Newsletter vom 15.09.2010

Aktuelle Meldungen vom 15.09.2010

Berufliche Grundbildung

15.09.2010

Die Lehrstellensituation im August 2010

Die Lehrstellensituation im August, der Zeit des Lehrbeginns, zeigt sich stabil. Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) ist die Situation mit der Vorjahresperiode vergleichbar. Dafür sind folgende Faktoren massgebend verantwortlich:
- Rückläufige Zahl der Schulabgänger/innen
- Erhaltung und Schaffung von Ausbildungsplätzen trotz unsicherer Wirtschaftslage dank Einsatz wirkungsvoller Instrumente seitens Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt
- alle Kantone stützten das Lehrstellenangebot mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung und Bereitstellung von Brückenangeboten.
Pressemitteilung

15.09.2010

JU: Frauenförderung für technische Berufe

Im Kanton Jura ist ein Projekt zugunsten gemischter Klassen in den technischen Berufen lanciert worden. Ab Schuljahr 2011 verdoppelt die Ecole des métiers techniques von Pruntrut (EMTP) die Klassen für Informatiker/ innen im 1. Lehrjahr. Mindestens die Hälfte der 28 Plätze ist für junge Frauen reserviert. Ab 2012 soll sich dieser Prozess beschleunigen: Die EMPT eröffnet zwei weitere Klassen, eine für Informatiker/innen und eine für Mikromechaniker/innen.
Pressemitteilung (französisch)

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

15.09.2010
15.09.2010

ZH: Neues Finanzierungsmodell für Weiterbildung

Im Auftrag der Bildungsdirektion hat eine Arbeitsgruppe unter Beizug von Vertreter/innen aus öffentlichen und privaten Weiterbildungsinstitutionen ein neues Weiterbildungskonzept für den Kanton Zürich entwickelt. Das Konzept wurde bereits im September 2009 fertiggestellt, wurde aber erst jetzt veröffentlicht. Im Konzept wird ein neues Modell für die Finanzierung der höheren Berufsbildung, der berufsorientierten und der allgemeinen Weiterbildung vorgeschlagen. Die Finanzierung der berufsorientierten und allgemeinen Weiterbildung wird in der kantonalen Verordnung über die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung gesetzlich verankert, Sie wird voraussichtlich auf 1. Januar 2011 in Kraft treten.
Medienmitteilung

15.09.2010

FR: Bildungsgutscheine für gering Qualifizierte

Der Kanton Freiburg lanciert ein Pilotprojekt zur Einführung von Bildungsgutscheinen für weniger gut qualifizierte Personen. Die Bildungsgutscheine sollen als Anreiz für die Nutzung von Weiterbildungsangeboten dienen. Mit dem Gutschein im Wert von maximal 800 Franken kann ein Weiterbildungskurs ganz oder teilweise finanziert werden. Wichtigstes Kriterium für die Vergabe der Gutscheine ist der Ausbildungsstand. Zielgruppe sind Personen, die keine Ausbildung auf Sekundarstufe II abgeschlossen haben. Das Pilotprojekt wird in der Stadt Freiburg und im Glanebezirk durchgeführt.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

15.09.2010

Online-Stellenangebote auf dem Niveau von Januar 2008

Das Stellenangebot im Internet verzeichnete im Juli 2010 gegenüber April 2010 einen Zuwachs um 19 auf 184 Punkte, was einem Anstieg von 12 Prozent entspricht. Damit ist das Stellenvolumen vom Januar 2008 wieder erreicht. Die Online-Ausschreibungen haben besonders stark bei den Firmen-Websites zugelegt. Diese Zahlen liefert der Monster Index Schweiz, der von der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität Zürich erhoben wird.
Medienmitteilung

15.09.2010

Zügeln für den Traumjob

Die Hälfte der Schweizer (51%) würde für ihre Traumstelle das familiäre und soziale Umfeld verlassen und einen Umzug in Kauf nehmen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Umfrage des Stellenportals Monster.ch von Ende August 2010, an der sich 4651 Deutsche, Österreicher und Schweizer beteiligt haben. Für mehr Lohn wären 22% der Befragten bereit, ihren Wohnort zu wechseln. Die bei den Nutzern von Monster durchgeführte Umfrage ist nicht repräsentativ, zeigt aber eine gewisse Tendenz an.
Medienmitteilung

15.09.2010

Jugendarbeitslosigkeit geht zurück

Ende August 2010 waren 24776 Jugendliche (15- bis 24-Jährige) arbeitslos. Im Vergleich zum August 2009 entspricht dies einem Rückgang von 4522 (-15,4%). Insgesamt waren 142879 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben.
Medienmitteilung Seco

15.09.2010

Leistungsorientierte Schweizer Beschäftigte

Etwa jeder dritte Schweizer Beschäftigte hat einen leistungs- oder erfolgsabhängigen Lohnbestandteil. Weitere 27 Prozent würden ihre Arbeitseffizienz erhöhen, wenn sie am Erfolg oder Gewinn des Unternehmens beteiligt wären. Dies zeigt das Ergebnis einer internationalen Umfrage des Personaldienstleisters Kelly Services. Auffallend ist der Unterschied nach Geschlechtern. Während 43 Prozent der Männer über einen leistungsorientierten Lohnbestandteil verfügen, sind es bei den Frauen bloss 28 Prozent.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

15.09.2010

Kantonale Berichte zum Übertritt in die Sekundarstufe II

Der 4. "Step"-Bericht des Kantons Aargau, der die Situation der Aargauer Schulabgänger/innen am Ende der Volksschulzeit darstellt, meldet mehr gelungene Übertritte in die Sekundarstufe II als in den Vorjahren. Einen Bericht zur Lage seiner Schulabgänger hat auch der Kanton Uri veröffentlicht und die beiden Kantone Nidwalden und Obwalden haben zusätzlich zu einer Analyse ein vergleichendes Fazit gezogen. Der Kanton Glarus publizierte eine Übersicht über den Verbleib der Schulabgänger im kantonalen Schulblatt.

15.09.2010

Caritas: Gesunde Ernährung für Armutsbetroffene

Mit dem Projekt "Caritas Markt – gesund" können Armutsbetroffene in den Caritas-Märkten ab sofort frisches Gemüse und frische Früchte besonders günstig einkaufen. Dieses von Caritas und Gesundheitsförderung Schweiz lancierte Projekt ist eine konkrete Antwort auf die Tatsache, dass Menschen in prekären sozialen und materiellen Verhältnissen stark gesundheitsgefährdet sind: Je tiefer Bildungsniveau, berufliche Stellung und Einkommen, desto grösser ist das Risiko, krank zu werden.
Medienmitteilung

Verschiedenes

15.09.2010

BBT-Ausschreibung für arbeitsmarktorientierte Forschung

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) schreibt im Themenbereich "Der Einfluss der Internationalisierung auf die arbeitsmarktorientierte Bildung" ein Projekt der Berufsbildungsforschung aus. Die Ausschreibung richtet sich an interessierte Forschende aus einschlägigen, schweizerischen Forschungsinstitutionen, die über Kenntnisse der arbeitsmarktorientierten Bildung verfügen. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 15. Dezember 2010 einzureichen.
Ausschreibung
Weitere Informationen

15.09.2010

Evaluationsbericht zu den praktischen Insos-Ausbildungen

Der Evaluationsbericht zur "praktischen Ausbildung" (PrA) von Insos liegt vor. Insos, der Dachverband der sozialen Institutionen für Menschen mit Behinderungen, hat die PrA mit dem Ziel entwickelt, gesamtschweizerisch einheitliche Rahmenbedingungen für Jugendliche mit wenig Chancen auf einen direkten Einstieg ins Berufsleben zu schaffen. Mit der PrA soll gleichzeitig die Durchlässigkeit zur EBA-Ausbildung und damit der Zugang zum Arbeitsmarkt verbessert werden. Die interkantonale Hochschule für Heilpädagogik HfH hat im Auftrag von Insos das 2007 lancierte Pilotprojekt evaluiert. Der Evaluationsbericht behandelt die Themenkreise Konzept, Pilotphase und Zukunftsszenarien.
Weitere Informationen

15.09.2010

Fachkräftemangel in technisch-mathematisch orientierten Berufen

Der Bundesrat hat den Bericht "Mangel an MINTFachkräften in der Schweiz" verabschiedet. Der vom Eidgenössischen Departement des Innern in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement erstellte Bericht ist die Antwort auf mehrere Vorstösse zur Frage nach dem Ausmass, den Ursachen und den Folgen eines Fachkräftemangels im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Der Bericht behandelt auch die Situation der beruflichen Grundbildung und der Höheren Berufsbildung.
Medienmitteilung

15.09.2010

BBT zieht positive Bilanz für Case Management Berufsbildung

Bis 2015 wollen Bund und Kantone den Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener ohne nachobligatorische Ausbildung von 10% auf 5% reduzieren. Das Case Management Berufsbildung ist eine der Massnahmen zur Förderung der Integration gefährdeter Jugendlicher in die Berufswelt. Die Massnahme wurde innert weniger Jahre in 25 Kantonen operativ eingerichtet. Anlässlich einer Medienkonferenz in Luzern zog Ursula Renold, Direktorin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT), eine positive Bilanz und verwies auf die Erfolge der institutionenübergreifenden Zusammenarbeit.
Medienmitteilung

15.09.2010
15.09.2010

BFS: Neuer Lohnrechner

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat seinen Lohnrechner "Salarium" erweitert. Dieser ermöglicht es, den Lohn gemäss einem individuellen Profil auszurechnen. "Salarium“ ist auf der Grundlage der Lohnstrukturerhebung (LSE) entwickelt worden. Der Lohnrechner funktioniert nach einem mathematischen Modell, das fünfzehn Variablen umfasst. Sechs unter ihnen sind obligatorisch: Branche, Region, Aktivität, Qualifikationsniveau, berufliche Stellung und Dauer der individuellen Arbeitszeit. Bezüglich der Lohnbestandteile (Bruttolohn, Zulagen, Anteil des 13. Monatslohns usw.) sind nur die Familienund Kinderzulagen nicht berücksichtigt worden.
Lohnrechner

15.09.2010

EDK/SBBK: Jean-Daniel Zufferey tritt zurück

Jean-Daniel Zufferey, Leiter des Bereichs Berufsbildung im Generalssekretariat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und Geschäftsführer der Schweizerischen Berufsbildungsämter- Konferenz (SBBK), tritt per Ende November zurück. Die EDK sucht nach einem Nachfolger resp. einer Nachfolgerin (siehe Stelleninserate).

15.09.2010

GE: Sylvain Rudaz, Generaldirektor postobligatorische Bildung

Der Genfer Staatsrat hat Sylvain Rudaz zum neuen Generaldirektor des Enseignement secondaire postobligatoire ernannt. Im Kanton Genf wird die Bildungsverwaltung einerseits durch das Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue OFPC und andererseits durch die Direction générale de l'enseignement secondaire postobligatoire sichergestellt. Dieser unterstehen sieben Bildungszentren und die Schulen der Sekundarstufe II. Sylvain Rudaz hat am 1. September 2010 die Nachfolge von Daniel Pilly angetreten, der Ende August in Pension gegangen ist.
Medienmittellung (französisch)

15.09.2010

VSAA positioniert sich neu

Der Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden VSAA hat im Lauf des Jahres 2009 eine Weiterentwicklung und Neupositionierung durchgeführt. Es wurde ein moderner Verband mit einfacheren Strukturen und einer schlankeren Organisation geschaffen, der sämtliche Aspekte des Arbeitsmarkts abdeckt. Mit der Anpassung der Statuten tritt der VSAA mit einem neuen Namen (nur auf Deutsch), Verband Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden, einem neuen Logo und einer neuen Webseite auf. Die Mitglieder des VSAA haben am 9. und 10. September 2010 an ihrer Jahresversammlung im Fürstentum Liechtenstein die Statutenrevision gutgeheissen.
Medienmitteilung