Newsletter vom 11.12.2013

Aktuelle Meldungen vom 11.12.2013

Berufliche Grundbildung

11.12.2013

Förderung von Begabungspotenzialen bei Jugendlichen

Der Bundesrat hat den Bericht "Gezielte Förderung und Unterstützung von Jugendlichen mit unterschiedlichen Begabungspotenzialen an der Nahtstelle I und in der Berufsbildung" verabschiedet. Im Fokus stehen einerseits Fördermassnahmen, die sich gezielt an Jugendliche mit hohem Leistungspotenzial richten. Andererseits wird das Unterstützungsinstrumentarium aufgezeigt, das die Verbundpartner zugunsten von Jugendlichen mit schulischen, sozialen oder sprachlichen Schwierigkeiten aufgebaut haben. Auf dieser Grundlage hat der Bundesrat Empfehlungen formuliert mit dem Ziel, das bisherige Engagement zu verstärken und das bestehende Instrumentarium gezielt zu ergänzen.
Medienmitteilung

11.12.2013

Lehrstellen für jugendliche Grenzgänger

Immer mehr junge Grenzgänger finden eine Lehrstelle in der Schweiz. Im Tessin zum Beispiel sind 8% der Lernenden Grenzgänger. Angesichts dieser Tendenz sind die verantwortlichen Ämter skeptisch und monieren eine Steigerung der Kosten sowie zusätzliche Belastungen. Der Bundesrat bekräftigt in seiner Antwort auf die parlamentarische Anfrage "Lehrlinge und Grenzgänger. Unterstützung der betroffenen Kantone", dass bei der Besetzung von Lehrstellen in erster Linie das Potenzial von Jugendlichen auszuschöpfen ist, die in der Schweiz leben. Ferner wird er in diesen Regionen eine Umfrage lancieren, um ihre Erfahrungen zusammenzutragen und gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen.

11.12.2013

Bildungsverordnungen in Vernehmlassung/Anhörung

Das SBFI hat die Vernehmlassungsverfahren für die Verordnungen über die berufliche Grundbildung Textilpraktiker EBA und Unterhaltspraktikerin EBA sowie die Anhörung zur Revision der Bildungsverordnung Fachfrau/Fachmann Betriebsunterhalt EFZ eröffnet. Vernehmlassungs- bzw. Anhörungsfristen: 5. März bzw. 28. Februar 2014. Die Unterlagen sind hier abrufbar.

11.12.2013

Erlassene Bildungsverordnungen

Das SBFI hat kürzlich die Bildungsverordnungen für Bekleidungsgestalter/in EFZ, Bekleidungsnäher/in EBA sowie für das Berufsfeld "Verkehrswegbau" EFZ und EBA erlassen. Die Verordnungen treten auf den 1. Januar 2014 in Kraft, die Vorgaben für das Qualifikationsverfahren auf den 1. Januar 2017 beziehungsweise 1. Januar 2016. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im Berufsverzeichnis zur Verfügung stehen. Die Bildungspläne werden im Dezember auf der Internetseite der Interessengemeinschaft Berufsbildung Bekleidungsgestalter/in IBBG und dem Fachverband Infra aufgeschaltet.

11.12.2013

Berufsbildung als Kriterium im öffentlichen Beschaffungswesen

Der Beitrag "Die Bewertung der Lehrlingsausbildung im Vergaberecht" in Ausgabe 11/2013 des Schweizerischen Zentralblattes für Staats- und Verwaltungsrecht befasst sich mit dem Zuschlagskriterium Lehrlingsausbildung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Der Beitrag von Markus Lanter geht der Frage nach, welchen Einfluss die Tatsache, dass ein Unternehmen Lernende ausbildet, auf die Vergabe von öffentlichen Aufträgen hat. Der Beitrag zeigt auf, welche Stellenwert dem Kriterium berufliche Grundbildung zukommt und welche Probleme sich bei der Anwendung stellen. Die Zeitschrift kann beim Schulthess-Verlag bestellt werden.

11.12.2013

Coop für ihr Engagement in der Berufsbildung ausgezeichnet

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann nahm an der Verleihung des "Grossen Preises der Berufsbildung" 2013 der Hans Huber Stiftung und des Swiss Venture Clubs  teil. In seiner Festrede betonte er, dass die Coop-Gruppe, die jährlich bis eintausend Lernende ausbilde, grossen Wert auf die Förderung der Entwicklungschancen und eine nachhaltige Berufs- und Weiterbildung lege.

11.12.2013

Schulpreise auch für vier Berufsbildungsinstitutionen

Unter den zehn Auszeichnungen des Schweizer Schulpreises 2013 gehen die zwei Preise der Jury an die Kantonale Schule für Berufsbildung in Aarau und an das Centre de la transition professionnelle in Genf. Die Berufsschule Lenzburg erhielt einen der zweiten Preise. Zudem ging der Sonderpreis "Jugend und Wirtschaft" an die Scuola specializzata per le professioni sanitarie e sociali in Canobbio.
Medienmitteilung

11.12.2013

Auszeichnung der besten ICT-IPA der Schweiz 2013

Jedes Jahr verleiht der im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien aktive Verband "ICT-Berufsbildung Schweiz" künftigen Informatikern und Mediamatikerinnen eine Auszeichnung, die im Verlauf des Qualifikationsverfahrens die zehn besten individuellen praktischen Arbeiten (IPA) realisiert haben. Mit dieser Auszeichnung verfügen die jungen Berufsleute über ein zusätzliches kostbares Dokument für ihr Bewerbungsdossier.
Rangliste und Präsentation der Arbeiten

11.12.2013

DEZA-Publikation thematisiert Berufsbildungprogramme im Ausland

Die neueste Ausgabe des Magazins "Eine Welt", herausgegeben von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), ist der Berufsbildung in Entwicklungsländern gewidmet. Die DEZA betont die Wichtigkeit ihrer Programme, dank denen jedes Jahr rund 40'000 Personen eine Berufslehre oder andere Ausbildungen absolvieren und von den Bildungserfahrungen der Schweiz profitieren können.

11.12.2013

BS: Reorganisation des Erziehungsdepartements und der Berufsbildung

Der Bereich Mittelschulen und Berufsbildung umfasst sei dem 1. Dezember 2013 alle Bildungs- und Ausbildungsgänge der Sekundarstufe II und der höheren Berufsbildung sowie die Dienste, welche die Jugendlichen beim Übergang von der Volksschule in die Berufsbildung unterstützen. Die Bildung wird in die drei Bereiche "Volksschulen", "Mittelschulen und Berufsbildung" sowie "Hochschulen" gegliedert. Der zweite Bereich umfasst konkret: Allgemeinbildende weiterführende Schulen, Berufsbildende Schulen, Berufsberatung, Berufs- und Erwachsenenbildung sowie Case Management Berufsbildung.
Weitere Informationen

11.12.2013

BS: Polydesigner ist Lernender des Jahres

Zum fünften Mal kürten der Gewerbeverband Basel-Stadt, Migros-Kulturprozent und die Basler Zeitung den "Lehrling des Jahres". Den Titel erhielt Alex Nyffeler, Polydesigner 3D im dritten Lehrjahr bei der Manor AG. 500 Besucher/innen wohnten am 3. Dezember 2013 der Preisverleihung bei, die auch auf Telebasel ausgestrahlt wurde.

11.12.2013

GE: Preis 2013 für die besten Lehrbetriebe

Eine tripartite Jury – Staat, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerschaft – verleiht jedes Jahr Preise in drei verschiedenen Kategorien: je einen Preis für eine Firma aus jedem der sieben Bildungsbereiche, einen Preis für ein Grossunternehmen (mit mehr als 10 Lernenden) sowie einen Preis für die Gleichstellung von Mann und Frau. Die Wahl der Jury stützt sich auf klare Kriterien: Kontinuität, Erfolg, Qualität, Engagement, Chancengleichheit und Einbettung.
Weitere Informationen

11.12.2013

OW: Berufsbildner-Forum zu Konfliktsituationen

Das Amt für Berufsbildung Obwalden führte für interessierte Berufsbildner/innen in Anwesenheit des Bildungsdirektors Franz Enderli das zweite Forum Obwalden durch. Rund 100 Personen beschäftigten sich mit dem Thema "Konfliktsituationen erkennen, angehen, lösen". Theoretische Inputs von zwei Referentinnen standen im Wechsel mit dem Austausch von Praxiserfahrungen im Lehrbetrieb und der Suche nach Lösungswegen bei Konflikten.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

11.12.2013

Positionierung der höheren Fachschulen

Im Bereich der höheren Fachschulen (HF) bestimmen meist die Unternehmen die Anforderungen der Ausbildung, der Bund regelt die gesetzlichen Vorgaben, die Kantone sind für den Vollzug verantwortlich. In diesem Zusammenhang ist die Position der HF als Bildungsanbieter nicht klar definiert. Der Bundesrat teilt in seiner Antwort auf eine entsprechende parlamentarische Anfrage mit, dass er ein Strategieprojekt lanciert hat, um gemeinsam mit den Verbundpartnern die Positionierung der HF festzulegen, die Anerkennung der Bildungsgänge und Titel national und vor allem international zu verbessern.

11.12.2013

"Education permanente" zur Rolle von Diplomen und Ausweisen

Diplome, Zertifikate und andere Ausweise sind Merkmale eines formalen Bildungssystems. Zunehmend werden nichtformalisierte Kurse und Bildungsgänge mit eigenen Nachweisen dokumentiert. Die Pallette reicht von der Kursbestätigung bis zum Master of Advanced Studies. Die zweisprachige Zeitschrift "Education permanente" setzt sich in Nummer 2013-4 mit den Rolle auseinander, die Zertifikate und Titel für Lernende und Berufsbildner/innen, für Bildungsinstitutionen, für den Arbeitsmarkt und die Betriebe spielen.

11.12.2013

LU: Kantonsratsbeschlüsse für die Berufsbildung

Der Kantonsrat hat in der November-Session mehrere für die Berufs- und Weiterbildung wichtige Entscheide gefällt: Er beschloss den Beitritt zur interkantonalen Vereinbarung über Beiträge an die Höheren Fachschulen (HFSV). Damit erhalten Luzerner Studierende gleichberechtigten Zugang zu ausserkantonalen Bildungsangeboten. Der Rat stimmte für den Bau eines neuen Schulhauses für die Höhere Fachschule Gesundheit Zentralschweiz (HFGZ). Und er sagte ja zum neuen Stipendiengesetz, das voraussichtlich am 1. April 2014 in Kraft treten wird. In der Dezember-Session hat sich der Kantonsrat grundsätzlich gegen finanzpolitisch motivierte Zwangsferien für Schüler/innen ausgesprochen.

11.12.2013

LU: Erste Konferenz zur höheren Berufsbildung

Der Kanton Luzern will die höhere Berufsbildung und ihre Vorzüge besser bekannt machen. An der ersten "Luzerner Konferenz höhere Berufsbildung" setzten sich im Beisein des Bildungsdirektors Reto Wyss rund 50 Personen mit Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung auseinander. Armin Schöni vom SBFI referierte über die Arbeiten des Bundes und Prof. Markus P. Neuenschwander von der FHNW wies in seinem Referat darauf hin, dass junge Menschen bereits während der Berufslehre zu späteren Weiterbildungen ermuntert werden müssen. In einem kurzen Video erläutern junge Berufsleute ihre persönliche Sicht auf die Attraktivität der höheren Berufsbildung.
Medienmitteilung und Präsentationen

11.12.2013

Deutschland: Zeit, Nutzen und Geld bestimmen Weiterbildungsverhalten

Ob und in welchem Umfang Beschäftigte bereit sind, selbst Mittel für eine berufliche Weiterbildung aufzubringen, hängt stark vom erwarteten Nutzen der Massnahme ab. Die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Bundesinstitutes für Berufsbildung zum Weiterbildungsverhalten von Betrieben und Beschäftigten lassen zudem darauf schliessen, dass der Zeitaufwand die Bereitschaft zur Weiterbildung beeinflusst. Auch fehlende zeitliche Flexibilität bei Arbeit oder Familie hat einen negativen Effekt. Dagegen beeinflussen die finanziellen Möglichkeiten der Beschäftigten vor allem den Umfang ihrer selbstfinanzierten Weiterbildungsaktivitäten.

Mittelschulen und Hochschulen

11.12.2013

Studienabbrüche an Schweizer Universitäten

In den letzten Jahren haben über ein Viertel der Studierenden ihr Studium ohne erfolgreichen Abschluss abgebrochen. Die Scheizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung analysierte die Ursachen in einer Studie. Es zeigte sich, dass die individuellen Kompetenzen zu Beginn des Studiums einen wesentlichen Teil des Abbruchrisikos erklären, dass Frauen heute im Gegensatz zu früher ihr Studium erfolgreicher durchlaufen und dass sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Studienfächern verringert haben. Studierende aus Kantonen mit hohen Maturitätsquoten weisen ein höheres Abbruchrisiko auf. Weiter haben Studierende, die ihr Studienfach wechseln oder ihr Studium unterbrechen, verglichen mit den übrigen Studierenden ein rund doppelt so hohes Abbruchrisiko.

11.12.2013

Höhere Studiengebühren für Ausländer

Der Bundesrat ist einverstanden mit einer Differenzierung der Studiengebühren für Studierende an den Eidgenössischen Technischen Hochschulen, wie dies eine Motion der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats verlangt. Der Bundesrat findet es legitim, dass für nicht in der Schweiz steuerpflichtige Personen höhere Gebühren verlangt werden. In seiner Stellungnahme beantragt er jedoch die Ablehnung der Motion: Bevor er den eidgenössischen Räten einen Gesetzesentwurf vorgelegen kann, der den Forderungen der Motion entspricht, ist eine sorgfältige Analyse der juristischen Rahmenbedingungen notwendig.

11.12.2013

Finanzen der universitären Hochschulen

Im Jahr 2012 stiegen die Kosten der universitären Hochschulen in Vergleich zum Vorjahr um 3% auf insgesamt 7,36 Milliarden Franken. Die Forschung und Entwicklung bleibt die Hauptleistung dieses Hochschultyps, 55% der Gesamtkosten werden für sie aufgewendet. Die Grundausbildung beansprucht 25% der Kosten und ist damit die zweitwichtigste Leistung. Diese und weitere Zahlen können der Webseite des Bundesamtes für Statistik entnommen werden.

11.12.2013

Self-Assessment für das Medizinstudium

Das Zentrum für Testentwicklung und Diagnostik der Uni Fribourg hat ein Self-Assessment für das Medizinstudium entwickelt, welches kostenlos und anonym im Internet durchgeführt werden kann. Erfasst werden Persönlichkeitsmerkmale, die im Zusammenhang mit Studienerfolg stehen, Interessen sowie Erwartungshaltungen an das Medizinstudium. Die eigenen Antworten werden mit den Antworten von Studierenden verglichen und dienen der Selbsterkundung durch Studieninteressierte.

11.12.2013

Eigenständiges Doktorat an Fachhochschulen

In seiner Antwort auf eine Interpellation zum Promotionsrecht der Fachhochschulen (FH), die ein Doktorat anbieten und Titel vergeben möchten, erinnert der Bundesrat daran, dass die FH den Auftrag haben, einerseits praxisorientierte und berufsqualifizierende Studiengänge anzubieten und andererseits anwendungsorientierte Forschung zu erbringen. Gemäss Fachhochschulgesetz bieten die FH Ausbildungen auf der Bachelor- und Master-Stufe an. Der Bundesrat präzisiert, dass sich auch aus dem neuem Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz kein Promotionsrecht für die FH ableiten lässt.

11.12.2013

BE: Sponsoring einer MINT-Klasse am Gymnasium

Das Gymnasium Köniz-Lerbermatt im Kanton Bern geht in Zeiten der Sparpolitik neue Wege und lässt sich eine der zwei MINT-Klassen, die im Rahmen eines kantonalen Förderprojekts gestartet sind, von einem Medizinaltechnik-Unternehmen finanzieren. Das Angebot steht allen Schülern offen und ist fakultativ. Andere Gymnasien kritisieren das Vorgehen als Wettbewerbsverzerrung. Die berichtet die Zeitung "Der Bund" in seiner Ausgabe vom 30.11.2013.

11.12.2013

FR: Neues Angebot an der Hochschule für Gesundheit

Ab September 2014 bietet die Hochschule für Gesundheit in Freiburg (HEdS-FR) den Bachelor-Studiengang in Pflege auch als berufsbegleitendes Studium an. Er richtet sich insbesondere an Fachpersonen Gesundheit sowie an Inhaber/innen einer Berufsmaturität, die in einer Pflegeeinrichtung tätig sind. Auf Semesterbeginn 2014 ist auch ein zweisprachiger Studiengang französisch-deutsch in Vorbereitung, der zu einem Bachelor und Master in Osteopathie führt. Die beiden Projekte wurden am Fest zum 100-jährigen Bestehen der HEdS-FR vorgestellt.

Beratung

11.12.2013

Arbeitsmarktinformationen für die Berufsberatung

Die Beratungsdienste für Ausbildung und Beruf Aargau haben ihre Arbeitsmarktinformationen erweitert. Neu werden auch der Frauen- und Männeranteil, die Verteilung auf die Sprachregionen, Vollzeit- versus Teilzeitstellen und anderes ausgewiesen, und zwar für 130 Berufsfelder. Alle Informationen sind neben deutsch auch in französisch und italienisch verfügbar und werden vierteljährlich aktualisiert. Das Projekt wurde unterstützt durch den EDK-SVB-Innovationsfonds.

11.12.2013

Soziale Gerechtigkeit als Aufgabe der Berufsberatung

Die Internationale Vereinigung für Bildungs- und Berufsberatung hat im Anschluss an ihre internationale Konferenz in Montpellier eine Stellungnahme veröffentlicht. Diese betont unter anderem, dass sich die Berater/innen für soziale Gerechtigkeit einsetzen sollen. Die Klienten sollen befähigt werden, ihre Potenziale und Fähigkeiten zu entwickeln, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie, Religion, sozio-ökonomischer Schicht, Befähigungen, Behinderungen oder sexueller Orientierung.

11.12.2013

Neue Testlabels

Die Fachgruppe Diagnostik des SDBB hat folgende Labels neu erstellt oder aktualisiert: BIP-6F, IST Screening, Online Self-Assessment Psychologie, Stellwerk, WAIS-IV, Berufswahlanalyse von Multicheck und Karriereanker. Labels sind standardisierte Beschriebe von Diagnostikinstrumenten für die Berufsberatung. Sie dienen dazu, dass sich Beratungspersonen schnell einen Überblick über ein Instrument verschaffen können und über die Qualität der Verfahren informiert sind. Die Labels sind keine Gütesiegel.

11.12.2013

Neuerscheinungen im SDBB-Verlag

Vier neue Hefte mit dem Titel "Die erste Stelle nach dem Studium" geben Auskunft über den Berufseinstieg von Hochschulabsolventen und ihre Beschäftigungssituation ein Jahr nach Studienabschluss. Diverse "Chancen"- resp. "Perspektiven"-Hefte vermitteln Informationen über die höhere Berufsbildung bzw. über Fachgebiete und Studienmöglichkeiten an Hochschulen und stellen Berufsleute und Studierende vor. Details zu den Publikationen sind zu finden unter www.sdbb.ch/neuerscheinungen.

11.12.2013

GL: Broschüre für Lehrbetriebe erschienen

Die Berufsberatung Glarus erarbeitete in Zusammenarbeit mit den drei Verbänden Gewerbeverband, Handelskammer und Kaufmännischer Verband Glarus die Broschüre "Motivierten Berufsnachwuchs finden". An einer gemeinsamen Veranstaltung Ende Oktober wurde die Broschüre den Mitgliedern vorgestellt. Das Nachschlagewerk zeigt den Ausbildungsverantwortlichen, welche Rolle Betriebe im Berufswahl-Prozess der Jugendlichen spielen können. Ein Kernelement ist der neue Berufswahl-Fahrplan für Lehrbetriebe. Der Fahrplan soll sicherstellen, dass die Jugendlichen für die einzelnen Schritte ihrer Berufswahl ausreichend Zeit haben.

11.12.2013

ZH: Berufsberatung ohne Lehrabschluss kostenlos

Im Kanton Zürich tritt am 1. März 2014 eine neue Verordnung zur Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung in Kraft. Neu wird die Berufsberatung auch für über 20-jährige Personen ohne Abschluss auf der Sekundarstufe II unentgeltlich sein. Dies hat der Regierungsrat am 27. November 2013 entschieden.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

11.12.2013

Studie zu den Effekten der Personenfreizügigkeit

Im Auftrag des Schweizerischen Arbeitgeberverbands hat die Forschungsstelle für Arbeitsmarkt- und Industrieökonomik der Universität Basel die Effekte der Personenfreizügigkeit auf die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz untersucht. Die Studie unter der Leitung von George Sheldon kommt zum Schluss, dass seit Inkrafttreten der Personenfreizügigkeit mit der EU keine Masseneinwanderung in die Schweiz stattgefunden habe. Die Resultate sollen auch belegen, dass die Zuwanderung dank dem guten Ausbildungsstand der europäischen Fachkräfte zum Wirtschaftswachstum beigetragen habe.
Medienmitteilung

11.12.2013

Freiwillige Kündigungen nehmen zu

Mitarbeitende sind heute häufiger zu einem Jobwechsel bereit als noch vor drei Jahren. Im Vergleich zu 2010 stellen 28% der deutschen und gar 38% der schweizerischen Personalverantwortlichen eine Zunahme von freiwilligen Kündigungen fest. Die mangelnde Balance zwischen Arbeit und Freizeit, zu hohe Arbeitsbelastung und Stress, aber auch Angst vor Entlassungen sind die Hauptgründe für die höhere Fluktuationsrate. Dies zeigt eine Studie unter 250 HR-Managern in Deutschland und der Schweiz, die im Auftrag von OfficeTeam, einem Personaldienstleister für Fachkräfte im Büro- und Assistenzmanagement, durchgeführt worden ist.
Medienmitteilung

11.12.2013

Social Media im Rekrutierungsprozess

Im letzten Jahr erhielten 40% der Schweizer Kunden des Personaldienstleisters Kelly Services ein Jobangebot auf einer Social Media-Plattform. Weltweit beträgt der entsprechende Durchschnitt 44%. Jede zehnte Kontaktaufnahme via Social Media führt zu einem Anstellungsverhältnis. Das geht aus einer Umfrage von Kelly Services hervor. Während Social Media-Kanäle von den Personalverantwortlichen immer häufiger benutzt werden, besteht bei den Arbeitnehmern noch eine gewisse Skepsis, machen doch bloss 34% der Kelly-Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Medienmitteilung

11.12.2013

Neue Verordnung über Arbeitsvermittlung und Gebühren

Der Bundesrat hat eine Revision der Arbeitsvermittlungs- und der Gebührenverordnung beschlossen. Ab 1. Januar 2014 gelten gemäss Medienmitteilung für die ganze Schweiz ein einheitlicher Gesetzesvollzug sowie eine besserer Schutz der Arbeitnehmer und Stellensuchenden. Im Falle von Verfehlungen können neu nicht nur die Betriebe, sondern auch deren verantwortliche Leiter oder wirtschaftlich Berechtigten gesperrt werden. Die Bewilligungspraxis für Arbeitsvermittlung und für deren Gebühren wird ebenfalls genauer definiert und vereinheitlicht.

11.12.2013

Höchstzahlen für Arbeitskräfte ausserhalb EU/EFTA unverändert

Die Höchstzahlen für Arbeitskräfte aus Ländern ausserhalb der EU/EFTA (sogenannte Drittstaaten) und für Dienstleistungserbringer aus der EU/EFTA bleiben für 2014 unverändert auf dem Niveau von 2013. Gemäss dem bundesrätlichen Entscheid können Schweizer Unternehmen 2014 insgesamt 8500 Fachkräfte aus Drittstaaten rekrutieren (3500 Aufenthaltsbewilligungen B und 5000 Kurzaufenthaltsbewilligungen L). Die Höchstzahlen für Dienstleistungserbringer aus EU/EFTA-Staaten, die sich nicht auf das Freizügigkeitsabkommen berufen können, betragen 3000 Einheiten für Kurzaufenthalter und 500 Einheiten für Aufenthalter.
Medienmitteilung

11.12.2013

Beschäftigungsbarometer zeigt unterschiedliches Wachstum

Der Sekundärsektor hat im 3 Quartal rund 3000 Arbeitsplätze eingebüsst. Während in der Branche "Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren" 7000 Stellen weniger zu verzeichnen waren, legte das Baugewerbe um 4000 Stellen zu. Dies geht aus dem Beschäftigungsbarometer des BFS hervor. Der Dienstleistungssektor ist um 52'000 Stellen gewachsen, auch wenn die Branche "Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" zum zweiten Mal in Folge im Jahresvergleich eine Beschäftigungsabnahme (-2000 Stellen) auswies.
Medienmitteilung

11.12.2013

Neue Datenbank zu ausländischen Grenzgängern

Das Bundesamt für Statistik stellt neu eine interaktive Datenbank über ausländische Grenzgänger zur Verfügung. Diese ermöglicht eine Differenzierung nach Geschlecht, Land des Wohnsitzes, Kanton und Gemeinde des Arbeitsortes, dem rechtlichen Arbeitsverhältnis, dem Wirtschaftssektor, der Dauer der Bewilligung, der Alters- und Berufsgruppe. Im 3. Quartal 2013 arbeiteten fast 277'000 ausländische Grenzgänger in der Schweiz.

11.12.2013

Mehr und komplexere Arbeitsplätze in der EU

2020 soll gemäss dem Europäischen Institut für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) die EU eine Erwerbsquote von 75% aufweisen. Ein negatives Szenario sieht nur 73% voraus. Unabhängig von der jeweiligen Annahme erfordern die neu geschaffenen Arbeitsplätze höhere Kompetenzen, was nicht zwangsläufig mit hoher Qualifikation gleichzusetzen ist. Die Tätigkeiten werden jedoch auf allen Stufen komplexer und lassen sich nicht ohne Weiteres durch Technologien, organisatorische Massnahmen oder Auslagerung ersetzen. Die Menschen werden vermehrt reflektieren, kommunizieren, organisieren und entscheiden müssen.
Kurzbericht

11.12.2013

11 Millionen neue Jobs in der EU

Während zehn Jahren sollen durch jährliche Investitionen in der Höhe von 2% des EU-Bruttoinlandproduktes 11 Millionen neue Vollzeitstellen geschaffen werden. Dieses massive Investitionsprogramm wurde vom Vorstand des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) an dessen Sitzung vom 7. November beschlossen, wie der SGB in einer Medienmitteilung festhält. Für die Finanzierung setzt der EGB auf das ohnehin vorhandene Kapital, das nach einer sicheren Anlage sucht. Dieses Kapital soll von der Spekulation in die Realwirtschaft umgeleitet werden.

Berufliche Integration

11.12.2013

Rund drei Viertel für Mindestlohn

In einer Mitte November 2013 durchgeführten Studie befürworten 74% der Befragten einen Mindestlohn von 4000 Franken. Die Ja-Antworten überwiegen bei den Frauen gegenüber den Männern und bei den Westschweizern gegenüber den Deutschschweizern leicht. Jüngere Personen unterstützen die gewerkschaftliche Mindestlohninitiative tendenziell mehr als ältere. Die Umfrage erfolgte durch das Link Institut im Auftrag des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes und der Gewerkschaft Unia.

11.12.2013

Erfolgreiche Integration von lernbehinderten Jugendlichen

Die Churer Stiftung La Capriola betreut Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderen Lernbedürfnissen. Diese leben in Wohngruppen und machen gleichzeitig eine Lehre mit Berufsattest in fünf verschiedenen Hotels. Eine kürzlich publizierte Studie zeigt auf, dass die Ausbildung im ersten Arbeitsmarkt eine nachhaltige berufliche Integration begünstigt. 23 der insgesamt 35 Personen, die zwischen 2004 und 2012 diese Ausbildung absolviert haben, sind weiterhin im 1. Arbeitsmarkt tätig, 3 arbeiten im 2. Arbeitsmarkt und 5 stehen in einer Zweitlehre. Nicht geantwortet haben 3 Personen und bloss 1 ist nicht erwerbstätig.

Verschiedenes

11.12.2013

Resultate der PISA-Studie

Neben den hervorragenden Ergebnissen der Schweiz in Mathematik zeigt die PISA-Vergleichsstudie 2012, dass die durchschnittlichen Leistungen der Schweizer Schüler/innen auch im Lesen im Vergleich zu früher zum ersten Mal signifikant besser geworden sind. Zurückgegangen ist vor allem der Anteil der Jugendlichen mit Leseschwächen. Diese Verbesserung wird vorwiegend auf eine Leistungssteigerung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund der ersten Generation zurückgeführt. In Mathematik und Naturwissenschaft sind die durchschnittlichen Leistungen stabil geblieben. Der Anteil an Leistungsschwachen ist hier ebenfalls zurückgegangen.
Medienmitteilung

11.12.2013

Verschuldung Jugendlicher vorbeugen

Schulden und Verschuldungen schaffen soziale Probleme. Verschiedene Beratungsstellen realisieren Projekte zu Präventivmassnahmen. Um nachhaltiger zu werden fordern immer mehr Stimmen eine verstärkte Ausbildung im finanziellen Bereich und Programme für Heranwachsende und junge Erwachsene. Kürzlich ist eine erste systematische Studie zu diesen Faktoren in den Medien vorgestellt worden. Sie bietet die Grundlage für die Entwicklung wirksamerer Massnahmen als bisher.
Medienmitteilung

11.12.2013

Jugendbarometer 2013: Befragung in vier Kontinenten

Die Schweizer Jugend zeigt sich mehrheitlich zufrieden mit ihrer Ausbildung und der beruflichen Situation. Der Beruf bleibt zwar eine zentrale Orientierungsgrösse, jedoch stehen Selbstverwirklichung und eine gute Work-Life-Balance im Vordergrund. Dies ist unter anderem auf die tiefe Jugendarbeitslosigkeit und die damit verbundene materielle Sicherheit zurückzuführen. Im Ausland werden die Zukunftsperspektiven von den Jugendlichen kritischer beurteilt. Diese und weitere Erkenntnisse finden sich im Jugendbarometer 2013 der Credit Suisse. Befragtwurden je 1000 Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren aus der Schweiz, den USA, Brasilien und Singapur.

11.12.2013

"Erasmus+" kann im Januar 2014 starten

"Erasmus+", das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, ist auch vom Europäischen Parlament gebilligt worden. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung voranbringen. Dazu steht ein Budget von 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung, 40% mehr als für die Vorgänger-Programme.
Medienmitteilung