Newsletter vom 10.06.2015

Aktuelle Meldungen vom 10.06.2015

Berufliche Grundbildung

10.06.2015

Lehrstellenmarkt ist weiterhin stabil

Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt im April 2015 hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert und präsentiert sich weitgehend stabil. Sowohl die Nachfrage nach Lehrstellen bei Jugendlichen wie auch das Lehrstellenangebot der Unternehmen verbleiben auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr. Die Anzahl Jugendlicher vor der Ausbildungswahl und die Nachfrage nach Lehrstellen ist im Vergleich zu 2014 leicht gesunken. Das zeigen die Hochrechnungen des Lehrstellenbarometers, die das SBFI erstellen liess.

10.06.2015

Elektromonteur: Sicherheit der elektrischen Installationen

Zurzeit ist ein/e Elektromonteur/in mit EFZ und mehrjähriger Berufserfahrung nicht ermächtigt, Niederspannungsinstallationen vorzunehmen. So verlangt die Verordnung über Niederspannungsinstallationen, dass für die Erteilung der Installationsbewilligung neben der Berufserfahrung eine höhere Ausbildung erforderlich ist. Diese Anforderungen beruhen auf Sicherheitsüberlegungen und sind nicht diskriminierend.
Antwort des Bundesrats auf eine Anfrage zu diesem Thema

10.06.2015

Bildungsverordnungen: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Änderungen der Bildungsverordnungen und die Entwürfe der Bildungspläne für folgende MEM-Berufe zur Stellungnahme: Automatiker/in EFZ, Automatikmonteur/in EFZ, Elektroniker/in EFZ, Konstrukteur/in EFZ, Mechanikpraktiker/in EBA, Polymechaniker/in EFZ und Produktionsmechaniker/in EFZ. Frist für die Stellungnahme: 24. August 2015. Die Unterlagen stehen auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung.

10.06.2015

BFS: Daten und Indikatoren zur Berufswahl

Die Berufswahl wird weiterhin geschlechtsspezifisch bestimmt. Laut Angaben des BFS wählen junge Männer immer noch häufiger als junge Frauen technische Berufe und Studiengänge. Junge Frauen hingegen wählen häufiger als in der Vergangenheit männertypische Berufsfelder. 2012 erreichte der Frauenanteil auf der Sekundarstufe II in den Berufen der Verarbeitungsindustrie 30,3%, während der Männeranteil in den Gesundheitsberufen nur 7,5% betrug.

10.06.2015

PH Zürich: Aktuelle Forschungsprojekte zur Berufsbildung

An der Pädagogischen Hochschule Zürich (Abteilung Berufsbildung/Sekundarstufe II) laufen zurzeit folgende Forschungsprojekte zur Berufsbildung:
- Projekt "Die Umsetzung von Bildungsplänen in den Betrieben"
- Projekt "Politische Bildung auf der Sekundarstufe II"
- Projekt "Leseleistungen auf der Sekundarstufe II – Entwicklung eines Diagnoseinstruments"
- Projekt "Interdisziplinäres Arbeiten in der Berufsmaturität"
- Projekt "Professionalisierung Fachfrau/Fachmann Betreuung"
- Projekt "Berufsbildung für Erwachsene"
- Projekt "Kompetenzen in der Ausbildung von Berufsfachschul-Lehrpersonen"
- Projekt "Berufsbildung in der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz"

10.06.2015

Praktische Ausbildung PrA: Überarbeitete Richtlinien

Die Richtlinien für die Praktische Ausbildung PrA nach INSOS wurden aufgrund eines neuen Vertrags überarbeitet. Die Standardisierung aller PrA-Ausbildungsprogramme verzögert sich aus unterschiedlichen Gründen, insbesondere weil die Meinungen der Ausbildungsbetriebe in Bezug auf die Handlungskompetenzen teilweise noch zu stark auseinander liegen. Weiter gibt die INSOS der Hoffnung Ausdruck, dass die IV in Zukunft weniger Entscheide gegen ein zweites Ausbildungsjahr fällt.
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10.06.2015

Generalversammlung der SDK: Referate

An der Generalversammlung der Schweizerischen Direktorinnen- und Direktoren-Konferenz der Berufsfachschulen (SDK) vom 7. und 8. Mai 2015 wurden verschiedene Referate gehalten. Cornelia Oertle, Direktorin des EHB, zog eine Bilanz nach ihren ersten 100 Tagen im Amt. Manfred Pfiffner, Professor an der PH Zürich, kommentierte die "Bildungstrends und Auswirkungen auf die Berufsfachschulen" und Gabriel Décaillet, Direktor des "Bureau des métiers", behandelte die Frage "Wie soll man in einer Zeit der wirtschaftlichen Spannung genügend Arbeitsplätze erhalten?" Die Präsentationen sind auf der Website der SDK abrufbar.

10.06.2015

SGAB: Neue Geschäftsführerin

Beatrice Schweighauser leitet ab 1. Juli 2015 als Nachfolgerin von Désirée Jäger die Geschäftsstelle der Schweizerischen Gesellschaft für angewandte Berufsbildungsforschung (SGAB). Beatrice Schweighauser hat in der beruflichen Grundbildung Erfahrung als Leiterin von überbetrieblichen Kursen sowie als Dozentin und Projektleiterin, u.a. auch in der höheren Berufsbildung.
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10.06.2015

Suva-Kampagne "Sichere Lehrzeit"

Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben haben bei der Umsetzung von Massnahmen zur Prävention von Arbeitsunfällen eine zentrale Rolle. Dazu steht das Video "Der Berufsbildner – Vertrauensperson und Schlüsselfigur" zur Verfügung. Im Rahmen einer Kampagne hat die Suva Arbeitshefte mit einfachen Aufgaben und Anleitungen sowie weitere praktische Informationsmaterialien produziert.

10.06.2015

BL: Qualifizierte Fachkräfte sichern

Die Wirtschaftsförderung des Kantons Basel-Landschaft will mit einem Projekt dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Zu diesem Zweck wurde eine Unternehmensbefragung im Wirtschaftsraum Basel durchgeführt. Die Stärkung der dualen Berufsbildung sowie eine engere Koordination mit den Bildungsinstitutionen stellen zentrale Anliegen der befragten Unternehmen dar. Die Regierung hat den Auftrag erteilt, bis Herbst 2015 die Handlungsempfehlungen in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden zu konkretisieren und weiterführende Optimierungsvorschläge auszuarbeiten.

10.06.2015

SG: Kooperation mit dem EHB eingeleitet

Die Pädagogische Hochschule St. Gallen und das Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen haben mit dem EHB eine Kooperation im Bereich der Berufsbildung etabliert. Die drei Institutionen bauen nun eine Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung von Berufsfachschullehrpersonen und in der höheren Berufsbildung auf.

10.06.2015

SO: Durchlässigkeit funktioniert

Im Kanton Solothurn erweist sich die Nachholbildung als Erfolgsmodell. Gegenwärtig bereiten sich 328 Personen nach mehrjähriger Berufspraxis, aber ohne entsprechenden anerkannten Berufsabschluss, auf das Qualifikationsverfahren vor. Weitere 242 Personen befinden sich in einer Zweitausbildung und 60 Personen absolvieren – nach Anrechnung der Vorbildung – eine verkürzte Berufslehre. Insgesamt absolvieren 6313 Personen eine berufliche Grundbildung. Von den Jugendlichen, welche die Schule verlassen haben, sind 55 Prozent in die Berufsbildung eingetreten.
DBK-aktuell 4-2015 (Seite 8)

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

10.06.2015

Übersicht über die Bildungsgänge HF

Der Schweizerische Verband der Diplomierten HF (ODEC) aktualisiert die Informationen über die Bildungsgänge HF und die Nachdiplomstudien laufend. Die Informationen sind auf verschiedene Weise zugänglich: Über die Fachbereiche, die Studienangebote der Schulen und die Daten des Studienbeginns. Zudem sind die Bildungsgänge auf der Internetseite des SBFI publiziert (nach Kantonen alphabetisch gegliedert).

10.06.2015

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung Chef Bäcker-Konditor-Confiseur/Chefin Bäckerin-Konditorin-Confiseurin sowie Branchenspezialist/in Bäckerei-Konditorei-Confiserie mit eidgenössischem Fachausweis, beziehungsweise der höheren Fachprüfung Diplomierter Betriebsleiter/Diplomierte Betriebsleiterin Bäckerei- Konditorei-Confiserie sowie Bodenlegermeister/in, Fachrichtrungen Verlegung resp. Beratung eingereicht.
Bundesblatt vom 2. Juni und 9. Juni 2015

10.06.2015
10.06.2015

Education Permanente: Steuerung der Weiterbildung

Die Schwierigkeiten, Weiterbildung in einem vorwiegend privaten Markt zu steuern, ist Schwerpunkt der Ausgabe 2015-2 der Zeitschrift Education Permanente. Eine zentrale Aussage ist, dass Weiterbildung nicht nur Markt ist, sondern als Bestandteil eines umfassenden Bildungssystems und der Volkswirtschaft zwangsläufig auch als Element der staatlichen Bildungspolitik agiert – wenn auch als ausgesprochen heterogene Gruppe.

Mittelschulen und Hochschulen

10.06.2015

Grundkompetenzen für die Studierfähigkeit

Die EDK hat eine Anhörung zum Bericht "Basale fachliche Kompetenzen für allgemeine Studierfähigkeit in Mathematik und Erstsprache" eröffnet. Dieses Projekt identifiziert elementare Kompetenzen, die für die Aufnahme eines universitären Studiums unabdingbar sind und schlägt Massnahmen vor, damit sie während des Gymnasiums erworben werden können. In einer Mitteilung begrüsst die Konferenz Schweizerischer Gymnasialrektorinnen und Gymnasialrektoren den Bericht. Sie ist der Auffassung, dass die Wirkung der Umsetzungsmassnahmen in fünf bis acht Jahren evaluiert werden soll und ruft die EDK auf, die nötigen Ressourcen einzuplanen.

10.06.2015
10.06.2015

ETH Zürich: Game Technology Center

Am Departement für Informatik der ETH Zürich entsteht ein "Game Technology Center". Dieses will das Schweizer Know-how in der Entwicklung von Computerspielen disziplinübergreifend und in Zusammenarbeit mit der Industrie bündeln. Bereits 2010 lancierte Pro Helvetia ein Förderprogramm für Schweizer Entwickler von Computerspielen, heute zeigt sich, dass Schweizer Gameentwickler in internationalen Wettbewerben Preise gewinnen. Die ETH Zürich bietet Masterstudierenden den Kurs "Game Programming Laboratory" an, der neu auch Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste mit Vertiefungsrichtung Game Design offen steht.

10.06.2015

BS: Eine Frau an der Spitze der Universität Basel

Die Zürcher Wirtschaftsprofessorin Andrea Schenker-Wicki wurde zur neuen Rektorin der Universität Basel gewählt. Die heutige Direktorin des Zürcher Executive MBA war bis 2014 Prorektorin Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und während mehrerer Jahre Chefin der Sektion Universitätswesen im Bundesamt für Bildung und Wissenschaft (heute SBFI). Die 55-jährige Ökonomin ist Mutter zweier Kinder, absolvierte ein Studium als Lebensmittelingenieurin an der ETH Zürich und ein Zweitstudium in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich.
Medienmitteilung

10.06.2015

FR/NE: neue universitäre Master

Ab Herbst 2015 bietet die Universität Freiburg einen interdisziplinären Master in Familien-, Kinder- und Jugendstudien an. Das Programm vermittelt Kompetenzen aus den Rechtswissenschaften, der Psychologie, den Erziehungswissenschaften und weiteren Gebieten der Sozial- und Geisteswissenschaften. Der Studiengang bereitet auf die Arbeit mit Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Jugendämtern, Sozialdiensten oder internationalen Organisation resp. Non-Profit-Organisationen vor. Die Universität Neuenburg hat in Zusammenarbeit mit dem King's College in London und der Universität Paris Descartes einen Master in vergleichendem Gesundheitsrecht geschaffen. Dieser in Europa einzigartige Studiengang bietet den Studierenden die Möglichkeit, mindestens ein Semester an jeder dieser Hochschulen zu absolvieren.

10.06.2015

Österreich: Ausbau der Fachhochschulen

Auf der Basis eines Evaluationsberichts entschied der Ministerrat in Wien eine Erhöhung des Bundesbudgets für die Fachhochschulen ab 2018 auf 316 Millionen. Seit 2013 wurden die Mittel für diesen Sektor damit um 30 Prozent erhöht. Durch diese Summe stehen 5300 neue Studienplätze zur Verfügung. Entwicklungspotential sieht der Bund in lebensbegleitendem Lernen, Mobilität und Internationalität.

Beratung

10.06.2015

Schreibschwäche: Computer an Gymer-Prüfung erlaubt

Ein Schüler mit "einer erheblichen Störung bei der Umsetzung der Ideen auf Papier" kann die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium in den Fächern mit freier Textproduktion, die er zuvor nicht bestanden hatte, wiederholen. Anders als in erster Instanz vom Gymnasium Burggraben St. Gallen und vom Kantonsgericht St. Gallen entschieden, darf er einen Computer als Schreibhilfe benutzen. Die Verweigerung des Computers bei der Prüfung verstiess gemäss Bundesgericht (Urteil 2C_974/2014 vom 27. April 2015) gegen das Behindertengleichstellungsgesetz.
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10.06.2015

Arbeitsmarkt

10.06.2015

HR-Barometer zur Arbeitsplatzunsicherheit

Die ETH publiziert jedes Jahr den "Schweizer Human-Relations-Barometer". Die Ausgabe 2014 wartet mit neuen Studienergebnissen zur Arbeitsplatzunsicherheit in den Ländern Schweiz, Deutschland, Frankreich und Italien auf. Sie zeigen: Im Einklang mit den Entwicklungen der Arbeitslosenzahlen in den vier Ländern ist das Erleben von Unsicherheit in Italien am stärksten und in der Schweiz am geringsten ausgeprägt. Seit 2009 hat sich in der Schweiz die Arbeitsplatzunsicherheit erhöht: Rund ein Drittel der Befragten fürchtet sich heute davor, den Arbeitsplatz zu verlieren.

10.06.2015

Tagung über virtuelle Arbeitsformen

Das Bildungsinstitut der Gewerkschaften Movendo organisiert am kommenden 30. Juni in Freiburg eine Studientagung mit dem Titel "Arbeiten und leben online: Chancen und Gefahren virtueller Arbeitsformen". Ziel der Tagung ist es, anhand von Fachreferaten und Workshops aufzuzeigen, wie virtuelle Arbeitsformen positiv genutzt und negative Folgen eingeschränkt werden können. Die Beiträge und Diskussionen betreffen insbesondere die Arbeitsorganisation und deren Entgrenzung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Auswirkungen auf die Gesundheit sowie juristische Aspekte.

10.06.2015

SRK-Studie zur Wanderarbeit in der Schweiz

Die Studie "Wanderarbeit in der Schweiz" des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK thematisiert die Lebenssituation von EU-/EFTA-Staatsangehörigen in einer Notlage. Darunter sind Menschen, die zwar eine Stelle finden, mit dem Lohn aber ihren Lebensunterhalt oder den ihrer Familie nicht bestreiten können. Andere Personen haben gemäss der Studie auch nach wochen- oder monatelanger Suche – teils bereits in mehreren Ländern – keine Arbeit und somit keine längerfristigen Lebensperspektiven. Die 136-seitige Studie ermittelt Handlungsbedarf und -optionen.

10.06.2015

Versicherung muss Unfall von Praktikantin bezahlen

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der Visana abgewiesen. Diese wollte nicht für einen Velounfall aufkommen, den eine Medizinstudentin auf dem Weg zur Hausarztpraxis erlitt, wo sie ein Tutoriat absolvierte. In einem Grundsatzurteil (8C_116/2015 vom 5. Mai 2015) verweist das Bundesgericht auf das Unfallversicherungsgesetz, wonach auch Lehrlinge, Praktikanten und Volontäre obligatorisch versichert sind. Das sind sie auch ohne schriftlichen Vertrag oder Salär. Das gilt auch für Schnupperlehren.
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10.06.2015

Keine Wiedereingliederungsleistungen für Arbeitslose aus der EU

In einem am 2. Juni 20125 veröffentlichten Entscheid (Urteil 8C_395/2014) hat das Bundesgericht (BGE) die Waadtländer Behörden in ihrem Urteil bestätigt, einen französischen Staatsangehörigen vom Recht auf Wiedereingliederungsleistungen auszuschliessen. Im Rahmen des Abkommens über die Personenfreizügigkeit kann bestimmten Personengruppen der Zugang zur Sozialhilfe verweigert werden, insbesondere Staatsangehörigen aus der EU, die in der Schweiz Arbeit suchen oder nach weniger als zwölfmonatiger Tätigkeit in der Schweiz arbeitslos sind. Das BGE führt aus, dass in diesen Fällen nur ein Anspruch auf Notunterstützung besteht.
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Berufliche Integration

10.06.2015

IV-Forschungsprogramm: Wie arbeitet die IV?

Die IV lässt im Rahmen eines Forschungsprogramms (FoP-IV) wichtige Fragen zu Invalidität und Behinderung und zur Umsetzung des Invalidenversicherungsgesetzes untersuchen. Eine Studie über den Abklärungsprozess in der IV bei Rentenentscheiden hat drei prozessbestimmende Faktoren ermittelt: die Eingliederungsstrategie, die Art der Zusammenarbeit mit den regionalen ärztlichen Diensten und der Zeitpunkt und die Art und Weise des Einholens schriftlicher Informationen bei der Ärzteschaft. Eine weitere Studie hat die Beziehung zur Ärzteschaft untersucht. Sie zeigt, dass die Rentenprüfung und Rentenrevisionen für die Zusammenarbeit problematischer sind als die Eingliederung und die medizinischen Massnahmen.

10.06.2015

Sozialhilfe: erste Etappe zur Revision der SKOS-Richtlinien

Die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) hat die Vernehmlassungsergebnisse der SKOS zur geplanten Teilrevision der Richtlinien zur Kenntnis genommen und die Stossrichtung der Revision festgelegt. Beabsichtigt sind hauptsächlich: Reduktion des Grundbedarfs in der Sozialhilfe für Grossfamilien (ab sechs Personen) und für junge Erwachsene bis 25 Jahre, Revision des Anreizsystems (Integrationszulagen) und Beibehaltung des Einkommensfreibetrags. Im Hinblick auf die Inkraftsetzung der neuen Richtlinien auf den 1. Januar 2016 werden die Änderungen der Reformvorschläge der SODK im kommenden September vorgelegt.
Medienmitteilung

10.06.2015

Caritas fordert Schutzstatus statt Vorläufige Aufnahme

Über 30'000 Menschen in der Schweiz leben mit dem Status einer Vorläufigen Aufnahme. Sie erhalten kein Asyl, weil sie die Forderungen des Flüchtlingsbegriffs nach der Genfer Flüchtlingskonvention nicht erfüllen. Damit verbunden sind eingeschränkte Rechte, die gemäss Caritas zu höchst prekären Lebenslagen führen. Sie erhalten meist nur flexible und unsichere Stellen im Tieflohnsektor ohne berufliche Perspektiven, sie werden von der Sozialhilfe abhängig, erhalten aber nur reduzierte Sozialhilfebeiträge, haben keine Aussichten auf eine Wohnung und somit keine Chancen, ihre Familien nachzuholen. Caritas Schweiz fordert in einem Positionspapier die Einführung eines neuen Schutzstatus.

10.06.2015
10.06.2015

AG: Neues Projekt für Stellensuchende 50plus

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit AWA des Kantons Aargau hat Benevol Aargau damit beauftragt, das Projekt "Tandem 50plus" zu führen. Es startete am 1. Juni 2015 und soll Stellensuchenden im Alter 50plus helfen, den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zurück zu finden. "Tandem 50plus" existiert in den Kantonen SH, SG und AG; in diesem Rahmen stellen erfahrene und gut in der Arbeitswelt verankerte Personen Stellensuchenden über 50 ihre Zeit, ihr Wissen und ihr Kontaktnetz zur Verfügung.

Verschiedenes

10.06.2015

BFS: Sozialbericht 2015

Der statistische Sozialbericht der Schweiz beschreibt die wichtigsten sozialen und wirtschaftlichen Tendenzen. Der Bericht 2015 stellt fest, dass das Risiko der sozialen Ausgrenzung von zwei Faktoren beeinflusst wird: mangelnde Berufsbildung und knappe Zeitressourcen. Der Anteil an Personen ohne postobligatorische Ausbildung unter den Sozialhilfeempfängern beläuft sich auf mehr als 50%. Alleinerziehenden (18,8% der Sozialhilfeempfänger) fehlen die Zeitressourcen für eine Erwerbstätigkeit, die ihre finanzielle Autonomie garantiert. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass die Sozialhilfequoten weder vom Wirtschaftswachstum noch von der Wirtschaftskrise sichtbar beeinflusst werden. Ferner wurden 2012 147 Milliarden Franken zur Deckung sozialer Risiken aufgewendet (Alter, Krankheit, Invalidität).

10.06.2015

SDBB: Jahresbericht 2014

2014 koordinierte das SDBB das Qualifikationsverfahren in 89 Berufen, bewirtschaftete mit der Online-Anwendung DBLAP2 die Erfahrungs- und Prüfungsnoten von 70'000 Lehrverhältnissen, setzte mit dem Verlag und seiner Versandbuchhandlung 3,65 Millionen um und verzeichnete auf berufsberatung.ch 8,5 Millionen Besuche. Diese und weitere Informationen enthält der Jahresbericht 2014 des SDBB. Hervorgehoben wird zudem, dass das SDBB mit seinen interkantonalen Dienstleistungen die Aufgaben jedes einzelnen Kantons unterstützt.