Berufliche Integration

01.07.2020

Coronavirus/SKOS: Über eine Milliarde Mehrausgaben

Die SKOS hat ein Dossier "Corona-Epidemie – aktuelle Lage und zukünftige Herausforderungen für die Sozialhilfe" herausgegeben. Darin bezeichnet sie die Corona-Krise als den "weltweit und für die Schweiz grössten wirtschaftlichen Einschnitt seit dem 2. Weltkrieg". Die SKOS präsentiert drei mögliche Entwicklungsszenarien. Im mittleren Referenzszenario wird mit einem kumulierten Anstieg von 77'000 zusätzlichen Sozialhilfebeziehenden bis ins Jahr 2022 gerechnet. Das entspricht für die Kantone und Gemeinden für das Jahr 2022 einem Kostenzuwachs von über einer Milliarde Franken (inkl. des jährlichen Kostenanstiegs von 2%).
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01.07.2020

BFI-Botschaft: Mehr Geld für die Förderung der Grundkompetenzen

Für die Förderung der Grundkompetenzen von Sozialhilfebeziehenden sollen künftig 43 statt 15 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Dies entschied der Ständerat mit der Verabschiedung der BFI-Botschaft. Jeder zweite Sozialhilfebeziehende hat keinen Berufsabschluss. Jeder dritte hat Schwierigkeiten mit den Grundkompetenzen wie Lesen und Schreiben oder mit dem Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Die BFI-Vorlage muss in der Herbstsession vom Nationalrat gutgeheissen werden.
Weitere Informationen: SKOS

01.07.2020

Compasso-Systemlandkarte zur beruflichen Eingliederung

Unfallversicherung, Ergänzungsleistungen, Krankentaggeld – das System der beruflichen (Wieder-)Eingliederung ist selbst für Fachleute nicht immer leicht zu durchdringen – zumal es neben den Hauptprozessen immer wieder komplexe Fallkonstellationen gibt. Der Verein Compasso hat vor einigen Monaten sechs Systemlandkarten publiziert, die nun in einem Beitrag der Zeitschrift "Soziale Sicherheit" erörtert werden.

01.07.2020

Europass-Portal mit neuen Funktionen zur Stellensuche

Das Europass-Portal wird neu gestaltet. Die Umgestaltung wird in mehreren Phasen erfolgen, die erste Phase geht im Juli 2020 online. User/innen werden beispielsweise die Möglichkeit erhalten, persönliche Profile zu erstellen, in denen sie ihre Fähigkeiten, Qualifikationen und Berufserfahrung dokumentieren. Auf Basis dieser Profile können Lebensläufe und Bewerbungsschreiben generiert, aber auch Lern- und Jobmöglichkeiten in ganz Europa gefunden werden.

17.06.2020

Coronavirus: Rechtsstreit um Teilarbeitslosigkeit im Kultursektor

Subventionierte Unterhaltungseinrichtungen (Theater, Tanzkompanien usw.) erhalten nur zum Teil Kurzarbeitsentschädigungen (KAE). Der Anteil ihrer Subvention wird von ihren KAE-Beträgen abgezogen. Das Syndicat suisse romand du spectacle kämpft gegen dieses Vorgehen: Das SECO interpretiere das Arbeitslosengesetz zu restriktiv, wenn nicht sogar falsch, indem es subventionierte Akteure dem Staat gleichsetzt. Das SECO wird die Kantone über das weitere Vorgehen informieren.
Weitere Informationen: RTSinfo (in Französisch)

17.06.2020

Coronavirus: Newsletter Arbeitsintegration Schweiz vom Mai 2020

Die Ausgabe 2/2020 des Newsletters Arbeitsintegration Schweiz informiert über verschiedene Themen der beruflichen Integration während der Gesundheitskrise: Empfehlungen im Hinblick auf Arbeit und Entschädigung von Dienstleistern im Rahmen der IV (siehe auch Website von INSOS), aktualisierte Empfehlungen der SKOS zu Sozialhilfe, Schutzkonzepte zur Wiedereröffnung einer Eingliederungseinrichtung.

17.06.2020

Die neue Überbrückungsrente ist beschlossen

Der Ständerat und der Nationalrat haben eine neue "Überbrückungsleistung" beschlossen. Von ihr profitieren ausgesteuerte Arbeitslose zwischen 60 und 65 Jahren. Sie kann von Personen beantragt werden, bei denen das Reinvermögen weniger als 50'000 Franken (für Alleinstehende) resp. 100'000 Franken (für Ehepaare) beträgt. Das entspricht der Hälfte der Vermögensschwelle für Ergänzungsleistungen. Die Überbrückungsleistung wird beim 2,25-fachen des allgemeinen Lebensbedarfs plafoniert (maximal 44'000 Franken pro Jahr).

17.06.2020

Zeitschrift der SKOS: Dossier über die Partizipation von Armutsbetroffenen

Die Massnahmen zur Verhütung und Bekämpfung der Armut sind am wirksamsten, wenn die Anliegen, Erfahrungen, Ideen und das Fachwissen der Betroffenen stärker berücksichtigt werden. Dies geht aus dem Dossier hervor, das die Zeitschrift ZESO (Ausgabe 2/2020) dem Einbezug von Sozialhilfeempfängern und -empfängerinnen gewidmet hat. Eine Studie der Berner Fachhochschule stellt die notwendigen Bedingungen zum Erfolg einer solchen Teilhabe vor.

03.06.2020

Coronavirus: Lehrabgänger/innen dürfen trotz Kurzarbeit weiterbeschäftigt werden

Lernende können nach Lehrabschluss in ihrem Lehrbetrieb weiterbeschäftigt werden, auch wenn sich ihr Betrieb in Kurzarbeit befindet. Dies hat das SECO in einer Weisung an die Kantone mitgeteilt. Damit wird den Lernenden ermöglicht, trotz Corona direkt nach der Lehre erste Berufserfahrungen zu sammeln. Normalerweise dürfen Arbeitgeber, die Kurzarbeitsentschädigung beziehen, kein neues Personal anstellen. Der Vertrag mit den Lernenden kann zum Beispiel für zwölf Monate befristet abgeschlossen werden. Ab dem 1. September 2020 werden jedoch Arbeitnehmende mit einem befristeten Vertrag keine Kurzarbeitsentschädigung mehr beanspruchen können.

03.06.2020

Coronavirus: Entschuldung der Arbeitslosenversicherung und schrittweiser Abbau der Sondermassnahmen

Die Massnahmen gegen den Coronavirus haben in sehr kurzer Zeit zu einer beträchtlichen Verschuldung der Arbeitslosenversicherung geführt. Der Bundesrat hat eine zusätzliche Finanzierung von 14,2 Milliarden Franken angekündigt, um den Fonds dieser Versicherung zu entschulden und eine Erhöhung der Prämien zu vermeiden. Zu diesem Zweck hat die Regierung das Arbeitslosengesetz geändert und fordert das Parlament auf, diese Änderung in der Herbstsession 2020 vordringlich zu behandeln. Ausserdem werden die getroffenen Massnahmen zur Arbeitslosigkeit im Zusammenhang mit Covid-19 aufgehoben, wenn sich die Wirtschaft allmählich wieder erholt. Dadurch wird die Kündigungsfrist wieder eingeführt und das Recht auf Arbeitszeitverkürzung für Lernende, Angehörige von Arbeitgebern und deren im Unternehmen beschäftigten Ehepartner am 31. Mai 2020 aufgehoben. Die verbleibenden Sofortmassnahmen werden wie geplant am 31 August 2020 aufgehoben.