Arbeitsmarkt

11.09.2019

Umfrage: Interne Mobilität wird immer mehr gefördert

Der Personalvermittler Von Rundstedt und HR Today haben zwischen April und August 2019 eine Umfrage zum Schweizer Arbeitsmarkt durchgeführt. Es haben 1575 HR Manager und Führungskräfte daran teilgenommen. Sie zeigt etwa, dass immer mehr Firmen versuchen, die interne Mobilität von Mitarbeitenden zu fördern – statt Personal zu entlassen und neu einzustellen. Ein hohes Mass an Zustimmung erhalten folgende Aussagen: "Ü50 werden diskriminiert" (72%); "Fachkräftemangel ist gravierend" (85%); "Zu wenig Investition in die Entwicklung von Mitarbeitenden" (82%).

11.09.2019

Banken trotzen unsicherem Umfeld

Trotz des unsicheren Umfelds, der Anpassungsprozesse und der wirtschaftlichen Herausforderungen entwickelten sich die Banken 2018 sehr solide. Eine Mehrheit der Geldinstitute rechnet für das laufende Jahr mit einem unveränderten inländischen Personalbestand, wie eine von der Schweizerischen Bankiervereinigung veröffentlichte Umfrage zeigt. Die Anzahl Beschäftigten im Inland (90'660 Personen in Vollzeitäquivalenten) reduzierte sich per Ende 2018 um 1,3 Prozent. Ein Teil des leichten Rückgangs ist damit zu erklären, dass Stellen in Konzerneinheiten verlagert wurden, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden.

11.09.2019

Arbeiten über 65: Wie geht das?

Immer mehr Menschen arbeiten über das Rentenalter hinaus. In einem Videointerview spricht der Arbeitswissenschaftler Hans Martin Hasselhorn unter anderem darüber, wie unterschiedlich Erwerbstätige mit dem steigenden Rentenalter umgehen und welche Massnahmen Politik und Wirtschaft ergreifen können, damit ältere Arbeitnehmer lange arbeitsfähig bleiben. Laut Hasselhorn wollen und können vor allem besser Ausgebildete häufig freiwillig länger arbeiten, während jene mit einem geringeren sozioökonomischen Status oft dazu gezwungen sind. Deshalb sei es wichtig, so der Arbeitsmediziner, dass Betriebe gemeinsam mit den Beschäftigten Erwerbsperspektiven erarbeiteten.

28.08.2019

SECO: "digiFIT" ist gestartet

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) und die öffentliche Arbeitsvermittlung (öAV) machen ihre IT-Systeme, Prozesse und Dienstleistungen für die digitalen Ansprüche der verschiedenen Anspruchsgruppen fit. Die Anpassungen werden zu grossen organisatorischen Veränderungen führen und die Arbeitsweise der Mitarbeitenden der ALV stark verändern. Um damit umgehen zu lernen, bietet die Leitung Arbeitsmarkt/Arbeitslosenversicherung des SECO Unterstützung im Bereich Organisations-/Changemanagement an. Das Projekt "digiFIT" ist im Juli 2019 gestartet und unterstützt die Organisationsentwicklung im Rahmen der strategischen Projekte "ASALfutur", "eALV-P2 Online Services" und "kompetenzbasiertes Matching".

28.08.2019

Umfrage: Ein Viertel ist im Job unzufrieden

Ein Viertel (26%) der Schweizer Angestellten ist im Job unzufrieden. Dies zeigt eine Umfrage des Personalvermittlers Robert Half. Aber ein Drittel von ihnen möchte das Unternehmen trotzdem nicht verlassen. Die Gründe für das Ausharren sind vielfältig: Jeder Zweite (52%) nennt Vorzüge des aktuellen Arbeitgebers wie flexible Arbeitsmodelle oder ein gutes Gehalt. 29% der Unzufriedenen möchten sich nicht von den Kollegen und Kollginnen trennen. Jede/r fünfte Betroffene (19%) glaubt nicht, dass sich ihre/seine Situation in einem anderen Unternehmen verbessern würde.

28.08.2019

Psychosoziale Belastungen bei der Arbeit haben zugenommen

2017 litten 21% der Erwerbstätigen an ihrem Arbeitsplatz meistens oder immer unter Stress, gegenüber 18% im Jahr 2012. Dabei kann jede vierte dieser Personen nach eigener Einschätzung gut oder ziemlich gut mit diesem Stress umgehen. Dies ist eines von vielen Ergebnissen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung. Sie zeigt insgesamt, dass der Anteil der Personen, die bei der Arbeit mindestens drei physischen Risiken ausgesetzt sind, zwischen 2012 und 2017 stabil geblieben ist (45%). Zugenommen hat hingegen das Ausmass der psychosozialen Belastungen. So hat der Anteil der Personen, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben, zwischen 2012 und 2017 von 13% auf 16% zugenommen.

28.08.2019

Immer mehr Schweizer/innen haben mindestens zwei Anstellungen

Laut den neusten Zahlen des BFS hatten 393'000 Personen in der Schweiz mehr als einen Arbeitgeber während des ersten Trimesters 2019. Dies entspricht 8,7% der Erwerbstätigen gegenüber 4% im Jahr 1991. Mehr als 10% der Frauen gegenüber 5% der Männer sind davon betroffen. Begründet wird das Phänomen mit wirtschaftlichen und familiären Belastungen. Arbeitende ohne Ausbildung trifft es am meisten, namentlich in der Reinigungsbranche oder auf dem Bau.
Weitere Informationen: Blick

28.08.2019

Branchen, die Fachkräfte rekrutieren

Ein französischer Artikel auf der Internetseite des PME Magazine (KMU-Magazin der Romandie) gibt einen Überblick über die Branchen, die am meisten vom Fachkräftemangel in der Schweiz betroffen sind, und geht auf Massnahmen zu dessen Behebung ein. Techniker/innen, Ingenieure/Ingenieurinnen und Treuhänder/innen gehören zu den meist gesuchten Fachkräften. 2018 hat sich der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auch in den Bereichen Informatik (+8% gegenüber 2017), Humanmedizin und Pharmazie zugespitzt. Dies geht aus der jährlichen Umfrage von Adecco Suisse und vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz der Universität Zürich hervor. Im Gegensatz dazu verzeichnen die Gastronomie und die personenbezogenen Dienstleistungen einen überdurchschnittlichen Überhang an Arbeitskräften.

28.08.2019

Die Beschäftigung hat 2017 in allen Schweizer Wirtschaftssektoren zugenommen

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz fast 5,2 Millionen Beschäftigte ermittelt (+1,2% im Vergleich zum Vorjahr). Der tertiäre Sektor trug massgeblich zu diesem Resultat bei, aber auch der primäre und sekundäre Sektor verbuchten nach mehreren rückläufigen Jahren einen Beschäftigungsanstieg. Die grossen Branchen (beispielsweise das Gesundheitswesen) verzeichneten eine deutliche Zunahme ihres Personalbestands. Die Genferseeregion war am dynamischsten. Dies sind einige der jüngsten Ergebnisse der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT 2017) des BFS.

28.08.2019

TI: Viele finden, dass Grenzgänger ein Problem sind

61% der Tessiner Bevölkerung betrachten die hohe Zahl von Grenzgängern als Problem des kantonalen Arbeitsmarkts. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts gfs-zürich. Das erstaunt: Mit 3% lag die Arbeitslosenquote im Tessin 2018 nur 0,4% über dem Schweizer Durchschnitt. Die Umfrage, vorgestellt auf swissstaffing.ch, legt auch ein erhebliches Misstrauen gegenüber den Behörden offen: Nur 18% der befragten Tessiner/innen geben an, die Politik im Kanton setze beim Schutz des Arbeitsmarkts die richtigen Prioritäten. Mit 87 bzw. 86% spricht sich eine deutliche Mehrheit für eine bessere Betreuung von Arbeitslosen bei der Stellensuche aus sowie für eine Ausdehnung der Stellenmeldepflicht.