Newsletter vom 16.01.2013

Aktuelle Meldungen vom 16.01.2013

Berufliche Grundbildung

16.01.2013

Optimierung der Qualifikationsverfahren

Im Rahmen des Projekts "Optimierung der Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung" erstellte die econcept AG eine Bestandesaufnahme der Qualifikationsverfahren. Dazu wurden die kantonalen Prüfungsleiter/innen sowie sämtliche Trägerinstitutionen befragt. Der Bericht bildet die Grundlage für die Erarbeitung von Instrumenten zur Optimierung der Qualifikationsverfahren. Diese Instrumente werden in Zusammenarbeit mit dem EHB, dem SDBB, den OdA und der SBBK erarbeitet und den Verbundpartnern im Sommer 2013 zur Anhörung vorgelegt.

16.01.2013

Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität erlassen

Am 18. Dezember 2012 hat das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (heute Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI), gestützt auf die Empfehlung des Steuerungsorgans, den Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität (RLP-BM) erlassen. Für die Erarbeitung der Lehrpläne soll den Kantonen ein Jahr mehr Zeit eingeräumt werden. Die Arbeiten für die Anpassung der Fristen in Artikel 36 der Berufsmaturitätsverordnung durch den Bundesrat erfolgen im ersten Quartal 2013. Der RLP-BM steht in der "Version vor Drucklegung" auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung.

16.01.2013
16.01.2013

Bildungsverordnungen und Bildungspläne: erlassene Änderungen

Im November und Dezember 2012 hat das BBT verschiedene Änderungen auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt: - Schreinerpraktiker/in EBA: Einführung der Schwerpunkte "Schreinerei" und "Fensterbau" in der Bildungsverordnung und im Bildungsplan; - Reifenpraktiker/in EBA: Anpassung des Bildungsplans (Leistungsziele und Qualifikationsverfahren); - Kaminfeger/in EFZ: Anpassung des Bildungsplans (Qualifikationsbereich "praktische Arbeit"); - Holzbildhauer/in EFZ, Holzhandwerker/in EFZ, Korb- und Flechtwerkgestalter/in EFZ, Küfer/in EFZ: Anpassung der Bildungspläne (Qualifikationsverfahren).

16.01.2013

Gusstechnologe/Gusstechnologin EFZ: Bildungsverordnung erlassen

Das BBT hat kürzlich die Verordnung über die berufliche Grundbildung Gusstechnologin/Gusstechnologe EFZ erlassen und auf den 1. Februar 2013 in Kraft gesetzt. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen. Die Bildungspläne werden im Laufe des Monats Januar 2013 auf der Internetseite des Giesserei-Verbands Schweiz (GVS) aufgeschaltet.

16.01.2013

Fotolaborant/in: Reglement aufgehoben

Der Verband imagingswiss hat die Aufhebung des Reglements über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Fotolaborantinnen/Fotolaboranten vom 11. Februar 1983 beantragt. Zu der vom BBT durchgeführten Anhörung sind keine abschlägigen Stellungnahmen eingegangen. Die Aufhebung des Reglements ist deshalb auf den 1. Januar 2013 in Kraft getreten.

16.01.2013

Szenarien 2012-2021 für das Bildungssystem

Das Bundesamt für Statistik hat die Bildungsperspektiven "Szenarien 2012-2021 für das Bildungssystem" publiziert. Diese Broschüre enthält die Szenarien der Schüler, Lernenden und Studierenden sowie die Abschlüsse der obligatorischen Schule, der Sekundarstufe II und der Hochschulen. Laut dieser Studie dürften sich die Zahlen im 1. Lehrjahr der beruflichen Grundbildung (2011 waren es 82'200 Lernende) im Laufe der nächsten Jahre reduzieren (-4,3% auf 78'700 Lernende 2018), um dann wieder anzuwachsen (+1,5% auf 79'800 Lernende 2021).

16.01.2013

Zeitschrift Folio: Neues Redaktionsteam

Die Nummer 6/2012 von Folio, der Zeitschrift für Lehrpersonen in der Berufsbildung, wurde erstmals von der neuen Redaktionsequipe gestaltet. Redaktionsleiterin der vom Verband BCH-FPS herausgegebenen Zeitschrift ist Renata Bühler, ehemalige Sekundarlehrerin und Journalistin bei der Zeitung "Der Bund". Weitere Redaktorinnen sind Lucia Theiler und Sarah Forrer (online). Verantwortlich für die Redaktion und die Verbandskommunikation ist die Agentur "Textension". Zudem kündigt Beat Wenger nach zehn Jahren 2013 seinen Rücktritt als Präsident des BCH an.

16.01.2013

BE: Neuer Chef der Section francophone

Florent Cosandey, 38, wurde zum neuen Chef der Section francophone im Mittelschul- und Berufsbildungsamt Bern (MBA) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Jean-Pascal Lüthi an, der zum SBFI wechselt. Florent Cosandey hat Volkswirtschaft und Politologie studiert. Seit Ende 2007 hat er im MBA als Stellvertreter von Jean-Pascal Lüthi gearbeitet. Er hat zahlreiche Projekte im Berner Jura geführt und ist gut vernetzt. Zuvor war er im Bundesamt für Statistik und in der Fachstelle für Familienpolitik und Gleichstellung im Kanton Neuenburg tätig.

16.01.2013

BL+BS: Zusammenarbeit der drei Lernorte

Die Kantone beider Basel haben ein pädagogisches Konzept für die berufliche Grundbildung der Gesundheitsberufe entwickelt. Die drei Lernorte haben ein gemeinsames Ziel: Zusammenarbeit zugunsten einer erfolgreichen Berufsausbildung. Das Konzept beschreibt die dreizehn Leitideen, welche die Begleitung der Lernenden regeln. Erarbeitet wurde es von Vertretern der Lehrbetriebe, der Schule sowie der Anbieter der überbetrieblichen Kurse und der Organisation der Arbeitswelt. Zwei Mitarbeiter des EHB übernahmen die pädagogische Betreuung.

16.01.2013

JU: Berufspraktika im Ausland

Jurassische Lernende können künftig im Rahmen der europäischen Austauschprogramme von einem Praktikumsangebot im Ausland profitieren. Das Angebot richtet sich an Lernende, die eine bilinguale kaufmännische Grundbildung mit Berufsmaturität machen. Das Praktikum dauert vier Wochen oder neun Monate und kann in Deutschland oder England absolviert werden.

16.01.2013

ZH: Neue Grundlagen für die Berufsbildungs-Finanzierung

Der Bundesbeitrag an die Berufsbildung im Kanton Zürich wird um ca. 30 Millionen Franken angehoben. Dem Kanton stehen somit 2013 ungefähr 110 Millionen zur Verfügung. Dank den Mehreinnahmen kann die Berufsbildung in den Bereichen überbetriebliche Kurse, höhere Berufsbildung und Weiterbildung verstärkt gefördert werden. Gleichzeitig wird die Finanzierung von Leistungen der Berufsbildung einfacher und transparenter gestaltet. Der Regierungsrat dazu per 1.Juanuar 2013 die entsprechenden Verordnungen geändert.
Medienmitteilung

16.01.2013

Deutschland: Engagement für das duale Bildungssystem

Der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), F.H. Esser, kritisierte anlässlich des 5. Röpke-Symposiums die Akademikergläubigkeit in Politik und Institutionen: "Die OECD muss aufhören, die Bildung in und mit der Praxis in Deutschland abzuqualifizieren. Kinder von Akademiker-Eltern, die einen Handwerksberuf erlernen, als Bildungsabsteiger zu kategorisieren, ist diskriminierend und zeugt von einer inakzeptablen Voreingenommenheit gegenüber der Erziehungs- und Bildungsbedeutsamkeit der beruflichen Bildung." Als Irrweg qualifiziert der BIBB-Präsident auch den Vorschlag der EU-Kommission, als Eingangsvoraussetzung für die Krankenpflegeausbildung eine zwölfjährige Schulbildung zu verlangen. Dies würde den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen sogar noch weiter verschärfen.
Qualifizierung in Gesundheits- und Pflegeberufen

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

16.01.2013

Positionierung der Ausbildungen im Gesundheitsbereich

Die Steuergruppe des "Masterplans Bildung Pflegeberufe" hält in einem bildungs- und gesundheitspolitischen Positionspapier fest, dass sowohl die Studiengänge an höheren Fachschulen als auch an Fachhochschulen zur eigenständigen und qualifizierten Berufsausübung in der Pflege befähigen. Die beiden Ausbildungswege berücksichtigen die kulturell geprägten Bildungstraditionen in den Landesteilen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig wurde auch der Zwischenbericht zum "Masterplan Bildung Pflegeberufe" publiziert.

16.01.2013

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung und aufgehobenes Reglement

Die verantwortlichen Organisationen haben dem BBT die folgenden Reglementsentwürfe eingereicht:
- Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Fachmann/Fachfrau Unternehmensführung KMU mit eidg. Fachausweis
- Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung Meister/in Schaltanlagen und Automatik.
Bundesblatt vom 18.Dezember 2012
- Berufsprüfung Rohstoffaufbereiter/in mit eidg. Fachausweis
Bundesblatt vom 15. Januar 2013
Interieursuisse hat beschlossen, das Reglement über die höhere Fachprüfung für Diplomierter Sattler/Diplomierte Sattlerin auf den 31. Januar 2013 aufzuheben.
Bundesblatt vom 18. Dezember 2012
Der Schweizerische Plattenverband und der Verband des Schweizerischen Baumaterials-Handels haben entschieden, das Reglement über die Berufsprüfung für Baumaterialhandelsfachfrau/-fachmann mit eidg. Fachausweis vom 2. September 2003 per 28. Februar 2013 aufzuheben.
Bundesblatt vom 15. Januar 2013

16.01.2013

BE: Pauschalbeiträge für Studierende und Schulen geplant

Studierende und die Bildungsinstitutionen der höheren Berufsbildung sollen künftig Pauschalbeiträge erhalten. Die verbleibenden Kosten müssen mit Kurs- und Studiengebühren gedeckt werden. Mit diesem Modell will der Regierungsrat den Kostenanstieg der letzten Jahre bremsen und für mehr Wettbewerb unter den Anbietern sorgen. Er hat deshalb die Erziehungsdirektion ermächtigt, eine entsprechende Gesetzesrevision bis am 15. April 2013 in die Vernehmlassung zu schicken.
Medienmitteilung

16.01.2013

TI: 50 Jahre Erwachsenen- und Weiterbildung

Die Angebote für Erwachsene (Corsi per adulti) und für die berufliche Weiterbildung (Formazione continua) bietet das Berufsbildungsamt Tessin (DECS) im Jahr 2013 seit genau fünfzig Jahren an. Darunter fallen auch Kurse, die die Möglichkeit bieten, einen Abschluss der beruflichen Grundbildung nachzuholen. Im Rahmen der Präsentation des Programms 2013 wurde ein Profil der Teilnehmer/innen gezeigt (geografische Verteilung, Alter, Geschlecht, Vorbildung und Verteilung auf die angebotenen Bildungsbereiche).

Mittelschulen und Hochschulen

16.01.2013

BFH und HE-Arc werden Partner

Die Berner Fachhochschule und die Fachhochschule Arc haben einen Kooperationsrahmenvertrag unterzeichnet. Die beiden Schulen wollen damit ihre Zusammenarbeit in Bereichen gemeinsamen Interesses weiterentwickeln. Sie haben ebenfalls beschlossen, sich beim Angebot neuer Studiengänge oder der Entwicklung neuer Kompetenzbereiche abzustimmen. Die Partnerfachhochschulen beabsichtigen auch den Austausch und die Bündelung ihrer Infrastruktur-Ressourcen.
Medienmitteilung

16.01.2013

GE: Abschaffung des Eignungstests für das Medizinstudium

Die Universität Genf und das "Département de l'instruction publique, de la culture et du sport" verzichten ab Beginn des Studienjahrs 2013 auf den Eignungstest für das Medizinstudium. Der 2010 eingeführte obligatorische, jedoch nicht selektive Test hat sein Ziel nicht erreicht. Laut Analyse der Wechselbeziehung zwischen den Testresultaten und den Prüfungsergebnissen des 1. Studienjahrs erweist sich der Test kaum als prognostisch zuverlässig im Hinblick auf einen erfolgreichen Studienabschluss. Zudem zeigten Teilnehmende mit einem schwachen Testresultat wenig Interesse an einem Beratungsgespräch. Die Voreinschreibung zum Medizinstudium bei der CRUS bis zum 15. Februar 2013 ist obligatorisch.

16.01.2013

SG: Grossveranstaltungen für Gymnasiasten geplant

Das vom Kantonsrat des Kantons St. Gallen verabschiedete Sparpaket von jährlich 200 Millionen Franken betrifft auch die Gymnasien. Neben einem Lektionenabbau in den Fächern Deutsch, Englisch sowie Musik und Gestalten soll künftig ein Teil des Unterrichts an den Kantonsschulen in Form von Vorlesungen stattfinden. Dies berichtete die NZZ am Sonntag in ihrer Ausgabe vom 23. Dezember 2012.

Beratung

16.01.2013

SDBB Verlag: Newsletter "Neuerscheinungen"

Um die Kunden und Kundinnen noch aktueller und individueller bedienen zu können, ändert der SDBB Verlag seine Ausschreibungspraxis in Bezug auf die Medien der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung. Die BSLB-Stellen sowie alle, die an den Neuerscheinungen des SDBB interessiert sind, werden gebeten, unter diesem Link den Newsletter "Neuerscheinungen SDBB Verlag" zu abonnieren. Damit erhalten sie in der Regel einmal pro Monat, in aktuellen Fällen zweimal den Newsletter mit allen Informationen zu den erschienenen Medien und dem direkten Link in den Webshop. Neue Publikationen, die für ein breiteres Publikum von Interesse sind, werden aber weiterhin auch in PANORAMA.aktuell erscheinen.

16.01.2013

Nationaler Verein für Berufsberatung in Gründung

Der Vorstand der Fachvereinigung für Berufsberatung (FAB) hat beschlossen, einen nationalen Verein zu gründen, der die Interessen der Fachleute der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung gegenüber einer breiten Öffentlichkeit vertritt. Als Kollektivmitglieder haben bereits diverse Vereinigungen aus der Deutschschweiz zugesagt. Mit den Westschweizer Berufskolleginnen und –kollegen hat die FAB erste Gespräche geführt. Die neue Organisation soll vor allem aus Einzelmitgliedern bestehen. Mit der Schaffung des Vereins wird die FAB aufgelöst.

16.01.2013

Stellenmarkt für die Weiterbildungsbranche

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung bietet seit einigen Wochen einen Online-Stellenmarkt an. Ziel der Plattform www.alice.ch/stellen ist es, die Stellen der Weiterbildungsbranche gebündelt auf einer einzigen Website anzubieten. In den ersten sechs Monaten, während der Einführungsphase, werden sämtliche Stellen kostenlos publiziert. Ausgenommen davon sind Personalvermittler.

16.01.2013

Fehlende Bildung als Armutsrisiko

Fehlende Bildung ist eines der grössten Armutsrisiken in der Schweiz. Trotz zahlreicher Reformen ist der Zugang zur Bildung nicht für alle gleichermassen gewährleistet. Noch immer entscheiden die soziale Herkunft und die damit verbundenen finanziellen Ressourcen darüber, wer in der Schweiz welches Bildungsniveau erreicht: Dieses Fazit zieht Caritas Schweiz im soeben erschienenen Sozialalmanach 2013 mit dem Schwerpunkt "Bildung gegen Armut".

16.01.2013

Arbeitsmarkt

16.01.2013

Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration der MINT-Fachkräfte

Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus den Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) konnten sich 2009, ein Jahr nach dem Abschluss, durchschnittlich besser in den Arbeitsmarkt integrieren als diejenigen übriger Fachrichtungen. Die Erwerbslosenquote gemäss der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) betrug bei den MINT-Fachkräften 3,8%, bei den übrige Disziplinen 5%. Die MINT- Absolventen nahmen zudem häufiger Führungspositionen ein, bezogen hingegen mit durchschnittlich 76923 Franken einen etwas niedrigeren Jahresbruttolohn als andere Hochschulabsolventen. Das zeigen Ergebnisse einer Studie des Bundesamts für Statistik über die Integration von Hochschulabsolventinnen und -absolventen in den Arbeitsmarkt.
Medienmitteilung

16.01.2013

Sorgenbarometer 2012: Arbeitslosigkeit bleibt Hauptsorge

Zum zehnten Mal in Folge ist im jährlich erscheinenden Sorgenbarometer der Crédit Suisse die Arbeitslosigkeit mit 49% die Hauptsorge der Schweizerinnen und Schweizer. Diese Einschätzung steht im Kontrast zur Tatsache, dass 92% der Befragten davon ausgehen, ihren Lebensstandard 2013 mindestens halten zu können. Neben der Arbeitslosigkeit sind Ausländer (37%), AHV/Altersvorsorge (36%), Asylfragen (32%) und das Gesundheitswesen (30%) die wichtigsten Sorgen.
Medienmitteilung

16.01.2013

Leicht mehr Arbeitslose 2012

Die durchschnittliche Arbeitslosenquote ist 2012 mit 2,9% gegenüber dem Vorjahr (2,8%) leicht angestiegen. Allmählich trüben sich die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt ein. Zwischen November und Dezember 2012 wuchs der Anteil der Arbeitslosen von 3,1% auf 3,3%. Damit erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9%. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft waren bei den RAV Ende Dezember 2012 142'309 Personen eingeschrieben. Auch die Jugendarbeitslosigkeit und die Zahl der Stellensuchenden nahmen im Dezember 2012 gegenüber den Vormonats- und Vorjahresmonatswerten zu.
Medienmitteilung

16.01.2013

Arbeitslosenversicherung 2011 im Plus

2011 schloss die Arbeitslosenversicherung (ALV) gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft mit einem Gewinn von 1,63 Milliarden ab. Im Vorjahr 2010 musste noch ein Verlust von 1,71 Milliarden hingenommen werden. Die Verschuldung der ALV betrug Ende 2011 noch 6 Milliarden Franken. Die kürzlich vom Bundesrat genehmigte Jahresrechnung wies unter anderem 4,158 Milliarden Franken für Arbeitslosenentschädigungen und 575 Millionen für Arbeitsmarktmassnahmen auf.
Medienmitteilung

16.01.2013

Gesetz gegen Schwarzarbeit bewährt sich

Das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Bundesgesetz gegen die Schwarzarbeit (BGSA) hat sich grundsätzlich bewährt. Dies ergab dessen Evaluation. In seiner Bilanz vom 19. Dezember 2012 kam der Bundesrat zum Schluss, dass dennoch Handlungsbedarf besteht und der Beitrag des BGSA zur Eindämmung von Schwarzarbeit noch verbessert werden kann. Deshalb beauftragte er das EVD (heute WBF) bis spätestens Ende 2014 eine Verbesserung des Gesetzesvollzugs sowie eine Gesetzes- und Verordnungsrevision zu prüfen. Damit sollen unter anderem der Vollzug vereinheitlicht und Massnahmen zur besseren Nachweisbarkeit von Verstössen umgesetzt werden.
Medienmitteilung

16.01.2013

100 Millionen Hausangestellte weltweit

Innert 15 Jahren hat die Zahl der Hausangestellten weltweit um 60% zugenommen. Sie betrug 2010 52 Millionen. Diese Zahlen stammen aus der ersten Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu diesem Thema. Die IAO stellt klar, dass diese Angaben die 7,4 Millionen Kinder, die als unbezahlte Hausdiener arbeiten, ausklammern. Gemäss Fachleuten könnte diese Form der Arbeit in der ganzen Welt also über 100 Millionen Personen umfassen. Oft sei sie heimlich, nicht registriert und schlecht geschützt.

16.01.2013

Italien: Neue Arbeitslosenversicherung

Am 1. Januar 2013 trat die von der Regierung Monti ausgearbeitete "Assicurazione sociale per l'impiego" (Aspi) in Kraft. Die neue Arbeitslosenversicherung deckt mehr Beschäftigte ab als das bisherige System, hat aber eine monatliche Obergrenze von 1120€, die während maximal eines Jahres ausbezahlt werden. Die offizielle Arbeitslosenquote beträgt in Italien zurzeit 11,1%. Gewerkschaften und Experten bemängeln, dass die Versicherung den Arbeitslosen bei Stellensuche und Umschulung zu wenig helfe.
Beitrag in der NZZ

Berufliche Integration

16.01.2013

IIZ: Neue Forschungsschwerpunkte

Die interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) definiert in ihrem Zweijahreskonzept 2013/14 drei Forschungsschwerpunkte: Die Invalidenversicherung (IV) und Jugendliche mit gesundheitlichen und möglicherweise sozialen Problemen; ein Gesamtkonzept für Treffen auf kantonaler Ebene (Abschluss eines Prozesses innerhalb einer Institution und Übergabe der Dossiers an die Partnerorganisationen); Koordination mit dem nationalen Programm Prävention und Bekämpfung der Armut. Zudem übernimmt die IV die Leitung der drei nationalen Gremien. Stefan Ritler leitet das nationale IIZ-Steuerungsgremium, Marie-France Fournier das nationale IIZ-Entwicklungs- und Koordinationsgremium. Für die IIZ-Fachstelle ist Prisca Vythelingum zuständig.

16.01.2013

Lohnunterschiede gehen nur langsam zurück

Gemäss der Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik haben sich die geschlechtsbedingten Lohnunterschiede in der Schweiz zwischen 2008 und 2010 leicht verringert. Nach wie vor lasse sich aber ein Teil der Differenzen nicht durch strukturelle Faktoren wie Bildung, Dienstalter, hierarchische Stellung erklären. Dieser als eigentliche Diskriminierung definierte Anteil ist in der Privatwirtschaft von 745 Franken monatlich im Jahre 2008 auf 677 Franken pro Monat 2010 gesunken. Die Benachteiligung der Frauen auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt wird auch von der OECD erwähnt. In ihrem neuen Bericht "Closing the gender gap" kritisiert sie die zu teuren Kinderbetreuungseinrichtungen, was dazu führe, dass in der Schweiz überdurchschnittlich viele Frauen nur Teilzeit arbeiten könnten.
Medienmitteilung

16.01.2013

Armut reduziert Lebensqualität

In der Schweiz sind gemäss der Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen des Bundesamtes für Statistik 75% der Bevölkerung mit ihrem Leben im Allgemeinen zufrieden. Demgegenüber lebten im Jahr 2011 18,7% in einem Haushalt, der sich eine unerwartete Auslage von 2000 Franken nicht leisten kann. Zudem bekunden 12,8% der Bevölkerung nach eigenen Angaben Mühe, für die notwendigsten Aufgaben aufzukommen. Die finanzielle Situation hat denn auch Auswirkungen auf die Beurteilung der Lebensqualität in zahlreichen Bereichen wie Wohnen oder Gesundheitszustand.
Medienmitteilung

16.01.2013

BS: Kanton fördert Nachholbildung

"Vom Bittgänger zum Bildungsgänger" – unter dieser Devise startet der Kanton Basel-Stadt eine Ausbildungsoffensive für Personen im Alter von 25 bis 40 Jahren, die keinen Berufsabschluss haben und von der Sozialhilfe unterstützt werden. Obschon der seit 2006 intensivierte Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit erfolgreich ist, verpassen immer noch zu viele Jugendliche den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung. Im Rahmen eines Pilotprojekts sollen deshalb betroffene Personen mittels Nachholbildung in den Arbeitsmarkt zurückgeführt werden.
Medienmitteilung

Verschiedenes

16.01.2013

Vom EVD zum WBF

Anfang Januar 2013 wechselte das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) seinen Namen und heisst neu Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Der neue Name des Departements macht deutlich, dass künftig die Bildung in ihrer ganzen Breite unter dem gleichen Dach vereint ist. Im ebenfalls neu geschaffenen Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wurden innerhalb des WBF das bis Ende 2012 im Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) angesiedelte Staatssekretariat für Bildung und Forschung sowie das dem EVD zugeteilte Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) zusammengeführt.
Weitere Informationen

16.01.2013

IAO: neue Datenbank zur Arbeit

Die Internationale Organisation für Arbeit (IAO) hat eine neue Datenbank namens ILOSTAT aufgeschaltet. Sie ermöglicht die verschiedenen Aspekte des Arbeitsmarkts darzustellen, z.B. seine Grösse, seine Struktur, seine Charakteristiken, seine Produktion und den Beitrag der beteiligten Personen sowie die zeitliche Entwicklung all ihrer Aspekte. Die Informationen umfassen über 100 Indikatoren zu mehr als 165 Wirtschaftszweigen, darunter jene der Schweiz. Sie erlauben unter anderem eine Analyse der Wirksamkeit der Wirtschaftspolitik, der Arbeitsbeschaffungsmassnahmen sowie der Bildung und Unterstützung gefährdeter Gruppen auf dem Arbeitsmarkt.