Newsletter vom 11.02.2015

Aktuelle Meldungen vom 11.02.2015

Berufliche Grundbildung

11.02.2015

Nationale Stakeholdertagung "Internationale Berufsbildungszusammenarbeit"

Am 23. April 2015 organisieren SBFI, DEZA, SECO, Politische Direktion, SEM und EHB gemeinsam eine Informations- und Austauschtagung für nationale Partner, die im Bereich der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit aktiv sind oder am Thema interessiert. Die Tagung wird vormittags in Bern stattfinden; das detaillierte Programm und die Informationen für die Anmeldung werden demnächst kommuniziert.

11.02.2015

Handbuch für Prüfungsexperten in neuer Auflage

Das "Handbuch für Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten in Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung" liegt in einer aktualisierten Version vor und ist die massgebliche Referenz für die Erfüllung der Aufgaben bei Qualifikationsverfahren. Das vom EHB herausgegebene Handbuch wurde mit den Verbundpartnern erarbeitet. Es enthält Vorgehens- und Lösungsansätze für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Qualifikationsverfahren auf der Sekundarstufe II und ist geeignet für alle Fachpersonen, die prüfen und bewerten.
Zum SDBB Shop
siehe auch www.qv.berufsbildung.ch

11.02.2015

Mechanikpraktiker/in EBA: erlassene Bildungsverordnung nach der Revision

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung Mechanikpraktiker/in EBA erlassen. Die geänderten Vorschriften treten auf den 1. März 2015 in Kraft. In der Schwerpunktausbildung ist eine Handlungskompetenz aufzubauen, die im Qualifikationsverfahren überprüft wird. Die bisherigen acht möglichen Handlungskompetenzen wurden in der Revision durch zwei weitere ergänzt. Die gedruckte Version der Vorschriften wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet sein. Der Bildungsplan wird auf der Internetseite von Swissmem Berufsbildung veröffentlicht.

11.02.2015

Uhrenbranche: erlassene Bildungsverordnungen

Das SBFI hat die Verordnungen über die berufliche Grundbildung für die Berufe Uhrmacher/in Produktion EFZ und Uhrmacher/in EFZ erlassen. Sie treten am 1. März 2015 in Kraft und ersetzen die Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften für die Berufe Uhrmacher Praktiker/in, Uhrmacher/in Fachgebiet Rhabillage sowie Uhrmacher/in Fachgebiet Industrie. Die gedruckten Versionen werden in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet sein. Der Bildungsplan wird auf der Internetseite der Convention patronale de l'industrie horlogère suisse zur Verfügung stehen.

11.02.2015

Systemgastronomie: Änderung des Bildungsplans

Die Bildungsverordnung und der Bildungsplan Systemgastronomiefachfrau/mann EFZ sind seit dem 1. Januar 2013 in Kraft. Bei der Erarbeitung des Ausbildungsprogramms für die überbetrieblichen Kurse zeigte sich, dass im Bildungsplan das Leistungsziel. 4.1.4 "KOPAS (Kontaktperson für Arbeitssicherheit)" von Kurs 1 in den Kurs 3 verschoben werden muss. Der geänderte Bildungsplan  wird demnächst auf der Internetseite von Hotel & Gastro formation aufgeschaltet.

11.02.2015

EBMK-Präsident äussert sich zur Berufsmatur

In einem Interview äussert sich Marc Kummer zu Schwachstellen der Berufsmatur und wie diese für Lernende und Lehrbetriebe attraktiver gemacht werde könnte. Der Amtschef des Mittelschul- und Berufsbildungsamts Zürich ist auch Präsident der Eidgenössischen Berufsmaturitäts-Kommission (EBMK). Er bezeichnet die Berufsmatur im Schulblatt des Kantons Zürich als "Zugpferd der beruflichen Grundbildung".

11.02.2015

Studiengang Master of Science in Berufsbildung am EHB

Im mehrsprachigen, dreijährigen Teilzeit-Studium in Berufsbildung erwerben die Studentinnen und Studenten Wissen über das schweizerische Berufsbildungssystem und den internationalen Kontext. Sie betrachten Fragestellungen aus ökonomischer, soziologischer, psychologischer sowie erziehungswissenschaftlicher Perspektive. Im praxisorientierten Teil ermöglicht das Masterstudium einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Berufsbildung. Die dreissig Studienplätze werden fortlaufend vergeben, Anmeldeschluss für das Studium am EHB, das im Herbst beginnt, ist der 30. Juni 2015.

11.02.2015

Schweizer Schulpreis 2015 ausgeschrieben

Mit dem Schweizer Schulpreis 2015 zeichnet der Verein "Forum Bildung" Schulen aus. Bewertet werden überdurchschnittliches Engagement und herausragende Prozesse im Umgang mit schulischen und pädagogischen Herausforderungen. Bewerben können sich alle Schulen, so auch die Schulen der Sekundarstufe II (Berufsfachschulen, Fachmittelschulen und Gymnasien). Eingabeschluss ist der 17. April 2015.

11.02.2015

Berufsbildung als Entwicklungsfaktor

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit hat die Schwerpunkte für das Jahr 2015 vorgestellt. Sie hat  auch ihr Engagement zugunsten der Berufsbildung in verschiedenen Ländern hervorgehoben. Für diese Partnerländer stellt die Berufsbildung ein Instrument gegen die Armut dar.
Medienmitteilung

11.02.2015

Studie: Lernen durch kollegiales Feedback

In der Publikation "Lernen durch kollegiales Feedback" werden Merkmale der Nutzung des Lernangebots "kollegiales Feedback" und ihre Wirkung untersucht. Die Autorin Patrizia Salzmann leistet einen Beitrag zur Diskussion, wie die Weiterbildung von Lehrer/innen wirksamer gestaltet werden kann und welche Qualitäts­merkmale es besonders zu beachten gilt. Die Daten stammen aus Befragungen von Rektoren, Lehrpersonen und Lernenden der grössten Berufsfachschulen in der Deutschschweiz.

11.02.2015

Neue Lernplattform von Viscom

Der Verband der grafischen Industrie Viscom hat eine Lernplattform "üK connect" geschaffen. Sie baut auf den bewährten überbetrieblichen Kursen (üK) der grafischen Industrie auf. Zu jedem üK stehen praxisorientierte Arbeiten zur Verfügung. Damit deckt das Übungsportal alle Facetten der Ausbildungen im Bereich der Kommunikation ab.
Medienmitteilung

11.02.2015

BE: Konsultationsverfahren zur Bildungsstrategie 2016

Die Berner Erziehungsdirektion will die Neuerungen der letzten Jahre festigen. Die Konsultation zur Bildungsstrategie 2016 dauert bis zum 24. April 2015. Sie konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Führen eines pädagogischen Dialogs, Schaffen guter Anstellungs- und Arbeitsbedingungen und Gewährleisten stabiler Rahmenbedingungen. Die Begleitung Jugendlicher ist gemäss Bericht einer der grundlegenden Aspekte der Berufsbildung. Entscheidendes Element für eine erfolgreiche Bildung sei der Dialog zwischen Schulen, Schülern, Lehrpersonen, Lehrbetrieben und Eltern, der beibehalten und weiterhin gefördert werden müsse.

11.02.2015

Deutschland: Politik stärkt die duale Ausbildung

Nach Bundesregierung und Bundesrat hat sich auch der Deutsche Bundestag klar zum Meisterbrief und zum "qualifikationsgebundenen Berufszugang" im Handwerk bekannt. Der deutsche Meisterbrief sei ein zentrales Instrument der Unternehmerqualifizierung. Er bilde die Grundlage für handwerkliche Qualität und für die duale Berufsbildung. Das deutsche Handwerk ist besorgt über "die kontinuierlichen Angriffe aus Brüssel auf das duale System und auf seine institutionellen Voraussetzungen".

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

11.02.2015

Teilrevision des Berufsbildungsgesetzes in Vernehmlassung

Der Bundesrat hat den Entwurf für eine Teilrevision des Bundesgesetzes über die Berufsbildung in die Vernehmlassung geschickt (Frist: 21. April 2015). Damit wird eine Forderung des Massnahmenpakets zur Stärkung der höheren Berufsbildung umgesetzt. Die Teilnehmer/innen an vorbereitenden Kursen für eidg. Prüfungen sollen ab 2017 mit direkten Bundesbeiträgen unterstützt werden. Dadurch werden die unterschiedlichen Belastungen von Studierenden der tertiären Bildungsstufe einander angeglichen. Gleichzeitig soll ein Beitrag zur Sicherstellung des Fachkräftebedarfs geleistet werden.

Mittelschulen und Hochschulen

11.02.2015

Neue universitäre Master

Die Universität Genf bietet zwei neue Studiengänge an: einen Master Naher Orient und einen Master in Global Health, welche die Studiengänge Master in Europastudien und Master Russland-Mitteleuropa ergänzen. Die Universität Lausanne wird ihrerseits einen Master in Grundlagen und Nachhaltigkeitspraxis anbieten. Parallel dazu wird der Studienplan zum Master in Geowissenschaften und Umwelt überarbeitet und sich ausschliesslich auf die Umweltproblematik im Zusammenhang mit den Naturwissenschaften konzentrieren.

11.02.2015

Neue Fachhochschul-Studiengänge

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften und der Fachbereich Gesundheit der Berner Fachhochschule führen zusammen mit der Fachhochschule HES-SO in Sion neu einen Master Life Science − Food, Nutrition and Health durch. Das Studium ist an der Schnittstelle von Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften angesiedelt. in einem ganz anderen Gebiet, dem Grafik-Design, bietet die Kalaidos Fachhochschule neu einen Online-Bachelorstudiengang an (Fernstudium).

11.02.2015

Quereinstieg als Lehrer/in oder Pfarrer/in

Mit einer "Admission sur Dossier" bietet neu auch die PH Bern einen Quereinstieg in den Lehrerberuf an. Ähnliche Angebote bestehen bereits an der PH Nordwestschweiz und an der PH Zürich sowie in der Westschweiz. Im Kanton Zürich soll zudem ein konsekutiver Masterstudiengang Sekundarstufe I geschaffen werden, der sich unter anderem an Personen mit einem Bachelorabschluss in Unterrichtsfächern der Volksschule richtet. Die Theologischen Fakultäten Zürich und Basel schliesslich bieten neu einen dreijährigen Studiengang zum Pfarrberuf an, der berufsbegleitend absolviert werden kann.

11.02.2015

BFS: Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt

Die vom BFS publizierten ersten Ergebnisse der Längsschnittbefragung 2013 präsentieren die Erwerbssituation der Hochschulabsolventinnen und -absolventen fünf Jahre nach ihrem Studienabschluss. Die Daten werden mit den Ergebnissen der Umfrage verglichen, die ein Jahr nach Studienabschluss durchgeführt wurde. Die neue Publikation bezieht sich auf Personen, die ihre Studien 2008 abgeschlossen haben.

11.02.2015

GE: 2015 kein Studienbeginn für künftige Sekundarlehrpersonen

Für das erste Studienjahr Lehrerbildung auf der Sekundarstufe II ist für 2015/16 keine Immatrikulation vorgesehen. Das Übergangsjahr ermöglicht dem universitären Lehrerbildungsinstitut (Sekundarstufe) und dem Erziehungsdepartement, das aktuelle System auf das Studienjahr 2016 hin zu überprüfen und zu modifizieren. Studierende in den höheren Semestern führen ihren Studiengang normal weiter.

11.02.2015

SG: Neue Vorbedingungen für Masterstudium an der Uni

Externe, neu eintretende Studierende werden ab Herbstsemester 2015 an der Universität St. Gallen für alle betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Master-Programme an Integrationswochen und – abhängig vom vorherigen Abschluss – einer Master-Vorbereitungsstufe teilnehmen. Die Master-Vorbereitungsstufe wird von Studierenden verlangt, die aus fachfremden Programmen kommen. Der Einstieg erfolgt zudem für externe Bewerbende nur noch auf das Herbstsemester. Die programmspezifischen Integrationswochen finden in der Kalenderwoche 36 statt.

Beratung

11.02.2015

Manfred Kuonen wird Leiter des CCHRM

Das Direktorium der postgradualen Weiterbildung in Laufbahn- und Personalpsychologie CCHRM hat Manfred Kuonen aus Susten (VS) zum neuen Studienleiter gewählt. Kuonen war bisher Mitglied des Direktoriums und der Weiter- und Fortbildungskommission des CCHRM. Er übernimmt die Studienleitung für den Studiengang 16, welcher im Januar 2017 beginnt. In den letzten 15 Jahren leitete er das Amt für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Oberwallis. Der bisherige Studienleiter Benno Stecher tritt 2017 auf Ende des Studiengangs 15 zurück.
Medienmitteilung

11.02.2015

Diagnostik: Rezensionen und neues Arbeitsmittel

Die Fachgruppe Diagnostik des SDBB hat im Jahr 2014 zehn Rezensionen erstellt oder aktualisiert (frühere Bezeichnung: Labels). Sie können unter www.diagnostik.sdbb.ch heruntergeladen werden. Im SDBB Verlag ist ausserdem der "NEO-Punch" erschienen. Dieses Arbeitsmittel ermöglicht Erwachsenen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten. Es kann in der Beratung, im Coaching und in Laufbahnkursen eingesetzt werden. Das Arbeitsmittel ist im SDBB Shop erhältlich.

11.02.2015

Abstimmungstermin zur Stipendieninitiative steht fest

Am 14. Juni 2015 wird über die Stipendieninitiative des Verbands der Schweizer Studierendenschaften und über den indirekten Gegenvorschlag des Bundesrates abgestimmt. Die Stipendieninitiative möchte eine Kompetenzverschiebung von den Kantonen zum Bund und eine minimale Stipendienhöhe erreichen. Der indirekte Gegenvorschlag des Bundesrats will die Kompetenzen bei den Kantonen belassen und Richtlinien erlassen, welche Personen und welche Ausbildungen stipendienberechtigt sind und die Regelstudienzeit festlegen.

11.02.2015

SDBB-Weiterbildung 2015: Freie Plätze und Mehrfachführungen

Das Weiterbildungsangebot 2015 des SDBB ist auf auf ein ähnliches grosses Interesse wie letztes Jahr gestossen. Aufgrund der vorliegenden Anmeldungen konnten zahlreiche Mehrfachführungen organisiert werden. Einige Veranstaltungen sind bereits ausgebucht, eine musste mangels Teilnehmende abgesagt werden. Unter www.weiterbildung.sdbb.ch sind die Daten der Mehrfachführungen, sowie alle Veranstaltungen mit noch freien Plätzen ersichtlich.

11.02.2015

Filme auf berufsberatung.ch

Seit kurzem sind alle Filme auf dem Portal berufsberatung.ch so formatiert, dass sie auch auf Handys und Tablets aller Art laufen. 50 der SDBB-Filme sind zudem in verbesserter Qualität aufgeschaltet worden, die Übrigen folgen tranchenweise.

11.02.2015
11.02.2015

BL/BS: Schulabschluss für Erwachsene

Erwachsene Personen aus den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land können berufsbegleitend einen staatlich anerkannten Schulabschluss auf der Sekundarstufe I nachholen. Mit diesem Abschluss verfügen die Teilnehmenden über einen Zugang zur Berufsbildung. Gleichzeitig wird die Allgemeinbildung erweitert. Die Broschüre "Link zum Beruf" enthält nähere Angaben sowie Interviews mit einem Absolventen und einer Absolventin.

Arbeitsmarkt

11.02.2015

Bundesrat mit neuem Wachstumsbericht

Der Bundesrat hat den Bericht "Grundlagen für die Neue Wachstumspolitik" verabschiedet. Die Strategie stützt sich auf drei Säulen: 1. Stärkung des Wachstums der Arbeitsproduktivität; 2. Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaft; 3. Wachstum der Ressourcenproduktivität zur Milderung negativer Nebenwirkungen des Wirtschaftswachstums. Arbeitsmarktliche Überlegungen betreffen vor allem den Fachkräftemangel, den das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung mit der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, altersfreundlichen Arbeitsbedingungen sowie flexiblen Arbeitsformen bekämpfen will.

11.02.2015

Starker Franken: Weniger Lohn, mehr Arbeit?

Der starke Franken kann zu tieferen Löhnen und längeren Arbeitszeiten führen. Entsprechende Szenarien sind der Sonntagspresse von Ende Januar zu entnehmen. Bei exportabhängigen Unternehmen und im Tourismus seien Lohnkürzungen oder längere Arbeitszeiten "absolut nötig", sagte beispielsweise der Chef des Stellenvermittlers Adecco, Patrick de Maeseneire. Ohne Zugeständnisse von allen Seiten drohten Stellenstreichungen. Peter Spuhler, Chef von Stadler Rail, ist zwar gegen Lohnkürzungen. Er rechnet aber mit längeren Arbeitszeiten und sagte: "Die Mannschaft würde das mittragen, wenn es eine temporäre Massnahme bleibt."

11.02.2015

KOF-Studie "Der bilaterale Weg"

Eine KOF-Studie untersuchte den Einfluss der Bilateralen auf die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre mit Hauptaugenmerk auf der Wirkung der Personenfreizügigkeit. Diese erhöhte von 2002 bis 2012 die Zuwanderung aus den EU-27/EFTA-Staaten brutto um jährlich 16'300 bis 26'300 (im Alter von 15 bis 64 Jahren). Rund die Hälfte dieser höheren Zuwanderung wurde dadurch kompensiert, dass die Zuwanderung aus Drittstaaten ausblieb. Eine Simulation (jährlich 10'000 Personen weniger) ergibt einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts von 0,2 Prozent pro Jahr, verursacht etwa durch einen Rückgang bei Wohnbauinvestitionen.

11.02.2015

Immer mehr Unternehmensgründungen durch Frauen

Die Schweiz verzeichnete 2014 einen Rekordwert bei den Unternehmensgründungen. Laut einer Erhebung der Plattform startups.ch wurden 41'588 neue Firmen ins Handelsregister eingetragen (plus 1,86% innert Jahresfrist). Besonders auffallend ist, dass 26% dieser neu gegründeten Unternehmen von Frauen eingetragen wurden. Diese Zahl steigt seit 2010 kontinuierlich an. Ebenfalls interessant ist, dass letztes Jahr fast jede zweite Neugründung von einer Frau das Werk einer "Mompreneur" war, also einer jungen Mutter, die sich nach der Geburt eines Kindes selbstständig gemacht hat.

Berufliche Integration

11.02.2015

Kurzarbeitsentschädigung wegen Frankenkurs neu möglich

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann hat das SECO beauftragt, die aktuellen Wechselkursschwankungen zur Begründung von Kurzarbeitsentschädigung zuzulassen. Er reagiert damit auf die aussergewöhnliche Aufwertung des Schweizer Frankens nach dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, die Kursuntergrenze zum Euro aufzuheben. Die Regelung trat am 27. Januar 2015 in Kraft; verlässliche Auskünfte über die Nutzung sind derzeit noch nicht möglich.
Medienmitteilung

11.02.2015

18% der Sozialhilfebezüger profitieren vom Einkommensfreibetrag

Die Richtlinien der Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS enthalten Empfehlungen zur Sozialhilfe. Eine Studie hat nur den Vollzug des Einkommensfreibetrages (EFB), der Integrationszulage (IZU) und der Minimale Integrationszulage (MIZ) untersucht. Sie zeigt, dass sechs Kantone nur einzelne Zulagen verwenden, zwei Kantone (AI, AG) gar keine. Im Durchschnitt erhalten 18% aller Sozialhilfebeziehenden ab 16 Jahren einen EFB. Bei der Festsetzung der Beitragshöhen bewegen sich die meisten Kantone in den Bandbreiten der SKOS-Richtlinien (EFB: 400 bis 700 Fr. pro Monat; IZU: 100 bis 300; MIZ: 100). Zur Wirkung kann die Studie nur wenige Aussagen machen; Experten beurteilen die Anreizfunktion des EFB zurückhaltend.

11.02.2015

SKOS: Wird Grundbedarf um 100 Franken erhöht?

Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt ist neben den Wohn- und Gesundheitskosten Teil der materiellen Grundsicherung in der Sozialhilfe. Für eine Person beträgt er 986, für zwei Personen 1509 Franken. Eine Neubeurteilung anhand von Daten der Haushaltsbudgeterhebung kommt zum Schluss, dass diese Werte rund 100 Franken zu tief angesetzt sind. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS hat nun eine verbandsinterne Vernehmlassung zur Revision ihrer Richtlinien lanciert. Für Mehrpersonenhaushalte muss weiterhin eine Äquivalenzskala beigezogen werden.

11.02.2015

TAK-Integrationsdialog: Positive Zwischenbilanz

Die Partner im TAK-Integrationsdialog "Arbeiten – Chancen geben, Chancen nutzen" haben am Ende Januar eine positive Zwischenbilanz gezogen. Seit dem Start des Dialogs durch die tripartite Agglomerationskonferenz (TAK) im Oktober 2012 haben Staat, Arbeitgeberverbände und die Sozialpartner mehrerer Branchen verschiedene Projekte in Angriff genommen, um das Potenzial der hier lebenden Migrantinnen und Migranten besser zu nutzen und deren Integration am Arbeitsplatz zu fördern.

11.02.2015

Veranstaltungshinweise: Arbeitsintegration, persönliche Potenziale

Die Arbeitsintegration von Migrantinnen und Migranten, speziell auch von anerkannten Flüchtlingen, ist nebst den sprachlichen Problemen oft auch von strukturellen Hindernissen betroffen. Welches sind Hindernisse und Erfolgsfaktoren? Dies ist das Thema der Tagung migration:plus vom 18. März in Olten.
Wie können persönliche Potenziale erfasst, bewusst aktiviert und zu stabilen Kompeten­zen (weiter)entwickelt werden? Dieses Thema wird an einer Insos-Tagung vom 20. März in Olten erörtert.

Verschiedenes

11.02.2015
11.02.2015

Österreich: Bildungsintegration von Migrantinnen und Migranten

Eine österreichische Publikation zeigt auf, wie der Einbezug der Migrantinnen- und Migrantenorganisationen in lokale Netzwerke die schulische und professionelle Integration dieser Menschen fördern kann. Das Buch liefert praktische Anleitungen und Good-Practice-Beispiele, um Schwierigkeiten zu beheben, denen Menschen mit Migrationshintergrund beim Schuleintritt, in der Berufsbildung und auf dem Arbeitsmarkt begegnen.