Newsletter vom 25.02.2015

Aktuelle Meldungen vom 25.02.2015

Berufliche Grundbildung

25.02.2015

EHB: Aktuelle Forschungsprojekte

Am Eidg. Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB laufen zur Zeit folgende Forschungsprojekte:
- Projekt "Berufliche Identifikation während der dualen Berufsbildung: soziale Prozesse und Herausforderungen für Lernende"
- Projekt "Anerkennung der Kompetenzen, die im Rahmen des freiwilligen Engagements für die Jugendorganisation FVJC erworben werden"
- Projekt "Resilienz von Berufsfachschullehrkräften. Grundlagen für die Entwicklung prototypischer Diagnose- und Lerninstrumente"
- Projekt "Der Wandel der Konzeptionen von Lehrpersonen während ihrer Ausbildung"
- Projekt "Fit for Finance – Förderung von Financial Literacy in der Berufsbildung"
- Projekt "Technologie-basierte Lern- und Leistungsdokumentation für eine bessere Lernortkooperation. Ein Projekt des Leading House 'Technologien für die Berufsbildung'"
- Projekt "Wie verändern sich die Überzeugungen, Kenntnisse und Praktiken rund um das 'Classroom Management' von Lehrpersonen an Berufsfachschulen im Verlauf der pädagogischen Ausbildung?"
- Projekt "Betriebliche Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und ihre Schlüsselrolle bei der beruflichen Sozialisierung"
- Projekt "Laufbahnentscheidungen von Fachfrauen und Fachmännern Gesundheit (FaGe) nach Abschluss ihrer beruflichen Grundbildung"
- Projekt "Arbeitsmarktmobilität und Berufsbildung in der Schweiz"

25.02.2015

SBFI News: Abschluss der Berufsreformen

Auf Grundlage des vierten Berufsbildungsgesetzes wurden fast 230 Berufe reformiert. Im Zentrum der Arbeiten der vergangenen zehn Jahre steht die Ausrichtung auf die Handlungskompetenz an den drei Lehrorten. Ein Artikel in den SBFI-News gibt einen Überblick und verweist darauf, dass für die Weiterentwicklung der Berufe die "Kommission für Berufsentwicklung und Qualität" (B&Q) geschaffen wurde, in denen alle drei Verbundpartner mitwirken. Weitere Themen aus dem Bereich Berufsbildung: Handelsmittelschulen und Finanzierung der höheren Berufsbildung.
SBFI News vom Februar 15

25.02.2015

Aufnahme des Sprachkenntnisvermerks ins EFZ

Der Bundesrat befürwortet die Förderung und Entwicklung des Fremdsprachenerwerbs in der Berufsbildung. Er unterstützt das Postulat von Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach und ist bereit, die Thematik vertieft anzugehen.
Antwort des Bundesrats

25.02.2015

Uhrenarbeiter/in EBA: erlassene Bildungsverordnung nach Revision

Das SBFI hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung  Uhrenarbeiter/in EBA erlassen, Die revidierten Vorschriften treten am 1. März 2015 in Kraft, das Qualifikationsverfahren am 1. Januar 2017. Der Druck wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet sein. Der Bildungsplan wird auf der Internetseite der Convention patronale de l’industrie horlogère suisse (CP) zur Verfügung stehen.

25.02.2015

Bildungsplan für Feinwerkoptiker/in EFZ: Anhörung

Das SBFI hat die Anhörung zu Änderungen des Bildungsplans für den Beruf Feinwerkoptiker/in EFZ eröffnet. Die Positionen der Individuellen Praktischen Arbeit (IPA) werden angepasst, damit sie den allgemeinen Anforderungen einer IPA gerecht werden. Frist für die Stellungnahme: 30. April 2015. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

25.02.2015

Zeitschrift "Folio": IT an Deutsschweizer Berufsfachschulen

Die erste Nummer 2015 des "Folio" befasst sich im Schwerpunkt mit dem Thema IT an Berufsfachschulen. Im Zentrum steht eine Umfrage bei rund 60 Deutschschweizer Berufsfachschulen zur Nutzung der neuen Technologien. Weitere Themen:
- Was müssen Lehrpersonen heute wissen und können?
- Künstliche Intelligenz aus dem Klassenzimmer

25.02.2015

Kampagne des SKV Schweiz für bessere Sprachmobilität

Der Kaufmännische Verband Schweiz (SKV Schweiz) und die ch Stiftung haben eine Studie zur Sprachmobilität durchgeführt, an der 3000 Jugendliche nach Abschluss ihrer beruflichen Grundbildung teilnahmen. Die Jugendlichen bekunden Interesse an der Mobilität während der Ausbildung und dem Sprachaustausch, machten aber kaum Gebrauch davon. Die Lernenden würden gemäss Autoren von einer längeren beruflichen Erfahrung in einer andern Sprachregion profitieren. Der SKV Schweiz empfiehlt die Förderung der Mobilitätskultur und führt eine längerfristige Informationskampagne durch.

25.02.2015

BS: Bericht zur Lehrstellensituation

Mit einem Bericht informiert der Regierungsrat jährlich über die Lehrstellensituation und die Lage im Bereich der beruflichen Nachholbildung von Erwachsenen. Eines der Hauptmerkmale der Lehrstellensituation in Basel-Stadt ist, dass nur ein kleiner Anteil der Schulaustretenden direkt in eine Berufslehre einsteigt. Ein grosser Anteil der Schulabgänger/innen wählt hingegen ein Brückenangebot. Projekte zur Fördeung der Berufslehre sollen dazu führen, dass Schüler/innen, Eltern und Lehrpersonen besser über die Berufsbildung und speziell über die Gleichwertigkeit der berufsbildenden und allgemeinbildenden Bildungswege informiert werden.

25.02.2015

SH: Kaufmännische Ausbildung neu in Englisch möglich

Ab Schuljahr 2015/2016 können sprachlich begabte Jugendliche im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Kanton Zug eine kaufmännische Berufslehre in englischer Sprache absolvieren. Englischsprachige Firmen sollen damit für das duale Bildungssystem gewonnen werden. Die Lernenden werden an allen drei Lernorten (Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse) mehrheitlich in englischer Sprache ausgebildet.
Medienmitteilung

25.02.2015

SO: Gerichtsurteil in Bezug auf Sparmassnahme beim Sport

Wegen der angespannten Finanzlage wollte der Solothurner Regierungsrat ab dem Schuljahr 2015/2016 an den Berufsfachschulen nur noch für die beiden ersten Lehrjahre Sportunterricht anbieten. Mit dieser bis 2019 befristeten Massnahme hätte der Kanton jährlich 250'000 Franken gespart. Das Solothurner Verwaltungsgericht hat aufgrund einer Einsprache von Sportlehrern und 49 Lernenden den Sparbeschluss an der Berufsfachschule Olten aufgehoben.

25.02.2015

Österreich: Länderbericht zum Berufsbildungssystem

Der Bericht "Berufsbildung in Europa. Länderbericht Österreich" bietet einen Überblick über das österreichische Berufsbildungssystem. Neben statistischen Hintergrundinformationen werden berufliche Ausbildungen an Schulen, Hochschulen und in Weiterbildungseinrichtungen beschrieben. Zudem wird auf die Gestaltung von Qualifikationen eingegangen, ebenso wie auf  Massnahmen, die der Förderung der Berufsbildung dienen. Der Bericht wurde im Rahmen von "ReferNet", dem Referenznetzwerk von Cedefop, erstellt.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

25.02.2015

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI folgende Entwürfe eingereicht: Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Hauswart/in mit eidgenössischem Fachausweis, Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung Naturheilpraktiker/in mit eidgenössischem Diplom in der Fachrichtung Ayurveda-Medizin, Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin TCN, Traditionelle Europäische Naturheilkunde TEN, Änderungen der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Holzbau-Polier/in sowie Fachmann/Fachfrau für Rehatechnik mit eidgenössischem Fachausweis.
Bundesblatt vom 17. Februar und 24. Februar 2015

25.02.2015

Professur "Höhere Berufsbildung und Weiterbildung" an der PH Zürich

Die Pädagogische Hochschule Zürich (PH Zürich) richtet in diesem Jahr eine Professur "Höhere Berufsbildung und Weiterbildung" ein. Für den Aufbau der Professur vereinbarten der SVEB und das Zentrum für Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung (ZHE) von 2015 bis 2018 eine Zusammenarbeit. In einer gemeinsamen Absichtserklärung einigten sich die Parteien darauf, dass sie sich strategisch abstimmen und gemeinsame Forschungsprojekte durchführen möchten. Der Lehrstuhl ist im ZHE angesiedelt und Teil der Professuren "Berufspädagogik".

25.02.2015

SVEB: neuer Präsident designiert

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB wählt an der Delegiertenversammlung vom 5. Mai 2015 einen neuen Präsidenten. Designierter Nachfolger von Rudolf Strahm ist Nationalrat Matthias Aebischer. Dieser startete seine berufliche Laufbahn als Lehrer und begann 1990 seine journalistische Tätigkeit beim Radio. Später war er beim Schweizer Fernsehen als Redaktor und Moderator tätig. Seit 2011 ist Matthias Aebischer für die Berner SP im Nationalrat und hat in dieser Funktion zurzeit auch das Präsidium der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-N) inne. Rudolf Strahm tritt nach sieben Jahren als SVEB-Präsident zurück.
Medienmitteilung

Mittelschulen und Hochschulen

25.02.2015

Neues Austauschprogramm auf der Sekundarstufe II

Die ch Stiftung startet ein neues Austauschprogramm für Schüler/innen an Gymnasien und Mittelschulen. Im Rahmen des Projekts "Schweizerisch-Indisches Klassenzimmer" sollen Partnerklassen der beiden Länder mithilfe einer Internetplattform während eines Schuljahrs an einem gemeinsamen Projekt arbeiten und sich gegenseitig Besuche abstatten. Das Programm unterstützt die Vermittlung der Partnerschule und leistet einen Beitrag an die Reisekosten. Die Anmeldefrist dauert bis 31. März 2015.

25.02.2015

Neuer MSc in Science, Technology and Policy an der ETHZ

Die ETH Zürich bietet ab September 2015 einen neuen Masterstudiengang (MSc) in Science, Technology and Policy an. Dieser befähigt die Studierenden, Entscheidungsprozesse in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wissenschaftlich zu begleiten und mitzugestalten. Voraussetzung für die Zulassung für diesen Pilot-Studiengang sind ein abgeschlossenes Bachelor-Studium in Architektur oder den Ingenieur- oder Naturwissenschaften plus zwei Semester eines Master-Studiums in einem dieser Bereiche. Auch Interessierte nach einem bereits abgeschlossenen Master-Studium an der ETH Zürich oder der EPFL können sich für diesen MSc in Science, Technology and Policy anmelden.

25.02.2015

Neuer MAS in Architektur und Digitaler Fabrikation an der ETHZ

Der neue einjährige MAS in Architektur und Digitaler Fabrikation vermittelt Methoden und Technologien der digitalen Fabrikation und deren Umsetzung. Zu den Inhalten gehören die Entwicklung von Entwurfskonzepten, ihre Umsetzung an den robotischen Fertigungsanlagen und die Erforschung des Potenzials von neuen Technologien, Materialien und Prozessen. Zulassungsvoraussetzung für den Studiengang sind ein anerkannter Hochschulabschluss in Architektur oder Bauingenieurwesen auf Masterstufe oder ein Bachelorabschluss auf diesen Fachgebieten mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung.

25.02.2015

Europäisches Hochschultreffen

Ende Februar treffen sich die Dekane und Dekaninnen der naturwissenschaftlichen Fakultäten von 21 europäischen Topuniversitäten (LERU) in Zürich. Wichtige Themen auf ihrer Agenda sind der wachsende Druck auf die Grundlagenforschung und die Attraktivitätssteigerung der Naturwissenschaften für Studierende. Die LERU erarbeitet gemeinsame Positionen in Forschung und Lehre, bietet eine Summer School für Doktorierende an und führt aktuell mit anderen Institutionen eine Umfrage durch über die Laufbahnen von Forschenden nach ihrem Weggang von den Universitäten.

25.02.2015

GE: Reform der gymnasialen Maturität

Der Genfer Staatsrat hat eine parlamentarische Motion mit dem Antrag zur Reduktion der Heterogenität der Schülerprofile und der Begrenzung der Wahlmöglichkeiten beantwortet: Er verweist auf ein Reformprojekt, das vorsieht, die Lesbarkeit der Profile zu verbessern, ohne die Anzahl der Fächer und der Wahlmöglichkeiten zu reduzieren, die durch die Bundesverordnung vorgegeben sind. Er schlägt die Einführung einer Wahlmöglichkeit ab dem ersten Schuljahr sowie die Reorganisation und den Ausbau des Sprachunterrichts vor. Das Parlament wird zum Reformprojekt Stellung nehmen.

25.02.2015

LU: Unterstützung für Start-ups

Studierende, die ein Unternehmen gründen wollen, erhalten an der Fachhochschule Luzern im neuen Smart-up-Hub Unterstützung durch günstige Arbeitsplätze, Coaches und Online-Plattformen. Bereits sind 47 Studierende und Mitarbeitende dabei, eine eigene Geschäftsidee umzusetzen. Der Student und Jungunternehmer Manuel Brun beispielsweise hat ein Software-Tool für Coiffeure entwickelt. Er nutzt einen der 32 Arbeitsplätze und die Infrastruktur von Smart-up-Hub für den Aufbau seiner Firma und studiert berufsbegleitend Betriebsökonomie.

25.02.2015

VD: Verlängertes Mandat für den Präsidenten der EPFL

Der Bundesrat hat die Amtsdauer von Patrick Aebischer, Präsident der ETH Lausanne, das Ende Februar 2016 enden sollte, bis 31. Dezember 2016 verlängert. Dies entspricht dem Vorschlag des ETH-Rats und dem Wunsch des EPFL-Präsidenten, die Übergabe der Führungsverantwortung frühzeitig einzuleiten. Der ETH-Rat wird die Nachfolge im üblichen Verfahren organisieren.
Medienmitteilung

Beratung

25.02.2015

Mediennutzung: JAMES-Studie 2014 ist erschienen

95% aller 12-19-jährigen Jugendlichen in der Schweiz besitzen ein Smartphone, das sie täglich zwei Stunden zum Surfen nutzen. Zwei Drittel der Jungen und nur ein Fünftel der Mädchen nutzen es zum Gamen. 79% aller Jugendlichen nutzen Videoportale als Informationsquellen (zum Beispiel für die Hausaufgaben), die beliebtesten Videoportale sind YouTube, Facebook und Google. Befragt wurden für die JAMES-Studie 2014 rund 1000 Jugendliche aus den drei grossen Sprachregionen der Schweiz.

25.02.2015
25.02.2015

VD: Berufs- und Studienberatung auf Facebook

Um seinem Zielpublikum gerecht zu werden, hat das Berufsbildungsamt des Kantons Waadt (OCOSP) seine Facebook-Seite aufgeschaltet. Diese orientiert die Jugendlichen über Termine der Tage der offenen Türe und Aufnahmeprüfungen, über Ausbildungsmöglichkeiten, Berufe und den Lehrstellenmarkt. Das neue Instrument ermöglicht zudem, die Dienstleistungen des Amts besser kennen zu lernen. In der Westschweiz betreibt ausser dem OCOSP auch das Genfer Berufsbildungsamt eine Facebook-Seite, die mit der Cité des métiers vernetzt ist.

25.02.2015

ZH: Broschüre zu den Brückenangeboten

Eine neue Broschüre aus dem Kanton Zürich beschreibt die Brückenangebote, gibt Tipps und unterstützt Jugendliche sowie ihre Begleiterinnen und Begleiter darin, ein passendes Angebot zu finden. Die Broschüre wird ergänzt durch eine Auflistung der Angebote. Auf der Webseite des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich stehen die Broschüre und die Angebotsliste zum Download bereit. Zudem kann die Broschüre über den SDBB-Shop bezogen werden.

Arbeitsmarkt

25.02.2015

BFS: Erstmals über 5 Millionen Erwerbstätige

Gemäss den Erhebungen des BFS ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz zwischen dem 4. Quartal 2013 und dem 4. Quartal 2014 um 2,2 Prozent gestiegen. Sie beträgt jetzt 5,008 Millionen Personen; 1,5 Millionen sind Ausländer. Die Erwerbslosenquote gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) blieb im gleichen Zeitraum unverändert bei 4,1 Prozent (Romandie und Tessin 5,8%, deutsche Schweiz 3,4%). Am stärksten von Erwerbslosigkeit betroffen ist die Altersgruppe der 15-24-Jährigen (6,2%), überraschend wenig Personen zwischen 55 und 65 Jahren (3,3%).

25.02.2015

Nur jede zweite erwerbslose Person bei RAV angemeldet

Die neusten Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung enthalten eine Fülle von Auswertungen zu Wirtschaftsbranchen, Bildungsniveau von Erwerbslosen oder Altersgruppen. Sie zeigen beispielsweise, dass von den 215'000 erwerbslosen Personen gemäss ILO nur 102'000 bei einem RAV eingeschrieben sind – also nicht einmal die Hälfte. 81'000 Personen sind länger als ein Jahr auf Erwerbssuche (38%); dieser Wert betrug 2010 noch 33% (67'000). Im gleichen Zeitraum nahm auch die Unterbeschäftigung zu: 2014 bezeichneten sich 309'000 Personen als unterbeschäftigt (6,5%), vier Jahre vorher waren es erst 271'000 (6,1%).

25.02.2015

150 Suizide jährlich wegen Arbeitslosigkeit in der Schweiz

Jeder fünfte Suizid ist auf ungewisse berufliche Aussichten zurückzuführen. Dies zeigt eine Studie der Universität Zürich mit Daten aus 63 Ländern. In der Schweiz nehmen sich etwa 1000 Menschen pro Jahr das Leben, davon liessen sich etwa 150 auf Arbeitslosigkeit zurückführen. Erhöht sei auch das Suizidrisiko von Menschen im Alter von über 65 Jahren, die gar nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt aktiv sind.

25.02.2015

"Jobbatical": Jobplattform für Projektarbeiten

Auf der Plattform Jobbatical.com suchen Unternehmen mit befristeten Aufgaben weltweit motivierte Experten für kurze Einsätze – sogenannte "gigs". Befristete Projektarbeiten liefern gemäss den Initianten oft neue Impulse und Inspiration. Die Plattform startete allerdings erst vor kurzer Zeit und enthält derzeit nur 18 Einträge.

Berufliche Integration

25.02.2015

Freiwilligenarbeit macht besonders für Arbeitslose Sinn

Wer ehrenamtliche Aufgaben wahrnimmt, dem geht es gesundheitlich besser. Dies bestätigt eine vom Nationalfonds geförderte Studie. Personen mit weniger psychosozialen Ressourcen (weniger sozialer Kontakt, Integration, Autonomie, Kompetenzgefühle) profitieren noch mehr von diesem Effekt. Eine neue skandinavische Untersuchung fand, dass Freiwilligenarbeit während der Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit des Rauchens und Trinkens von Alkohol, die Anzahl der gerauchten Zigaretten sowie die Wahrscheinlichkeit eines Bluthochdrucks senke. Trotzdem engagieren sich gemäss Freiwilligen-Monitor von 2010 Arbeit suchende Personen unterdurchschnittlich oft freiwillig.

25.02.2015

IV: Zehn Prozent mehr Menschen im Arbeitsmarkt integriert

Im vergangenen Jahr haben 19'578 Menschen mit Behinderung Arbeit im ersten Arbeitsmarkt gefunden. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. In der genannten Ziffer sind der Erhalt von Arbeitsplätzen, Umplatzierungen im gleichen Unternehmen, Arbeitsplätze bei neuen Arbeitgebern sowie Arbeitsvermittlungen als Folge von Rentenrevisionen enthalten. Nicht mitgezählt sind Ausbildungs- und Praktikumsplätze. In Sachen berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderung sei aber weitere Sensibilisierungsarbeit nötig, so die IV-Konferenz in einer Medienmitteilung.

25.02.2015

AMM für Flüchtlinge eher kontraproduktiv

Arbeitsmarktliche Massnahmen (AMM) sind vermutlich zu wenig auf die speziellen Bedürfnisse von Flüchtlingen (FL) und vorläufig aufgenommenen Personen (VA) ausgerichtet. Sie haben eine eher negative Wirkung auf die Anzahl der Vorstellunggespräche. Diese Aussage macht die Studie "Reintegration von arbeitslosen Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen". Die durchschnittliche Stellensuche für FL und VA  dauert deutlich länger als jene von Schweizerinnen und den übrigen Ausländern. Wichtige Hemmnisse sind mangelnde Sprachkenntnisse, die fehlende Anerkennung von Qualifikationen, die Begrenzung des Suchfeldes auf den Wohnkanton, psychosoziale Belastungen und fehlende Bereitschaft zu einer statusärmeren Tätigkeit.

25.02.2015

SEMO: Kanton Zürich baute mächtig aus

Die Ergebnisse der Umfrage bei den Motivationssemestern der Schweiz im Schuljahr 2013/2014 liegen vor. Insgesamt wurden in der Schweiz 78 SEMO angeboten; eine markante Steigerung von 18 auf 33 Programme erfolgte im Kanton Zürich. Von den 5060 Teilnehmenden hatten 4572 Personen (90%) einen von der Arbeitslosenversicherung finanzierten Platz. 58% der Jugendlichen fand eine Anschlusslösung (Bildung oder Arbeit), 42% der Fälle verliefen schwieriger (Abbruch, Ausschluss, Verbleib über die Zeit).