Newsletter vom 17.04.2013

Aktuelle Meldungen vom 17.04.2013

Berufliche Grundbildung

17.04.2013

Maitagung mit Bundesrat Schneider-Ammann

An der Maitagung des SBFI vom 28. Mai 2013 in Bern wird Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, eine politische Standortbestimmung vornehmen. Gastreferent zum Tagungsthema "Berufsbildung als Wettbewerbsfaktor" ist Professor Aymo Brunetti, Professor für Wirtschaftspolitik und Regionalökonomie der Universität Bern. Anmeldungen nimmt das SBFI bis am 6. Mai entgegen.

17.04.2013

Fakten und Zahlen zur Berufsbildung: Broschüre 2013 erschienen

Die Broschüre "Berufsbildung in der Schweiz – Fakten und Zahlen 2013" des SBFI ist erschienen. Sie enthält nebst generellen Darstellungen zum Schweizer Berufsbildungssystem Grafiken zu Themen wie "Einstieg in die Berufswelt", "Höhere Berufsbildung" und "Finanzierung der Berufsbildung". Die Broschüre ist auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch sowie Spanisch erhältlich und kann kostenlos über den Online-Shop von berufsbildungplus.ch bezogen oder heruntergeladen werden. Auf dem Portal der Berufsbildung stehen zudem alle Grafiken der SBFI-Broschüre als Foliensatz für Präsentationszwecke zur Verfügung (wird demnächst aktualisiert).

17.04.2013

SBFI publiziert neuen Newsletter

Das SBFI gab kürzlich den ersten Newsletter heraus, der alle Tätigkeitsbereiche des Staatssekretariats umfasst: Bildung, Forschung und Innovation. In Bezug auf die Berufsbildung wird von der vergangenen Verbundpartnertagung (Bund, Kantonen und OdA) in Murten berichtet, an der neue Impulse vermittelt werden konnten. Der Newsletter SBFI erscheint monatlich (zehn Mal pro Jahr, ohne Juli und August) gedruckt in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Er ist auch elektronisch verfügbar.

17.04.2013

Situation auf dem Lehrstellenmarkt

Die Resultate der Kantonsumfrage Mitte März zeigen für 2013 einen weitgehend stabilen Lehrstellenmarkt. Angebot und Nachfrage variieren je nach Region und Berufsbereich. Es ist jedoch zu früh, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen. Der Lehrstellenbarometer, der Mitte Juni publiziert wird, wird aussagekräftigere Prognosen liefern.
Medienmitteilung

17.04.2013

Revision der Verordnung über die Mindestvorschriften in Allgemeinbildung

Das SBFI hat das Anhörungsverfahren für zwei Änderungen der Verordnung über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung eröffnet. Die Revision betrifft die Vertretung der Organisationen der Arbeitswelt und der Ausbildungsinstitutionen für Lehrpersonen für den allgemein bildenden Unterricht in der Schweizerischen Kommission für Entwicklung und Qualität der Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung. Anhörungsfrist: 6. Mai 2013. Die revidierte Verordnung kann hier heruntergeladen werden.

17.04.2013

Bildungsverordnungen: Vernehmlassungen und Anhörung

Das SBFI hat das Vernehmlassungsverfahren über die Verordnungen über die berufliche Grundbildung Entwässerungstechnologe/-technologin EFZ und Entwässerungspraktiker/in EBA eröffnet. Vernehmlassungsfrist: 5. Juli 2013. Zudem führt das SBFI eine Anhörung zur Totalrevision der Verordnung über die berufliche Grundbildung für das Berufsfeld Verkehrswegbau auf der Stufe EFZ und EBA durch. Anhörungsfrist: 31. Mai 2013. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

17.04.2013

Integrationsprojekte an Berufsfachschulen

Auf der Webseite Integrationsprojekte an Berufsfachschulen sind die an Berufsfachschulen durchgeführten Projekte vollständig dokumentiert. Nach fünf Jahren wurde zudem Bilanz gezogen. Das Projekt wird noch zwei Jahre von der Hirschmann-Stiftung unterstützt. Ziel ist es, kulturelle Barrieren und Sprachschranken, Vorurteile und Mentalitätsschranken unter Berufsschüler/innen zu überwinden. Nächste Eingabefrist für Projekte ist der 30. Mai 2013.

17.04.2013

Validierung von Bildungsleistungen für MEM-Berufe

Dieses Jahr wird in den Kantonen Wallis, Waadt und Genf für den Beruf Produktionsmechaniker/in EFZ ein Pilotprojekt zur Validierung von Bildungsleistungen gestartet. In der Juraregion der Kantone Bern, Jura und Neuenburg (BEJUNE) ist dieses Verfahren bereits mit Erfolg etabliert: Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden Validierungsdokumente und Tests entwickelt. Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität der MEM-Branche hat die Validierungsgrundlagen begutachtet und für die Verwendung in einem Pilotversuch freigegeben. Nach Abschluss soll das Validierungsverfahren, falls in der Wirtschaft das entsprechende Bedürfnis besteht, auf weitere technische Berufe der MEM-Branche ausgeweitet werden.
Weitere Informationen

17.04.2013

Fachleute Gesundheit bleiben ihrer Branche treu

Gemäss einer Studie des Eidg. Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) und der OdA Santé zum Karriereverlauf von Fachleuten Gesundheit FaGe bleiben diese ihrem Beruf treu und nutzen die weiterführenden Ausbildungen in ihrer Branche. Vier von zehn Absolventinnen und Absolventen sind ein Jahr nach Ende der Ausbildung als FaGe erwerbstätig, weitere vier von zehn studieren an einer höheren Fachschule oder Fachhochschule Gesundheit, eine von zehn an einer Maturitätsschule. Nur jede zehnte der befragten FaGe hat eine Tätigkeit ausserhalb des Gesundheitswesens aufgenommen.
Studie

17.04.2013

Studie zur Wettbewerbsfähigkeit der kantonalen Verwaltungen

Zum fünften Mal hat die Schweizer Handelskammer der lateinischen Schweiz die MIS-Trend AG beauftragt, eine Studie zur Wettbewerbsfähigkeit der kantonalen Verwaltungen zu erarbeiten. Dieses Jahr enthält die Umfrage vier Hauptthemen: finanzielle Administration, Berufsbildung, Reduktion der Arbeitszeit sowie Umweltschutz und Raumplanung. Der Kanton Tessin erzielt den ersten Rang im Bereich Berufsbildung.
Weitere Informationen

17.04.2013

GE: Stadt unterstützt die Schaffung von Lehrstellen

Als Antwort auf eine Initiative hat die Stadt Genf die Einrichtung eines mit drei Millionen Franken dotierten städtischen Fonds vorgeschlagen. Dieser Fonds soll lokale Firmen zeitlich limitiert unterstützen, welche einen oder mehrere Lernende im ersten Lehrjahr ausbilden. Die Unternehmen müssen sich auf Stadtgebiet befinden, die Anzahl der Lernenden muss einen Anteil von mindestens 10% der Beschäftigten ausmachen.
Medienmitteilung

17.04.2013

SG: Berufsfachschulen aus Spargründen eine Woche geschlossen

Im Zusammenhang  mit dem Sparpaket II zur Stabilisierung des Staatshaushaltes wurde als einmalige Massnahme auch eine zusätzliche Ferienwoche an den Berufsfachschulen beschlossen. Die Massnahme, die Anfang Februar umgesetzt worden ist, wird nicht mit pädagogischen, sondern mit finanziellen Motiven begründet. Eine Antwort der St. Galler Regierung auf eine diesbezügliche einfache Anfrage liegt nun vor.

17.04.2013

TI: mehr Lehrstellen in der Verwaltung

Auf Anregung des kantonalen Berufsbildungsamts hat der Tessiner Staatsrat  alle Abteilungen der Verwaltung in einem "Sensibilisierungsbrief" gebeten die Möglichkeit zu prüfen, zusätzliche Lernende einzustellen. Sie sollen damit ihre Vorbildfunktion bei den Betrieben bezüglich Berufsbildung manifestieren.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

17.04.2013

Prüfungsordnung in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem SBFI den Entwurf der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Spitalfachmann/Spitalfachfrau mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 4. April 2013

17.04.2013

Fünfte "Bildungsstudie Schweiz" erschienen

Schwerpunkte der "Bildungsstudie 2012" zur berufliche Aus- und Weiterbildung in der Deutschschweiz sind die Finanzierung der Lehrgänge, die von den Zielgruppen nachgefragten Bildungsthemen, die von ihnen angestrebten und erworbenen Titel, die Transparenz unter den Abschlüssen sowie Forderungen von Verbänden und Politik in Bezug auf Berufsbezeichnungen. Befragt wurden insgesamt 2100 Weiterbildungs-Teilnehmer/innen und Studierende der Tertiärstufe A und B. Der Studienbericht des Schweizerischer Verbandes für Weiterbildung kostet 58 Franken.

Mittelschulen und Hochschulen

17.04.2013

Gesetzesentwurf für Ausbildungsbeiträge

Der Bundesrat hat von den Vernehmlassungsergebnissen zur Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes Kenntnis genommen. Die Stossrichtung der Revisionsgrundsätze wurde mehrheitlich begrüsst. Hauptziel ist die Schaffung besserer Voraussetzungen für eine chancengerecht ausgestaltete Tertiärstufe und die Unterstützung der Kantone bei der Harmonisierung des Stipendienwesens. Der Bundesrat erachtet den Vernehmlassungsentwurf als gute Grundlage für das weitere Vorgehen. Im Sinne eines Rahmengesetzes beschränkt sich der Text auf den Verweis auf das kantonale Stipendienkonkordat. Das bestehende Verteilermodell der Bundessubventionen soll beibehalten und die Gleichwertigkeit allgemeinbildender und berufsbezogener Ausbildung auf der Tertiärstufe im Ausbildungsbeitragswesen sichergestellt werden. Die Botschaft zur Totalrevision wird bis im Sommer 2013 vorgelegt.
Medienmitteilung

17.04.2013

Gymnasien: Soll später, aber stärker spezialisiert werden?

Um die Qualität der gymnasialen Maturität und den prüfungsfreien Hochschulzugang zu sichern, werden derzeit im Auftrag der EDK basale fachliche Studierkompetenzen erarbeitet sowie weitere Massnahmen geprüft. Wie die NZZ in ihrer Ausgabe vom 4. April 2013 schreibt, warten nun Bildungsforscher mit einer neuen Idee auf: Am Gymnasium soll wieder eine stärkere Spezialisierung möglich sein. Vorgeschlagen wird eine Zweiteilung des Gymnasiums mit der späteren Wahl von mehreren Schwerpunktfächern.

17.04.2013
17.04.2013
17.04.2013

Gewerkschaftsbund will Praktiker/innen in den Fachhochschulen

Im Zusammenhang mit dem neuen Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz des Bundes hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) eine Stellungnahme veröffentlicht. Er moniert darin, dass heute mehr als die Hälfte der Studierenden der Fachhochschulen vom Gymnasium oder von einer Fachmittelschule her kommen. Die Fachhochschulen sollten zukünftig aber prioritär Personen mit einer Berufsmatura anziehen. Fachhochschulstudierende sollten immer über praktische Berufserfahrung in ihrem Studienbereich verfügen, schreibt der SGB weiter.

17.04.2013

FH Schweiz will PhD auch an Fachhochschulen

Der Schweizer Dachverband der Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschulen (FH Schweiz) fordert in einem Positionspapier die Einführung eines neuen, eigenständigen PhD an den Fachhochschulen. Der Grundsatz "gleichwertig, aber andersartig" soll damit auch auf die dritte, höchste Ausbildungsstufe übertragen werden. Gegenwärtig bieten die Fachhochschulen zwar den Bachelor und den Master, nicht aber das PhD ("Doktorat") an. Dieses kann heute nur an einer Universität oder ETH absolviert werden.

17.04.2013

BS: Naturwissenschaften an Gymnasien beliebt

Obwohl die Zahl der Übertritte an die Gymnasien im Kanton Basel-Stadt angestiegen ist, können im August 2013 voraussichtlich alle angehenden Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Schule und das Schwerpunktfach besuchen, das sie sich gewünscht haben. Besonders gefragt waren neben Philosophie, Psychologie, Pädagogik vor allem die naturwissenschaftlichen Schwerpunkte, die in Basel nun mehr als einen Drittel aller Anmeldungen ausmachen.
Medienmitteilung

17.04.2013
17.04.2013

Österreich: Einschränkungen des Hochschulzugangs

Seit März 2013 gelten an Österreichs Hochschulen neue Regelungen: Langzeitstudierende und Studierende aus Nicht-EU-Ländern müssen für das Studium bezahlen. Für die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Psychologie und Publizistik sind zudem Aufnahmeprüfungen obligatorisch. Für weitere 19 Studiengänge können bei starkem Andrang Eignungstests durchgeführt werden. Dies berichtet die deutsche Universitätszeitung duz.

Beratung

17.04.2013

Berufs- und Studieninformationen: Neue Publikationen

In der "Perspektiven"-Reihe, welche die "Infomappen" der Studienberatungen bis 2015 ablöst, sind vier neue Hefte erschienen: Medizinische Beratung und Therapie, Heil- und Sonderpädagogik, Tourismus und Facility Management, Umweltwissenschaften. Ausserdem wurden zwei Grundlagenhefte der Berufs- und Studienberatung aktualisiert: "Das Studienangebot 2013/14" gibt einen Gesamtüberblick über die Studienrichtungen an Hochschulen. "Berufsfelder 2013" macht die Aus- und Weiterbildungslandschaft anhand der 22 Berufsfelder nach Zihlmann zugänglich. Alle diese Publikationen erscheinen im SDBB-Verlag.

17.04.2013

GE: aus "Cité des métiers" wird "Cité des métiers du Grand Genève"

Mit der Eröffnung des ersten partnerschaftlichen Informations- und Berufsbildungszentrums in Annemasse (Frankreich) erweitert die "Cité des métiers et de la formation" in Genf ihren Wirkungskreis. Das Zentrum von Annemasse sowie die beiden neuen Zentren in Meyrin und Onex werden mit dem Hauptportal des Plainpalais zur Bildung der "Cité des métiers du Grand Genève" verknüpft. Dadurch können die Leistungen mit lokalen Anpassungen angeboten werden.
Medienmitteilung

17.04.2013

LU: Schliessung des BIZ Sursee: Initianten geben nicht auf

Gemäss einen Entscheid des Luzerner Kantonsrates soll das BIZ Sursee geschlossen werden. Die Initiantinnen und Initianten einer Petition schlagen nun einen Kompromiss vor: Die Beratung würde in Sursee verbleiben, die Leitung des BIZ und die Medienbibliothek würden in Luzern zentralisiert. Dies berichtet die Neue Luzerner Zeitung in ihrer Ausgabe vom 26. März 2013.

Arbeitsmarkt

17.04.2013

Arbeitgeber wollen 2013 mehr Personal einstellen

82% der Schweizer Unternehmen wollen im laufenden Jahr neue Arbeitnehmer einstellen. In Europa suchen durchschnittlich 76% der Unternehmen mehr Personal, in Amerika, Asien und Ozeanien liegt der Wert bei 90%. Dies belegt der Global HR Barometer, welcher 2013 erstmals vom Personalberatungs-Unternehmen Michael Page erstellt wurde. Weltweit wurden 4000 HR-Verantwortliche über personalpolitische Tendenzen und Veränderungen befragt. Viele Arbeitgeber sehen ihre Arbeitskräfte als das wichtigste Kapital zur Sicherstellung der Konkurrenzfähigkeit. Rund 89% der Unternehmen würden mit unterschiedlichen Massnahmen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden fördern.
Medienmitteilung

17.04.2013

Arbeitslosenversicherung: Jahresrechnung 2012 positiv

Der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung (ALV) schloss das Rechnungsjahr 2012 bei einem Gesamtertrag von 6,94 Milliarden (2011: 7,21) Franken und Gesamtaufwendungen von insgesamt 5,78 Milliarden (5,58) Franken ab. Der Überschuss betrug 1,16 Milliarden Franken (1,63). Im Jahresdurchschnitt waren 125'594 Arbeitslose bei der ALV registriert; dies entspricht einer Quote von 2,9% (122'892; 2,8%). Aufgrund des Überschusses konnten im Jahr 2012 Darlehen von 1 Milliarde Franken an die Bundeskasse zurückbezahlt werden. Somit sinken die Darlehensschulden per Ende 2012 auf total 5 Milliarden Franken.
Medienmitteilung SECO

17.04.2013

Caritas verlangt Rechte für Hausangestellte

Die Hilfsorganisation Caritas verlangt von Bundesrat und Parlament, das Abkommen Nr. 189 der Internationalen Arbeitsorganisation, das die Grundrechte der Hausangestellten schützt,  zu ratifizieren. In ihrer Stellungnahme mit dem Titel "Ein gerechter Rahmen für die Migration des Pflegepersonals" fordert Caritas, dass die Arbeitsverhältnisse angemessen geregelt sind: wöchentliche Freizeit von mindestens 24 Stunden, Entschädigung von Überstunden und Einhalten der Minimallöhne. Zudem schlägt Caritas neue Finanzierungsmodelle für Hausarbeiten vor, damit auch wirtschaftlich schwächere Haushalte in der Lage sind, ihre Angehörigen zu Hause professionell betreuen zu lassen.

17.04.2013

Frankreich: Bedeutende Arbeitsmarktreformen verabschiedet

Die französische Nationalversammlung hat einen Gesetzesentwurf angenommen, der zu mehr Arbeitsplätzen und mehr Beschäftigung führen soll. Das von den Sozialpartnern im Januar 2013 vereinbarte Beschäftigungsabkommen (das allerdings von zwei Gewerkschaften nicht unterzeichnet worden ist) sieht mehr Flexibilität für die Unternehmen und mehr Sicherheit für die Angestellten vor. So wird für die Unternehmen der Spielraum bei Entlassungen vergrössert. Ausserdem sollen Verhandlungen über Lohn und Arbeitszeit auf Unternehmensebene möglich sein, wenn im Gegenzug die Beschäftigung gesichert wird. Für die Arbeitnehmenden sind weitere Rechte wie die ergänzende Deckung der Gesundheitskosten oder finanzielle Leistungen bei Weiterbildung vorgesehen. Der Entwurf gelangt nun vor den Senat, wo er in einem beschleunigten Verfahren behandelt werden soll.

17.04.2013

Österreich rechnet mit mehr Arbeitslosen

Das österreichische Arbeitsmarktservice (AMS) prognostiziert für das laufende Jahr eine Steigerung der Arbeitslosigkeit von 7% auf die Rekordhöhe von 7,4%. In absoluten Zahlen nimmt die Arbeitslosigkeit um 15'900 Personen zu. Von diesem Zuwachs sind die Männer (+ 0,5%) mehr betroffen als die Frauen (+ 0,2%). Laut AMS info steigt zwar die Beschäftigung landesweit, jedoch nicht im selben Ausmass wie das Arbeitskräfteangebot. Die Zahl der Arbeitslosen wächst in allen neun Bundesländern.

17.04.2013

IAO: EU-Sparpolitik verfehlt ihre Ziele

Seit 2008 hat in den EU-Ländern die Zahl der Arbeitslosen um 10 Millionen zugenommen. Heute sind in der EU 26 Millionen Menschen ohne Arbeit. Angesichts dieser Rekordmarke stellte die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) in einer Medienmitteilung fest, dass die Austeritätspolitik in Europa gescheitert sei. Zuerst müssten die Strukturprobleme im Finanzsektor, dem Ursprung der Krise, bereinigt werden, um den Arbeitsmarkt zu beleben. Wichtig seien zudem der Kampf gegen Lohndruck, Dringlichkeitsmassnamen wie eine garantierte Beschäftigung für Jugendliche und der Dialog zwischen Staat und Sozialpartnern.

Berufliche Integration

17.04.2013

Frauen in Wissenschaft und Technologie untervertreten

Gemäss den Daten des BFS sind Frauen auf der höchsten Stufe der wissenschaftlichen Forschung schwach vertreten. An den Hochschulen machen sie gerade einmal 26% der Forschung betreibenden Professorenschaft aus. Die Zahl der Forscherinnen wächst jedoch schneller als jene der Forscher. Die Medienmitteilung hält im Weiteren fest, dass 2010 ungefähr gleich viele Frauen wie Männer an den Schweizer Hochschulen immatrikuliert waren. Wie in andern europäischen Staaten nehme jedoch der Frauenanteil mit steigender Hierarchiestufe ab. Dieser variiere stark nach Wirtschaftssektor und Fachbereich.

17.04.2013

Unterschiedliche Sozialhilfe in der Schweiz

Die BFS-Website "Inventar der bedarfsabhängigen Sozialleistungen" wurde aktualisiert. Dort werden die kantonalen gesetzlichen Grundlagen und die verschiedenen bedarfsabhängigen Sozialleistungen aufgelistet, neu der Stand per 1. Januar 2012. Das Inventar bietet einen Überblick über die Leistungspaletten der Kantone, die unterschiedliche Regelungen haben. Unter bedarfsabhängige Sozialleistungen werden Alters- und Pflegehilfen, Arbeitslosenhilfe, Familienbeihilfen, Wohnbeihilfen und Jugendhilfe subsumiert. Im Tessin werden alle fünf zusätzlichen Unterstützungen angeboten, in den Kantonen Genf, Waadt, Basel-Stadt und Zug deren vier. Aus dem Inventar geht auch hervor, dass die Kantone Aargau, Solothurn, Luzern, Graubünden, Ob- und Nidwalden, Schwyz und Glarus nur eines dieser Angebote kennen.

17.04.2013

Rekordtief bei Suva-Renten

Seit der Einführung des Case Management 2003 hat die Suva zahlreiche Schwerverunfallte ins Berufsleben zurückgeführt. Gleichzeitig begann die Zahl der Neurenten kontinuierlich zu sinken. Für 2012 ist erneut ein Rückgang um 8,3% zu verzeichnen. Noch deutlicher ist mit 9,3% der Rückgang bei den Rentenkosten. Die 1584 neuen Invalidenrenten sind der tiefste Wert seit der Einführung des Unfallversicherungsgesetzes 1984. Nach dem Höchststand von 3357 Renten im Jahr 2003 reduzierte sich die Zahl um 52,8%. Fast 130 Case Manager der Suva unterstützen Schwerverunfallte bei ihrer Genesung und der Wiedereingliederung in den Berufsalltag.
Medienmitteilung

17.04.2013

IAO-Studie beleuchtet die Vorteile der Telearbeit

Forscher der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) kommen zum Schluss, dass Telearbeit (auch als Heimarbeit bezeichnet) die Arbeitszufriedenheit steigere und die Fluktuation der Angestellten spürbar reduziere. Die Integration der weiblichen Arbeitskräfte werde optimiert, da diese Erwerbsarbeit und familiäre Aufgaben besser verbinden könnten. Auch für behinderte Menschen ergäben sich durch den Wegfall der Arbeitswege neue Berufsperspektiven. Die IAO-Untersuchung widerspricht der Vorsitzenden von Yahoo, welche die Arbeit zu Hause verboten hat, weil die Mitarbeitenden bei wichtigen Entscheiden anwesend sein müssten. Bei Unternehmen wie Best Buy, British Telecom oder Dow Chemical sei dank Telearbeit die Produktivität um 35%-40% erhöht worden.

Verschiedenes

17.04.2013

SVP präsentiert Positionspapier zu "Berufswelt und Volksschule"

Die SVP Schweiz hat ihr neues Positionspapier "Berufswelt und Volksschule" vorgestellt. Sie will die Berufstauglichkeit ins Zentrum der Ausbildung an Volksschulen stellen, und nicht akademische Abschlüsse. Zudem fordert sie ein stärkeres Leistungsprinzip. Mathematik und Naturwissenschaften sollen zulasten des Fremdsprachenunterrichts aufgewertet werden. Das Positionspapier wird am 15. Juni an einem Sonderparteitag zur Diskussion gestellt.