Newsletter vom 17.05.2017

Aktuelle Meldungen vom 17.05.2017

Berufliche Grundbildung

EBBK informiert mit regelmässigen Kurznachrichten

Ab diesem Jahr wird die Eidgenössische Berufsbildungskommission EBBK interessierte Kreise regelmässig über ihre Tätigkeit informieren. Im Nachgang zu den sechs jährlichen Sitzungen verfasst das SBFI jeweils thematische Kurznachrichten. Diese fassen von der Kommission ausgewählte Geschäfte zusammen und liefern entsprechende Hintergrundinformationen. Die Kurznachrichten sind auf der Website des SBFI aufgeschaltet.

ICT-Fachfrau/Fachmann EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für ICT-Fachfrau/Fachmann EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 4. August 2017. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

Kauffrau/Kaufmann EFZ: Validierung von Bildungsleistungen

Das SBFI hat das Qualifikationsprofil und die Bestehensregeln für die Validierung von Bildungsleistungen für den Beruf Kauffrau/Kaufmann EFZ revidiert. Die Dokumente treten ab 1. August 2017 in Kraft. Sie ersetzen die Versionen vom 20. März 2015 und stehen auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung.

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Mai 2017

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 5/2017

FoBBIZ-Preis 2017 vergeben

Das Schweizer Forum für Berufsbildung und internationale Zusammenarbeit hat zum ersten Mal den FoBBIZ-Preis für Berufsbildung lanciert. Mit dem Preis werden besondere Erfahrungen oder Ergebnisse ausgezeichnet, die dazu beitragen, die Berufsbildung im internationalen Kontext auf der Ebene Bildungssystem, Institution oder Lehr- und Lernprozess weiter zu bringen. Ausgezeichnet wurden:
- 1. Preis: "Hospitality Training at the Base of the Pyramid" – Projekt von Swisscontact Laos
- 2. Preis: "Berufsbildungszentrum Itaquera in Sao Paulo / Brasilien" – Projekt von Don Bosco

Gefährliche Arbeiten: Präsentations-Vorlage für die Berufsverbände

Die Änderung der Verordnung 5 zum Arbeitsgesetz (Jugendarbeitsschutzverordnung ArGV5) erlaubt es Jugendlichen ab 15 Jahren, gefährliche Arbeiten auszuführen, sofern der Betrieb begleitende Massnahmen für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz einrichtet. Um die Organisationen der Arbeitswelt bei ihrer Informationsaufgabe gegenüber den Mitgliedern zu unterstützen, stellt ihnen die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) eine PowerPoint Präsentation zur Verfügung, die sie ihren Bedürfnissen entsprechend anpassen können.

FR: Leitbild der Berufsbildung

Im Kanton Freiburg haben das Amt für Berufsbildung und die Berufsbildungszentren mit einem partizipativen Vorgehen die Grundideen ausgearbeitet: Vision, Mission und Werte. Das daraus entstandene Leitbild der Berufsbildung richtet sich an alle Mitarbeiter/innen und an ihre Partner. Die Genehmigung des Leitbilds schliesst die erste Etappe eines Projekts ab, das die gemeinsame Strategie des Berufsbildungsamts und dessen Schulen definiert. Mit der Umsetzung von geeigneten Massnahmen wird eine effiziente Entwicklung der kantonalen Berufsbildung insgesamt angestrebt.

LU: Berufsauftrag für Lehrer/innen

Der Berufsauftrag der Lehrpersonen in Luzern wird auf das neue Schuljahr hin angepasst. Einerseits wird die Unterrichtstätigkeit neu in drei Tätigkeitsfelder strukturiert: 1) Unterricht, 2) Evaluation und Weiterbildung, 3) Zusammenarbeit und Schulentwicklung. Der Unterricht wurde um die zusätzliche Lektion, die im Rahmen des Konsolidierungsprogramms 2017 beschlossen wurde, aufgestockt. Die 12% Arbeitszeit ausserhalb der Unterrichtstätigkeit werden transparent geplant. Neu werden Themen wie Umgang mit Unterrichtsausfall, Anwesenheitstage oder Entschädigungen für Qualifikationsverfahren geregelt.

SG: Rekrutierungssoftware für Lehrbetriebe

Ein Startup-Unternehmen hat eine Cloud-Software entwickelt, die das Rekrutieren von Lernenden für die Lehrbetriebe vereinfacht. Das Instrument dualoo führt die Verantwortlichen systematisch durch den Prozess, generiert Korrespondenzen und sorgt für Übersicht und eine geordnete Ablage. Mit der Software kann die Rekrutierung professionalisiert und der administrative Aufwand reduziert werden. Die "infos" des Berufsbildungsamts St. Gallen enthalten einen Hinweis auf dualoo und ein Abschiedswort von Ruedi Giezendanner, dem Amtsleiter, der in Pension geht.

SG: Pop-up-Coiffeursalon für Lernende

Eine Equipe von elf Lernenden führt derzeit den Coiffeursalon The Future im Zentrum von St. Gallen als Pop-up-Store. Der Salon ist eine Lernwerkstatt für die Coiffeusen und Coiffeure, die von der Organisation bis zum Haareschneiden alles autonom erledigen. Jede zweite Woche übernimmt ein andere lernende Person die Geschäftsführung. Mit dem Projekt wird einerseits ein leer stehendes Geschäftslokal sinnvoll genutzt und anderseits sammeln die Lernenden Erfahrungen in der Praxis.
Quelle: "Journal coiffuresuisse" (Nr. 05/17, Seite 50)

ZH: Neuer Chef für das Mittelschul- und Berufsbildungsamt

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat Niklaus Schatzmann auf den 1. September 2017 zum neuen Chef des Mittelschul- und Berufsbildungsamts ernannt. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Verlagswesen hatte er unter anderem Lehraufträge am Historischen Seminar der Universität Zürich und an verschiedenen Mittelschulen. Seit 1998 unterrichtet Niklaus Schatzmann als Mittelschullehrer an der Kantonsschule Freudenberg, der er seit 2007 als Rektor vorsteht. Niklaus Schatzmann tritt die Nachfolge von Marc Kummer an, der nach zehn Jahren Tätigkeit als Amtschef Rektor der Kantonsschule Trogen wird.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe der Prüfungsordnungen über die Berufsprüfung Bestatter/in und Techniker/in Audio Video mit eidgenössischem Fachausweis eingereicht.
Bundesblatt vom 16. Mai 2017

Österreich: Die Schattenseiten der Digitalisierung

In der Serie "Digitale Erwachsenenbildung" auf erwachsenenbildung.at werden in einem Beitrag die Schattenseiten der exponentiell voranschreitenden und scheinbar alternativlosen Digitalisierung beleuchtet. Es wird wird die Gefahr des Mangels an digitalen Kompetenzen diagnostiziert. Die zunehmenden Anforderungen gehen mit Arbeitsverdichtung und Entgrenzung einher. Der Beitrag präsentiert Reflexionen zu Fragestellungen wie:
- Auswählen als neue Kernkompetenz
- Bewusste Mediennutzung wird zum Knockout-Kriterium
- Multitasking ersetzt Konzentration

Mittelschulen und Hochschulen

Website für Studierende

Die Website semestra.ch bietet Studierenden News rund um Hochschulleben, Unipolitik, Wissenschaft oder Kulturprojekte von Studierenden. Daneben finden sich Teilzeitjobs, Praktika und Stellen für Absolventinnen und Absolventen. Studierende können auf semestra.ch Zusammenfassungen und weitere Lernmaterialien austauschen. Der Ratgeber liefert Tipps zum Budget, zu Stipendien und Hinweise zur Laufbahn etc. Herausgeberin der Website ist der Verlag Campus Lab AG.

ETH: Mehr als 30'000 Studierende und Doktorierende

Im Jahr 2016 haben die beiden ETH erstmals die Marke von 30'000 Studierenden und Doktorierenden überschritten. Die Anzahl ist auf 30'351 gestiegen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 3,4% entspricht. Die Studiengänge Informatik und Kommunikationstechnologie, Life Science sowie Exakte und Naturwissenschaften verzeichneten bei den neuen Einschreibungen die grösste Zunahme. Auch im Wissens- und Technologietransfer wurden Höchstwerte erreicht: Laut dem Geschäftsbericht 2016 der beiden ETH wurden 50 Firmen gegründet und 230 Patente angemeldet.
Medienmitteilung

GE: Master in nachhaltiger Entwicklung in Partnerschaft mit Peking

Die Universität Genf (UNIGE) und die Universität Tsinghua in Peking bieten ab Studienbeginn 2017 im Bereich der nachhaltigen Entwicklung einen Master in Innovation, Human Development and Sustainability an. Das Programm wurde im Rahmen eines globalen Abkommens zwischen den beiden Institutionen entwickelt. Der an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaft angesiedelte interdisziplinäre Master (Text Englisch/Französisch) richtet sich an Kandidaten/-innen verschiedener Studienrichtungen (Sozial- und Politikwissenschaft, Geographie, Umweltwissenschaft, Ökonomie, Recht, angewandte Wissenschaften, Ingenieurwesen). Ab dem zweiten Studienjahr besuchen die Studierenden der UNIGE ein Semester in China, während die Studierenden der Universität Tsinghua in Genf aufgenommen werden.
Medienmitteilung (in Französisch)

LU: Kooperation der Hochschulen im Bereich der Promotion

Die Universität Luzern, die Fachhochschule Luzern und die Pädagogische Hochschule Luzern starten eine Zusammenarbeit im Bereich des Doktorats. Das Recht, Doktortitel zu verleihen, bleibt der Universität vorbehalten. Das Kooperationsprogramm "Campus Luzern" eröffnet den beiden anderen Hochschulen die Möglichkeit, gemeinsam mit der Universität Promotionen durchzuführen. Das Programm zur Ausbildung von Doktorierenden und der gemeinsamen Promotionsbetreuung wird von swissuniversities unterstützt.

ZH: Die Probezeit am Gymnasium bestehen

Die Zürcher Bildungsdirektion ist in einer Untersuchung der Frage nachgegangen, welche Faktoren für des Bestehen der Probezeit am Gymnasium wichtig sind. Sie überprüfte zudem, warum sich die Quote der Austritte zwischen den einzelnen Schulen stark unterscheidet. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Note der Aufnahmeprüfung ein guter Anhaltspunkt dafür ist, ob eine Schülerin oder ein Schüler in der Probezeit erfolgreich ist. Weniger aussagekräftig sind die Erfahrungsnoten. Schüler/innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind in der Probezeit weniger erfolgreich. Als erste Massnahmen bieten verschiedene Gymnasien Aufgabenstunden und Coachings an.
Medienmitteilung

Beratung

Informationsbroschüre zum Studium Soziale Arbeit

Eine neue Broschüre der Fachkonferenz Soziale Arbeit der Fachhochschulen Schweiz (SASSA) informiert über das Studium Soziale Arbeit an den FH: Bildungsstufen, Merkmale und Inhalte des Bachelors und Masters, Forschungsbeiträge, berufliche Perspektiven etc. Ausführungen von Fachleuten aus verschiedenen Berufszweigen und unterschiedlichen Sprachregionen vervollständigen die Informationen. Die in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältliche Broschüre kann von der Internetseite der SASSA heruntergeladen werden.

Zeitschrift "Context" zum Thema Erfolg im Beruf

Die Zeitschrift "Context" des kaufmännischen Verbands stellt das Thema Erfolg im Beruf ins Zentrum. Marc Schreiber, Leiter des Bereichs Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung am IAP ZHAW, erklärt Anliegen an die Laufbahnberatung und aktuelle Arbeitsformen in Beratungsgesprächen. Der Text ist online zugänglich (Ausgabe 5/2017, Seite 8).

Tagung der XING-Gruppe Diplompsychologen

"Humanistische Führung in Zeiten des Wandels" oder "Zuger Stress- & Persönlichkeits-Profil und Professionalität im Coaching": Die XING-Gruppe Diplompsychologen diskutierte für einmal nicht virtuell, sondern an einer Tagung in Regensburg Inputs ihrer Mitglieder. Referate und Zusammenfassungen der Diskussionen finden sich auf psyche-und-arbeit.de.

GE: Pflichtenhefte für Hotel- und Hauswirtschaftsberufe

Die Genfer Vereinigung der medizinisch-sozialen Einrichtungen (Fédération genevoise des établissements médico-sociaux) und die OdA Hauswirtschaft Genf haben Pflichtenhefte für rund dreissig Berufe im Hotel- und Hauswirtschaftssektor in medizinisch-sozialen Einrichtungen erarbeitet: Hauswirtschaftspraktiker/in, Hausdienstleiter/in, Fachleute Betriebsunterhalt, Küchenchef/in, Sicherheitsverantwortliche etc. Resultat ist ein ausführliches Organigramm der Hauswirtschaftsberufe, welches Vielfalt und Polyvalenz der Berufe aufzeigt und deren Rollen präzisiert. Obwohl auf die Bedürfnisse der medizinisch-sozialen Einrichtungen ausgerichtet, können die Pflichtenhefte auch in andern Institutionen und Gesundheits- und Sozialeinrichtungen angewendet werden.
Medienmitteilung

Arbeitsmarkt

Umfrage zum Ingenieurmangel

Gemäss einer Umfrage von economiesuisse und dem Berufsverband Swiss Engineering STV bei 3000 Ingenieurinnen und Ingenieuren herrscht im Ingenieurbereich weiterhin ein Fachkräftemangel. Trotz eines Anstiegs der Studierendenzahlen in Ingenieurwissenschaften kann das inländische Angebot die Nachfrage nur ungenügend decken. Die Verbände sehen vor allem im Bildungsbereich Handlungsmöglichkeiten: So soll das Verständnis für die MINT-Fächer in der Schule schon früh gefördert werden. Der Lehrplan 21 bildet dafür eine gute Grundlage.
Medienmitteilung

FlaM-Bericht des SECO: Schwierige Verständigungsverfahren

Das SECO hat den jüngsten FlaM-Bericht zur Umsetzung der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr veröffentlicht. Demzufolge haben die paritätischen und tripartiten Kommissionen 2016 über 41'000 Kontrollen der Löhne und Arbeitsbedingungen durchgeführt. Ein höheres Risiko für Lohnunterbietungen herrscht in Branchen ohne allgemeinverbindlichen GAV; hier wurden in 12% der kontrollierten Betriebe Abweichungen von den üblichen Löhnen festgestellt und bei 7% der kontrollierten Personen. Abnehmend ist die Quote der erfolgreichen Verständigungsverfahren bei Schweizer Arbeitgebern: Sie lag 2014 bei 59%, 2016 bei 41%.

Viele haben das Gefühl, ihr Arbeitsplatz sei unsicher

"Great Place to Work Switzerland" zeichnete am 4. Mai 2017 in Zürich die 29 besten Arbeitgeber der Schweiz aus. Der Wettbewerb offenbart Erstaunliches: Gerade einmal die Hälfte der Mitarbeitenden der nicht platzierten Unternehmen hat das Gefühl, dass ihr Arbeitgeber besondere Sozialleistungen bietet. Bei den ausgezeichneten Arbeitgebern halten 83% ihre Stelle für relativ sicher, bei den anderen sind es gerade mal 51%. Im Schnitt empfinden selbst bei den besten Unternehmen eher die Männer (71%) als Frauen (52%) die Vergütung als fair.

Abgelehnte Bewerbungen: Besser ein "Nein" als gar keine Antwort

Wer abgelehnt wird, benötigt nur ein Minimum an Aufmerksamkeit, um seine negativen Gefühle zu reduzieren. Absagen oder gar unfreundliche Kommentare sind besser als gänzlich ignoriert zu werden. Dies berichten Psychologen der Universität Basel und der Purdue University in einer Studie. Diese Erkenntnis hat wichtige Implikationen für die Behandlung von Bewerbenden bei Auswahlprozessen. "Personalverantwortliche oder Vermieter sollten wissen, dass sie abgelehnten Kandidaten ein Mindestmass an Aufmerksamkeit entgegenbringen sollten, etwa mit einem Brief oder einer E-Mail", so Studienautorin Selma Rudert, Universität Basel.

Familienbericht 2017: Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit

Im Familienbericht 2017 setzt der Bundesrat die Priorität auf drei Massnahmen, welche die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit verbessern sollen: 1) Einführen von finanzieller Unterstützung für die Betreuung, 2) Erhöhung von Steuererleichterungen, 3) Beseitigung der Heiratsstrafe, um Zweitverdiener zu vermehrter Arbeit anzuregen. Der Bundesrat sieht keine Massnahmen bezüglich familienfreundlicher Arbeitsbedingungen vor, einem Thema, das oft in den Kantonsberichten angesprochen wird. Fast die Hälfte der Kantonsberichte greift zudem die Frage des Vaterschafts- oder Elternurlaubs auf. Mehrere Kantone der Romandie empfehlen schliesslich, die Arbeitgeber in die Finanzierung der Kinderdrittbetreuungskosten einzubinden.
Medienmitteilung

Broschüre "Ältere Arbeitnehmende" publiziert

Der Bund, die Kantone und die Sozialpartner erachten die Sensibilisierung sowohl der Arbeitgebenden als auch der Arbeitnehmenden für die Thematik der älteren Arbeitnehmenden als substanziell, wie sie an der dritten Konferenz zu diesem Thema dokumentierten. Sie haben eine Online-Broschüre "Ältere Arbeitnehmende" herausgegeben. Anhand aktueller Zahlen werden die zunehmende Bedeutung von Arbeitnehmenden über 55 Jahren sowie deren Situation auf dem Arbeitsmarkt veranschaulicht.
Weitere Informationen

Der Hirtenberuf zieht Hochschulabsolventen/-innen an

Der Hirtenberuf zieht nicht nur Personen aus der Landwirtschaft an, sondern auch Städter/innen und Hochschulabsolventen/-innen, die im Umbruch und auf der Suche nach persönlicher Entfaltung sind. 41% der neu ausgebildeten Schäfer/innen sind in der Stadt geboren, 49% von ihnen haben einen Hochschulabschluss, 71% sind aus persönlichem Interesse zur Landwirtschaft gekommen. Dies ist einer Studie von Agridea zu entnehmen, welche Arbeit, Motivation und Ausbildung der Schweizer Hirtinnen und Hirten untersucht hat. Die Studie wurde anlässlich der ersten nationalen Zusammenkunft der Schafhirten/-innen vorgestellt (Bericht in Französisch). Die Ausbildung besteht in der Deutschschweiz seit 2009, in der Romandie seit 2013.

Deutschland: Arbeitsmarkt vor Vollbeschäftigung?

Der deutsche Arbeitsmarkt ist im historischen wie internationalen Vergleich gegenwärtig in sehr guter Verfassung. Dennoch steht die Arbeitsmarktpolitik vor zentralen Herausforderungen. Die Lage von Niedrigqualifizierten ist weiterhin schwierig. Leistungsbezug und Langzeitarbeitslosigkeit haben sich vielfach verfestigt. Dennoch ist eine Rückkehr zur Vollbeschäftigung nicht ausgeschlossen. Dies sind zentrale Befunde einer zusammenfassenden Analyse zum deutschen Arbeitsmarkt. Die Studie ist online kostenlos zugänglich.

Berufliche Integration

Schweizerisches Rotes Kreuz: 360 Teilnehmende am Projekt "Sesam"

Seit der Einführung im Jahr 2015 hat das Projekt "Sesam" 360 Personen aufgenommen, wovon 53% über einen asylrechtlichen Status verfügen (114 anerkannte Flüchtlinge und 62 vorläufig aufgenommenen Personen). Das Projekt des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), mitfinanziert vom Staatssekretariat für Migration, bietet Bildung und Unterstützungsmassnahmen für Migranten/-innen an, die das Zertifikat Pflegehelfer/in SRK erwerben wollen. Die am Projekt beteiligten 20 kantonalen Vereinigungen haben 53 Bildungsangebote und individuelle Unterstützungsmassnahmen mit Schwergewicht auf Spracherwerb und individuelle Betreuung entwickelt.
Medienmitteilung

BS: Sozialpreis an das Restaurant blindekuh

Der Basler Sozialpreis für die Wirtschaft 2017 geht an das Restaurant blindekuh Basel. Der Kanton Basel-Stadt würdigt damit ein einzigartiges Unternehmen und sein Engagement für sehbehinderte Menschen und deren Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt. Die blindekuh ist eine der grössten privaten Arbeitgeberinnen für Menschen mit einer Sehbehinderung. Von den 30 Mitarbeitenden in Basel haben 8 eine Sehbehinderung. Diese arbeiten im Service des Dunkel-Restaurants.
Medienmitteilung

FR: Stellensuchende können sich in Biotechnologien ausbilden

Das Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) des Kantons Freiburg lanciert im Bereich Biotechnologien in Zusammenarbeit mit dem bioFactory Competence Center (BCC) und Partnerunternehmen ein Fortbildungsprojekt. Es schlägt eine zweistufige Weiterbildung für Stellensuchende vor, die auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt ist. Die erste Stufe vermittelt Grundkenntnisse. Auf der zweiten Stufe werden ausgewählte Kandidaten/-innen im Hinblick auf eine Anstellung in diesen Firmen spezifisch weitergebildet. Für die anderen können sich dank der erworbenen Grundkompetenzen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Das AMA stellte das Projekt zusammen mit seinem Jahresbericht 2016 vor.
Medienmitteilung

Verschiedenes

SDBB: Jahresbericht 2016 erschienen

Der Jahresbericht 2016 des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung | Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB, welches auch PANORAMA herausgibt, ist erschienen. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wurde der Jahresbericht leicht erweitert: Er enthält unter anderem einen Zeitstrahl, der über die wichtigsten Meilensteine der Institution und ihrer Dienstleistungen Auskunft gibt. Auf der Website werden im Monatsrhythmus weitere Beiträge zum Jubiläum aufgeschaltet.

Studie: Sind weibliche Führungskräfte paritätsfeindlich?

Laut einer Studie, die an der Universität Genf erstellt wurde, stellen sich gewisse Frauen in Führungspositionen gegen Förderungsmassnahmen für jüngere Kolleginnen (zum Beispiel betreffend Frauenquote). Sie befürchten, dass die Massnahmen Personen fördern, die ungenügend qualifiziert oder nicht aus eigener Kraft erfolgreich sind. Die Haltung dieser Führungskräfte, auch als "Bienenköniginnen" bezeichnet, erklärt sich durch die Tatsache, dass sie selbst eine berufliche Laufbahn hinter sich haben, die gezeichnet war von Diskriminierung, mangelnder Unterstützung und schwierigen Entscheiden. Die Tribune de Genève hat ein Interview mit einer der Autorinnen publiziert (in Französisch).

Was Wirtschaftsführer von der Politik erwarten

Für 41% der Manager und Managerinnen ist der Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende von Bedeutung, zitiert die NZZ am Sonntag am 7. Mai 2017 eine Umfrage des Instituts gfs. An der Spitze der Umfrage steht aber für die fast 1000 Wirtschaftsführenden ein gutes Schul- und Bildungswesen: 89% halten dieses aus Sicht der Wirtschaft für sehr oder eher wichtig. Mit der Stärkung des Bildungs-, Forschungs- und Innovationsplatzes findet sich an dritter Stelle bereits wieder ein Bildungsthema.