Newsletter vom 19.05.2010

Aktuelle Meldungen vom 19.05.2010

Berufliche Grundbildung

19.05.2010

Reform Schreinerausbildung wird basisdemokratisch organisiert

Das Reglement über die Schreinerlehre aus dem Jahr 2002 soll durch eine Bildungsverordnung nach neuem Berufsbildungsgesetz abgelöst werden. Die Reform wird breit angegangen: Der Schreinermeisterverband VSSM und die Fédération Suisse Romande des entreprises de menuiserie, ébénisterie et charpenterie FRM laden am 10. und 11. September 2010 in Olten zu einer Grossgruppenkonferenz ein, an der rund 200 Betriebsinhaber, Ausbildner/innen, Experten, Fachlehrer, Ük-Instruktoren und junge ausgelernte Schreiner/innen ihre Erfahrungen, Ideen und auch konstruktive Kritik zur Grundausbildung im Schreinerberuf austauschen und einbringen können.
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19.05.2010

Lehrstellensituation im April 2010

Gemäss der monatlichen Umfrage des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei den Kantonen ist die Lehrstellensituation in der Schweiz weiterhin stabil. Folgende Faktoren sind massgebend verantwortlich dafür:
- Die Zahl der Schulabgänger/innen ist seit 2009 rückläufig.
- Trotz angespannter Wirtschaftslage investieren die Betriebe konsequent in die Ausbildung von Lernenden und streichen keine Lehrstellen aufgrund kurzfristiger Rentabilitätsüberlegungen.
- Die Kantone stützen das Lehrstellenangebot weiterhin mit Massnahmen zur Lehrstellenförderung, beispielsweise durch den Einsatz von Lehrstellenförderern, um zusätzliche Lehrstellen in den Gesundheitsberufen und bei den zweijährigen beruflichen Grundbildungen zu schaffen.
Medienmitteilung

19.05.2010
19.05.2010

Zentralschweiz: Weiterbildung für Berufsbildner/innen

Die Zentralschweizer Kantone haben ein Weiterbildungspaket geschnürt, das konsequent die Bildungsbedürfnisse der betrieblichen Ausbildnerpraxis berücksichtigt und das Zentralschweizer Kompetenzzentrum für die Grund- und Weiterbildung von Berufsbildner/innen hat sein Programm für 2010 mit neuen Seminaren ergänzt. Die Kurse bauen auf den am Grundkurs für Berufsbilder/ innen erworbenen Kompetenzen auf und orientieren sich am Rahmenlehrplan für Berufsbildungsverantwortliche des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT). Die Seminarinhalte führen zu einem national gültigen Qualifikationsprofil. Gelernt wird in einem Verbund von Präsenzunterricht und selbstgesteuerten Lernstunden, in denen auch Lernkontrollen möglich sind, die für Zertifikats-Abschlüsse notwendig sind.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

19.05.2010
19.05.2010

Schweizer bilden sich gerne weiter

Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung bildet sich weiter. Am beliebtesten ist das Selbststudium (Wissen, das man sich selbstständig aneignet). Lernaktivitäten im Rahmen einer Schüler-Lehrer-Beziehung (Kurse, Seminare, Konferenzen) sind ebenfalls beliebt. Nahezu jede zweite Person entscheidet sich für diese Form der Weiterbildung. Dies meldet das Bundesamt für Statistik in einer Medienmitteilung. Obwohl die Teilnahmequote in der gesamten Bevölkerung hoch sei, gebe es je nach Arbeitsmarktstatus und Bildungsniveau beträchtliche Unterschiede. Die neusten Daten zur Weiterbildung stammen aus der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 2009.
Medienmitteilung

19.05.2010

SVEB fordert Massnahmen zur Integration von wenig Qualifizierten

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) fordert eine nationale Weiterbildungsoffensive für die Integration von wenig Qualifizierten und präzisiert die Inhalte und Methoden der Integrationsbildung. Die Integration von Ausländern und bildungsfernen Schichten sei eine Herausforderung für das Weiterbildungssystem in der Schweiz. Wer sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten und bewegen wolle, müsse über solide Grundkompetenzen verfügen. Lesen und Schreiben, Computerkenntnisse, Alltagsmathematik, Sprachkenntnisse und zivilrechtliches Grundwissen seien für Erwerbstätige unerlässlich. Wer diese Kompetenzen nicht habe, trage ein hohes Arbeitslosigkeits- und Sozialhilferisiko und steht bei jedem Weiterbildungskurs zum vornherein im Abseits, so der SVEB.
Medienmitteilung

19.05.2010

WWF: Umweltwissen Teil des lebenslangen Lernens

Der WWF Schweiz fordert in einer Stellungnahme zum geplanten Entwurf für ein Weiterbildungsgesetz, in einem künftigen Zweckartikel die Weiterbildung als öffentliches Interesse zur nachhaltigen Entwicklung zu definieren. Der Bundesrat habe diesen Einbezug in der "Strategie Nachhaltige Entwicklung (Aktionsplan 2008 - 2011)" angekündigt. Laut WWF soll ein Weiterbildungsgesetz den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wandel bewältigen helfen, ressourcenschonende technologische Veränderungen fördern und umweltverträgliches und gesundheitsförderndes Verhalten stärken.
Bildungsletter des WWF

Arbeitsmarkt

19.05.2010

Arbeitslosigkeit wiederholt sich häufig

Die Wiederanmeldungen bei einem RAV haben in den letzten Jahren zugenommen. Rund die Hälfte der Stellensuchenden, die sich von der öffentlichen Arbeitsvermittlung abmelden, wird innerhalb von fünf Jahren erneut arbeitslos. Dies zeigt die neue Studie der Arbeitsmarktbeobachtung AMOSA. Ursachen für diese Entwicklung sind eine gestiegene Nachfrage nach höhere Qualifikationen und die Zunahme der flexiblen Arbeitsverhältnisse wie bespielsweise befristete Arbeitsverträge. Gering Qualifizierte tragen daher ein erhöhtes Risiko für wiederholte Arbeitslosigkeit. AMOSA fordert nun Gegenmassnahmen.
Der Schlussbericht "Wiederholte Arbeitslosigkeit – Situation und Massnahmen" ist abrufbar unter www.amosa.net.
Medienmitteilung

19.05.2010

Arbeitsmarkt: Euphorie verfrüht

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich im Monat April weiter aufgehellt. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem März von 4,2 auf 4,0 Prozent gesunken. Ende April waren 159000 Personen bei einem RAV eingeschrieben, 7500 weniger als im Vormonat. Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-jährige) ging noch stärker zurück. Die Quote sank von 4,8 auf 4,5 Prozent. Doch für Euphorie ist es zu früh. Gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft Seco ist noch unklar, wie sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte entwickeln wird. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Gesamtzahl der Arbeitslosen um 16 Prozent erhöht.
Medienmitteilung

19.05.2010

Mindestlohn-Initiative des SGB

Der Vorstand des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) hat den Text der Mindestlohn-Initiative zuhanden der Delegiertenversammlung vom 17. Mai 2010 verabschiedet. Die Initiative will die als ungenügend eingestuften Löhne erhöhen. Von der geforderten Erhöhung könnten 11 Prozent der Arbeitnehmer/innen profitieren. In erster Linie will die Initiative aber das vertragliche System stärken, indem sie für die einzelnen Branchen Minimallöhne gemäss den sozialpartnerschaftlichen Vereinbarungen festlegt. Auf diese Weise liesse sich der Schutz gegen Lohndumping und prekäre Arbeitsverhältnisse über die Gesamtarbeitsverträge verbessern.

19.05.2010

Job-Index: Stellenangebot wächst wieder

Die Unternehmen in der Schweiz haben im ersten Quartal 2010 15 Prozent mehr Stellen angeboten als im letzten Quartal 2009. Dies zeigen die aktuellen Quartalswerte des Adecco Swiss Job Market Index, eine von der Universität Zürich erhobene Messgrösse für den Schweizer Gesamtstellenmarkt in der Presse und im Internet. Die Zunahme des Stellenangebots sei regional breit abgestützt, wobei die Westschweiz am stärksten von der positiven Entwicklung profitiere. Diese ist umso höher zu gewichten, als in den ersten drei Monaten normalerweise ein saisonal bedingter Rückgang zu verzeichnen ist.
Quartalsbericht Adecco

19.05.2010

Hohe Loyalität der Beschäftigten

46 Prozent der schweizerischen Beschäftigten bringen ihrem Unternehmen einen hohen Grad an Loyalität entgegen. Europaweit sind es durchschnittlich 36 Prozent. Dieses Ergebnis stützt sich auf eine Untersuchung des Personaldienstleisters Kelly Services bei 134000 Befragten aus 29 Ländern. In der Schweiz haben 3000 Arbeitnehmende geantwortet. Das Ansehen des Unternehmens stärke den Stolz der Mitarbeitenden. Ein anerkanntes Management, eine positive Unternehmenskultur und eine gute Kommunikation würden die Arbeitszufriedenheit und Motivation steigern. Der Lohn, die persönlichen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sowie die Anerkennung von Leistungen seien wesentliche Faktoren für die Loyalität.
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19.05.2010

Salär ist wichtigster Motivator für Manager

Im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftemangel sind besondere Massnahmen erforderlich, um Top-Talente zu binden. Der wichtigste Motivator ist in diesem Zusammenhang das Salär: In Österreich und in der Schweiz würde sich jeder zweite Manager am meisten durch eine Lohnerhöhung an das Unternehmen gebunden fühlen. Ein starker Anreiz sind auch konkrete Karrierepläne und Mitspracherechte, über die sich ungefähr jeder fünfte Arbeitnehmer freuen würde (Mehrfachnennungen möglich). Dies sind Ergebnisse der Studie Workplace Survey 2010, für die der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half über 3000 Personalund Finanzmanager in 13 Ländern befragt hat.
Pressemitteilung

Berufliche Integration

19.05.2010

Stabilisierungsmassnahmen greifen

Bundespräsidentin Doris Leuthard und die Sozialpartner sind sich darin einig, dass die im Rahmen der Stabilisierungsmassnahmen beschlossenen Instrumente geholfen haben, die Beschäftigungslage zu verbessern. Dies wurde an einer kürzlich durchgeführten Aussprache deutlich. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) wird den Arbeitsmarkt zusammen mit den Sozialpartnern weiterhin beobachten und bei Bedarf neue Massnahmen einleiten, um vor allem die Jugendund Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen.
Medienmitteilung

Verschiedenes

19.05.2010

Mai-Tagung der Berufsbildung

Die Mai-Tagung des Bundesamts für Berufsbildung (BBT) ist die nationale Plattform für Informationen aus dem Berufsbildungsbereich, für die Präsentation von Projekten und für das Networking. Der diesjährige Anlass im Kursaal Bern wurde von über 600 Teilnehmer/ innen besucht. Thematischer Schwerpunkt der Tagung war die höhere Berufsbildung mit einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema. Alle Unterlagen zur Tagung, insbesondere die Handouts der Referate, sind auf der Website des BBT aufgeschaltet.

19.05.2010

Deutschland: Berufsbildungsbericht 2010 erschienen

Der Bericht des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung zieht Bilanz über die Ausbildungssituation in Deutschland im Jahr 2009. Zentrale Inhalte sind Informationen zum Ausbildungsmarkt, zu Struktur und Entwicklung der Berufsausbildung, zum Übergangssystem, zur Entwicklung der Ausbildungsverhältnisse vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowie zur Verbesserung der Berufsorientierung, des Übergangsmanagements und der Nachqualifizierung. Weitere Themen sind die Weiterbildung, die Berufsbildungsforschung, die Kompetenzmessung und die internationale Zusammenarbeit. Der Bericht (ca. 80 Seiten) und Stellungnahmen dazu stehen über das Portal des deutschen Bildungsservers zur Verfügung.

19.05.2010

Fakten und Zahlen zur Berufsbildung in der Schweiz

Die Broschüre "Berufsbildung in der Schweiz – Fakten und Zahlen 2010" des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) ist erschienen. Sie enthält nebst generellen Darstellungen zum Schweizer Berufsbildungssystem Grafiken zu Themen wie "Einstieg in die Berufswelt", "Abschlussquoten" und "Finanzierung der Berufsbildung". Die Broschüre ist auf Deutsch, Französisch, Italienisch sowie Englisch erschienen und kann kostenlos über den Online-Shop von www.berufsbildungplus. ch bezogen oder heruntergeladen werden. Auf dem Portal zur Berufsbildung stehen unter www.fz.berufsbildung.ch die aktuellen Grafiken der BBT-Broschüre als Folien für Präsentationszwecke aufbereitet zur Verfügung.

19.05.2010

ZH: Portal zum Thema Gewalt an Schulen

Im Kanton Zürich steht Schulen und Eltern ein vielfältiges Angebot von Unterrichtshilfen, Beratungsund Fachstellen sowie Weiterbildungen zum Thema Gewalt zur Verfügung. Die Zürcher Bildungsdirektion hat das Angebot mit einem Internetportal erweitert, das eine Fülle von Informationen zum Thema Gewalt im Umfeld von Schulen anbietet und über die verschiedenen Angebote informiert. Weitere Informationen thematisieren Formen und Ursachen von Gewalt. Themen wie Risikoverhalten im Strassenverkehr, Alkoholprävention und Umgang mit Sexualität richten sich im Speziellen an Jugendliche auf der Sekundarstufe II.

19.05.2010

SDK: Claude-Alain Vuille folgt auf Herbert Binggeli

Claude-Alain Vuille, Leiter des Centre professionnel du Littoral neuchâtelois (CPLN), wurde an der Generalversammlung vom 7. Mai zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsschulen SDK gewählt. Der bisherige Präsident, Herbert Binggeli, Leiter der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern (GIBB), war nach vier Jahren im Amt zurückgetreten. Vuille ist der erste Romand, der der SDK vorsteht.
Mitteilung