Newsletter vom 16.10.2013

Aktuelle Meldungen vom 16.10.2013

Berufliche Grundbildung

16.10.2013

Erweiterung der Berufsbildungsforschung in der Schweiz

Im Oktober-Newsletter des SBFI wird die Forschungstrategie im Bereich Berufsbildung dargelegt. Forschungsschwerpunkte werden an einen oder an mehrere universitäre Lehrstühle delegiert. Die heute bestehenden vier Leading Houses sollen bis 2016 mit drei weiteren ergänzt werden, an denen Lehr- und Lernprozesse sowie die Steuerung des Berufsbildungssystems im Zentrum stehen sollen. Ein anderer Newsletter-Beitrag behandelt den Nationalen Qualifikationsrahmen für Berufsbildungsabschlüsse und stellt den Prozess dar, wie Schweizer Berufsbildungsabschlüsse auf den Stufen berufliche Grundbildung und Höhere Berufsbildung international vergleichbar gemacht werden sollen.

16.10.2013

Rechtsgutachten zu Datenschutz und Datenaustausch in der IIZ

Ein vorrangiges Ziel der Interinstitutionellen Zusammenarbeit IIZ (www.iiz.ch) ist die Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Berufsbildung, der IV, der ALV, der Sozialhilfe und aus dem Bereich Migration. Personen mit Mehrfachproblematiken sollen so optimale Unterstützung erhalten. Ein Gutachten im Auftrag der nationalen IIZ-Gremien hält die Voraussetzungen für den Datenaustausch zwischen den Institutionen fest und liefert eine strukturierte Übersicht über die komplexen rechtlichen Grundlagen. Fazit: Eine Einverständniserklärung, die in Kenntnis der Sachlage und freiwillig abgegeben wird, stellt eine ausreichende Rechtsgrundlage dar, um den Datenaustausch zu bewilligen und fehlende Gesetzesgrundlagen zu ersetzen.
Datenschutzgutachten
Zusammenfassung
Einverständniserklärung

16.10.2013

Szenarien 2013-2022 für das Bildungssystem

Das BFS stellt die "Szenarien 2013-2022 für das Bildungssystem" vor. Schwerpunkte sind die Entwicklungen der Schülerbestände, der Studierendenzahlen sowie der Abschlüsse der obligatorischen Schule, der Sekundarstufe II und der Hochschulen. Zum ersten Mal wurden auch Szenarien für die Lehrkräfte der Sekundarstufe II erarbeitet. Gemäss der Studie dürften die Schülerbestände des ersten Jahres der beruflichen Grundbildung (82'200 im Jahr 2011) zwischen 2012 und 2018 leicht abnehmen (-3%), um dann leicht anzusteigen (+2% von 2018 bis 2022).
Medienmitteilung

16.10.2013

Ausgaben des Bundes für die Berufsbildung

Im Jahr 2012 hat der Bund 6,7 Milliarden Franken für den Aufgabenbereich "Bildung und Forschung" ausgegeben, dies sind 156 Millionen (2,4%) mehr als 2011. Der grösste Teil der Zunahme betrifft Zuwendungen an die Berufsbildung. Diese Angaben sind der Taschenstatistik "Öffentliche Finanzen 2013" zu entnehmen.

16.10.2013

Parlamentarische Vorstösse während der Herbstsession 2013

Während der Herbstsession des Bundesparlaments und der Sondersession des Nationalrats vom 09. bis 27. September 2013 wurden folgende Vorstösse zur Berufsbildung eingereicht:
- Lehrlinge und Grenzgänger. Unterstützung der betroffenen Kantone (Anfrage 13.1073)
-Staatskundeunterricht auf der Sekundarstufe II: eine Bilanz (Postulat 13.3751)
- Förderung der Kenntnisse internationaler Zusammenhänge bei Jugendlichen (Interpellation 13.3920)
- Zertifizierte Berufsausbildung in Teilzeit (Interpellation 13.3724)
- Schulplanung angesichts der steigenden Geburtenrate (Interpellation 13.3814)
- Positionierung der höheren Fachschulen HF (Anfrage 13.1061)
- Eigenständiges PhD an den Schweizer Fachhochschulen (Interpellation 13.3670)

16.10.2013

Erlassene Bildungsverordnungen

Das SBFI hat am 10. September die Verordnungen über die berufliche Grundbildung Entwässerungstechnologe/-technologin EFZ und Entwässerungspraktiker/in EBA erlassen und auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt. Die elektronischen Unterlagen werden in einigen Wochen im Berufsverzeichnis aufgeschaltet. Die Bildungspläne werden im Oktober auf der Internetseite des Ausbildungsverbands der Kanalunterhaltsbranche (advk) zur Verfügung stehen.

16.10.2013

Bericht über die schulisch organisierte berufliche Grundbildung

Aufgrund der zunehmenden Komplexität in vielen Berufen verlangt die Wirtschaft vermehrt nach Jugendlichen, die über eine gute Allgemeinbildung verfügen. Die Ausbildung zahlreicher Berufe bedarf daher zunehmend eines grösseren Anteils an Allgemeinbildung, wie er im Rahmen der dualen Grundbildung vermittelt wird. Vor diesem Hintergrund hat die SBBK-Arbeitsgruppe "Weiterentwicklung Sekundarstufe II" bei Emil Wettstein und Jacques Amos einen Bericht über die schulisch organisierte berufliche Grundbildung in Auftrag gegeben.

16.10.2013

SO: Integration des Bildungszentrums Gesundheit und Soziales

Auf den 1. August 2013 wurde das Bildungszentrum Gesundheit und Soziales in das Berufsbildungszentrum Olten eingegliedert. Ab Sommer 2014 werden sämtliche Unterrichtsangebote am heutigen Standort in Olten zusammengeführt, derjenige in Solothurn wird aufgegeben. 550 Lernende besuchen die Berufsfachschule in vier beruflichen Grundbildungen. An der Höheren Fachschule belegen 200 Studierenden zwei Studiengänge in Pflege.
Newsletter Berufsbildung (SO)

16.10.2013

Deutschland: Unterlagen der Hochschultage und Datenreport 2013

Im März 2013 fanden in der Universität Duisburg-Essen die 17. Hochschultage Berufliche Bildung statt. Der Anlass stand unter dem Titel "Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit. Berufliche Bildung, Qualifikation und Fachkräftebedarf im Zeichen des demographischen Wandels". Die umfangreiche Online-Publikation dieser Tagung enthält 173 Beiträge von 260 Autorinnen und Autoren. Auf der Webseite des Bundesinstituts für Berufsbildung steht auch der umfangreiche Datenreport zum deutschen Berufsbildungsbericht 2013  zur Verfügung. Schwerpunktthema sind die digitalen Medien.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

16.10.2013

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem SBFI die Entwürfe der folgenden Prüfungsordnungen eingereicht: Berufsprüfung Reiseleiter/in mit eidgenössischem Fachausweis, höhere Fachprüfung Seilbahnmanager/in mit eidgenössischem Diplom.
Bundesblatt vom 8. Oktober 2013

16.10.2013

Weiterbildung für spanische und portugiesische Maurer im eigenen Land

Spanische und portugiesische Maurer, die in Kantonen mit dem "Parifonds Bau" (paritätischer Vollzugsfonds für das Schweizer Bauhauptgewerbe) arbeiten, können sich während der kalten Jahreszeit in ihrer Heimat weiterbilden. Die Kurse werden durch den Fonds organisiert. Sie finden in den Berufsbildungszentren in Areixo in Galizien und in Avioso bei Porto statt. Das Angebot richtet sich an Arbeitskräfte, die mehr als sechs Monate auf einer schweizerischen Baustelle gearbeitet haben und bezweckt, sie mit den in der Schweiz angewandten Methoden und Baumaterialien vertraut zu machen.
Artikel im "L'Evénement syndical"

16.10.2013

OW: Publikation "Berufsbildung Obwalden"

Zum dritten Mal gibt das Amt für Berufsbildung zusammen mit dem Gewerbeverband Obwalden die Publikation "Berufsbildung Obwalden" heraus. Die 48-seitige Broschüre enthält eine Darstellung des Systems der Höheren Berufsbildung, Interviews mit einem Unternehmer und anderen Fachleuten sowie vielfältige Porträts von Absolventinnen und Absolventen mit unterschiedlichen Berufsperspektiven: Berufsprüfung Detailhandelsspezialistin FA, Weiterbildung Spenglerpolier oder eidg. dipl. Automobilkaufmann.

16.10.2013

England: Höhere Berufsbildung ausbauen

In ihrem neusten Länderbericht aus der der Serie "Skills beyond School" empfiehlt die OECD, in England die postsekundären Angebote im Bereich der Berufsbildung auszubauen. Nur so könne auf die gewandelten Bedürfnisse auf dem Arbeitsmarkt reagiert werden. 
Medienmitteilung

Mittelschulen und Hochschulen

16.10.2013

BFS-Szenarien: Mehr Studierende an den Hochschulen

Gemäss den Szenarien des BFS für die nächsten zehn Jahre werden die Lernendenzahlen im erstem Jahr der gymnasialen Maturitätsschulen und den allgemeinbildenden Ausbildungen bis 2018 um 4% zurückgehen, bevor sie um 3% wieder zunehmen. An den Fachhochschulen dürften die Studierendenzahlen deutlich ansteigen, während an den universitären Hochschulen der Zuwachs lediglich 0,8% pro Jahr betragen wird.
Medienmitteilung

16.10.2013

Universitäre Plattform für Westschweizer Gesundheitswesen

Sechs Universitäts- und Spitalinstitutionen von Lausanne, Genf und Neuenburg haben eine Vereinbarung zur Schaffung einer Westschweizer Schule für das Gesundheitswesen unterzeichnet. Die neue Struktur ermöglicht es, die Entwicklung im Gesundheitswesen für die Belange der Romandie zu koordinieren, in dem sie Synergien zwischen den drei Kompetenzpolen schafft. Die personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen der Partner werden für die Entwicklung eines kohärenten Bildungsangebots, einer qualitativ hochstehenden Forschung und einer Expertise für die öffentliche Hand eingesetzt.
Medienmitteilung

16.10.2013

Studenten gegen Erhöhung von Studiengebühren

Die Debatte über die Erhöhung der Studiengebühren ist in verschiedenen Kantonen an der Tagesordnung. Im Kanton Waadt haben sich die Studentenorganisationen gegen jegliche Erhöhung ausgesprochen, wie sie von Bundes- oder Kantonsbehörden angekündigt worden sind. Im Wallis hat der Verband der Schweizer Studentenschaft (VSS) vom Parlament verlangt, die von der Regierung geplante Änderung abzulehnen. In Basel zirkuliert eine Petition gegen die für 2014 vorgesehene Erhöhung, eine Interpellation wurde bei der Regierung hinterlegt. Mit der Lancierung der Stipendieninitiative will der VSS nun eine Harmonisierung der Ausbildungsbeiträge erreichen.

16.10.2013

JU: Campus für die Tertiärbildung

Im Projekt zur Zusammenfassung der Tertiärbildung in einem eigenen Campus ist mit der Wahl eines Architekturprojekts eine neue Etappe eingeleitet worden. Im neuen Gebäude werden die Pädagogischen Hochschule BEJUNE und der Hochschule ARC sowie der Sitz der Westschweizer Fachhochschule HES-SO vertreten sein. Der neue Campus wird im Gelände des SBB-Bahnhofs Delsberg integriert. Er wird 500 Personen Raum bieten und über einen Hörsaal mit 150 Plätzen und Vortragssäle verfügen. Der Neubau soll im Sommer 2016 beendet sein.
Medienmitteilung

16.10.2013

GR: Höhere Beiträge an private Mittelschulen

Verschiedene parlamentarische Vorstösse fordern, dass die Kantonsbeiträge an die privaten Mittelschulen zu erhöhen seien. Diese Anliegen wurden in die Teilrevision des Mittelschulgesetzes aufgenommen, die die Bündner Regierung bis zum Jahresende in die Vernehmlassung schickt. Weiter soll die Teilrevision ermöglichen, dass Mittelschulen, welche eine zweisprachige Maturität in den Kantonssprachen führen, eine Sonderentschädigung erhalten, und dass Informatikmittelschulen geführt werden können.
Medienmitteilung

16.10.2013

SH: Höhere Gebühren an der Pädagogischen Hochschule

Der Regierungsrat hat auf den 1. Oktober 2013 die Rechtsgrundlagen der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen auf Verordnungsstufe geändert. Unter anderem wurde eine neue Gebührenverordnung erlassen. Die Semestergebühren werden von 580 auf 680 Franken angehoben. Zudem wurde eine jährlich etappierte Erhöhung der Gebühren für den Fremdsprachenaufenthalt beschlossen.
Medienmitteilung

16.10.2013

ZH: 300 Studienplätze in Humanmedizin

Der Regierungsrat hat die Aufnahmekapazität der Medizinischen Fakultät für das erste Studienjahr 2014/2015 in Humanmedizin wie bisher auf 300 Studienplätze festgelegt. Hinzu kommen 50 Plätze für die Zahnmedizin und 80 für die Veterinärmedizin. Ob Zulassungsbeschränkungen notwendig sein werden, wird erst im Frühling 2014 entschieden, wenn die Zahl der Anmeldungen zum Medizinstudium definitiv feststeht.
Medienmitteilung

16.10.2013

Beratung

16.10.2013

ICT-Branche sucht Nachwuchs

Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand starteten eine Kampagne, die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten dazu anregen will, sich mit Informatik als Studium und Berufsfeld auseinanderzusetzen. Sie will auch falschen Vorstellungen von Berufen der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) entgegenwirken. Laut Medienmitteilung leidet die ICT-Branche, der fünftgrösste Wirtschaftssektor der Schweiz, an Fachkräftemangel: 25'000 Fachkräfte werden bis im Jahr 2020 fehlen. Die Kampagne IT-dreamjobs wird von 30 Unternehmen und Organisationen, von der ETH Zürich und weiteren Hochschulen unterstützt.

16.10.2013

Schweizer Beteiligung am Programm Erasmus+

Der Nationalrat hat die Beteiligung der Schweiz an den europäischen Bildungs- und Jugendprogrammen für die Jahre 2014 bis 2020 gutgeheissen. Wie die beiden Vorgängerprogramme ("Lebenslanges Lernen", "Jugend in Aktion") richtet sich "Erasmus+" an die vier Bildungsstufen (Schule, Berufsbildung, Hochschule, Erwachsenenbildung) sowie an den ausserschulischen Bereich Jugend. Jede Stufe bietet drei Projekttypen: Mobilität, Kooperation und Unterstützung von politischen Prozessen.

16.10.2013

Zeitschrift "Education permanente" zum Thema Beratung

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Education Permanente" ist dem Thema Beratung gewidmet. Zahlreiche Beiträge behandeln die unterschiedlichen Aspekte: Individuelle Beratung der Lernenden, Beratung als Vermittlungstätigkeit, Beratung der Unternehmen im Hinblick auf die Qualifikation, Weiterbildungen, die auf professionelle Bildungsberatung vorbereiten. Die Zeitschrift enthält zudem Einblicke in konkrete Praxisbeispiele zur Beratung im Kontext zur Weiterbildung.

Arbeitsmarkt

16.10.2013

Arbeitsbedingungen: Schweiz ist Klassenbeste

Die Schweiz setzt ihr Humankapital weltweit am besten ein. Dies geht aus dem erstmals veröffentlichten Humankapitalindex des World Economic Forum hervor. Untersucht wurden in insgesamt 122 Ländern Bildung, Gesundheit, Arbeitskräfte und Beschäftigung sowie Rahmenbedingungen wie etwa der öffentliche Verkehr. Bei der Beschäftigung und bei Gesundheit/Wohlbefinden hält die Schweiz den 1. Rang. Bezüglich Rahmenbedingungen liegt sie an 2. und bezüglich Bildung an 4. Stelle. Gesamthaft führt sie die Rangliste vor Finnland und Singapur an.
Artikel Berner Zeitung

16.10.2013

Beschäftigtenzahl auf Rekordhöhe

Ende Juni 2013 zählte die Schweiz 4,82 Millionen Erwerbstätige – so viele wie noch nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Zunahme 1,3%. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg um 3% auf 1,41 Millionen, jene der schweizerischen um 0,6% auf 3,41 Millionen. Im selben Zeitraum verzeichnete die EU einen Beschäftigungsrückgang von 0,4%. Der Anteil der Erwerbslosen (gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation) lag im 2. Quartal 2013 in der Schweiz bei 4,2%, gegenüber 3,7% im Vorjahr.
Medienmitteilung

16.10.2013

Privathaushalte: Umverteilung verringert Einkommensungleichheit

Das monatlich verfügbare Äquivalenzeinkommen ist zwischen 1998 und 2011 um 6% von 4066 auf 4310 Franken gestiegen. Es war bei den reichsten 20% der Bevölkerung 4,4 Mal höher als bei den ärmsten 20%. Unter Äquivalenzeinkommen verstehen wir das verfügbare Haushalteinkommen, umgerechnet auf einen Ein-Personen-Haushalt. Im selben Zeitraum hat sich die Einkommensungleichheit nicht wesentlich verändert. Zu diesem Ergebnis gelangt ein aktualisierte Studie des BFS. Diese hebt im Weiteren hervor, dass ohne Umverteilung über progressive Steuern und Transferleistungen die Kluft zwischen den Einkommen bedeutend grösser wäre.

16.10.2013

Lohngleichheit bei der Bundesverwaltung

Das Prinzip der Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern wird in der Bundesverwaltung respektiert. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Analyse der Löhne von 36'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Jahre 2010 bis 2013 umfasst. Die Untersuchung wurde durch die vom Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann entwickelte Software Logib durchgeführt. Dieses kostenlose System ermöglicht es Firmen mit über 50 Angestellten zu berechnen, welchen Einfluss Faktoren wie Ausbildung, Berufserfahrung, Anforderungsniveau und Funktion auf die Löhne haben.
Medienmitteilung

16.10.2013

Deplafonierung des Solidaritätsprozentes bei der ALV

Das Solidaritätsprozent bei den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung (ALV) gilt neu auch für Jahreseinkommen über 315'000 Franken. Auf diese Weise soll das Defizit der ALV verringert werden. Die entsprechende Gesetzesänderung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft. Bis heute wurde das Solidaritätsprozent bloss für die nicht versicherten Einkommensteile erhoben, die sich zwischen 126'000 und 315'000 Franken bewegen.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

16.10.2013

Volksinitiative Grundeinkommen zustande gekommen

Mit 126'000 beglaubigten Unterschriften ist die Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen eingereicht worden. Das Volksbegehren sieht für die gesamte Bevölkerung "ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben" vor. Dieses Ziel soll durch ein Einkommen garantiert werden, das an keinerlei Bedingungen geknüpft ist. In seiner Medienmitteilung erwähnt das Initiativkomitee einen monatlichen Betrag von 2500 Franken. Mit ihrem Anliegen wollen die Initianten unter anderem eine breite Diskussion über das Verständnis und den Stellenwert von Arbeit anstossen.

16.10.2013

Nationalrat blockiert Vereinbarkeit von Beruf und Familie

In der vergangenen Herbstsession lehnte der Nationalrat eine SP-Motion für einen Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen ab (5 Tage beim Geburtstermin, der Rest flexibel während sechs Monaten). Keine Unterstützung fand auch ein BDP-Vorstoss, wonach Tagesschulen einheitliche nationale Kriterien erfüllen und dafür vom Bund finanziell unterstützt werden sollten. In einer Medienmitteilung kritisiert der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse die Entscheide der Grossen Kammer, weil dadurch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschwert bleibe.

16.10.2013

ZG: 20 Jahre privates RAV

Als einziger Kanton hat Zug die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) einer privaten Trägerschaft, dem Verein für Arbeitsmarktmassnahmen, übertragen. Die Bundesbehörden begegneten dem nunmehr seit 20 Jahren bestehenden Modell zunächst mit Skepsis, liessen sich aber im Laufe der Zeit durch die positiven Ergebnisse überzeugen. Das RAV Zug ist innerhalb des Kantons der mit Abstand wichtigste Arbeitsvermittler.

16.10.2013

Kinderarbeit geht weltweit zurück

Seit der Jahrtausendwende konnte gemäss einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) die Kinderarbeit im globalen Rahmen um einen Drittel von 246 Millionen auf 168 Millionen reduziert werden. Wesentliche Fortschritte wurden zwischen 2008 und 2012 erzielt. Die IAO stellt jedoch klar, dass das Ziel, bis 2016 die schlimmsten Formen von Kinderarbeit auszumerzen, trotz einer gross angelegten Kampagne nicht realisiert werden könne. Gut die Hälfte der 168 Millionen arbeitenden Kinder führt gefährliche und gesundheitsschädigende Tätigkeiten aus.

Verschiedenes

16.10.2013

Erste "PISA-Studie" für Erwachsene

Im Rahmen von PIAAC (Programme for the International Assessment of Adult Competencies), einem Projekt der OECD, wurden in 24 Ländern erstmals die Kompetenzen von Erwachsenen zwischen 16 und 65 Jahren erfasst. Im Zentrum der Befragung standen Schlüsselkompetenzen wie Lesen oder Mathematik. Die älteren Jahrgänge schneiden dabei tendenziell schlechter ab als die jüngeren. PIAAC belegt auch die Bedeutung von Grundkompetenzen für den individuellen Arbeitsmarkterfolg: höhere Grundkompetenzen verringern unter anderem das Arbeitslosigkeitsrisiko. Die Schweiz hat an der Studie - im Gegensatz zu Deutschland und Österreich - nicht teilgenommen.
Zusammenfassung

16.10.2013

Bildungsforscher suchen grösseren politischen Einfluss

Ein neues Netzwerk von Bildungswissenschaftern will unter dem Namen Savoir Suisse in Zukunft der Politik und den Medien Erkenntnisse aus der Forschung "sachlich, rasch und leicht verständlich" zugänglich machen. Hintergrund ist der 2006 vom Volk angenommene Bildungsartikel, der die Kantone verpflichtet, ihre Schul- und Bildungssysteme zu harmonisieren.

16.10.2013

Zeitschrift Widerspruch mit Bildungsschwerpunkt

Die Zeitschrift Widerspruch beschäftigt sich in ihrer neusten Ausgabe aus pointiert linker Optik mit dem Thema "Bildung und Marktregime". Reflektiert werden "in einem von Standortwettbewerb und Technokratie geprägtem Umfeld" das Versprechen einer Chancengleichheit durch Bildung und lebenslanges Lernen. Konkreter wird es bei Themen wie dem Verhältnis der beruflichen Bildung zum Arbeitsmarkt, den Perspektiven von Erwerbstätigen ohne Berufslehre oder dem Stellenwert von Brückenangeboten.