Newsletter vom 01.07.2020

Aktuelle Meldungen vom 01.07.2020

Berufliche Grundbildung

Coronavirus: Unterstützung bei der Lehrstellensuche

Der normale Ablauf der Berufswahl und der Einstellungsverfahren wie Schnupperlehren oder Vorstellungsgespräche ist durch die aktuelle Situation beeinträchtigt. Ein Header auf der Startseite von berufsbildungplus.ch weist Jugendliche und Eltern darauf hin, dass auf Sommer 2020 noch Lehrstellen unbesetzt sind. Interviews zu diesem Thema mit einer Ausbildungsverantwortlichen und mit einem Jugendlichen, der trotz Corona-Krise eine Lehrstelle gefunden hat, stehen für die Integration in die Kommunikationskanäle aller Verbundpartner zur Verfügung.

(Update) Noch freie Lehrstellen zu Lehrbeginn 2020

Auf Lehrbeginn 2020 gibt es noch offene Lehrstellen. Um Jugendliche darauf hinzuweisen, organisieren verschiedene Kantone in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft "Last Minute Lehrstellenbörsen" oder ermöglichen Lehrvertragsunterzeichnungen bis im Herbst 2020. Von diesen Chancen können nicht nur Jugendliche auf Lehrstellensuche profitieren, sondern auch solche, die bereits eine Zwischenlösung gefunden haben und sich kurzfristig umorientieren möchten. Für Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger stehen spezifische Beratungs- und Überbrückungsangebote zur Verfügung. Deren Arbeitsmarkteinstieg könnte sich wegen den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Wirtschaft teilweise als schwierig erweisen.
Medienmitteilung

(Update) Die Lehrstellensituation hat sich weiter verbessert

Die Schweiz hat die vom Bundesrat verordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie schrittweise gelockert. Deshalb erhob das LehrstellenPuls-Team der ETH Zürich in Kooperation mit der Lehrstellenplattform Yousty im Juni erneut die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Situation der Lehrbetriebe und der Jugendlichen vor, in und am Ende einer Berufslehre. Die Ergebnisse dieser dritten Messung zeigen weitere Verbesserungen gegenüber den beiden Messungen im April und Mai. Die Lehrbetriebe sind optimistischer in Bezug auf alle Gruppen von Jugendlichen. Allerdings werden es die Berufseinsteiger/innen wesentlich schwieriger haben als im Vorjahr.
Medienmitteilung

SBFI-Herbsttagung vom 24. November 2020 findet online statt

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen zu einer Änderung bei der Herbsttagung der Berufsbildung 2020 des SBFI. Die Tagung findet wie geplant am Dienstag, 24. November 2020 statt. Neu ist jedoch die Form: Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass vieles auch digital möglich ist. Und so findet die diesjährige Herbsttagung erstmals nicht physisch, sondern im digitalen Rahmen statt. Einladung und Programm wird das SBFI nach den Sommerferien versenden.

Folio: Digitalisierung und Corona

Digitale Kommunikationsmittel und Plattformen wurden als Reaktion auf die Corona-Krise zum Werkzeug der Stunde. Eine Studie der PH Zürich bringt einen ersten Überblick, und Lehrpersonen und Lernende erzählen, wie sie die Herausforderung mit dem Fernunterricht gemeistert haben.
Ausgabe 3/2020 der Zeitschrift Folio

Buch mit Ergebnissen aus 15 Jahren Berufsbildungsforschung

Die Ergebnisse aus 15 Jahren empirischer ökonomischer Forschung zur Berufsbildung sind auf 900 Seiten im Buch "Economics and Governance of Vocational and Professional Education and Training" beschrieben (in Englisch). Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk von Uschi Backes-Gellner und Stefan C. Wolter vom Swiss Leading House für Bildungsökonomie der Universitäten Zürich und Bern sowie von Ursula Renold von der ETH Zürich. Die im Sammelband präsentierten Forschungsinhalte richten sich an eine breite Leserschaft, von Berufsbildungsforschern über Praktiker bis hin zu Entscheidungsträgern.

Drogist/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Drogist/in EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Juli 2020 in Kraft. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version steht auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung. Der Bildungsplan ist auf der Internetseite des Schweizerischen Drogistenverbands und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Steinmetz/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung für den Beruf Steinmetz/in EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2021 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung für das Berufsfeld Steinbearbeitung vom 16. Oktober 2009. Die gedruckte Version wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version steht auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung. Der Bildungsplan wird im Juni 2020 auf der Internetseite des Naturstein-Verbands Schweiz und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Porträt des Schweizer Brauerei-Verbands

Die Schweizerische Gewerbezeitung porträtiert den Brauerei-Verband, der in der Arbeitsgemeinschaft Lebensmitteltechnologen vertreten ist und alle brauspezifischen Ausbildungen wie üK-Kursleiter/innen, Fachlehrer/innen und Ausbildner/innen koordiniert. Zusätzlich organisiert er Weiterbildungen für die Brauereiangestellten. Der Verband kooperiert bei der Ausbildung zum Schweizer Biersommelier mit GastroSuisse und bei der Weiterbildung zur akkreditierten Biersensorikerin mit der ZHAW. Diesen Sommer schliessen 12 Lebensmitteltechnologen Schwerpunkt Bier – also Bierbrauer/innen – ihre Prüfung ab.

Unternehmenskultur und Motivation der Lernenden

Der Migros-Produktionsbetrieb JOWA AG legt viel Wert darauf, den Lernenden einen gelungenen und positiven Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Bereits in der Schnupperlehre wird abgeklärt, ob die Jugendlichen zur Firmenkultur passen und die nötigen Voraussetzungen mitbringen. Zu den besonderen Anforderungen gehört ein Test auf Mehlstauballergie. Der Beitrag im Berufsbildnerblog enthält Informationen zum Personaldossier, zu den Vorinformationen, zur Arbeitssicherheit, zur ersten Arbeitswoche und zur Lernmotivation.

LU: BM kann schon in der Volksschule beginnen

Leistungsstarke Schüler/innen der 3. Sekundarklasse mit der Perspektive für eine technische oder gewerbliche Berufslehre können ab Schuljahr 2021/2022 einen Tag pro Woche den Berufsmaturitätsunterricht in Luzern besuchen. Das neue Angebot "BM SEK+" wurde im Rahmen der Begabtenförderung konzipiert. Neben den Schülerinnen und Schülern profitieren durch den Zeitgewinn auch die Lehrbetriebe.
Medienmitteilung

Österreich: Revidierte Ausbildungen

In Österreich tritt am 1. Juli 2020 ein neues Lehrberufspaket in Kraft. Neu ist der Lehrberuf der Fertigungsmesstechnik mit den Schwerpunkten "Produktmessung" und "Produktionssteuerung". Das bestehende Berufsbild Buchbinder/in wird neu gestaltet und für die industrielle Produktion erweitert. Der Ausbildungsversuch für den Lehrberuf Medizinproduktekaufmann/-frau wird in die Regelausbildung übergeleitet. Zur Regelausbildung übergeleitet wird auch der bestehende Ausbildungsversuch für das Spezialmodul Hochvolt-Antriebe im Lehrberuf Kraftfahrzeugtechnik. Der Ausbildungsversuch Zahnärztliche Fachassistenz wird bis 2026 verlängert.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Die Instrumente zum Berufsabschluss für Erwachsene können weiter genutzt werden

Die Kommunikationsoffensive "Berufsabschluss für Erwachsene" endete am 30. Juni 2020. Die Instrumente bleiben aktuell und sollen weiterhin genutzt werden. Dass auch Erwachsene einen anerkannten Berufsabschluss erlangen können, ist die zentrale Botschaft der 2017 vom SBFI lancierten Kommunikationsoffensive. Sie richtet sich sowohl an erfahrene Berufsleute, die über keinen anerkannten Abschluss verfügen, als auch an Betriebe, welche entsprechende Mitarbeitende beim Abschluss unterstützen wollen.

ICT-Berufsbildung Schweiz: Machbarkeitsstudie Online-Prüfungen

Die Corona-Krise hat ICT-Berufsbildung Schweiz veranlasst, im Rahmen der Initiative "Berufsbildung 2030" eine Machbarkeitsstudie zu starten. Es soll erhoben werden, welche rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um Prüfungen im Bereich der höheren Berufsbildung online und dezentral abnehmen zu können. Damit könnten künftig vollelektronische Prüfungen auch in Ausnahmesituationen wie der Corona-Krise durchgeführt werden.

Deutschland: Report zum Nutzen der höheren Berufsbildung

Rund acht Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland haben einen höheren Berufsbildungsabschluss, beispielsweise als Meister/-in, Techniker/-in, Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in. Dieser berufliche Qualifizierungsweg bietet in Deutschland einen Karriereweg in gehobene Berufs- und Führungspositionen, die in vielen anderen Ländern nur über akademische Abschlüsse zugänglich sind. Eine Analyse des BIBB belegt: Höherqualifizierende Berufsbildung lohnt sich in mehrerer Hinsicht. Der Report steht kostenlos als Download zur Verfügung.

Mittelschulen und Hochschulen

Coronavirus: Schutzmassnahmen der Universitäten

Die Schweizer Universitäten setzen ab dem Herbstsemester 2020/2021 auf eine Kombination von Onlinekursen und Präsenzunterricht, da die empfohlenen Mindestabstände in vielen Labors und Hörsälen nicht eingehalten werden können. An einzelnen Hochschulen kommen auch bauliche Massnahmen zum Zug (zum Beispiel an der ETH Zürich), und bei einigen Hochschulen steht eine Schutzmaskenpflicht zur Diskussion.

Coronavirus: Mobilität in der Wissenschaft

Im Herbst 2019 hat das SBFI zusammen mit Movetia eine Liste mit Austauschmöglichkeiten bei internationalen Forschungsorganisationen erstellt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde die Liste aktualisiert.

FFHS: Master Betriebsökonomie auf Englisch

Der MSc Business Administration in Innovation Management der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) wird zukünftig auch in englischer Sprache angeboten. Das Angebot richtet sich vor allem an Expats in und ausserhalb der Schweiz und an internationale Bachelorabsolventen und -absolventinnen. Im Herbstsemester 2020/2021 startet das erste Modul "Integrated Digital Marketing" in Form eines MOOCs. In den kommenden Semestern werden laufend neue englische Module hinzukommen. Geplant ist, dass die Module vollständig online absolviert werden.

Beratung

Coronavirus/berufsberatung.ch: Chat verlängert bis Ende September

Der auf dem Portal berufsberatung.ch eingerichtete Chat bleibt bis Ende September 2020 zugänglich. Damit soll vor allem Jugendlichen bei der Berufswahl oder bei der Lehrstellensuche geholfen werden, deren Anstrengungen durch die Corona-Krise behindert wurden. Die Dienstleistung wird anschliessend evaluiert. Ausserdem wird ein Konzept im Hinblick auf eine allfällige Weiterführung entwickelt. Derzeit werden täglich ungefähr 50 Anfragen über diesen Chat abgewickelt.

Coronavirus/BE: Über 95% der Schulabgänger/innen haben eine Anschlusslösung

Die Massnahmen zur Eindämmung von COVID-19 wirken sich im Kanton Bern kaum auf die Ausbildungsmöglichkeiten nach der obligatorischen Schulzeit aus. Das zeigt die jährliche Umfrage der BIZ Berufsberatungs- und Informationszentren. Im deutschsprachigen Kantonsteil hatten per 1. Juni 2020 noch rund 195 Schülerinnen und Schüler keine Anschlusslösung. Im französischsprachigen Kantonsteil waren es 43 Schülerinnen und Schüler. Sie können mit 1’149 offenen Lehrstellen in der Deutschschweiz respektive 86 im französischsprachigen Kantonsteil (Stand Ende Juni) auf ein breites Angebot zugreifen.
Medienmitteilung

Coronavirus/FR: Unterstützung bei der Lehrstellensuche

Freiburger/innen im Alter zwischen 15 und 25, die auf Herbst 2020 noch keine Lehrstelle gefunden haben, können sich an das Programm "Last Minute" wenden. Dieses Jahr startet das kantonale Angebot drei Wochen früher als geplant, um die durch den Lockdown bedingte Verzögerung auszugleichen. Zudem wird die Aktion mit neuen Angeboten ergänzt: Stärkung des Coaching Teams, Kontakte zu Akteuren in Berufsfeldern, Elternabende per Videokonferenz oder auch Beratung im Rahmen ausländischer Gemeinschaften.
Medienmitteilung

Coronavirus/ZH: Bewerbungscoaching für Lehrabgänger/innen

In diesem Jahr ist es für Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger schwieriger, eine Stelle für ihren Start ins Berufsleben zu finden. Die Zürcher Finanzdirektion und das Personalamt bieten den Lernenden der kantonalen Verwaltung daher zusätzliche Hilfestellungen an. Dazu zählen ein Bewerbungstraining und eine Prüfung des Lebenslaufes (CV), aber auch befristete Stellen für eine Weiterbeschäftigung beim Kanton.

Neuerungen auf berufsberatung.ch

Neu kann auf berufsberatung.ch nach den Aus- und Weiterbildungen eines bestimmten Anbieters gesucht werden. Ausserdem wurde eine neue technische Lösung für die Verarbeitung der Lehrstellendaten der Kantone implementiert, das Lehrstellenregister (LSR). Links auf anderen Websites, die auf eine vorgefilterte Suche nach Lehrstellen auf berufsberatung.ch zeigen, müssen daher neu erstellt werden.
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Online-Tool zeigt passende Ausbildungen im Umweltbereich

Die OdA Umwelt hat in Zusammenarbeit mit der Organisation CorrelAid ein neues Matching-Tool für die Umweltwirtschaft entwickelt. Menschen, die den Einstieg in die Umweltbranche suchen, beantworten in einem kurzen Assessment Fragen zu ihrem Bildungsstand, ihren Interessen und Bedürfnissen. Auf Basis der Antworten sucht das System in einer Datenbank mit rund 250 Aus- und Weiterbildungen nach passenden Bildungsangeboten.
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Nationaler Zukunftstag feiert das 20-jährige Jubiläum

Am 12. November 2020 feiert der Nationale Zukunftstag sein 20-jähriges Jubiläum. Hunderte von Betrieben, Organisationen, Berufsfachschulen und Hochschulen laden Mädchen und Jungen der 5. bis 7. Klasse ein, die Vielfalt der Berufswelt zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler erleben Berufe und Tätigkeiten, in denen ihr Geschlecht untervertreten ist. Sie nehmen an einem Spezialprojekt teil oder begleiten eine Person zur Arbeit, die in einem geschlechtsuntypischen Beruf arbeitet.

Anerkennung von ausländischen Diplomen: Erklärvideos

Auf der Website des SBFI werden mit drei Videos die häufigsten Fragen zur Anerkennung von ausländischen Diplomen in der Schweiz beantwortet. Auch der Föderalismus, der für viele ausländische Arbeitskräfte schwierig zu verstehen ist, wird ausführlich thematisiert. Es haben sich bereits mehr als 2300 Personen die Videos angeschaut.

Newsletter der SGAB: Laufbahnunsicherheiten; Autismus-Spektrum-Störungen

Laufbahnunsicherheiten können die Zufriedenheit, die körperliche und psychische Gesundheit sowie die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dies zeigt das Projekt "Sichere berufliche Laufbahnen in Zeiten der Unsicherheit?", das im Newsletter der SGAB vorgestellt wird. Eine weitere vorgestellte Studie geht auf die Hürden ein, die Personen mit einer Autismus-Spektrum-Störung beim Finden einer Lehrstelle, beim Abschluss einer weiterführenden Schule oder beim Berufseinstieg überwinden müssen.

Digitales Bewerbungstraining für den Berufseinstieg

Die Bildungsplattform Swiss Learning Hub AG bietet verschiedene Produkte zu digitalem Lernen für die berufliche Bildung an. Neu wird ein Onlinetraining für stellensuchende Lehr- und Studienabgänger/innen angeboten. Die Bearbeitungszeit im Selbststudium beträgt drei bis vier Tage. Das Training inklusive Coaching durch eine Beraterin und schriftliches Feedback kostet CHF 450.–.

Arbeitsmarkt

(Update) Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2020

Gemäss den Erhebungen des SECO waren Ende Juni 2020 150'289 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 5709 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank damit von 3,4% im Mai 2020 auf 3,2% im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 53'067 Personen (+54,6%).
Medienmitteilung

Coronavirus: 27% weniger Stellenausschreibungen

Zwischen April und Juni 2020 haben Schweizer Unternehmen 27% weniger Stellen angeboten als im ersten Quartal kurz vor Corona-Krise. Dies zeigt die Erhebung des Swiss Job Market Index, erstellt von Adecco Schweiz und dem Stellenmarkt-Monitor der Universität Zürich. Das Gastgewerbe und die persönlichen Dienstleistungen sind am stärksten betroffen (-39%). Am wenigsten eingebrochen sind die Stelleninserate für Berufe von Technik und Naturwissenschaften (-17%) sowie von Bau und Ausbau (-18%). Der Rückgang in der lateinischen Schweiz ist leicht höher als in der Deutschschweiz.
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BFS: Im Gastgewerbe die niedrigsten Arbeitskosten

Als Arbeitskosten bezeichnet man die von den Unternehmen für die Beschäftigung der Angestellten aufgewendeten Kosten – Löhne (79,5%), Sozialbeiträge (17,3%) und weitere, insbesondere mit der beruflichen Bildung und Personalrekrutierung verbundene Kosten (3,2%). 2018 lagen diese Arbeitskosten gemäss einem Bericht des BFS in der Gesamtwirtschaft bei durchschnittlich 61.90 Franken pro Arbeitsstunde. Die Arbeitskosten unterscheiden sich je nach Wirtschaftszweig und Unternehmensgrösse deutlich. Die höchsten Kosten pro Arbeitsstunde verzeichneten die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die niedrigsten das Gastgewerbe (38.40 Franken).

Lehrerverband: Mangel an Lehrpersonen in der Deutschschweiz

In der Deutschschweiz hat der Mangel an Lehrpersonen innert Jahresfrist deutlich zugenommen. Es mangelt auf allen Stufen an Klassenlehrpersonen für das neue Schuljahr, wie der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) mitteilte. Am grössten seien die Probleme bei der Stellenbesetzung für die 7. bis 9. Klassen, der Schulischen Heilpädagogik, im Fach Französisch und in der Logopädie.

Flexworking und Slashing: Publikationen zu neuen Formen der Arbeit

Die Gründe, warum Menschen flexible Arbeitsformen wie Temporärarbeit oder Arbeit auf Abruf wählen, sind vielfältig. Die hohe Flexibilität bietet viele Möglichkeiten, erfordert aber auch Selbstverantwortung. Dies zeigt eine neue Studie der Universität Luzern zu Motiven, Chancen und Herausforderungen von Flexworkern. Zum ähnlich gelagerten Thema "Slashing" (Mehrfachbeschäftigung) hat die Zeitschrift PANORAMA soeben eine Reihe von Aufsätzen publiziert. Wie die Luzerner Studie kommt das Heft zum Schluss, dass mit Mehrfachbeschäftigung Chancen und Risiken zugleich verbunden sind.

Publikation "Durchstarten auf dem Arbeitsmarkt 4.0"

Eine neue Publikation von Avenir Jeunesse (Avenir Suisse) unter dem Titel "Durchstarten auf dem Arbeitsmarkt 4.0" thematisiert Fragen, die sich viele junge Menschen vor dem Berufseinstieg stellen – zum Beispiel zu Vorsorgethemen, Praktika oder der Lohnentwicklung. Dabei wird zum einen auf Handlungsbedarf in der Politik und bei den Arbeitgebern hingewiesen, zum anderen soll beim jüngeren Publikum die Selbstverantwortung stimuliert und das Bewusstsein geschärft werden, dass gewisse Zielkonflikte immer bleiben.

Berufliche Integration

Coronavirus/SKOS: Über eine Milliarde Mehrausgaben

Die SKOS hat ein Dossier "Corona-Epidemie – aktuelle Lage und zukünftige Herausforderungen für die Sozialhilfe" herausgegeben. Darin bezeichnet sie die Corona-Krise als den "weltweit und für die Schweiz grössten wirtschaftlichen Einschnitt seit dem 2. Weltkrieg". Die SKOS präsentiert drei mögliche Entwicklungsszenarien. Im mittleren Referenzszenario wird mit einem kumulierten Anstieg von 77'000 zusätzlichen Sozialhilfebeziehenden bis ins Jahr 2022 gerechnet. Das entspricht für die Kantone und Gemeinden für das Jahr 2022 einem Kostenzuwachs von über einer Milliarde Franken (inkl. des jährlichen Kostenanstiegs von 2%).
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BFI-Botschaft: Mehr Geld für die Förderung der Grundkompetenzen

Für die Förderung der Grundkompetenzen von Sozialhilfebeziehenden sollen künftig 43 statt 15 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Dies entschied der Ständerat mit der Verabschiedung der BFI-Botschaft. Jeder zweite Sozialhilfebeziehende hat keinen Berufsabschluss. Jeder dritte hat Schwierigkeiten mit den Grundkompetenzen wie Lesen und Schreiben oder mit dem Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Die BFI-Vorlage muss in der Herbstsession vom Nationalrat gutgeheissen werden.
Weitere Informationen: SKOS

Compasso-Systemlandkarte zur beruflichen Eingliederung

Unfallversicherung, Ergänzungsleistungen, Krankentaggeld – das System der beruflichen (Wieder-)Eingliederung ist selbst für Fachleute nicht immer leicht zu durchdringen – zumal es neben den Hauptprozessen immer wieder komplexe Fallkonstellationen gibt. Der Verein Compasso hat vor einigen Monaten sechs Systemlandkarten publiziert, die nun in einem Beitrag der Zeitschrift "Soziale Sicherheit" erörtert werden.

Europass-Portal mit neuen Funktionen zur Stellensuche

Das Europass-Portal wird neu gestaltet. Die Umgestaltung wird in mehreren Phasen erfolgen, die erste Phase geht im Juli 2020 online. User/innen werden beispielsweise die Möglichkeit erhalten, persönliche Profile zu erstellen, in denen sie ihre Fähigkeiten, Qualifikationen und Berufserfahrung dokumentieren. Auf Basis dieser Profile können Lebensläufe und Bewerbungsschreiben generiert, aber auch Lern- und Jobmöglichkeiten in ganz Europa gefunden werden.