Newsletter vom 27.11.2013

Aktuelle Meldungen vom 27.11.2013

Berufliche Grundbildung

27.11.2013

SBFI-News: Pflegeberufe, Kommissionen, höhere Berufsbildung

Die Novemberausgabe der SBFI-News enthält u.a. einen Artikel zum Masterplan Bildung Pflegeberufe. Bund, Kantone und OdA haben einen Masterplan initiiert mit dem Ziel, die inländischen Bildungsabschlüsse bis 2015 zu erhöhen. Damit soll bei der Behebung des Fachkräftemangels die Abhängigkeit von Fachleuten aus dem Ausland gemildert werden. Ein weiterer Beitrag beschreibt die ausserparlamentarischen Kommissionen, die Beratungs-, Koordinations-, Anerkennungs- und Aufsichtsfunktionen wahrnehmen. Zudem werden erste Zwischenergebnisse zum strategischen Projekt höhere Berufsbildung für die Echo-Tagung am 28. November angekündigt.

27.11.2013

Erlassene Bildungsverordnungen

Das SBFI hat die Verordnungen über die beruflichen Grundbildung für Multimediaelektroniker EFZ, Informatiker EFZ und Coiffeure EFZ erlassen und auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt. Die Vorgaben betr. Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel gelten ab dem 1. Januar 2018 respektive dem 1. Januar 2017. Der Druck wird in einigen Wochen beim Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) erhältlich sein und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet. Die Bildungspläne werden im Dezember auf der Internetseite des Verbands Schweizerischer Radio-, TV- und Multimediafachhandel (VSRT), von ICT-Berufsbildung Schweiz und Coiffure suisse zur Verfügung stehen.

27.11.2013

Ausschreibung 2014 für den 5. "Enterprize"

Die unabhängige Stiftung Enterprise verleiht in Zusammenarbeit mit dem EHB 2014 zum fünften Mal den "Enterprize". Sie würdigt mit diesem Preis Projekte und Persönlichkeiten, die mit ihrem Wirken ein herausragendes Beispiel für Unternehmergeist in der Berufsbildung geben. Für den Preis können sich Personen, Unternehmen oder Organisationen aus der ganzen Schweiz bewerben, die erfolgreich Projekte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung umgesetzt haben. Als Preissumme stehen insgesamt CHF 20'000 zur Verfügung. Die Projekte können bis 17. April 2014 eingereicht werden.

27.11.2013

AFS-Bericht "Die Berufslehre wird mobil"

Die 40-seitige Broschüre der Jugendaustausch-Organisation "AFS Interkulturelle Programme Schweiz" richtet sich an Lehrbetriebe und Berufsfachschulen und zeigt Zusammenhänge, Chancen und Grenzen der Mobilität während der Berufslehre auf. Der Bericht "Die Berufslehre wird mobil" sensibilisiert, stellt bestehende Austausch-Modelle vor und zeigt auf, wie internationale Mobilität angesichts vielfältiger Rahmenbedingungen umgesetzt werden kann.
Weitere Informationen

27.11.2013

SBBK-Herbsttagung berufliche Grundbildung

Über 80 Teilnehmer/innen trafen sich am 7./8. November zur schweizerischen Herbsttagung berufliche Grundbildung der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) in Nottwil. Mit dem Schwerpunktthema "Komplexität in der Berufsbildung" wurde neben der Lehraufsicht erstmals auch die Schulaufsicht angesprochen. Durch die Erweiterung des Zielpublikums wurde auch eine bessere Abdeckung der verschiedenen Sichtweisen auf die Berufsbildung erreicht. Nach einer Führung durch das Schweizer Paraplegiker-Zentrum befassten sich die Teilnehmenden weiter mit der SUVA- Kampagne "Sichere Lehrzeit". In Zusammenarbeit mit den Berufsbildungsgremien soll die Prävention in gefährlichen Arbeitsbereichen gezielt verbessert werden.
Tagungsunterlagen

27.11.2013

BE: Strukturanpassung in der Abteilung Betriebliche Bildung

Die Abteilung Betriebliche Bildung des Kanton Bern passt ihre Strukturen an, baut ihre Website um und fördert den Einsatz webbasierter Lösungen. Damit sollen die Wege für Lehrbetriebe und Lernende vereinfacht werden. Die Ausbildungsberatung wird ab Januar 2014 in die drei Bereiche "Kaufleute und Detailhandel", "Technik, Bau und Natur" sowie "Dienstleistung, Gesundheit und Soziales" gegliedert sein. Die Website wurde umgebaut und die Zahl der Rubriken reduziert. Die Neuerungen werden ausführlich in der aktuellen Ausgabe des Berufsbildungsbriefs zur Darstellung gebracht. Der Newsletter enthält weitere Beiträge, darunter ein Interview mit einem Ausbildungsberater zum Thema Berufwahl.

27.11.2013

BE: Wenig Lehrstellen für Französischsprachige in Biel

In der zweisprachigen Stadt Biel wird fast die Hälfte der Schüler in Französisch unterrichtet. Allerdings ist nur ein Viertel der zur Verfügung stehenden Lehrstellen für Französischsprachige. Die nach Biel orientierten Jugendlichen aus dem Berner Jura sind mit den gleichen Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert wie die Romands.
Sendung "InterCités" der Radio Télévision Suisse

27.11.2013

BS: Deutlich mehr Direktübertritte in die Berufsbildung

Noch nie seit Einführung der Schulabgangstatistik im Jahr 2006 haben diesen Sommer so viele Jugendlichen am Ende der obligatorischen Schulzeit den direkten Zugang in die Berufsbildung geschafft. Die Massnahmen von Schule und Wirtschaft haben vor allem bei leistungsstärkeren WBS- Abgänger/innen (Weiterbildungsschule) Wirkung gezeigt. Leicht zurückgegangen ist im Gegenzug die in Basel-Stadt vergleichsweise hohe Zahl der Übertritte in weiterführende Schulen und Brückenangebote. Ziel ist, die Direkteinstiegsquote in die Berufsbildung von heute 17,9 auf mindestens 30 Prozent zu steigern.
Medienmitteilung

27.11.2013

TI: Publikation zur Berufsbildung im Tessin

In der vom EHB herausgegebenen Publikation "Meglio artigiani che disoccupati?" ("Lieber Handwerker als arbeitslos?") findet man eine Überarbeitung und Vertiefung der Schlussfolgerungen, die anlässlich der zweiten Berufsbildungstagung des Kanton Tessins im Jahre 2011 formuliert worden waren. Im Zentrum des Berichts steht die Hypothese, dass die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung in enger und dynamischer Beziehung zur Berufsbildung steht. Ziel ist es, die Berufsbildung so weit zu bringen, dass sie nicht mehr als Plan B verstanden wird, sondern als reelle Chance für eine erfolgreiche Laufbahn.

27.11.2013

Deutschland: Qualitätsentwicklung in der betrieblichen Ausbildung

Als Ergebnis des Modellprogramms "Wege zur Steigerung und Sicherung der Qualität betrieblicher Berufsausbildung in Handwerk, Industrie und Dienstleistungsbereich" stehen aktuell 80 Konzepte und Instrumente zur Verfügung, um die KMU bei der Ausbildung zu unterstützen. Diese sind durch den Fachkräftemangel, den wirtschaftlichen Wettbewerb und eine wachsende Studierendenquote von allen Seiten gefordert. Im Zentrum des BIBB-Programms stehen betriebliche Qualitätssicherungsinstrumente, Kommunikations- und Kooperationsstrukturen und die Qualifizierung des Ausbildungspersonals.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

27.11.2013

SBFI-Newsletter zur Qualität in der höheren Berufsbildung

Bei der Entwicklung der höheren Berufsbildung spielen Qualitätsüberlegungen eine wichtige Rolle. Neue Anforderungen der Arbeitswelt, bewährte Erfahrungen aus der Praxis, gesellschaftliche Entwicklungen und Kundenorientierung müssen bei der Definition der Inhalte und der Ausgestaltung der Angebote beachtet werden. Die aktuelle Ausgabe des Newsletter Qualität zum Thema "Qualitätsentwicklung in der höheren Berufsbildung" zeigt, wie die Qualität von eidgenössischen Prüfungen und Bildungsgängen optimiert werden kann und wie Leitfäden qualitätsverbessernd wirken.

27.11.2013

Berufliche Weiterbildung 2011 in Unternehmen

83 Prozent der Schweizer Unternehmen haben 2011 mindestens eine durch ihre Mitarbeitenden besuchte Weiterbildungsaktivität unterstützt. Die Anteile variieren je nach Unternehmensgrösse und Wirtschaftsabschnitt, in dem die Unternehmen tätig sind. Im europäischen Vergleich zählt die Schweiz zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an weiterbildungsaktiven Unternehmen, in Bezug auf den Anteil der unterstützten Mitarbeitenden liegt sie jedoch im Mittelfeld. Die Erhebung zur beruflichen Weiterbildung in Unternehmen im Jahr 2011 wurde vom Bundesamt für Statistik zum ersten Mal durchgeführt.

27.11.2013

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem SBFI die Entwürfe der folgenden Prüfungsordnungen eingereicht: Berufsprüfung Fachmann/Fachfrau Langzeitpflege und -betreuung mit eidgenössischem Fachausweis, Berufsprüfung Texter/in mit eidgenössischem Fachausweis, Fachprüfung Diplomierter Betriebswirt/Diplomierte Betriebswirtin im Automobilgewerbe.
Bundesblatt vom 19. November 2013

Mittelschulen und Hochschulen

27.11.2013

Mehr Professorinnen an Schweizer Universitäten

Beinahe jede fünfte Professur wird heute mit einer Frau besetzt: 19,4 Prozent der Personen, die im vergangenen Jahr auf eine ordentliche oder ausser­ordentliche Professur berufen wurden, sind Frauen – womit der Anteil Professorinnen an Schweizer Universitäten, gemessen am Gesamttotal des Professorenkörpers, in den letzten Jahren stetig angestiegen ist und nun bei insgesamt 18,3 Prozent liegt.
Medienmitteilung

27.11.2013

Wissenschaftsrat fordert Sponsoring-Regeln

Für die Beziehungen zwischen Hochschulen und privaten Geldgebern sollen explizite Richtlinien aufgestellt werden, die innerhalb der Schweiz für alle Institutionen gleichermassen gelten. Dies fordert der Schweizerische Wissenschafts- und Technologierat in seiner neusten Publikation. Die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten hatte sich in diesem Sommer gegen solche Regeln ausgesprochen (vgl. PANORAMA.aktuell 2013-14).

27.11.2013

FR: neues dreisprachiges Webportal der Universität

Das neue Webportal der Universität Freiburg ist in Deutsch, Französisch und Englisch zugänglich. Die nach Themen sortierte Beschreibung der Studienangebote erlaubt das einfache und rasche Auffinden der einzelnen Studienprogramme. Die Filter und Suchtools des Portals ermöglichen eine Aufteilung des Angebots je nach Bedürfnis, die Programme können gespeichert oder in PDF Format heruntergeladen werden.


27.11.2013

FR: Pharmazie-Studium nicht mehr möglich

Ab dem kommenden Studienjahr 2014/15 kann in Freiburg kein Pharmazie-Studium mehr begonnen werden. Die Universität streicht dieses Teilstudium aus dem Angebot. Bisher konnten die ersten beiden Jahre in Freiburg und das dritte Jahr in Basel, Zürich oder Genf besucht werden. Die jetzt eingeschriebenen Studierenden können das zweite Studienjahr noch in Freiburg abschliessen. Dies berichten die Freiburger Nachrichten in ihrer Ausgabe vom 14. November 2013.

27.11.2013

ZH: Passerelle Informatik an der Fachschochschule

Für gymnasiale Maturandinnen und Maturanden bietet die Scool of Engineering der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften eine Passerelle mit Vorkurs (drei Monate) und Praktikum (neun Monate) an. Nach der Passerelle können die Absolventinnen und Absolventen direkt den Informatikstudiengang der School of Engineering beginnen.

Beratung

27.11.2013

CAS Berufswahl-Coach gesamtschweizerisch anerkannt

Die Pädagogische Hochschule Thurgau bietet einen CAS Berufswahl-Coach an. Die Weiterbildung richtet sich an Lehrpersonen der Sekundarstufe I und an Fachpersonen in Brückenangeboten. Die EDK anerkennt diesen CAS seit Oktober 2013. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten zukünftig nebst dem Certificate of Advanced Studies der Pädagogischen Hochschule ein Zertifikat, das sie berechtigt die Bezeichnung "Fachlehrer/in Berufswahlunterricht (EDK)" zu tragen.

27.11.2013

Verhaltensprobleme zu Beginn der Sekundarstufe I

Jugendliche entwickeln im Verlauf der 7. Klasse zunehmend mehr Problemverhalten. Dies gilt besonders für Schülerinnen und Schüler der Realschule. Unterschiede bestehen aber nicht nur zwischen den Schultypen - auch Mädchen und Jungen berichten von jeweils anderen Schwierigkeiten. Das sind die wichtigsten Ergebnis einer Studie des Heilpädagogischen Instituts der Universität Freiburg, welche vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt wurde.

27.11.2013

SO: Schulabgänger-Statistik 2013

72% der Schulaustretenden im Kanton Solothurn entscheiden sich für eine berufliche Grundbildung. Das ist im gesamtschweizerischen Vergleich ein hoher Wert. Weitere 7% Prozent setzen ihre schulische Karriere in weiterführenden Schulen fort und 17% besuchen eine Zwischen- oder Übergangslösung. Gemäss einer Mitteilung im Newsletter Berufsbildung sind die Anforderungen in allen Berufen gestiegen und das Matching zwischen Angebot und Nachfrage stelle hohe Herausforderungen.

Arbeitsmarkt

27.11.2013

Statistik 2011 der Unternehmensstruktur in der Schweiz

Ende 2011 zählte die Schweiz gemäss der neu konzipierten Statistik der Unternehmensstruktur (Statent) 564'000 Betriebe, denen rund 638‘700 Arbeitsstätten zugeordnet werden können. In den erfassten Unternehmen sind 4,8 Millionen Beschäftigte tätig. Im Primärsektor arbeiten 170'000, im Sekundärsektor 1,1 Millionen und im Tertiärsektor 3,6 Millionen Personen. Drei von vier Beschäftigten sind demnach im Dienstleistungssektor tätig. Von den Erwerbstätigen sind 55,3% Männer und 44,7% Frauen. Ausgehend von vergleichbaren Statistiken hat die Zahl der Beschäftigten zwischen 2005 und 2008 um 7,7%, zwischen 2009 und 2011 um 3,3% zugenommen. Die Statent löst die letztmals 2008 durchgeführte "Betriebszählung" ab. 
Medienmitteilung

27.11.2013

OECD-Länderbericht zur Schweizer Wirtschaftspolitik

Die Schweizer Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren gut gehalten, so die OECD in ihrem jüngsten Länderbericht. Die langfristige Sicherung des hohen Pro-Kopf-Einkommens erfordere allerdings eine Stärkung der Arbeitsproduktivität. Dazu sollten Unternehmensgründungen erleichtert und die Arbeitsmarktintegration benachteiligter Gruppen verbessert werden. Zudem sei die bessere Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials der Frauen vordringlich. Dies setze aber eine Erweiterung der Kinderbetreuungsangebote im Vorschul- und Schulalter, die Beseitigung negativer steuerlicher Anreize für Zweitverdiener und verbesserte Karrierechancen für Frauen voraus.
Weltweit sieht die OECD in ihrem Wirtschaftsausblick für 2014 zwar eine leichte Belebung der Konjunktur, der Aufschwung dürfte aber verhalten bleiben. Für dieses und das kommende Jahr wird mit deutlich weniger Wachstum als noch in der Mai-Prognose gerechnet.

27.11.2013

Neue Internetplattform gegen den Fachkräftemangel

Eine neue Online-Plattform will die Rekrutierung von Fachkräften erleichtern – schweizweit, international und branchenübergreifend. Auf "Q4europe" können Arbeitnehmer Qualifikationsprofile anlegen und Unternehmen ihre Mitarbeiter rekrutieren und führen. Anhand der Plattform lassen sich berufliche Kompetenzen unabhängig von nationalen Unterschieden in der Berufsbildung miteinander vergleichen. Mit "Q4europe" wollen die Schweizerische Metall-Union, die Europäische Metall-Union sowie Swissmechanic einerseits das inländische Fachkräfte-Potenzial besser ausschöpfen, andererseits die Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften unterstützen.
Medienmitteilung

27.11.2013

Massive Zunahme der Grenzgänger im Genferseeraum

Seit Inkrafttreten des freien Personenverkehrs hat sich die Zahl der Grenzgänger im Genferseeraum verdoppelt. Sie stieg zwischen 2002 und 2012 von 44'500 auf 90'300. Davon arbeiten 72% im Kanton Genf, 25% im Kanton Waadt und 3% im Kanton Wallis. Zu diesem Ergebnis gelangt laut Medienmitteilung eine Studie des Conseil du Léman. Das verhältnismässige Wachstum der Grenzgänger stieg in diesen drei Kantonen von durchschnittlich 7% (2002) auf 12% (2012), entsprechend der wachsenden Nachfrage nach Arbeitskräften. Namentlich Genf hat mehr Arbeitsplätze als erwerbsfähige Personen. Details liefert auch die Grenzgängerstatistik des BFS.

27.11.2013

Auswanderung nimmt stetig zu

Im Laufe der letzten fünf Jahre hat die Auswanderung aus der Schweiz kontinuierlich zugenommen. Verliessen 2008 noch 86'100 Personen die Schweiz, so waren es Ende 2012 bereits 103'900. Im gleichen Zeitraum ging die Einwanderung von 184'200 auf 149'100 zurück. Gemäss BFS sank deshalb der Wanderungssaldo (Einwanderung minus Auswanderung) von 98'200 auf 45'200. In einer Medienmitteilung stellt das BFS zudem fest, dass unter dem Strich die Zahl der deutschen Staatsbürger spürbar abgenommen hat, jene von Menschen aus Südeuropa hingegen angestiegen ist.

27.11.2013

Normalarbeitsvertrag für Hausangestellte erneuert

Der Bundesrat hat die Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft (NAV Hauswirtschaft) um drei Jahre verlängert und gleichzeitig den Mindestlohn angepasst. Der jetzige NAV Hauswirtschaft gilt bis Ende 2013. Für ungelernte Angestellte ohne Berufserfahrung beträgt der neue Mindestlohn laut SECO-Medienmitteilung Fr. 18.55. Wer vier Jahre in der Hauswirtschaft gearbeitet oder eine Ausbildung mit Berufsattest abgeschlossen hat, verdient ab 1. Januar 2014 mindestens Fr. 22.40.

27.11.2013

Kantone wollen flankierende Massnahmen optimieren

Die Kantone wollen die flankierenden Massnahmen nicht verschärfen, sondern deren Vollzug verbessern. Dies ist die Kernaussage eines Berichtes, den die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren (VDK) zusammen mit dem Verband der Schweizerischen Arbeitsmarktbehörden erarbeitet hat. An seiner Jahresversammlung hat die VDK 23 konkrete Massnahmen verabschiedet. Sie betont in einer Medienmitteilung, zusammen mit den Sozialpartnern und dem Bund eine aktive Rolle wahrnehmen zu wollen. In besonders exponierten Grenzgebieten sei beim Vollzug ein offensives Vorgehen angezeigt.

27.11.2013

NE: Mindestlohn von 20 Franken

Die Neuenburger Regierung schlägt einen kantonalen Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde vor. Mit ihrer Vorlage an das Parlament setzt sie das Ergebnis einer Volksabstimmung um, in der sich die Stimmbürger mit einer Ja-Mehrheit von 55% für die Verankerung eines kantonalen Mindestlohns in der Verfassung ausgesprochen hatten. Heute verdienen 2700 Personen oder 3% der Neuenburger Beschäftigten weniger als 20 Franken in der Stunde. Der Mindestlohn soll auf den 1. Januar 2015 eingeführt werden.
Artikel NZZ

Berufliche Integration

27.11.2013

Bundesgericht: Stellensuche auch während Kündigungsfrist

Wer keine Einbusse beim Arbeitslosengeld riskieren will, muss sich bereits während der Kündigungsfrist regelmässig für einen neuen Job bewerben. In einem kürzlich publizierten Urteil stützte das Bundesgericht den Entscheid eines RAV, das einen neu angemeldeten Stellensuchenden mit drei Sperrtagen sanktionierte, weil sich dieser zu wenig um Stellen bemüht hatte. Die Lausanner Richter erinnern daran, dass von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen sich nicht damit entschuldigen könnten, um ihre Pflicht zur Suche einer neuen Anstellung nicht gewusst zu haben.
Beitrag HR Today

27.11.2013

Nestlé plant 20'000 neue Stellen für Jugendliche

Mit dem Programm "Nestlé needs YOUth" will der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern bis Ende 2016 in Europa 20'000 Stellen für Jugendliche schaffen. Mit je 10'000 neuen Arbeitsplätzen sowie Lehr- und Praktikumsstellen soll jungen Menschen das Tor zum Arbeitsmarktgeöffnet werden. Ziel ist es, mit gezieltem Coaching die Fähigkeiten der Jugendlichen zu stärken und deren Arbeitsmarktchancen zu verbessern. In der Schweiz wird Nestlé 2130 junge Menschen als Mitarbeitende und Auszubildende einstellen.
Medienmitteilung

27.11.2013

Berufliche Integration der Schwächsten

Der Schweizer Arbeitsmarkt funktioniert gut, doch die Integration von Personen mit geringen Qualifikationen, Behinderungen oder Lernschwächen bleibt ein zentrales Problem. Davon zeugen auch die vielen Tagungen und Publikationen dieses Herbstes zu diesen Thema. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift für Heilpädagogik widmet der beruflichen Integration einen Themenschwerpunkt. Die neue HfH-Publikation "Fit für die Berufslehre" thematisiert – parallel zur gleichnamigen Tagung – die Berufswahlvorbereitung bei Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf. Die begleitete berufliche Bildung von Lernenden mit einer beeinträchtigten Leistungsfähigkeit ("Supported Education") war auch Thema einer Fachtagung des Vereins Supported Employment Schweiz. Ein neues Buch zu Supported Emplyoment diskutiert dieses Konzept auf breiter Basis. Zur Frage des Kompetenzerwerbs organisierte die Vereinigung Kompetenzmanagement Schweiz eine Fachtagung zur "Integration von Geringqualifizierten durch Bildungsprozesse", und das Projekt GO2 lud zur ersten Netzwerktagung ein.

27.11.2013

Europa: Berufsbildung für gering qualifizierte Erwachsene

In Europa gibt es mehr als 70 Millionen gering Qualifizierte im Alter von 25 bis 64 Jahren. Seit 2008 ist diese Arbeitnehmergruppe am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen. Eine Untersuchung mit dem Titel "Rückkehr zum Lernen – Rückkehr ins Arbeitsleben" evaluiert Berufsbildungsprogramme am Arbeitsplatz in jenen Ländern, die dadurch auf die Beschäftigungsnachfrage reagieren. Die Studie ist vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufbildung (Cedefop) veröffentlicht und in einem Kurzbericht zusammengefasst worden.

Verschiedenes

27.11.2013

Berufspraktika für Lehr- und Studienabgänger/innen

Mit dem Programm "Piaget – Offene Stellen" der ch-Stiftung haben junge Berufsleute die Möglichkeit, mittels eines Berufspraktikums ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu steigern. Die Teilnehmenden arbeiten zu 80 Prozent in einem Betrieb in einer anderen Sprachregion und widmen sich zu 20 Prozent dem Sprachenlernen. Teilnehmen können junge Berufsleute, die beim RAV als stellenlos gemeldet sind.

27.11.2013