Newsletter vom 29.05.2013

Aktuelle Meldungen vom 29.05.2013

Berufliche Grundbildung

29.05.2013

Maitagung 2013: Unterlagen im Internet verfügbar

Die "Berufsbildung als Wettbewerbsfaktor" – so lautete das Thema des Eröffnungsreferates an der diesjährigen Maitagung vom 28. Mai 2013. Der stv. Direktor des SBFI, Josef Widmer, zog dabei das Fazit, dass das Schweizer Berufsbildungssystem im internationalen Vergleich gut dastehe, aber ihre "Stärken weiter stärken" müsse. Auch Gastreferent Aymo Brunetti, Professor an der Universität Bern, konstatierte, dass die Schweiz im globalen Standortwettbewerb dank der vielen starken Trümpfe absolute Weltspitze sei. Diese Position könne aber nur gehalten werden, wenn laufend an wirtschaftspolitischen Reformen gearbeitet wird. Die Arbeitsschwerpunkte im SBFI hat Jean-Pascal Lüthi, Leiter Abteilung berufliche Grundbildung und höhere Berufsbildung, vorgestellt. Er skizzierte unter anderem das "strategische Dachprojekt höhere Berufsbildung", auf das anschliessend auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann in seinem Schlussreferat einging. Dessen Standortbestimmung gipfelte in einem klaren politischen Ziel: "Ich erwarte, dass wir im Rahmen der Verbundpartnerschaft bis Ende dieses Jahres weiterkommen in den drei grossen Themen Finanzierung, Positionierung und Vermarktung. Die Resultate werden in die BFI-Botschaft 2017-2020 einfliessen."
Unterlagen der Maitagung

29.05.2013

Mehr Cleantech-Kompetenzen in der Berufsbildung

Der Bundesrat legt Wert darauf, dass Cleantech-Kompetenzen in bestehende und neue Bildungsgänge der beruflichen Grundbildung integriert werden. Die Themen Ressourceneffizienz und erneuerbare Energien soll auf allen Stufen des Bildungssystems gebührend beachtet werden. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht, den der Bundesrat in Erfüllung eines Postulats aus dem Nationalrat verabschiedet hat. Der Bericht basiert auf einer Untersuchung von über 200 Bildungsplänen sowie der Befragung von Organisationen der Arbeitswelt und Berufsbildungsverantwortlichen in über 700 Betrieben. Das SBFI wird nun die Untersuchungsergebnisse berufsspezifisch aufbereiten und den zuständigen Verbänden und Kommissionen für jeden Beruf ein Informationsblatt zur Verfügung stellen im Hinblick auf künftige Berufsrevisionen.
Bundesratsbericht
EHB-Untersuchung
Medienmitteilung und weitere Dokumente

29.05.2013

Die "Berufsbildner/innen des Jahres" nominiert

Die drei besten "Lehrmeister" erhalten jedes Jahr in vier Kategorien (Bäcker-Konditor/Konditor-Confiseur, Fleischfachmann, Koch und Restaurationsfachfrau) eine Auszeichnung. Dahinter steht die Idee, das Engagement für die handwerkliche Berufsbildung zu fördern. Das Besondere an diesem Wettbewerb liegt in der Tatsache, dass nur die Lernenden ihren Berufsbildner, ihre Berufsbildnerin als Kandidaten für die Auszeichnung anmelden können. Nun sind die Preisträger nominiert worden. Die Preise, dotiert mit je 10'000 Franken pro Kategorie, werden am 20. Juni 2013 in Zürich verliehen.
Weitere Informationen

29.05.2013

Neue Webseite des SGB für Lernende

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat für die jungen Menschen eine neue Website Gewerkschaftsjugend gestaltet. Kernelement  ist dabei eine elektronische Version des Leitfadens "Ich kenne meine Rechte", in der per Volltextsuche die gewünschten Informationen aufgerufen werden können. Der Leitfaden wurde aktualisiert und zum 16. Mal aufgelegt. Website und Broschüre führen die wichtigsten Rechte der Jugendlichen im Zusammenhang mit der Arbeitswelt auf, etwa zu den Arbeitsbedingungen, aber auch zu Sozialversicherungen und Steuern.

29.05.2013

Die Folgen von Arbeitsmarktregulierungen auf die Berufsbildung

Regulierungen des Arbeitsmarkts gelten als Bedingung dafür, dass Betriebe zu Investitionen in die Berufsbildung bereit sind. Das Swiss Leading House "Economics of Education" hat im Vergleich zwischen Deutschland und der Schweiz untersucht, welche Auswirkungen Regulierungen des Arbeitsmarkts auf das Angebot und die Qualität beruflicher Ausbildung haben. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Lockerung von Regulierungen keinen negativen Einfluss hat.

29.05.2013

Westschweizer Zentrum für die Berufsbildung der "Fitness-Trainer"

Ab August 2013 können alle künftigen Fachleute Bewegungs- und Gesundheitsförderung EFZ der Romandie ihren Berufsfachschulunterricht am "Centre professionnel du Littoral neuchâtelois" absolvieren und müssen nicht, wie bisher, nach Basel reisen. Diese Berufsausbildung ist einer Initiative der "ODA Bewegung und Gesundheit" zu verdanken, einer Vereinigung von zahlreichen Fitness-Zentren, die ihren Beruf professionalisieren wollen. Die Verordnung über die berufliche Grundbildung Fachmann/Fachfrau Bewegungs- und Gesundheitsförderung EFZ wurde 2011 erlassen und auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt (Start Schuljahresbeginn 2012).
Medienmitteilung

29.05.2013

PH Zürich: Neue Angebote für nebenamtliche Berufsbildner/innen

Die Abt. Sekundarstufe II/Berufsbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich hat neue Angebote für nebenberufliche Berufsbildner/innen entwickelt. Es handelt sich um Ausbildungen für
- Berufskundelehr/innen (inkl. IKA-Spezialisierung) im Nebenberuf,
- Berufsbildner/innen in überbetrieblichen Kursen üK und Lehrwerkstätten im Nebenberuf,
- Lehrer/innen an höheren Fachschulen HF im Nebenberuf.
Die Pilotstudiengänge starten im Herbst 2013, Anmeldeschluss dafür ist der 5. August.
Flyer

29.05.2013

FR: Sonderheft zum 125. Geburtstag des Landwirtschaftlichen Instituts Grangeneuve

Um die 125 Jahre Grangeneuve zu feiern, hat sich das Landwirtschaftliche Institut Grangeneuve (LIG) mit Pro Fribourg, der Initiativgruppe für die Erhaltung des Freiburger Erbes, zusammengeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit ist ein Heft entstanden, das ausschliesslich Grangeneuve gewidmet ist, und das zweisprachig über die Geschichte der letzten 125 Jahre und über mögliche Zukunftsentwicklungen berichtet. Dazu wurden fünfzehn Autoren eingeladen, sich zur künftigen Entwicklung und den damit verbundenen Hoffnungen und Befürchtungen der in Grangeneuve angebotenen Ausbildungen zu äussern. Das Sonderheft vergegenwärtigt so die Jahrzehnte im Dienst der landwirtschaftlichen Bildung und Beratung im Kanton Freiburg. ​Bestellungen sind an Pro Fribourg zu richten: info@pro-fribourg.ch.
Weitere Informationen

29.05.2013

SO: Darstellung der Vertiefungsarbeiten in Bild und Text

In den Informationen aus dem Departement für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn werden auf vier Seiten die individuellen Vertiefungsarbeiten in Text und Bild behandelt. Vier im Rahmen des
Qualifikationsverfahrens besonders gelungene Werke wurden in einer Ausstellung an der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule Solothurn einem grösseren Publikum vorgestellt. Erläuterungen und ein Interview runden den Beitrag ab. Im Vorwort von DBKaktuell 4-2013 übermittelt der scheidende Departementsvorsteher (und scheidende Präsident des SDBB-Aufsichtsrats) Klaus Fischer den Lernenden die "besten Wünschen zum Lehrabschluss".

29.05.2013

Deutschland: Weniger Jugendliche in berufsvorbereiten Massnahmen

2012 haben rund 267'000 Schulabgänger/innen statt einer Ausbildung zunächst ein berufsvorbereitendes Jahr absolviert (gegenüber 285'000 im Vorjahr). Das weist das BIBB in einer Studie nach. Der Vergleich der Jahre 2005 und 2012 zeigt einen Rückgang um 36,1 Prozent (418'000). Lehretriebe bieten heute Schüler/innen mit schlechteren Noten eher einen Ausbildungsplatz an, weshalb weniger Schulabgänger/innen in das Überganssystem ausweichen müssen. Wichtig ist auch, dass die Zahl der Schulabgänger/innen insgesamt abnimmt. Die Forscher konnten weiter aufzeigen, dass 2012 rund jeder Vierte in einer berufsvorbereitenden Maßnahme die mittlere Reife, mehr als jede Zweite den Hauptschulabschluss erreichte. Nur jeder Fünfte hatte die Schule ohne Abschluss verlassen.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

29.05.2013

Strategische Kommission der HE-Arc: neue Präsidentin

Elisabeth Baume-Schneider, jurassische Regierungsrätin und Direktorin des Departements für Bildung, Kultur und Sport, wurde als Präsidentin der strategischen Kommission der Hochschule Arc (COSTRA Arc) nominiert. Als Nachfolgerin des Neuenburger Staatsrats und Bildungsdirektors Philippe Gnaegi vertritt sie die Interessen des Arc jurassien im Rahmen der Westschweizer Fachhochschulen.
Medienmitteilung

Mittelschulen und Hochschulen

29.05.2013

Universitätswechsel nach dem Bachelor untersucht

Jeder 10. Masterstudent besuchte vorher den Bachelor zwar im entsprechenden Fach, aber an einer anderen Universität. Um Differenzen bei den im Bachelorstudium erworbenen Kompetenzen auszugleichen, muss rund ein Viertel dieser Studierenden bestimmte Auflagen erfüllen. Diese variieren je nach Studienrichtung und Sprachregion. 38 Prozent der betroffenen Studierenden fühlten sich durch die zusätzlichen Auflagen benachteiligt gegenüber den Studierenden, die den Bachelor und den Master an der gleichen Universität besuchen. Diese zeigt eine Untersuchung der CRUS, der Schweizer Rektorenkonferenz.

29.05.2013

Pädagogische Hochschulen: Studierendenzahlen

Diverse Pädagogische Hochschulen haben ihre Anmeldezahlen veröffentlicht: Die Pädagogische Hochschule Luzern verzeichnet eine Zuwachsrate von 15%, wobei insbesondere der Studiengang für den Kindergarten und die Unterstufe zulegen konnte. Letzteres ist auch an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz zu beobachten. An der Pädagogischen Hochschule St. Gallen schliesslich konnte der Männeranteil beim Studiengang für den Kindergarten und die Primarschule von 10 auf 20 Prozent gesteigert werden.

29.05.2013

Saläre der Fachhochschulabsolventen stagnieren

Die Absolvent/innen von Fachhochschulen (FH) verdienen laut der Lohnstudie 2013 im Mittel 105'600 Franken brutto. Dieser Wert ist leicht tiefer als vor zwei Jahren, als der nationale Dachverband der Fachhochschul-Absolventen (FH Schweiz) seine Gehaltsstudie letztmals durchführte. Vor allem in den grössten der elf Fachbereiche stossen die 7400 befragten FH-Absolventen langsam an ihre Salärgrenzen. Diese und weitere Informationen können über die Website www.fhlohn.ch abgerufen werden. Die Handelszeitung veröffentlichte aus Anlass der aktuellen Publikation eine Beilage zu den Fachhochschulen.

29.05.2013

Hochschulkonferenzen: Personalwahlen

Thomas D. Meier, Rektor der Zürcher Hochschule der Künste, wird neuer Präsident der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH). Martina Weiss, Generalsekretärin der Schweizerischen Universitätskonferenz, wird Generalsekretärin des neuen Vereins "swissuniversities". Dieser Verein bereitet in den kommenden zwei Jahren die Zusammenführung der drei Rektorenkonferenzen CRUS (Universitäten), KFH (Fachhochschulen) und COHEP (Pädagogische Hochschulen) vor.

29.05.2013

Beratung

29.05.2013

Statistik der öffentlichen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

Die Schweizerische Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatung hat die Statistik 2012 der öffentlichen Beratungsstellen veröffentlicht. Darin dargestellt ist der Umfang der erbrachten Dienstleistungen in der Beratung und in der Information, teilweise getrennt nach Kantonen und in Beziehung gesetzt zur Bevölkerung des jeweiligen Kantons.

29.05.2013

Vertrauenswürdigste Berufe

Feuerwehrleute, Piloten und Krankenschwestern üben gemäss einer Umfrage von Reader's Digest die vertrauenswürdigsten Berufe aus. Rund 18'000 Befragte aus zwölf europäischen Ländern gaben für 20 vorgegebene Berufe an, wie hoch ihr Vertrauen in die jeweiligen Berufsleute sei.
Medienmitteilung

29.05.2013

SZ: Kantonaler Lehrstellenmarkt durchgeführt

Das Amt für Berufsbildung des Kantons Schwyz hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufs- und Studienberatung sowie dem Schwyzer Gewerbeverband zum dritten Mal einen Lehrstellenmarkt durchgeführt. 21 Lehrbetriebe präsentierten sich und ihre noch offenen Lehrstellen an einem Tisch. Rund 90 Schülerinnen und Schüler aus der Sekundarstufe 1 und insbesondere aus den Brückenangeboten konnten sich direkt informieren und Konkretes wie zum Beispiel Schnupperlehren vereinbaren. Diese Aktion mit dem Zweck einer möglichst hohen beruflichen und sozialen Integration stösst auch bei anderen Kantonen auf Interesse.

Arbeitsmarkt

29.05.2013

Fachkräfteinitiative gegen den Mangel an gut qualifiziertem Personal

Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Sozialpartnern haben das weitere Vorgehen gegen den Fachkräftemangel in der Schweiz diskutiert. Sie unterstützen die vom Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) und der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz vorgeschlagenen vier Handlungsfelder zur Minderung des Fachkräftemangels: Höherqualifizierung, Innovationsförderung, ältere Arbeitnehmende, Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die bisherigen Anstrengungen sollen koordiniert, weitere Massnahmen festgelegt werden. Das WBF hat 2011 eine Fachkräfteinitiative lanciert mit dem Ziel, das inländische Potenzial an Fachkräften im Hinblick auf die demographische Entwicklung in Europa besser auszuschöpfen.
Medienmitteilung

29.05.2013

VSAA: Entwicklung des Schweizer Arbeitsmarktes unter der Lupe

Die Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Arbeitsmarktbehörden, des SECO und des Bundesamts für Migration haben sich am 16. und 17. Mai 2013 zur Generalversammlung des Verbands Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden VSAA in Emmetten (Nidwalden) getroffen. Thema der Tagung war die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Schweiz vor dem Hintergrund wirtschafts- und sozialpolitischer Herausforderungen. Prof. U. Mäder von der Universität Basel, Frau H. Stutz vom Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS und Herr P. Schellenbauer von Avenir Suisse diskutierten über Fachkräftemangel, Migration, Arbeitslosigkeit und demographische Entwicklung und zeigten Perspektiven und Handlungsoptionen für die Schweizer Arbeitsmarktpolitik auf.
Medienmitteilung

29.05.2013

Langsame Entscheidungsprozesse bei Personalrekrutierung

Der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter spitzt sich zu. So haben 40% der HR-Manager in der Schweiz bei Stellenauschreibungen mit langsamen Entscheidungsprozessen und 38% mit zahlreichen Vorstellungsgesprächen zu kämpfen. Dieser Trend wird sich gemäss einer Studie des Personaldienstleisters Robert Half noch verstärken, da die Zahl der Bewerbungen durch digitale und mobile Technologien, soziale Netzwerke und  sonstige Online-Kanäle weiter ansteigen wird.

29.05.2013

Monotonie am Arbeitsplatz fördert Fehlverhalten

Beschäftigte, bei denen die Monotonie am Arbeitsplatz zunimmt, zeigen vermehrt Fehlverhalten am Arbeitsplatz. In diesem Zusammenhang wird unterschieden zwischen organisationalem Fehlverhalten, das sich gegen den Arbeitgeber wendet, und interpersonellem Fehlverhalten, das sich gegen andere Mitarbeitende richtet. Bei einem Anstieg der Monotonie nehmen beide Formen zu. Wer von seinem Arbeitgeber interessante Arbeitsinhalte erwartet, neigt eher zu organisationalem Fehlverhalten wie z.B. das Überziehen der Pausenzeiten. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine Untersuchung in der neusten Ausgabe des Schweizer HR-Barometers.

29.05.2013

Gesundheitsmarkt als Pfeiler der Volkswirtschaft

Der Schweizer Gesundheitsmarkt ist doppelt so gross wie der Energie- und um die Hälfte grösser als der Bildungsmarkt. Die Gesundheitswirtschaft generiert 10% des Bruttoinlandproduktes und beschäftigt 540'000 Personen. Sie umfasst mit der Life-Science-Industrie auch die wichtigste Exportbranche unseres Landes. Der demografische Wandel und bessere Behandlungsmethoden werden die Bedeutung des Gesundheitswesens in Zukunft noch anstiegen lassen. Zu diesen und weiteren Ergebnisse gelangt ein Beitrag in "Die Volkswirtschaft" von Fridolin Marti, Leiter Gesundheitspolitik  bei economiesuisse.

29.05.2013

Beschäftigtenrekord in der Uhrenindustrie

Die schweizerische Uhren- und mikrotechnische Industrie zählte 2012 bis zu 55'816 Beschäftigte. Gemäss der jährlichen Erhebung der Arbeitgebervereinigung ist dies der höchste Personalbestand seit 1975. Zwischen 2011 und 2012 nahm die Beschäftigtenzahl um 3013 Personen zu, was 5,7% entspricht. Die Arbeitnehmer der Uhrenfirmen konzentrieren sich zu 91% auf den "Uhrenbogen", bestehend aus den Kantonen Neuenburg, Bern, Genf, Jura, Waadt und Solothurn. Dem Gesamtarbeitsvertrag sind 70,7% der Unternehmen und 86,3% der Beschäftigten unterstellt.

29.05.2013

VD: Wirksame Kontrollen in der Lebensmittel- und Gastronomiebranche

Im Laufe der letzten sieben Jahre ist die Anzahl Verstösse in der Lebensmittelbranche und in der Gastronomie des Kantons Waadt gesamthaft zurückgegangen. Gemäss dem Bericht der Aufsichtskommission gegen Schwarzarbeit sind 2012 30 Bäckereien-Konditoreien, 13 Metzgereien sowie 238 Hotel-Restaurants und Traiteurbetriebe kontrolliert worden. Dabei wurden die Arbeitsbedingungen von 4723 Beschäftigten untersucht. Gegen das Arbeitsgesetz haben 166, gegen den Gesamtarbeitsvertrag150 und gegen das Ausländergesetz 67 Betriebe verstossen. Verstösse gegen die Quellensteuer waren 66 und gegen sie Sozialversicherungspflicht 43 zu verzeichnen.

Berufliche Integration

29.05.2013

Nationales Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut

Mit einem Nationalen Programm will der Bundesrat gegen Armut ankämpfen. Ein Schwergewicht liegt darauf, die Bildungschancen sozial benachteiligter Kinder und Erwachsener zu erhöhen. Das Konzept stellt eine Reihe von Massnahmen vor, die von der frühen Kindheit über die Jugend bis zum Erwachsenenalter wirken sollen. Zum Beispiel sollen Jugendliche während der beruflichen Grundbildung gezielt unterstützt werden. Auch soll auch der Zugang zur Nachholbildung für wenig qualifizierte Erwachsene gefördert werden. In einer Untersuchung werden auch die Erfolgsfaktoren von Sozialfirmen geprüft. Das Programm wird in den Jahren 2014 bis 2018 vom Eidgenössischen Departement des Innern in Zusammenarbeit mit Kantonen, Städten, Gemeinden und privaten Organisationen umgesetzt. ​Das Hilfswerk Caritas Schweiz begrüsst die Initiative des Bundesrates, weist jedoch darauf hin, dass das Parlament seine Kompetenzen in der Armutsbekämpfung bisher nicht ausgeschöpft habe.
Weitere Informationen

29.05.2013

HEKS-Kampagne: Chancengleichheit zahlt sich aus

Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz HEKS hat eine nationale Kampagne für mehr Chancengleichheit in der Arbeitswelt lanciert. In seiner Medienmitteilung hält HEKS fest, dass etwa Jugendliche mit Migrationshintergrund oder über 55 jährige Arbeitnehmer bei der Stellensuche benachteiligt würden. Dies sei eine Verschwendung von Potenzial. Chancengleichheit zahle sich deshalb sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Unternehmen aus. Herzstück der Kampagne ist ein gemeinsam mit dem Schweizerischen Arbeitgeberverband publiziertes Dossier mit "best practice"-Tipps aus der Wirtschaft.

29.05.2013

"Rent a Rentner" - eine Erfolgsstory

Das 2009 gegründete Generationenprojekt "Rent a Rentner" ist so erfolgreich, dass es kürzlich seine Website neu lanciert hat. Auf dieser Plattform bieten Rentnerinnen und Rentner ihre Dienste für verschiedene Arbeiten an. Diese reichen von Administration über Computer/Internet, Gastronomie und Haushalt bis hin zu Lebensberatung. Die Rentnerinnen und Rentner erstellen ihr Profil und können von Interessenten gleichsam gemietet werden. Die Bezahlung wird zwischen dem "Mieter" und dem Rentner vereinbart.

29.05.2013

Neue Indikatoren für die Integration der Immigranten

Im letzten Jahr übten 16,6% der Einwanderinnen und Einwanderer einen Beruf aus, für den sie überqualifiziert waren. Bei den ansässigen Erwerbstätigen betrug der entsprechende Anteil 9.6%. Dies geht aus der zweiten Untersuchungsreihe hervor, in der das BFS die Indikatoren für die Integration der Bevölkerung mit Migrationshintergrund misst. Zudem wird festgestellt, dass die berufliche Position von unmittelbaren Immigranten und denjenigen der zweiten Generation unterschiedlich ist: Letztere beherrschen die jeweilige Ortsprache besser als ihre Eltern. Zahlreiche weitere Daten geben darüber Auskunft, wie die Arbeitsmarktbeteiligung die gesellschaftliche Integration beeinflusst.
Medienmitteilung

Verschiedenes

29.05.2013

Charles Beer neuer Präsident der CIIP

Die Generalversammlung der "Conférence intercantonale de l'instruction publique de la Suisse romande et du Tessin" (CIIP) hat an ihrer Frühjahrstagung Staatsrat Charles Beer zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Zurzeit ist er Präsident des Genfer Staatsrats und Vizepräsident der CIIP. Neugewählter Vizepräsident der CIIP ist der Berner Regierungsrat Bernhard Pulver.
Medienmitteilung

29.05.2013

fide: Integration durch Sprachförderung

Die Sprache spielt eine zentrale Rolle bei der Integration von Ausländerinnen und Ausländern. Aus diesem Grund stellt das Bundesamt für Migration mit fide ein Instrument zur Verfügung, das den Akteuren auf den unterschiedlichen Ebenen (Behörden, Sprachkursleitende usw.) Unterstützung bieten soll. Mit fide werden Sprachkompetenzen vermittelt, die im beruflichen und sozialen Alltag von Bedeutung sind. Nach Abschluss eines Sprachkurses erhalten die Lernenden ein standardisiertes Kursattest, das Auskunft über die erworbenen Sprachkompetenzen gibt.
Weitere Informationen