Berufliche Integration

26.06.2019

Bewerbung: Jugendlich aussehen wirkt besser

Personen, die älter aussehen, erzielen bei Bewerbungen weniger gute Ergebnisse als jünger Aussehende. Diese Aussage lässt sich aus einer Studie aus dem Jahr 2017 ziehen, auf die die Zeitschrift "horizonte" aufmerksam macht. Den Studienteilnehmenden – Laien und HR-Fachleute – wurden Lebensläufe mit Porträtfotos vorgelegt, welche die gleichen Kandidierenden entweder im Alter von 30 oder von 50 Jahren (mit einer Software hergestellt) zeigen. Resultat: In allen Settings erhielten älter aussehende Kandidierende tiefere Anstellungsratings als jüngere – unabhängig vom im Lebenslauf vermerkten Jahrgang. Der Einfluss der Gesichtswahrnehmung war somit stärker als derjenige des effektiven Alters.

26.06.2019

BE: Broschüre "Flüchtlinge einstellen"

Die Kirchliche Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen hat aufgrund gesetzlicher Anpassungen eine neue Broschüre "Flüchtlinge einstellen – Informationen für Unternehmen" für Arbeitgebende im Kanton Bern erstellt. Die wichtigsten Informationen rund um die Einstellung von Personen aus dem Asyl- oder Flüchtlingsbereich werden vermittelt und weiterführende Kontaktadressen werden angegeben. Gedruckte Exemplare der Broschüre können per E-Mail bestellt werden. Eine hilfreiche Übersicht bietet auch die Website jobs4refugees.ch.

12.06.2019

Bundesrat befürwortet Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes

Der Bundesrat hat den Entwurf zur Anpassung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes verabschiedet und dem Parlament überwiesen. Um die Abläufe zu vereinfachen, soll künftig die Pflicht entfallen, bei Bezug von Kurzarbeits- oder Schlechtwetterentschädigung eine Zwischenbeschäftigung zu suchen oder anzunehmen. Ausserdem soll der administrative Aufwand reduziert werden. Gleichzeitig soll die Gesetzesrevision die Umsetzung der E-Government-Strategie im Bereich der Arbeitslosenversicherung ermöglichen. Das revidierte Gesetz soll 2021 in Kraft treten.
Medienmitteilung

12.06.2019

IV: Zahlen und Fakten 2018

2018 hat die Zahl der laufenden IV-Renten um 0,5% auf 216'200 abgenommen. Die neu zugesprochenen Renten sind stabil geblieben (15'400 gegenüber 14'700 im Vorjahr). Dagegen profitierten immer mehr Personen von den beruflichen Eingliederungsmassnahmen (+7% zwischen 2017 und 2018). Seit 2009 hat sich ihre Zahl fast verdoppelt. Laut BSV spiegeln diese Zahlen die Neuausrichtung der IV von einer Renten- zu einer Eingliederungsversicherung. Mit der Annahme der neuen Gesetzesgrundlage für Sozialdedektive können im Rahmen der Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs die Observationen wieder aufgenommen werden.
Medienmitteilung

12.06.2019

Erfolgreicher Start der Integrationsvorlehren für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene

Seit bald einem Jahr bietet die Schweizer Wirtschaft zusammen mit Kantonen und dem Bund das "Pilotprogramm Integrationsvorlehre" (INVOL) an. Es soll die berufliche Integration von Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen verbessern. Anlässlich eines Besuchs bei einem Lehrbetrieb würdigten Bundesrätin Karin Keller-Sutter und die Berner Regierungsrätin Christine Häsler die ersten Erfolge des vierjährigen Programms. Im ersten Jahr absolvieren rund 700 Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in 18 Kantonen eine Integrationsvorlehre. Am Pilotprogramm beteiligen sich aktuell zwölf Branchen- und Berufsverbände.
Medienmitteilung

29.05.2019

Bundesrat will inländisches Arbeitskräftepotenzial weiter fördern

Der Bundesrat hat Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials beschlossen. Sie zielen darauf ab, die Konkurrenzfähigkeit von älteren Arbeitskräften zu sichern, schwer vermittelbaren Stellensuchenden den Schritt in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und in der Schweiz lebende Ausländer/innen besser in diesen zu integrieren. Dazu dienen vier Massnahmen – darunter eine kostenlose Laufbahnberatung für Arbeitnehmende über 40. Ausgesteuerte Personen über 60 Jahre sollen zudem eine existenzsichernde Überbrückungsleistung bis zur ordentlichen Pensionierung erhalten (vgl. separate Meldung in diesem Newsletter).

29.05.2019

Bundesrat schlägt Überbrückungsrente für Ausgesteuerte vor

Ausgesteuerte Personen über 60 Jahre, die keine Stelle mehr finden, sollen eine existenzsichernde Überbrückungsrente bis zur Pensionierung erhalten. Dies schlägt der Bundesrat vor. Derzeit würden davon 2657 Personen profitieren. Die Rente wäre im Unterschied zur Sozialhilfe auch für Personen mit erheblichem Vermögen zugänglich (Alleinstehende bis 100'000 Franken, Ehepaare bis 200'000 Franken). Nach Berechnungen der NZZ würden Alleinstehende typischerweise über 20'000 Franken pro Jahr mehr als von der Sozialhilfe erhalten (Ehepaare gut 30'000 Franken). Der Vorschlag geht in eine Vernehmlassung.

29.05.2019

Jobwandel erschwert die gezielte Jobsuche

Arbeitnehmende haben zunehmend Mühe, einen passenden Job zu finden, wie eine Umfrage des Personalvermittlers Robert Half zeigt. 60% der befragten Schweizer Arbeitnehmenden geben an, dass die Suche nach einem geeigneten Job heute schwieriger sei als vor fünf Jahren. Von diesen Personen sagen vier von zehn, es sei schwieriger geworden, abzuschätzen, was eine Stelle tatsächlich fordere – inwieweit man also für einen Job in Frage komme. Weitere 33% sagen, dass sich die erforderlichen Qualifikationen für ihre berufliche Tätigkeit verändert hätten.

29.05.2019

Ü50: Drei Faktoren für eine rasche Stellensuche

Die Chancen von älteren Stellensuchenden auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sind besser als erwartet, sagt eine neue Studie von Lee Hecht Harrison. Die Firma liess die Daten von fast 1700 entlassenen Personen seit 2017 analysieren, die wieder eine neue Stelle gefunden haben (davon 75% über 50-jährig). Entscheidend für ihren Erfolg seien Flexibilität in Bezug auf Profil, Aufgaben und Kompetenzen, ein rasches Handeln unmittelbar nach der Entlassung sowie die Nutzung von Instrumenten wie Bogenkarrieren oder Einarbeitungszuschüssen.

29.05.2019

AvenirSocial: Chronologie des Umbaus der Sozialhilfe seit 2000

In den letzten Jahrzehnten wurden im Bereich der Sozialhilfe zahlreiche Regelungen revidiert, allen voran die SKOS-Richtlinien sowie Gesetze und Regeln auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene mit direktem Bezug zur Sozialhilfe. Diese Revisionen stellen meist Verschärfungen der Zugangsbedingungen und Einschränkungen der Leistungen dar. Der Berufsverband Soziale Arbeit Schweiz (AvenirSocial) hat diese Entwicklungen für die vergangenen 20 Jahre zusammengestellt. Die Auflistung soll als verlässliche Dokumentation dienen, die verschiedenen Analysen zugrundegelegt werden kann.