Newsletter vom 18.08.2010

Aktuelle Meldungen vom 18.08.2010

Berufliche Grundbildung

18.08.2010

BBT schreibt neue Forschungsprojekte aus

Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) schreibt im Themenbereich "Individuelle Berufsbildungsentscheidungen und Berufsbildungschancen" mehrere Projekte der Berufsbildungsforschung aus. Die Ausschreibung richtet sich an interessierte Forschende aus einschlägigen, schweizerischen Forschungsinstitutionen, die über Kenntnisse der arbeitsmarktorientierten Bildung verfügen. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 23. November 2010 einzureichen.
Weitere Informationen

18.08.2010

Reform Berufsmaturität: Erarbeitung des Rahmenlehrplans beginnt

Im Herbst beginnt rund ein Dutzend Arbeitsgruppen mit der Erarbeitung der fächerspezifischen Rahmenlehrpläne für die Berufsmaturität (RLP-BM). Zurzeit finden Vorbereitungsarbeiten statt, namentlich in Bezug auf methodische Grundlagen, inhaltliche Leitlinien und Eckwerte sowie Arbeitsinstrumente (Kompetenzen- Modell, Gliederungsvorlage, Glossar). Der RLP-BM soll Ende 2012 vorliegen. Die Informationen über die Erarbeitung werden kontinuierlich aufgebaut und auf der Website des BBT unter der Rubrik "Berufmaturität/ Rahmenlehrplan 2012" in den 3 Landessprachen aufgeschaltet.
Im Weiteren wurden die Mitglieder der Steuergruppe (Liste) sowie die Projektleitung für die Erarbeitung des Rahmenlehrplans bestimmt: Die Projektleitung übernimmt die Econcept AG, die unter der Leitung von Alt-Nationalrätin Barbara Haering steht. Sie wird in den kommenden Wochen die Arbeitsgruppen und deren Mandate definieren.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

18.08.2010

Prüfungsordnung in der Vernehmlassung

Der Schweizerische Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) hat den Entwurf zu einer Änderung der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Einkaufsfachmann/ Einkaufsfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Meldung des BBT

Arbeitsmarkt

18.08.2010

Finanzmarktkrise schüttelt Sozialversicherungen

Die Finanzkrise hat sowohl bei den Einnahmen und Ausgaben als auch bei den Vermögensanlagen der Sozialversicherungen tiefe Spuren hinterlassen, wie das Jahrbuch "Sozialversicherungen 2009" feststellt. Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind dabei besonders von der Konjunktur abhängig. Nachdem die Leistungen 2008 mit 3,5 Milliarden Franken einen Tiefstand erreicht hatten, kletterten sie 2009 rasant in die Höhe und erreichten 6 Milliarden Franken. Die Finanzmarktkrise hatte auch deutliche Auswirkungen auf den Kapitalwert und die Entwicklung des Kapitalertrags vor allem bei der beruflichen Vorsorge und der Unfallversicherung.
Jahresbericht Sozialversicherungen 2009

18.08.2010

BFS: Teilzeitarbeit nimmt zu

Im Rückblick auf die Jahre 2004 bis 2009 stellen die vom Bundesamt für Statistik publizierten Arbeitsmarktindikatoren zwei völlig unterschiedliche Perioden fest. Bis zum 2. Quartal 2008 stieg die Zahl der Erwerbstätigen, der Stellen und der geleisteten Arbeitsstunden kräftig an, die Arbeitslosigkeit sank. Ab dem 3. Quartal 2008 ging als Folge der Finanzmarktkrise die Beschäftigung zurück, die Zahl der Arbeitslosen nahm wieder zu.
Zwischen 2004 und 2009 stiegen die Löhne real um 3,1 Prozent. Eine starke Zunahme verzeichnete die Teilzeitarbeit (plus 14 Prozent). Weniger ausgeprägt stieg die Zahl der Vollzeitbeschäftigten (plus 6 Prozent).
Arbeitsmarktindikatoren 2010

18.08.2010

BFS: Weniger Firmenneugründungen 2008

Im Jahr 2008 wurden in der Schweiz 11600 neue Unternehmen gegründet, das sind 3,2 Prozent weniger als 2007. Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze, nämlich von 23100 auf 21800. Ein neu gegründetes Unternehmen schafft im Durchschnitt 1,9 Arbeitsplätze und gehört hauptsächlich zum Dienstleistungssektor. Dies und anderes geht aus der Statistik zu den Neugründungen 2008 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Medienmitteilung

18.08.2010

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juli

Die Arbeitslosenquote ist im Juli 2010 im Vergleich zum Vormonat von 3,7 auf 3,6 Prozent gesunken. Somit sank die Arbeitslosigkeit den sechsten Monat in Folge. Im Juli 2010 waren 142000 Personen bei den RAV gemeldet, 2000 weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit um 2,1 Prozent abgenommen. Die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 24jährige) ist dagegen wie erwartet gestiegen (von 3,8 auf 4,1 Prozent), da viele Junge im Sommer ihre Ausbildung beenden. Im Juli 2010 waren 22500 Jugendliche ohne Job. Doch gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 12,4 Prozent.
Medienmitteilung Seco

18.08.2010

Bundesrat wirbt für die Revision der Arbeitslosenversicherung

Am 26. September wird über die 4. Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV) abgestimmt. Der Bundesrat empfiehlt, die Revision anzunehmen, um die Finanzierung der ALV langfristig zu gewährleisten. Durch Leistungskürzungen und Mehreinnahmen über höhere Lohnabzüge sollen die ALV finanziell wieder ins Gleichgewicht gebracht und Schulden in der Höhe von 7 Milliarden Franken abgebaut werden.
Medienmitteilung EVD

18.08.2010

Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit auf Rekordniveau

Die Jugendarbeitslosigkeit hat im letzten Jahr weltweit einen neuen Rekord erreicht: 81 Millionen Personen zwischen 15 und 24 Jahren sind ohne Anstellung. Zudem haben 152 Millionen Jugendliche im Jahr 2008 ihre Armut trotz Arbeit nicht überwinden können. Dies zeigt ein Bericht des Bureau international du travail (BIT), der am 12. August 2010 veröffentlicht wurde. Juan Somavia, Generaldirektor des BIT, warnte davor, dass mit dem Verzicht auf dieses Potenzial die Stabilität der Gesellschaft unterhöhlt und eine "verlorene Generation", ohne Hoffnung auf Arbeit für ein anständiges Leben, geschaffen werde.
Medienmitteilung (englisch)
Internationales Jahr der Jugend (englisch)

18.08.2010

Gesamtarbeitsverträge: Schwache Lohnerhöhungen

Die Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) haben für 2010 eine nominale Effektivlohnerhöhung um 0,7% vereinbart. Davon werden 0,3% generell und 0,4% individuell zugesichert. Nach einem regelmässigen Anstieg von 2004 (1,1%) bis 2009 (2,6%) beträgt die Lohnanpassung in Folge der Finanzkrise von 2008 und der Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2009 für 2010 moderate 0,7%. Wird die erwartete Teuerung für das Jahr 2010 (1,1%) berücksichtigt, dürften die Reallöhne, die auf einem GAV beruhen, in diesem Jahr um 0,4% sinken.
Medienmitteilung BFS

18.08.2010

Dauernachtarbeit: Verordnung schafft Klarheit

Für Nachtarbeit ohne Wechsel mit Tagesarbeit während mehr als sechs bzw. mehr als zwölf Wochen in Folge (Dauernachtarbeit) muss die betriebliche Unentbehrlichkeit gegeben sein. Dies wird mit einer Revision der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz (ArGV 1) in Artikel 30 neu auf Verordnungsstufe verankert. Damit wird der Begriff der betrieblichen Unentbehrlichkeit im Interesse der Rechtssicherheit konkretisiert. Die Änderung ist am 1. August 2010 in Kraft getreten.
Medienmitteilung Seco

Berufliche Integration

18.08.2010

AVIG-Revision bewirkt Anstieg der Sozialhilfe

Die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG) sieht Leistungskürzungen vor. Diese können dazu führen, dass kurzfristig mehr Sozialhilfe beansprucht werden muss. Laut Berechnungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) belaufen sich die entsprechenden Mehrkosten auf maximal 98,5 Millionen Franken. Die Belastung sollte aber mittelfristig wieder abnehmen, weil die Arbeitslosenversicherung Langzeitarbeitslose bei der Stellensuche noch intensiver unterstützen will.
Bericht des Bundesrats

18.08.2010

TI: Unterstützung für Lernende auf Arbeitssuche

Das Berufsbildungsamt des Kantons Tessin hat alle Lernenden vor dem Abschluss im Rahmen des Projekts ARI (Apprendisti Ricerca Impiego) brieflich über die Unterstützungsmöglichkeiten bei der Stellensuche informiert. Das Projekt erfreut sich zunehmender Beliebtheit und weist den Erfolg in Zahlen aus. Während 2005 von 434 Unterstützung suchenden Jugendlichen 256 vermittelt werden konnten, waren es 2009 bei 984 Unterstützung Suchenden deren 821.
Das Tessiner Berufsbildungsamt hat in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) auch eine Informations-DVD über das ARI-Projekt entwickelt, die an alle Berufsschulen verteilt wurde.
Das EHB seinerseits hat im Tessin eine Umfrage über die Situation der frischgebackenen Berufsleute durchgeführt: Gemäss der Umfrage hatten im Mai 54,3% der Jugendlichen bereits eine neue Stelle gefunden oder eine Ausbildung in Sicht (2009, 50,8%) . 93,1% derjenigen, die eine Stelle gefunden haben, fanden sie auf dem erlernten Beruf, 84,1% im Lehrbetrieb selbst. 41,3% aller Befragten wünschten sich Unterstützung bei der Arbeitssuche.

18.08.2010

Arbeitsmarktmassnahmen: Seco plant neue Angebote

Im Jahr 2009 hat die Arbeitslosenversicherung (ALV) mehr als 400 Millionen Franken für Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) ausgegeben. Die AMM sind im Lauf der letzten dreissig Jahre zu einem integralen Bestandteil bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit geworden, schreibt Tony Erb, Leiter Arbeitsmarktmassnahmen beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), in einem Beitrag in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft". Diese würden systematisch geplant und regelmässig evaluiert. Gegenwärtig werden gemäss Erb neue Angebote für Jugendliche, Arbeitslose im fortgeschrittenen Alter und gering qualifizierte Personen entwickelt.
Artikel

Verschiedenes

18.08.2010

GE: Alternative zu kostenpflichtigen Eignungstests vor der Lehre

Der Conseil interprofessionnel pour la formation (CIF) des Kantons Genf erarbeitet einen computergestützten Test für die Evaluation der Kenntnisse in Französisch und Mathematik am Ende der obligatorischen Schulzeit. Das von Berufs- und Schulfachleuten entwickelte Hilfsmittel ermöglicht es, auf kostenpflichtige Eignungstests wie Multicheck oder Basis-Check zu verzichten. Die Anwärter/innen für eine Lehrstelle können den Test ab diesem Herbst gratis am Genfer Informations- und Beratungszentrum, der Cité des métiers et de la formation, absolvieren.
Auskünfte: Grégoire Evéquoz, directeur général de l'OFPC, 022 388 44 25, gregoire.evequoz@etat.ge.ch

18.08.2010

BE: Kredit für die Validierung von Bildungsleistungen

Erwachsene sollen im Kanton Bern den Berufsabschluss auch ohne Lehre nachholen können. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat einem Kredit in der Höhe von 1,2 Millionen Franken für die Umsetzung eines Verfahrens zur Validierung der im Berufsleben erworbenen Bildungsleistungen zugestimmt. Das Verfahren wurde im Rahmen eines gesamtschweizerischen Pilotprojekts entwickelt und wird vorerst in vier Berufen durchgeführt.
Medienmitteilung

18.08.2010

Deutschland droht Engpass bei Fachkräften mittlerer Qualifikation

Das Bonner Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg haben gemeinsam Modellrechnungen zur Entwicklung des Arbeitsmarkts bis zum Jahr 2025 angestellt und unter dem Titel "Beruf und Qualifikation in der Zukunft" als Buch veröffentlicht. Insbesondere bei den Fachkräften auf der mittleren Qualifikationsebene droht ein Engpass. Dem nahezu gleichbleibenden Bedarf an Beschäftigten bis 2025 steht zunächst bis 2015 ein leicht, danach aber rasanter Rückgang der Erwerbspersonen mit entsprechenden Qualifikationen gegenüber. Zudem scheidet ab dem Jahr 2020 eine steigende Zahl von Fachkräften aus dem Erwerbsleben aus. Parallel zu dieser Entwicklung wird festgestellt, dass es den Erwerbstätigen ohne Berufsabschluss zunehmend schwieriger fallen wird, eine Beschäftigung zu finden.
Weitere Informationen

18.08.2010

Österreich: Migration und Schule

Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur präsentiert auf seiner Website Studien und Berichte über Bildungsfragen, die auch die Berufsbildung betreffen. Auf der Website wird ebenfalls eine allgemeine Übersicht zum österreichischen Bildungssystem sowie der Schulentwicklung in Österreich präsentiert. Das Referat für Migration und Schulen stellt zu seinem Themenkreis verschiedene Informations- und Unterrichtsmaterialien zum Download zur Verfügung.

18.08.2010

GE: Bestandesaufnahme der Leistungen des OFPC publiziert

Das Office pour l'orientation, la formation professionnelle et continue (OFPC) des Kantons Genf hat in der Broschüre "OFPC: Constats et données chiffrées 2010" statistische Zahlen veröffentlicht, die einen Überblick über das Volumen der erbrachten Leistungen an die diversen Empfänger wie Personen, Institutionen, Unternehmen oder Berufsverbände gibt. Die Broschüre stellt die grossen Aufgabenbereiche dar, die mit der Berufsund Studienberatung, der beruflichen Grund- und Weiterbildung, der individuellen und kollektiven finanziellen Unterstützung für die Ausbildung verknüpft sind.
Broschüre (französisch)

18.08.2010

Handbuch für Prüfungsexpert/innen wurde aktualisert

Das "Handbuch für Prüfungsexpertinnen und Prüfungsexperten in Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung" ist vom Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB in Zusammenarbeit mit dem SDBB in einer neuen Ausgabe aktualisiert worden. Es enthält Hinweise und Instrumente für die Praxis und ist die zentrale Grundlage für die Durchführung der Qualifikationsverfahren in allen Berufen der Grundbildung. Das Handbuch ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich und kann beim SDBB-Onlineshop bezogen werden.
Zu einem späteren Zeitpunkt wird es auch in elektronischer Form auf der Website www.qv.berufsbildung.ch zur Verfügung gestellt.

18.08.2010
18.08.2010

BFS: Künftige Entwicklung des Bildungssystems

Im Rahmen der Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz 2010–2060 hat das Bundesamt für Statistik (BFS) die Szenarien des Bildungssystems aktualisiert. Diese Szenarien berücksichtigen die internen Prozesse in der Schweiz so umfassend als möglich, ebenso die Bevölkerungsbewegung im Zusammenhang mit der Migration. Sie zeigen auch Prognosen auf über die künftige Entwicklung der Bildung der eingewanderten Bevölkerung.
Szenarien für das Bildungssystem

18.08.2010

BFS: Aktualisierung der Bildungsindikatoren

Die Resultate der schweizerischen Erhebung zur aktiven Bevölkerung 2009 haben eine Aktualisierung der Weiterbildungsindikatoren ermöglicht.
Zudem sind weitere aktualisierte Unterlagen erhältlich:
- Indikatoren zu den Abschlüssen an Schweizerischen Fachhochschulen und der Berufsbildung
- Indikatoren zu den Ausgaben für die öffentliche Bildung.
- detaillierte Zahlen zu Hochschulen und Universitäten (Studierende, Studienabschlüsse, Lehrkörper, Finanzen).
Weitere aktualisierte Unterlagen.