Newsletter vom 14.08.2013

Aktuelle Meldungen vom 14.08.2013

Berufliche Grundbildung

14.08.2013

Online-Plattform für die Dokumentation berufliche Grundbildung

Die Plattform oda.berufsbildung.ch unterstützt die Organisationen der Arbeitswelt (OdA) beim Erstellen einer berufs- und branchenspezifischen "Dokumentation berufliche Grundbildung" für ihre Lernenden. Herzstück ist die Lerndokumentation. Die Vorlagen, Mustertexte, Beispiele, Downloads und Links können einfach übernommen und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden - egal ob eine Print- oder eine online-Version entstehen soll. Die Plattform des SDBB wurde in Zusammenarbeit mit dem SBFI und den OdA entwickelt. Eine Begleitgruppe mit Vertretern aller Verbundpartner hat die Texte verabschiedet.

14.08.2013

Bericht zum Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung

Der Projektbericht "Nachteilsausgleich für Menschen mit Behinderung in der Berufsbildung" ist eine Arbeitsgrundlage für Fachpersonen und Fachstellen, die sich mit der Umsetzung von Nachteilsausgleichsmassnahmen im Ausbildungsprozess und bei den Qualifikationsverfahren befassen. Die Publikation enthält – neben wichtigen allgemeinen Informationen – eine Reihe von konkreten Vorschlägen, wie Nachteilsausgleichsmassnahmen für zehn verschiedene Behinderungsformen gestaltet werden könnten. Im Kaufpreis des dreisprachigen Berichts ist eine Einzellizenz für die Benutzung der eBook-Version inbegriffen. Es handelt sich dabei um ein "barrierefreies" PDF für Menschen mit Sehbehinderung.

14.08.2013
14.08.2013

Erlassene Bildungsverordnung: Isolierspengler/in EFZ

Das SBFI hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung Isolierspengler/in EFZ am 15. Juli 2013 erlassen auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt. Die Vorgaben betreffend Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel gelten ab dem 1. Januar 2017. Die elektronischen Unterlagen werden in einigen Wochen im Berufsverzeichnis aufgeschaltet. Der Bildungsplan wird im Laufe des Monats August auf der Internetseite von isolsuisse, dem Verband Schweizerischer Isolierfirmen, zur Verfügung stehen.

14.08.2013

Studie zum Übergang von der Schule in die Arbeitswelt

Die Studie "Von der Schule zur Arbeitswelt: Phänomene von Teilhabe und Identitätskonstruktion in der beruflichen Grundbildung in interaktioneller und longitudinaler Phase" untersucht, wie Jugendliche den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt während ihrer Berufslehre erleben. In ihrer Dissertation an der Universität Genf befasst sich Barbara Duc insbesondere mit Lernprozessen und Prozessen der Identitätskonstruktion von Jugendlichen während ihrer beruflichen Grundbildung. Ziel war es, diejenigen Faktoren zu bestimmen, die erleichternd oder erschwerend auf die Jugendlichen einwirken.
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14.08.2013

BS: Neuer Leiter für Mittelschulen und Berufsbildung

Ulrich Maier wird am 1. August 2014 die Leitung des neu geschaffenen Bereichs Mittelschulen und Berufsbildung übernehmen. Er wird dem Departementvorsteher direkt unterstellt und für die nachobligatorische Sekundarstufe II und die Tertiärstufe B verantwortlich sein. Zu den Aufgaben gehören auch die Bildungsplanung und Politikvorbereitung der Sekundarstufe II, die Berufsberatung, Lehrstellenförderung, Lehraufsicht und Brückenangebote. Ulrich Maier, 49, ist seit 2006 Rektor des Gymnasiums Muttenz und übernimmt im nächsten Jahr die Funktionen von Christoph Marbach, der Ende 2013 Pension geht.

14.08.2013

NE: Tablets für die Ausbildung der künftigen Köche

Der Einsatz neuer Technologien figuriert auch im Unterricht der künftigen Köche, welche ihre Ausbildung an der Berufsfachschule, der "Ecole des arts et métiers du Centre professionnel du Littoral" in Neuenburg absolvieren. Ab dem Schuljahr 2013/14 können die Lernenden der drei Klassen mit Hilfe von iPad-Tablets die Bildungsinhalte abrufen.
Projektbeschrieb

14.08.2013

SG/AR/AI: Lehrbetriebsverbund

Der Lehrbetriebsverbund der Kantone St. Gallen und beider Appenzell ist der Grösste in der Region und schafft und bewahrt kaufmännische Lehrstellen. Er umfasst zur Zeit 20 Lehrbetriebe, wobei sieben Lernende im Juni die Lehre erfolgreich abschliessen konnten und sieben neue im Sommer ihre Ausbildung beginnen.
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14.08.2013

ZG: Lehre in Englisch

Der Kanton Zug, Standort von zahlreichen internationalen Unternehmen, führt eine Lehre auf Englisch ein. Damit Firmen in Zukunft Fachkräfte selber ausbilden und nicht von den Hochschulen oder aus dem Ausland rekrutieren, soll eine Berufslehre geschaffen werden, bei der die Sprache im Unterricht und in der Firma grösstenteils Englisch ist. Global tätige Firmen sollen mehr Mitarbeitende und Führungskräfte mit Aus- und Weiterbildungen aus dem schweizerischen System einstellen. Zug wird bei diesem Projekt vom SBFI unterstützt, da auch andere Kantone von den gemachten Erfahrungen profitieren und bei einer Implementierung solcher Massnahmen schnell mit ins Boot geholt werden könnten.
Medienmitteilung

14.08.2013

Deutschland: Neue und modernisierte Berufsausbildungen

Per 1. August 2013 treten zwei neue Ausbildungsordnungen in Kraft: Fachkraft für Metalltechnik und Stanz- und Umformmechaniker/-in.
Zudem wurden elf Ausbildungsordnungen zum Teil grundlegend modernisiert: Fertigungsmechaniker/-in; Fluggerätelektroniker/-in; Fluggerätmechaniker/-in; Kfz-Mechatroniker/-in; Klempner/-in; Mediengestalter/-in Digital und Print; Milchwirtschaftliche/-r Laborant/-in; Orthopädietechnik-Mechaniker/-in; Pflanzentechnologe/-in; Weintechnologe/-in; Werkstoffprüfer/-in.
Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres fiel die Zahl der Ausbildungsberufe von 345 auf 331. Allein durch die Neuordnung im Metallbereich sind elf so genannte "Altberufe" (z.B. Revolverdreher oder Drahtzieher) zum neuen Ausbildungsberuf "Fachkraft für Metalltechnik" zusammengefasst worden. Der Beruf "Kfz-Servicemechaniker" wurde in den "Kfz-Mechatroniker" integriert.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

14.08.2013

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Nachträglicher Erwerb des Fachhochschultitels in der Pflege

Das SBFI erarbeitet einen Vorentwurf für die Regelung des nachträglichen Erwerbs des Fachhochschultitels (NTE) in der Pflege. Der Vorentwurf orientiert sich an der Vergleichbarkeit der Kompetenzen. Eine NTE-Regelung kann bei Pflegenden gerechtfertigt sein, die nach ihrem altrechtlichen Abschluss auf der Stufe höhere Fachschule zusätzliche Kompetenzen erworben haben, die mit denjenigen eines Bachelordiploms auf Stufe Fachhochschule vergleichbar sind. Das Anhörungsverfahren wird im August 2013 eröffnet.

14.08.2013

Mikrozensus Aus- und Weiterbildung 2011

Schweizer/innen sind mehrheitlich zufrieden mit ihren Weiterbildungsmöglichkeiten. So konnten 63 Prozent der 25- bis 64-Jährigen sich wie geplant weiterbilden oder hatten keine Weiterbildungsabsicht. Der unerfüllte Weiterbildungswunsch ist bei Personen am häufigsten, die keine postobligatorische Ausbildung absolviert haben. Diese und weitere Resultate zeigt die neuste Publikation des Bundesamtes für Statistik zum Mikrozensus Aus- und Weiterbildung.

14.08.2013

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen haben dem SBFI die Entwürfe der folgenden Prüfungsordnungen eingereicht: Berufsprüfung Archäologischer Grabungstechniker/Archäologische Grabungstechnikerin mit eidgenössischem Fachausweis sowie Höhere Fachprüfung Diplomierter ICT Manager/Diplomierte ICT-Managerin.
Bundesblatt vom 2. Juli und 16. Juli 2013

Mittelschulen und Hochschulen

14.08.2013

Studierfähigkeit von Berufsmaturität-Absolventen

Für das Projekt "Evaluation der Studierfähigkeit von Berufsmaturität- Absolventen/innen an Fachhochschulen" sind erste Teilergebnisse auf der Webseite der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz verfügbar. Im Teilprojekt 1 wurden Daten der letzten 10 Jahre ausgewertet und u.a. die Entwicklung der BM nach Richtung, Art (lehrbegleitend oder nach der Lehre) und nach Kanton aufgezeigt. Weiter wurde der Studienverlauf der Fachhochschul-Jahrgangskohorte 2005 analysiert (Erfolgs- und Abbruchquoten). Mit Blick auf die Vollerhebung der FH-Kohorte 2012 wurden im Teilprojekt 3 die Verantwortlichen der Bachelorstudiengänge befragt, um u.a. eine Fremdeinschätzung der Studierfähigkeit von BM-Absolventen/innen zu gewinnen.

14.08.2013

Alternativen zum Medizinstudium wenig bekannt

Lassen sich Personen, die aufgrund der Zulassungsbeschränkung nicht Medizin studieren können, für andere Gesundheitsberufe gewinnen? Diese Frage untersucht die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG. Eine Befragung von 1400 Kandidatinnen und Kandidaten für das Medizinstudium hat unter anderem ergeben, dass bloss 41 Prozent die Fachhochschulausbildungen im Bereich Gesundheit kennen und 18 Prozent mehr Informationen zu diesen Angeboten gewünscht hätten.

14.08.2013

Internationale Zusammenarbeit: Ausbildung und Arbeitsmarkt

Das Zentrum für Information, Beratung und Bildung für Berufe der internationalen Zusammenarbeit "cinfo" hat einen Artikel zur Humanitären Hilfe publiziert. Dieser beschreibt kurz die konkreten Tätigkeiten und Anforderungen an die internationalen Mitarbeitenden und enthält eine Liste wichtiger Ausbildungsgänge. Ein zweiter, ausführlicher Bericht gibt Auskunft über die Lage auf dem Arbeitsmarkt im gesamten Bereich der Internationalen Zusammenarbeit.

14.08.2013

Neue Publikationen des Bundesamtes für Statistik

Das BFS hat die folgenden drei Publikationen veröffentlicht: Maturitäten und Übertritte an Hochschulen 2012; Von der Hochschule ins Berufsleben - Erste Ergebnisse der Hochschulabsolventenbefragung 2011: Hochschulabsolvent/innen auf dem Arbeitsmarkt - Erste Ergebnisse der Längsschnittbefragung 2011. Alle drei Berichte können auf der Webseite kostenlos heruntergeladen werden.

14.08.2013

BE: Neue Professur mit externen Geldgebern

Die Universität Bern errichtet eine Professur für "Staat und Markt". Die BKW AG, die Gebäudeversicherung Bern (GVB), die SBB AG sowie die Securitas AG finanzieren die zunächst auf vier Jahre angelegte Professur am Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern. Gemäss Medienmitteilung sei die Professur unabhängig und die Forschungs-, Lehr- und Publikationsfreiheit somit gewährleistet. Die vier Unternehmen hätten entsprechende Verträge unterzeichnet.

14.08.2013

GE: Anerkennung der gymnasialen Maturität der Privatschulen

Die Genfer Privatschulen können künftig die kantonale und eidgenössische Anerkennung ihrer gymnasialen Maturitätsabschlüsse beantragen. Um die Erteilung zu erleichtern, wurde ein Ausbildungskonzept für die Lehrpersonen derjenigen Schulen entwickelt, welche die geforderten Normen erfüllen möchten. Das Angebot resultiert aus der Zusammenarbeit des Departements für Bildung, Kultur und Sport, des Universitätsinstituts für die Lehrerbildung sowie des Verbands der Genfer Privatschulen.
Medienmitteilung

Beratung

14.08.2013

Aktuelles von der Datenbank eDoc

Die Datenbank "eDoc" bündelt Bildungsinformationen aus verschiedenen Quellen und ermöglicht damit, rasch, übersichtlich und elektronisch zu aktuellen Informationen zu kommen. Zusätzlich zu den Daten über die beruflichen Grundbildungen, die Berufs- und Höheren Fachprüfungen stehen ab sofort auf nationaler Ebene auch Informationen zu den Höheren Fachschulen HF und den Fachhochschulen FH zur Verfügung. "eDoc" wird durch das SDBB koordiniert und ist während der Aufbauphase ausschliesslich für Fachpersonen der kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen zugänglich.

14.08.2013

Lernfestival neu mit Beratungsmobil

Das jährlich stattfindende nationale Lernfestival hat zum Ziel, Menschen jeden Alters und jeder Herkunft zum Lernen zu motivieren. Im Rahmen der Veranstaltung fährt dieses Jahr zum ersten Mal ein Beratungsmobil durchs Land. Lokale Berufsberatende und Coaches führen in einem Bus Kurzberatungen durch und beantworten Fragen zu Weiterbildungen. Das Lernfestival findet am 20./21. September 2013 zum zehnten Mal statt. Die nationale Koordination liegt beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB.

14.08.2013

BE: Fast alle Schulaustretenden haben Anschlusslösung

Am 1. Juni 2013 verfügten 94,5 Prozent der Schulaustretenden im Kanton Bern definitiv über eine Anschlusslösung (Grundbildung, Mittelschule oder Brückenangebot). Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung bei den deutschsprachigen Schulen. Damit setzt sich die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre fort. Aufgrund der guten Lage auf dem Lehrstellenmarkt soll in den nächsten Jahren der Direkteinstieg in eine berufliche Grundbildung oder eine Mittelschule weiter gefördert werden.
Medienmitteilung

14.08.2013

JU: Niederlassung diplomierter Jurassier

Die meisten Inhaber von Universitäts- und Fachhochschuldiplomen lassen sich in städtischer Umgebung nieder. Zahlreich sind auch jene, die nach Studienabschluss in ihren Herkunftskanton zurückkehren. Von den Jurassiern, die ihren Titel zwischen 2000 und 2010 erworben haben, leben 40% der Universitäts- und 51.6% der Fachhochschulabsolventen im Jura. Laut einer Untersuchung von Patrick Rérat, Universität Neuenburg, beruht die Motivation des Ortswechsels vor allem auf den beruflichen Möglichkeiten, den sozialen Bindungen und den Lebensumständen. Sie hängt sehr wenig von finanziellen Fragen ab. Die Publikation "Après le diplôme. Les parcours migratoires au sortir des hautes écoles" ist in der "Edition Alphil" erschienen.

14.08.2013

SG: Abschlusszertifikat an Volksschule wird eingeführt

Im Kanton St. Gallen werden ab Sommer 2015 die Schüler/innen am Ende ihrer Volksschulzeit ein Abschlusszertifikat erhalten. Dieses ist eine Ergänzung zum Zeugnis und bestätigt die Erfüllung der Schulpflicht. Das Zeugnis und das Zertifikat bilden zusammen mit dem Leistungsprofil des Testsystems Stellwerk und der Dokumentation einer selbstständigen Projektarbeit ein Abschlussportfolio. Damit wird das Ziel verfolgt, den Übergang von der Oberstufe zu den weiterführenden Schulen und zur Berufsbildung zu optimieren.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

14.08.2013

SECO: Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli

Im Juli 2013 zählte die Schweiz 128'516 Arbeitslose. Das sind 2018 oder 0,1% mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug der Zuwachs 12'222 Personen bzw. 10,5%. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3%, verglichen mit 2,7% im Juli 2012. Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den Kantonen gegensätzlich. Gegenüber Juni 2013 hat sie in St. Gallen, Schaffhausen und Jura um 0,2% zugenommen, während sie in Graubünden und Wallis um den gleichen Wert zurückging. Genf (5,4%) und Neuenburg (5,1%) verzeichnen die höchste Arbeitslosigkeit. In seiner Medienmitteilung erwartet das SECO im Jahresdurchschnitt 2013 eine Arbeitslosenquote von 3,3%.

14.08.2013

KOF: Firmen stellen weniger Personal an

Im dritten Quartal 2013 erlebt der schweizerische Arbeitsmarkt, verglichen mit dem vorangegangenen Quartal, einen leichten Rückgang. Gemäss der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich KOF rechnen zahlreiche Firmen nicht mehr mit einem Anstieg der Beschäftigung. Sogar ein Rückgang ist in der Industrie, im Transportwesen, bei den Banken und im Gastgewerbe zu erwarten. Demgegenüber dürften die Versicherungen, der Detailhandel sowie Teile des Dienstleistungssektors noch zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Im Baugewerbe stagniert die Beschäftigtenzahl aller Voraussicht nach auf hohem Niveau.

14.08.2013

GAV-Löhne leicht verbessert

Nach den neusten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik haben die unterzeichnenden Sozialpartner der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV) für das Jahr 2013 eine nominale Effektivlohnerhöhung um 0,7% beschlossen. Davon werden 0,3% generell und 0,4% individuell zugesichert. Die Mindestlöhne wurden um 0,6% erhöht. Von den Lohnverhandlungen sind über eine Million Personen betroffen. Das Effektivlohnwachstum betrug 0,3% im sekundären Sektor und 1% im tertiären Sektor. Die stärksten Erhöhungen finden sich in den Branchen "Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" (+1,7%) und "Gesundheits- und Sozialwesen" (+1,2%).

14.08.2013

SAKE: Mehr Erwerbstätige in der Schweiz

Die Zahl der Erwerbstätigen ist in der Schweiz 2012 gegenüber dem Vorjahr um 1,1% auf insgesamt 4,815 Millionen gestiegen. Bei den Frauen betrug der Zuwachs 1,4%, bei den Männern 0,9%. Das Wachstum war bei den ausländischen Arbeitskräften mit 3,2% wesentlich ausgeprägter als bei den schweizerischen (0,3%). Die Taschenstatistik der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) zeigt auch auf, dass im selben Zeitraum die Beschäftigung in der Europäischen Union um 0,4% zurückgegangen ist.

14.08.2013

Kein Konsens bei Arbeitszeiterfassung

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) verzichtet darauf, die Ende 2012 in die Vernehmlassung gegebene Vorlage zur Arbeitszeiterfassung in ihrer aktuellen Form dem Bundesrat zu unterbreiten. Zwar wird erwartet, dass die Erfassungs- und Dokumentationspflicht für Arbeitnehmende in leitenden Positionen sowie für Personen mit erhöhter Autonomie in besonderen Funktionen flexibilisiert wird. Bezüglich der konkreten Modalitäten sind sich die Sozialpartner jedoch uneinig. Kritisiert wird vor allem, dass eine einheitliche Lohngrenze den unterschiedlichen Lohnstrukturen der einzelnen Wirtschaftsbranchen nicht gerecht werde.
Medienmitteilung

14.08.2013

OECD: Arbeitslosigkeit bleibt hoch

Die Arbeitslosigkeit in der OECD wird auch 2014 hoch bleiben. Vor allem junge und niedrig qualifizierte Menschen werden weiterhin Schwierigkeiten haben, eine Anstellung zu finden. Der aktuelle Beschäftigungsausblick geht davon aus, dass in den 34 OECD-Ländern Ende des kommenden Jahres etwa 48 Millionen Menschen arbeitslos sein werden – 16 Millionen mehr als vor Ausbruch der Finanzkrise. Innerhalb der OECD herrschen allerdings gravierende Unterschiede: So dürfte die Arbeitslosenquote in Deutschland bis Ende 2014 auf 4,7% fallen, während sie im restlichen Europa stagniert oder steigt.
Medienmitteilung

Berufliche Integration

14.08.2013

Kein Rahmengesetz für die Sozialhilfe

Der Ständerat hat im Juni die Motion "Rahmengesetz für die Sozialhilfe" mit 27 zu 12 Stimmen abgelehnt, nachdem der Nationalrat das Anliegen im vergangenen September noch mit 107 zu 53 unterstützt hatte. Die Motion sei auf viel Sympathie, aber auf keine Einigkeit gestossen, führte Bundesrat Berset vor dem Ständerat aus. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) bedauert den Entscheid, weil dadurch die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für eine Harmonisierung der Sozialhilfe auf nationaler Ebene herausgeschoben werde.

14.08.2013

Bedarfsabhängige Sozialleistungen auch 2011 gestiegen

Die Ausgaben für bedarfsabhängige Sozialleistungen stiegen gemäss einer Medienmitteilung des BFS im Jahr 2011 um nominal 5,9% auf 12,3 Mrd. Franken an. Im Vorjahr lag die Zunahme noch bei 8,1%. Rund 70% der Ausgaben wurden für die Krankenkassenprämienverbilligung und die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV getätigt. Ebenfalls weiter angestiegen sind die Ausgaben für Sozialhilfe.

14.08.2013

Integration der Zugewanderten optimieren

Gemäss einer kürzlich aktualisierten Studie der OECD funktioniert die Integration der ausländischen Bevölkerung in der Schweiz gut. Verbesserungspotenzial sieht die OECD noch bei Jugendlichen im Familiennachzug, niedrig qualifizierten Frauen und bei Personen, die aus humanitären Gründen aufgenommen worden sind. Dies geht aus einem Beitrag hervor, den Adrian Gerber, Abteilungschef Integration im Bundesrat für Migration, in der neusten Ausgabe der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" publiziert hat. Gerber weist auch darauf hin, dass Bundesrat und Kantonsregierungen bestehende Defizite koordiniert angehen wollen, um die Integration verbindlicher zu fördern und zu fordern.

14.08.2013

SUVA: Pilotprojekt für verunfallte Arbeitslose

Arbeitslose sind – verglichen mit Beschäftigten – nach einem Unfall mehr als anderthalb Mal länger arbeitsunfähig. Die SUVA und das Staatssekretariat für Wirtschaft starteten deshalb das Pilotprojekt UVAL (Unfallversicherung für Arbeitslose), um die Betroffenen schneller wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen. In einer Medienmitteilung stellt die SUVA fest, dass die Taggeldkosten für verunfallte Arbeitslose nicht wesentlich gesenkt werden konnten. Erfolgreich sei hingegen das in Arbeitsmarktmassnahmen integrierte Bewegungsprojekt gewesen. Zudem seien RAV-Mitarbeitende für die Problematik stärker sensibilisiert worden.

14.08.2013

FR: Neue Massnahmen gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Im Kanton Freiburg landet ein Zehntel der Stellensuchenden bei der Sozialhilfe. Die Kommission zur prospektiven Untersuchung der Politik im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit schlägt neue strategische Leitlinien vor, um der beunruhigenden Tendenz zu begegnen. Sie legt den Schwerpunkt auf die Prävention, die Früherkennung, die Entwicklung von Beschäftigungsanreizen, die enge Begleitung der Schwächsten sowie auf alternative Lösungen für die berufliche Eingliederung. Dazu gehören die Integrationspools und die Unterstützung bei der Einstellung von niedrig qualifizierten Personen.

Verschiedenes

14.08.2013

Berufsqualifikationen: Neues Meldeverfahren für Dienstleistungserbringende aus der EU/EFTA

Der Bundesrat hat das neue Verfahren zur Meldung und Nachprüfung der Berufsqualifikationen von Dienstleistungserbringenden aus der EU/EFTA auf den 1. September 2013 in Kraft gesetzt. Das neue Meldeverfahren ermöglicht eine raschere und effizientere Kontrolle der Berufsqualifikationen von EU-/EFTA-Bürger/innen, die während höchstens 90 Tagen pro Kalenderjahr in der Schweiz einer selbstständigen Dienstleistungstätigkeit nachgehen. Die Ausübung einer Dienstleistungstätigkeit auf dem EU/EFTA-Markt wird Schweizer/innen ab dem gleichen Zeitpunkt ebenfalls vereinfacht.