderung von Brückenangeboten (Interpellation 15.3594)
- Förderung des Zugangs zum Qualifikationsverfahren auch für Teilzeitangestellte (Motion 15.3554)
- Mehr Schnupperlehrstellen bei den MINT-Berufen (Postulat 15.3552)
- Förderung von Erstausbildungen (Sek II) nach dem 20. Altersjahr (Interpellation 15.3549)
- Reduktion des Bürokratieaufwandes bei der Lehrlingsausbildung (Motion 15.3469)
- Kein Lehrabbruch ohne Anschlusslösung (Postulat 15.3430)

12.08.2015

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Juli 2015

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Je nach Stand (Einreichen des Vorstosses, Antwort oder Botschaft der Regierung, Kommissionsbericht usw.) kann ein Geschäft in mehreren Kapiteln erscheinen. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 7/2015

12.08.2015

Chemie- und Pharmatechnologie: Änderung der Bildungsverordnung

Eine neue Bestimmung in Artikel 18 der Verordnung über die berufliche Grundbildung für Chemie- und Pharmatechnologinnen und -technologen EFZ tritt am 1. September 2015 in Kraft. Im Qualifikationsbereich praktische Arbeit/IPA wird in der ersten Position die Formulierung "Resultat der Arbeit" durch die Formulierung "Ausführung und Resultat der Arbeit" ersetzt.

12.08.2015

BFS: Bildungsstatistik 2014

Das BFS hat die Taschenstatistik aktualisiert. Diese beinhaltet die Kennzahlen 2013/2014 zu Schülern/-innen und Studierenden. Während dieser Periode haben 133'097 Männer und 97'525 Frauen eine berufliche Grundbildung absolviert (Total: 230'622 Lernende). Von den 60'779 abgegebenen EFZ im Jahr 2013 entfallen 32'912 (54,2%) auf Männer, 27'867 (45,8%) auf Frauen. Bei der höheren Berufsbildung waren es 60'244 Studierende (33'505 Männer und 26'739 Frauen). Weitere aktualisierte Statistiken können hier heruntergeladen werden.

12.08.2015

ERFA Berufsschauen 2015

Am 24. Juni fand in Bern ein Erfahrungsaustausch unter den vom Bund geförderten Berufsschauen statt. Die verbundpartnerschaftlich zusammengesetzten Trägerschaften regionaler Berufsschauen wurden über Erkenntnisse und Empfehlungen einer kürzlich abgeschlossenen Evaluation informiert. Vertreter/innen von Berufsbildungämtern, von Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen sowie von Wirtschaft und Messeorganisationen tauschten sich in Werkstattgesprächen aus. Das SBFI informierte ausserdem über Neuerungen in der Förderpraxis.

12.08.2015

SKBF: Forschungsprojekte im Bereich Berufsbildung

Der Newsletter "Information Bildungsforschung 3/2015" der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung SKBF informiert über die Publikationen zu den aktuellen Forschungsprojekten. Im aktuellen Newsletter finden sich fünf Projekte, welche die Berufsbildung oder die Weiterbildung thematisieren:
- Projekt "Altersdiskriminierung und ihre Rechtfertigung bei der Ausbildungsplatzvergabe"
- Projekt "Kongruenzen und Divergenzen des Lernens in Schule und Betrieb"
- Projekt "Effekte von Förderprogrammen der beruflichen Weiterbildung für Unternehmen und Beschäftigte im deutschsprachigen Europa"
- Projekt "Arbeitsbiografien nach einer IV-Anlehre"
- Projekt "Welche Gründe haben Krankenpfleger(innen) für eine Weiterbildung?"

12.08.2015

Hotel & Gastro formation: Projekt "Big Picture"

Hotel & Gastro formation nimmt eine Auslegeordnung aller gastgewerblichen Grundbildungen vor. In den nächsten Monaten soll ein "grosses Bild" entstehen mit folgenden Optionen:
- Die Berufsrevisionen erfolgen im Rahmen des Gesamtsystems.
- Das Berufsfeld Hotellerie wird einer Bereinigung unterzogen.
- Die Gremien und Arbeitsgruppen erhalten konkrete und verbindliche Aufträge.
Weiter lanciert der Verband eine mehrjährige Informations-Kampagne mit Fokus auf "Progresso", einer fünfwöchigen Basisbildung in drei Kursblöcken für Mitarbeitende in Küche, Service, Hauswirtschaft oder Systemgastronomie, die keinen Abschluss im entsprechenden Fachbereich haben.
Weitere Informationen

12.08.2015

Informatik: neues Qualifikationsverfahren

Die Verordnung über die berufliche Grundbildung Informatiker/in EFZ ist seit dem Schuljahresbeginn 2014 in Kraft. Diese modular aufgebaute Ausbildung ist auf die operativen Kompetenzen ausgerichtet. Die wichtigste Neuerung besteht beim Qualifikationsverfahren: Um die Vergleichbarkeit der Prüfungen zu gewährleisten, hat ICT-Berufsbildung Schweiz Vorgaben zur Bewertung der Leistungen je Modul erarbeitet. Zu diesem Zweck wurde "ICT-Competence Framework" entwickelt. Die Kantone haben für die Anwendung des Systems während einer Pilotphase bis 2017 eine Vereinbarung unterzeichnet. Eine Evaluation wird über den künftigen Einsatz entscheiden.

12.08.2015

TI: Resultate der Azione ARI Ticino

Das EHB hat im Auftrag des Tessiner Berufsbildungsamts (DFP) im Rahmen der Azione ARI die 8. Umfrage zur Nahtstelle Berufsbildung-Arbeitsmarkt durchgeführt. Dabei wurden fast zwei Drittel der neu diplomierten Berufsleute befragt. Im Mai hatten 51,1% der Befragten eine Arbeitsstelle gefunden, 22,3% wollten weiterstudieren. 43,6% wünschten die Unterstützung der Azione ARI bei der Stellensuche, 89,7% derer mit einer Arbeitsstelle werden im erlernten Beruf arbeiten und 78,5% im Lehrbetrieb bleiben. 38% sind an einem Sprachkurs oder Praktikum in einem andern Kanton oder Land interessiert.
Weitere Informationen

12.08.2015

Deutschland: Revidierte Ausbildungsberufe

Deutschland kennt 328 anerkannte duale Ausbildungsberufe. Seit 2003 wurden 234 Ausbildungsordnungen an die wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Anforderungen angepasst. Dabei wurden 197 Ausbildungsordnungen modernisiert und 37 neu geschaffen. Per 1. August 2015 treten 17 revidierte Ausbildungsordnungen in Kraft. Eine Auswahl: Automatenfachmann, Betonfertigteilbauerin, Bogenmacher, Geigenbauerin, Giessereimechaniker, Holzmechanikerin, Notarfachangestellter, Orthopädieschuhmacherin, Patentanwaltsfachangestellter, Rechtsanwaltsfachangestellte, Textil- und Modenäher, Textil- und Modeschneiderin, Werkfeuerwehrmann und Werksteinherstellerin. Für 2016 werden 14 weitere Ausbildungsordnungen revidiert.
Medienmitteilung

12.08.2015

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

12.08.2015

Studie: Rahmenlehrplan "dipl. Betriebswirtschafter/in HF" erfüllt Ziele

Im Rahmen einer Evaluation der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich wurde untersucht, ob der Rahmenlehrplan des Bildungsgangs "dipl. Betriebswirtschafter/in Höhere Fachschule" an den Höheren Fachschulen für Wirtschaft den Anforderungen von Studierenden und Arbeitgebern gerecht wird. Die Studie bestätigt die Aktualität des Rahmenlehrplans. Die Studierenden sind mit dem Studium zufrieden und verfügen über die arbeitsmarktrelevanten Handlungskompetenzen.
Weitere Informationen

12.08.2015

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI folgende Entwürfe von Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung unterbreitet: Bäuerin/bäuerlicher Haushaltleiter, Haushaltleiter/in, Spezialist/in Bewegungs- und Gesundheitsförderung (Fachrichtung Fitness- und Gesundheitstraining resp. Fachrichtung Körper- und Bewegungsschulung) sowie Fachmann/Fachfrau öffentliche Verwaltung, je mit eidgenössischem Fachausweis.
Bundesblatt vom 14. Juli und 28. Juli 2015

Mittelschulen und Hochschulen

12.08.2015

SBFI News: Chancengleichheit an Hochschulen

Im SBFI wurde ein Workshop für das Gender-Net-Projekt der Europäischen Kommission zur Förderung der Chancengleichheit an Hochschulen durchgeführt. Zehn Partnerländer nehmen an diesem Projekt teil. Die Gruppe hat im Hinblick auf die Erarbeitung eines Massnahmenkatalogs zur Umsetzung auf internationaler Ebene Tätigkeiten zur Förderung der Chancengleichheit selektioniert und evaluiert.
SBFI-News Juli/August 2015 (S. 8)

12.08.2015

Eignungstest für das Medizinstudium: Korrekturen bei der Auswertung

Wie im letzten Jahr mussten beim Eignungstest für das Medizinstudium 2015 einige Fragen von der Bewertung ausgeschlossen werden. Diese Fragen wurden – wie bereits im Jahr zuvor – im Trainingsmaterial eines privaten Anbieters verwendet und deshalb im Vorfeld bekannt. Eine umfassende Untersuchung muss klären, wie sich dieser Vorfall trotz verschärfter Sicherheitsmassnahmen wiederholen konnte.
Medienmitteilung von swissuniversities

12.08.2015

Parlamentarische Interpellation: gymnasiale Maturitätsreform

Der Bundesrat wertet die 1995 durchgeführte gymnasiale Maturitätsreform als erfolgreich und zukunftsgerichtet. Die 2008 publizierte Evaluationsstudie EVAMAR II zeigt überdies, dass der überwiegende Teil der Inhaberinnen eines gymnasialen Maturitätsabschlusses für ein Studium gut gerüstet war. Die Studie "Bildung am Gymnasium" der EDK (2013) unterstreicht die Vielfalt des Fächerangebots und die Kombinationsmöglichkeiten. Zu den Kosten der Reform können im Moment keine Angaben gemacht werden.
Antwort des Bundesrates auf die Interpellation "Maturitätsreform. Bildungserfolg und Kosten des Wahlfachmodells"

12.08.2015

Economiesuisse präsentiert Reformvorschläge für Gymnasien

Berufswahlunterricht an Gymnasien, Selbsteinschätzungstests, Zertifizierung der Gymnasien und eine stärkere Gewichtung der Noten in Mathematik und in der Erstsprache: Unter anderem mit diesen Massnahmen will der Dachverband der Schweizer Wirtschaft Economiesuisse die Zahl der Studienabbrüche vermindern und die Studierfähigkeit von Maturanden und Maturandinnen erhöhen.
Medienmitteilung

12.08.2015

Lehrermangel an Volksschulen, Kündigungen an Sekundarschulen

Anstehende Pensionierungen, geburtenstarke Jahrgänge, Teilzeitarbeit und Masseneinwanderungsinitiative lassen Schulleitende, Politiker und Verbände einen Lehrermangel auf der Volksschulstufe befürchten. Die Anforderungen für den Nachwuchs sind zudem gestiegen, an der Pädagogischen Hochschule Schwyz beispielsweise erhielten 38 Prozent der Studierenden wegen ungenügender Fremdsprachenkenntnisse kein Diplom. Anders als auf der Primarstufe ist die Prognose für die Gymnasiallehrpersonen und für die Sekundarstufe I: Im Kanton Basel-Land beispielsweise verlieren 350 befristet angestellte Lehrpersonen an Sekundarschulen ihre Stelle.

12.08.2015

BE: Einführung der Fachmaturität Pädagogik

Ab dem Schuljahr 2015/16 bietet der Kanton Bern einen neuen Bildungsgang auf Sekundarstufe II an: Das Berufsfeld Pädagogik ergänzt nun neben den Berufsfeldern Gesundheit und Soziale Arbeit die Palette der Fachmaturitäten. Nach der Fachmittelschule erlangen die Absolventinnen und Absolventen mit dem einjährigen Fachmaturitätsmodul Zugang zu den PH-Studiengängen Vorschulstufe und Primarstufe.

Beratung

12.08.2015

Parlamentarische Interpellation: Laufbahnbilanz und -beratung

Am Spitzentreffen der Berufsbildung 2014 wurden zur Stärkung der Berufsbildung die Handlungsschwerpunkte auf die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) gelegt. In diesem Rahmen wurden das Projekt "Berufsabschluss und Berufswechsel für Erwachsene" und drei weitere Teilprojekte definiert. Die Resultate einer Umfrage zur Situation der BSLB in den Kantonen werden Ende 2015 erwartet. Der Bundesrat weist darauf hin, dass die BSLB allen Menschen zur Verfügung steht, unabhängig von ihrem Alter.
Antwort des Bundesrates

12.08.2015
12.08.2015
12.08.2015

SG: Abschlusszertifikat nach der Volksschulzeit

Schülerinnen und Schüler im Kanton St.Gallen erhalten beim Beenden ihrer Volksschulzeit neben dem Semesterzeugnis erstmals ein Abschlusszertifikat. Dieses bestätigt den Abschluss der Schulpflicht und dokumentiert mit einem zusammenfassenden Abschlussportfolio die Entwicklung der Schülerin oder des Schülers während der Oberstufenzeit bis zur Ausbildungsreife für die Sekundarstufe II.

Arbeitsmarkt

12.08.2015

SAKE: Grenze von fünf Millionen Beschäftigten in der Schweiz überschritten

Das BFS hat die Resultate der letzten schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) in der Publikation "SAKE in Kürze 2014" veröffentlicht. Die Schweiz zählte über fünf Millionen aktive Beschäftigte im 4. Semester 2014 (2,2% mehr als 2013). Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg stärker an als jene der schweizerischen (+4,2% gegenüber +1,4%). Gemäss Internationalem Arbeitsamt blieb der Anteil der Erwerbslosen in der Schweiz stabil (4,1% der Erwerbsbevölkerung, bzw. 197'000 Personen).

12.08.2015

KOF-Studie: Wer wird am ehesten arbeitslos?

In den letzten Jahren ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz gestiegen. Eine neue KOF-Studie zeigt, dass besonders Männer, mittelbezahlte Berufsgruppen, Personen mit tiefem Bildungsgrad und Jugendliche von einem steigenden Arbeitslosigkeitsrisiko betroffen sind. Bei diesem Anstieg der Arbeitslosigkeit handle es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein strukturelles und nicht um ein konjunkturelles Phänomen, so die KOF. Frauen unterliegen weiter einem höheren Arbeitslosigkeitsrisiko als vergleichbare Männer, aber der Abstand hat sich verringert. Betrachtet man die Arbeitslosigkeit nach Alter, sticht vor allem der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ins Auge. Für ältere Arbeitslose besteht weiter ein deutlich erhöhtes Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit.

12.08.2015

Überschussresultate für IV und Arbeitslosenversicherung 2014

Der Jahresbericht der "Sozialversicherungen 2014" gibt Auskunft über die neuesten Zahlen der Sozialversicherungen sowie über die wichtigsten Entwicklungen und Herausforderungen. Laut Bericht haben die Rechnungen der IV und der Arbeitslosenversicherung 2014 Überschüsse ausgewiesen. Diese Resultate beruhen hauptsächlich auf dem kontinuierlichen Rückgang der IV-Renten (Rückgang der Ausgaben von 6,12 Milliarden im Jahr 2007 auf fünf Milliarden im Jahr 2014). Parallel dazu konnten mit der 4. Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes Mehreinnahmen generiert werden, insbesondere durch die Erhebung eines Solidaritätsprozents auf hohe Einkommen, dessen Obergrenze per 1. Januar 2014 aufgehoben wurde.

12.08.2015

Migration: Jeder Fünfte arbeitet unter seinem Niveau

In der Schweiz haben 35% der Bevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. 18% von ihnen haben einen zu hohen Schulabschluss für den Beruf, den sie ausüben. Bei der einheimischen Bevölkerung liegt diese Quote tiefer (11,5%). Das zeigen Analysen des BFS für 2014. Die Quote der Arbeitnehmenden mit Führungsfunktion beträgt bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund 32,5% (Einheimische: 35,5%).

12.08.2015

VSAA: Jahresbericht 2014

Der Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA) hat seinen Jahresbericht 2014 veröffentlicht. Er beinhaltet Angaben zu Aktionen, Überlegungen und Konsultationen, die im Rahmen des Dachverbands 2014 stattfanden, insbesondere im politischen Bereich, zur Arbeitsmarktüberwachung, den Arbeitsbedingungen und der Ausländerpolitik.

12.08.2015

Monster betreibt neu publicjobs.ch

Die Stellenplattform publicjobs.ch für die öffentliche Hand wird neu vom Karriereportal Monster Switzerland und vom Schweizerischen Gemeindeverband geführt. Sie übernehmen die Verantwortung von der Schweizerischen Bundeskanzlei, die bisher als Auftraggeberin auftrat. Ein Relaunch soll technische Verbesserungen bringen und publicjobs.ch unter anderem durch zielgruppenspezifische Ansprache "als vertikale Jobbörse" für Stellen im öffentlichen Sektor etablieren, so Monster.

12.08.2015

Swissstaffing: Neue Jobplattform geplant

Der Branchenverband der Personaldienstleister swissstaffing (300 Mitglieder) und jobchannel etablieren auf Dezember 2015 eine gemeinsame Stellenplattform. Grund sind massiv gestiegene Preise des Branchenführers jobs.ch. Die beiden Partner haben Ende Juni 2015 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet; dadurch profitieren Mitglieder von swissstaffing per sofort von einem kostenlosen Listing ihrer offenen Stellen auf den Plattformen jobagent.ch sowie auf allen vertikalen Plattformen von jobchannel.

12.08.2015

Metropolitankonferenz: Bund soll aktiver werden

"Es wird immer schwieriger, Schlüsselpositionen mit Fachkräften zu besetzen" – dies sagte der Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle bei der Präsentation eines Berichts der "Metropolitankonferenz". Er legt eine Bestandesaufnahme zum Thema Fachkräftemangel vor, listet bewährte Massnahmen auf und gibt Handlungsempfehlungen. Das wichtigste Anliegen: Der Bund soll stärker die Führung übernehmen. Als Grundlage dafür soll er eine nationale Gesamtstrategie in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und institutionelle Rahmenbedingungen entwickeln. Ein Monitoring soll die Fortschritte bei der Umsetzung der Massnahmen erfassen.

12.08.2015

Berufliche Integration

12.08.2015

Bund: Offene Stellen vorab den RAV zugänglich

Offene Stellen der Bundesverwaltung werden ab dem 1. Juli 2015 sieben Tage vor der öffentlichen Ausschreibung den RAV zugänglich gemacht. Mit dieser Massnahme setzen das Eidgenössische Personalamt und das SECO einen Beschluss des Bundesrates um. Der Bundesrat will mit dieser Massnahme das Potenzial inländischer Stellensuchender nutzen. Der Kanton Genf kennt schon seit längerem eine entsprechende Praxis.

12.08.2015

Motion will Zahl junger Erwachsener in der Sozialhilfe senken

Jugendliche und junge Erwachsene sollen präventiv besser unterstützt werden, damit sie nicht von der Sozialhilfe abhängig werden. Der Ständerat hat in der Junisession eine Motion der SP-Nationalrätin Silvia Schenker überwiesen und den Bundesrat beauftragt, eine entsprechende Strategie auszuarbeiten. Insbesondere sollen Jugendliche bei der Berufsberatung und der Stellensuche besser unterstützt werden. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe begrüsst die Stossrichtung der Motion.

12.08.2015

VS: Studie über die Sozialhilfe

Der Kanton Wallis hat kürzlich eine Studie über die Sozialhilfe publiziert. Die Sozialhilfekosten sind seit 2010 ständig angestiegen (von 22 Millionen 2010 auf 36 Millionen 2013). Laut Angaben der Autoren beruht dieses Kostenwachstum auf der Zunahme der Anzahl Leistungsempfänger, die wesentlich durch die Revisionen der Bundesgesetzgebungen (Arbeitslosen- und Invalidenversicherung) indiziert wurde. Die wichtigsten Empfehlungen beziehen sich auf die Revision des Anreizsystems (Einkommensfreibetrag abhängig vom Beschäftigungsgrad, Integrationszulage, Sozialhilfe für 18-25-Jährige) sowie die Optimierung der Organisationsstruktur, die momentan sehr heterogen ist.
Weitere Informationen

Verschiedenes

12.08.2015

EDK: Tätigkeitsprogramm 2015-2019

Die EDK hat an der Plenarversammlung im Juni ihr neues Tätigkeitsprogramm für die Periode 2015-2019 verabschiedet. Das Programm steht im Zeichen der Konsolidierung. In den kommenden Jahren setzt die EDK einen Schwerpunkt beim Vollzug der bestehenden Rechtsgrundlagen (Konkordate).

12.08.2015

BFS: in zehn Jahren die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung mit Tertiärabschluss

Gemäss den BFS-Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung der Schweiz 2015-2045 hängt die künftige Entwicklung der Bevölkerung von der sozioökonomischen und politischen Situation der Schweiz ab. Anhand von Hypothesen rechnet das BFS mit einer Zunahme des Anteils der Personen mit Tertiärabschluss (Hochschulen und höhere Berufsbildung) an der Bevölkerung zwischen 25 und 64 Jahren. Im Jahr 2000 lag der Anteil bei 24%, 2014 bei 40%, 2027 wird er auf 50% ansteigen und gegen 2040 56-57% erreichen. Welches Szenarium auch immer eintrifft, das BFS rechnet mit einer Abnahme des Anteils an Personen ohne nachobligatorische Bildung. Er wird jedoch bis 2017 über 10% bleiben (2014: 12%).
Medienmitteilung