Arbeitsmarkt

26.06.2019

Berufsprüfungen Arbeitsagogik und Job Coaching auf der Zielgeraden

Auf der Grundlage des Projekts "Berufsfeld- und Bedarfsanalyse im Bereich Arbeitsintegration" hat Savoirsocial je eine Berufsprüfung für Arbeitsagogik und Job Coaching lanciert. Die Qualifikationsprofile liegen nun in einer überarbeiteten Form vor. Ende 2019 sollen die Prüfungsordnungen und Wegleitungen beim SBFI eingereicht werden. Erste vorbereitende Kurse starten voraussichtlich 2020.

26.06.2019

Täglich verschwinden und entstehen über 1200 Stellen

Der Schweizer Arbeitsmarkt ist sehr dynamisch, wie eine Studie von economiesuisse zeigt. Gemäss der Studie werden täglich über 1200 Stellen abgebaut, und es entstehen über 1300 neue Stellen. Jedes Jahr werden rund 10% aller Stellen abgebaut und gut 10% der Stellen neu geschaffen. Die öffentliche Wahrnehmung sei aber oft pessimistischer, so economiesuisse. Grund: Die Medien berichteten dreimal so häufig über Stellenabbau wie über Stellenaufbau.

26.06.2019

Frauen werden diskriminiert, weil sie schwanger werden können

Frauen, die verheiratet und kinderlos sind und Teilzeit arbeiten wollen, werden seltener zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen als alleinstehende Frauen. Der Grund: Der Arbeitgeber hält die Verheirateten für "gefährdeter", schwanger zu werden. Das ist eines von vielen Ergebnissen eines Experiments mit 9000 fingierten Bewerbungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Interessant ist, dass die Diskriminierung nicht stattfindet, wenn sich Frauen auf Vollzeitstellen bewerben. Es scheint, als würden sich Unternehmen darauf verlassen, dass Bewerbende auf Vollzeitstellen ihre familienbezogenen Herausforderungen "im Griff" haben.

26.06.2019

Nur 8% der Schweizer Eltern wollen Vollzeit arbeiten

Nur 8% der Schweizer Eltern würden Vollzeit arbeiten, wenn sie frei wählen könnten (Väter 13%, Mütter 4%). Dies zeigt eine Befragung des Marktforschungsunternehmens Value Quest im Auftrag von Swiss Life. Tatsächlich aber arbeiten heute 76% der befragten Väter und 11% der Mütter Vollzeit. Zum Wunsch nach einem reduzierten Arbeitspensum passt, dass nur 12% der Eltern beruflichen Erfolg als wichtiges Ziel für die nächsten zehn Jahre angeben. Als deutlich erstrebenswerter erachten sie das Führen eines glücklichen Familienlebens (64%) und genügend Zeit für die eigenen Kinder (54%). Die Resultate sind für die befragte Zielgruppe repräsentativ.

26.06.2019

Studie: Situation und Leistung der Migrantinnen in der Schweiz

Ob Führungskräfte, Unternehmensleiterinnen oder Hilfsarbeiterinnen, die Migrantinnen tragen wesentlich zum guten Funktionieren der Schweiz bei. Aber welches ist ihr Platz in der Gesellschaft im Verhältnis zu migrierten Männern oder der Schweizer Bevölkerung? Welches sind die Chancen und Barrieren, denen sie begegnen? Welchen Beitrag leisten sie abgesehen vom ökonomischen Aspekt? Im Auftrag der Eidgenössischen Migrationskommission hat die Walliser Hochschule für soziale Arbeit eine Untersuchung zu diesen Fragen durchgeführt. Ausländische Frauen haben vor allem Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt, jedoch nicht wegen mangelnder Ausbildung, die im Schnitt höher ist als jene der Schweizerinnen und vergleichbar mit jener ausländischer Männer.
Medienmitteilung

26.06.2019

Expertenpool "Arbeit und Konflikt"

Ein Pool von Expertinnen und Experten unterstützt Unternehmen und Betroffene in heiklen und oftmals überfordernden Situationen wie Mobbing, sexuelle Belästigung, Whistleblowing, Diskriminierung, Burnout und Machtspiele. Nach drei Aufbaujahren hat sich der interdisziplinäre Fachpersonenpool Anfang Juni 2019 als Verein formiert. Die Website bietet eine Vielzahl von kostenlosen Informationen, Checklisten und Merkblättern, Beratungen sind kostenpflichtig.

26.06.2019

Bericht der IAO: Geschäfts- und Kaderfrauen weltweit

Im internationalen Schnitt hat die Präsenz von Frauen in Führungspositionen in den letzten Jahren stark zugenommen, ohne dass dieser Zuwachs grosse Veränderungen bei der Zusammensetzung Mann-Frau auf Entscheidungsebene in den Betrieben hervorgerufen hätte. Die Mischung an der Spitze der Hierarchie ist indessen eine gute Geschäftsstrategie, denn sie verbessert Einkünfte, Rentabilität und Produktivität. Diese Angaben sind einem Bericht (in Englisch) der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu entnehmen.

26.06.2019

Forum der IAO: Lebenslanges Lernen für eine bessere Arbeitszukunft

Ein von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) organisiertes Forum hat die Verbindungen zwischen Beschäftigung und Kompetenzen sowie die nötigen politischen Reformen untersucht, um den künftigen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Delegierte von Angestellten, Arbeitgebern, Regierungen und internationalen Organisationen haben den tiefgreifenden Wandel der Arbeitswelt infolge der demografischen und technologischen Entwicklungen sowie der klimatischen Veränderungen diskutiert. Das Forum hat auch mit Vertretungen des SECO, der Fédération des entreprises romandes und des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds eine Fallstudie zum lebenslangen Lernen in der Schweiz besprochen.
Weitere Informationen (in Englisch)

12.06.2019

Arbeitsintegration: Keine Ausschreibungspflicht

Aufträge an Organisationen der Arbeitsintegration müssen auch künftig nicht öffentlich ausgeschrieben werden. Dies hat der Ständerat beschlossen, der damit in der Differenzbereinigung dem Beschluss des Nationalrats folgt. Die Organisationen der Arbeitsintegration werden nun in Artikel 10 des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen als Ausnahme genannt. Die Kantone bleiben frei, ihre Beschaffungsstrategien entsprechend lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse zu definieren. Weil die Organisationen nicht dem ausländischen Wettbewerb ausgesetzt sind, wird das Risiko von Lohndumping und prekären Arbeitsverhältnissen minimiert, argumentierten Befürworter der Lösung unter anderem.

12.06.2019

SECO: Anhaltende Bemühungen zum Schweizer Lohnschutz

Das SECO hat seine jüngsten Berichte zur Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr Schweiz – EU (FlaM Bericht 2018 mit dem statistischen Anhang) sowie zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA Bericht 2018) veröffentlicht. Die Berichte zeigen, dass die Kontrolldichte auf dem Arbeitsmarkt 2018 hoch blieb. Laut dem FlaM Bericht wurden 2018 173'000 Personen in mehr als 42'000 Unternehmen überprüft (7% der Schweizer Unternehmen und 35% der entsandten Arbeitnehmer/innen). In Bezug auf die Schweizer Unternehmen blieben die erhobenen Lohnunterbietungsquoten stabil (13%). Im Rahmen des BGSA wurden 2018 12'023 Betriebskontrollen (+0,4% im Vergleich zum Vorjahr) und 37'111 Personenkontrollen (+2,9%) durchgeführt.
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