Newsletter vom 11.09.2019

Aktuelle Meldungen vom 11.09.2019

Berufliche Grundbildung

BFI-Botschaft 2021–2024: Zweites Spitzentreffen

Der Bundesrat legt den eidgenössischen Räten alle vier Jahre eine Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) vor. Die Erarbeitung der nächsten BFI-Botschaft für die Jahre 2021 bis 2024 ist unter der Leitung von Bundesrat Guy Parmelin im Gange. Am 4. September 2019 diskutierte der Vorsteher des WBF zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung, Forschung und Innovation und den Sozialpartnern die bisherigen Entwicklungen und den Stand der Arbeiten.  
Medienmitteilung

Tiermedizinische/r Praxisassistentin/-assistent EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für den Beruf Tiermedizinische Praxisassistentin/Tiermedizinischer Praxisassistent EFZ erlassen. Sie tritt auf den 1. Januar 2020 in Kraft und ersetzt die Bildungsverordnung vom 17. September 2007. Die Druckversion wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Fassung wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im September 2019 auf der Internetseite der OdA "Organisation der Arbeitswelt der schweizerischen tiermedizinischen Praxisassistenz" und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Raumausstatter/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die Verordnung über die berufliche Grundbildung und den Bildungsplan für den Beruf Raumausstatter/in EFZ erlassen. Es handelt sich um das letzte Ausbildungsreglement, das gemäss BBG von 2004 in eine Bildungsverordnung umgewandelt wird. Die Verordnung tritt am 1. Januar 2020 in Kraft und ersetzt die Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften für Innendekorateur/in vom 21. Mai 1999. Die Druckversion wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Fassung wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im September 2019 auf der Internetseite der OdA Raumausstattung Schweiz und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

SKBF: Forschungsprojekte im Bereich Berufsbildung und Weiterbildung

Das Magazin der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF) erscheint fünfmal jährlich und enthält Informationen über die neusten Publikationen der schweizerischen Bildungsforschung. In der Ausgabe 3/2019 finden sich sieben Projekte, welche die Berufsbildung oder die Weiterbildung thematisieren:
- Projekt "Co-Regulationen beim Lernen in Kleingruppen bei Kochlernenden: Wann tauchen sie auf und welche Faktoren beeinflussen sie?"
- Projekt "Beschäftigungsunsicherheit in der Frühkarriere: Untersuchung der Berufsbildungsprämie"
- Projekt "Bildungswege von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund: Übergänge von der Sekundarstufe II zur Hochschulstufe"
- Projekt "Führt die Berufsmaturität zu einer Verringerung der sozialen Ungleichheit beim Hochschulzugang? Ein Ländervergleich"
- Projekt "Förderung der Nachholbildung in den Betrieben"
- Projekt "Die Entwicklung der Kompetenzanforderungen auf dem Arbeitsmarkt im Zuge der Digitalisierung"
- Projekt "Der Einfluss von Modernisierung und Arbeitsmarktbedingungen auf den Übergang von der Schule in den Beruf von 1946 bis 2002"

WorldSkills: Schweiz erreicht 16 Medaillen

Das Schweizer Berufs-Nationalteam hat an den WorldSkills in Kazan mit 16 Medaillen, davon 5 Weltmeister-Titeln, einmal mehr überzeugt. Die fünf Schweizer Goldmedaillen sicherten sich die Restaurationsfachfrau Martina Wick (Arnegg SG), die Bäckerin-Konditorin Sonja Durrer (Kerns OW), der Plattenleger Renato Meier (Seengen AG), der Elektroniker Florian Baumgartner (Biel/Bienne BE) sowie die beiden Landschaftsgärtner Mario Enz (Giswil OW) und Fabian Hodel (Oberkirch LU).
Medienmitteilungen: Liechtenstein, Deutschland, Österreich

Handbuch betriebliche Grundbildung: Übersicht über die Änderungen

Form und Struktur des Handbuchs sind in der 5. Auflage im Wesentlichen gleich geblieben. Angepasst wurde die Terminologie und gegenüber der 4. Auflage 2013 wurden folgende Korrekturen vorgenommen:
- Das Lexikon der Berufsbildung wurde überarbeitet (wo nötig wurden die Änderungen im Handbuch übernommen).
- Das Handbuch betriebliche Grundbildung wurde inhaltlich aktualisiert, ebenso alle Merkblätter, die im Handbuch integriert sind.
Alle Änderungen nach 2005 (1. Auflage) im Überblick
Alle inhaltliche Änderungen der 5. Auflage

AR: Kaufmännische Berufsmaturität SOG im System 2+2

Die Wirtschaftsmittelschule der Kantonsschule Appenzell Ausserrhoden in Trogen bietet neu das System 2+2 an. Im Rahmen der Schulisch Organisierten Grundbildung (SOG) besuchen die Lernenden während der ersten zwei Jahre die Schule. Das 3. und 4. Ausbildungsjahr verbringen sie in der Praxis, und zwar in einer 80%-Anstellung. Während des fünften Tages belegen sie den Berufsmaturitätsunterricht an der Wirtschaftsmittelschule. Die Ausbildung umfasst einen mindestens vier Wochen dauernden Sprachaufenthalt in Grossbritannien. Es ist in jedem Fall eine Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik zu bestehen.
Weitere Informationen

SZ: Massnahmen gegen Missbrauch der Praktika im Sozialbereich

Die Tripartite Kommission des Kantons Schwyz hat entschieden, dass die Kitas im Jahr 2020 als Fokusbranche definiert werden. Dabei geht es insbesondere um das Ausnützen von jungen Frauen, die in Kitas als billige Arbeitskräfte im Rahmen von Praktika beschäftigt werden. Es besteht die Gefahr, dass deren Anstellung aus rein wirtschaftlichen Gründen erfolgen, insbesondere, wenn mehr Praktikanten im Betrieb arbeiten als Ausbildungsplätze in Aussicht stehen. Die Kommission hat Abgrenzungskriterien festgelegt, die von der Vollzugsstelle kontrolliert werden.

ZG: Publikation Berufsbildung 2019

Die Ausgabe 2019 der Publikation "Berufsbildung Zug" wird in alle Zuger Haushalte verteilt. Digitalisierung, Fachkräftemangel, Globalisierung, Mobilität sind die Stichwörter: Mit ausgesuchten Beiträgen wird gezeigt, wie sich die Zuger Berufsbildung diesen Aufgaben stellt und welche Chancen mit dem Abschluss einer Berufslehre Arbeitsmarkt bestehen, der sich schnell verändert. Porträts und Interviews zeigen auf, welchen Wert die Berufsbildung für die Unternehmen und für die Berufsleute bedeutet.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Aufhebung eines Reglements

Das Reglement über die Höhere Fachprüfung für Kürschnermeister/in vom 22. August 1969 gilt gemäss Auskunft des SBFI seit dem 6. Juni 2018 als ersatzlos aufgehoben. Das SBFI stellte dem Fachverband SwissFur zu jenem Zeitpunkt eine entsprechende Verfügung über den Widerruf der Genehmigung des Reglements zu. Seit vielen Jahren wurde keine Prüfung mehr durchgeführt.

Über 125 Arbeitgeber bekennen sich zur Weiterbildung

Anlässlich des dritten Schweizer Digitaltags lancieren der Schweizerische Arbeitgeberverband und digitalswitzerland gemeinsam die nationale Kampagne "#LifelongLearning". Mit der Initiative soll das Bewusstsein für lebenslanges Lernen bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitgebern gestärkt werden. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung verpflichten sich über 125 Arbeitgeber, in ihren Organisationen den insgesamt über 550'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Siehe auch das Interview mit der Leiterin Bildung SBB.

LU: News aus dem Bereich Höhere Berufsbildung

Der HBB Newsletter 2/2019 des Kantons Luzern enthält u.a. Informationen zu folgenden Themen:
- Luzerner Konferenz Höhere Berufsbildung 2019
- Zufriedenheit der HF-Studierenden im Kanton Luzern
- Standardisierter Aufsichtskriterien
- Rechtsmittelbelehrung bei HF- und NDS-HF-Bildungsgänge
- Aktenaufbewahrung an Höheren Fachschulen
- Kontrollmeldelisten und E-Rechnungen HFSV
- Beratung zur Ausbildungsfinanzierung im BIZ
- Didaktisches BILI Weiterbildungsangebot
- IG HBB realisiert Kurzfilme
- News aus den Fachschulen

Mittelschulen und Hochschulen

Finanzierung von Ausbildungen

Die Stiftung für Bildungsförderung und -finanzierung Educa Swiss unterstützt Studierende bei der Planung und Budgetierung sowie durch Vermittlung von Bildungsdarlehen von privaten Geldgebern. Seit ihrer Gründung 2015 haben sich rund 1000 Kandidat/innen angemeldet. Bei 35 Prozent von ihnen stellte sich beim Coaching heraus, dass keine Bildungsdarlehen notwendig sind. Die privaten Investoren finden aber laut Tages-Anzeiger nicht überall Anklang. Gemäss der neusten Publikation des BFS haben die Kantone im Jahr 2018 364 Millionen Franken an Ausbildungsbeiträgen geleistet.

Ist das Studium eine Ausbildung fürs Berufsleben?

Seit der Bologna-Erklärung sind die Universitäten mit der Forderung konfrontiert, Employability als Studienziel zu verankern. Es gibt aber keine klaren Vorgaben zur Umsetzung. Die Autorinnen und Autoren des Sammelbands "Employability als ein Ziel des Universitätsstudiums" beschreiben ein Prozessmodell, das sie speziell für Universitäten entwickelt haben. Das Modell berücksichtigt alle Phasen und Aspekte der Implementation und Umsetzung des Studienziels Employability. Das kostenpflichtige Buch richtet sich an Universitätsleitungen, Lehrende und Studiengangentwickler/innen.

Neuer Präsident des ETH-Rates

Der Bundesrat hat am 4. September 2019 auf Antrag von WBF-Vorsteher Guy Parmelin Michael Hengartner zum neuen Präsidenten des ETH-Rates gewählt. Der 53-jährige Hengartner war seit 2014 Rektor der Universität Zürich.
Medienmitteilung

50 Jahre EPFL

11'134 Studierende, 29% davon Studentinnen, 347 Professorinnen und Professoren, 38 Bachelor und Masterstudiengänge, erster europäischer Anbieter von MOOCs, 95 Patente und 25 Spin-offs im Jahr 2018. Vor 50 Jahren erhielt die 1853 auf private Initiative hin gegründete Ecole polytechnique de l'Université de Lausanne den Status einer eidgenössischen technischen Hochschule. Artikel im Rahmen der Sonderbeilage der NZZ anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne thematisieren Geschichte, Zukunft und aktuelle Themen der Hochschule.

FR: Erhöhung der Aufnahmekapazität an der PH

Um dem Lehrermangel entgegenzutreten, wird die PH Freiburg die Zahl der Studienplätze ausbauen. Ab Studienbeginn 2020 werden es 200 sein, 40 mehr als heute. Die Zahl der Lehrkräfte sowie das Budget der PH werden ebenfalls erhöht.
Weitere Informationen: La Liberté (kostenpflichtige Ausgabe)

SG: HSG-Campus in Vorarlberg

In Dornbirn, Vorarlberg, soll ein HSG-Campus für Informatik und Digitalisierung entstehen. Die Verhandlungen mit der HSG sollen bereits seit einigen Monaten laufen. Bildungsdirektor Stefan Kölliker bestätigt auf Anfrage des St.Galler Tagblatts die Gespräche. Bald soll auch eine Absichtserklärung unterzeichnet werden.

VS: Wenige Studierende im Biotechnologie-Studiengang

An der HES-SO Wallis wird mit finanzieller Unterstützung des Kantons ein neuer Biotechnologie-Studiengang auf Deutsch angeboten. Kurz vor Studienbeginn Mitte September 2019 haben sich aber erst drei Studierende für die Ausbildung eingeschrieben. Staatsrat Christophe Darbellay ist laut Walliser Bote (31. August 2019) enttäuscht vom geringen Interesse.

Beratung

Studie zum Entwicklungs- und Koordinationsbedarf der kantonalen BSLB

Die im Auftrag der EDK und des SBFI erstellte Studie zum Entwicklungs- und Koordinationsbedarf der kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) ist online verfügbar. Diese Studie schliesst an den Bericht von Prof. Hirschi zur Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung an und stellt Erkenntnisse zum Stand der kantonalen BSLB und ihrer Bekanntheit bei der Wohnbevölkerung und den Unternehmungen in der Schweiz zur Verfügung.
Weitere Informationen

Studie: Auswirkungen von Geschlecht und Elternberuf auf dem Lehrstellenmarkt

Geschlechterspezifische Diskriminierung auf dem Lehrstellenmarkt? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie (in Englisch) unter der Leitung von Ana Fernandes, Wirtschaftsprofessorin an der BFH Wirtschaft. Ihr Forschungsteam hat fiktive Bewerbungsschreiben von Jugendlichen auf Lehrstellensuche verschickt, in Basel, Bern, Zürich und Lausanne. Nebst dem Einfluss des Geschlechts im Selektionsprozess interessierte die Forschenden auch, ob der Beruf der Eltern im Selektionsprozess eine Rolle spielt. Die ausgewerteten Daten zeigen: Auf dem Lehrstellenmarkt lässt sich keine geschlechterspezifische Diskriminierung feststellen. Auch der Berufshintergrund der Eltern spielt kaum eine Rolle – mit einer Ausnahme: "Mädchen, die einen Professor als Vater haben, sind die Rockstars bei der Lehrstellensuche", sagt Fernandes. Ihre Chance, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, erhöht sich um 20 Prozent.

Umfrage: Jugendliche denken mehr über Internetnutzung nach als Erwachsene

Rund 95% der 16- bis 25-Jährigen wenden mindestens eine Selbstregulierungsstrategie beim Gebrauch ihres Handys an. Jeder dritte Jugendliche fühlt sich durch Apps oder Spiele, die eine regelmässige Nutzung belohnen, gestresst. In einer Umfrage bei 1001 Jugendlichen und 390 Erwachsenen hat die EKKJ (Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen) zusammen mit der FHNW festgestellt, dass junge Menschen mehr über ihre Internetnutzung nachdenken als Erwachsene. Sie erleben das permanente Online-Sein mehrheitlich positiv, sind sich aber auch bewusst, dass es für Online-Zeiten Regeln und Grenzen braucht.

Psychologie als Beruf

Neuropsychologinnen untersuchen die Zusammenhänge zwischen dem Erleben und Verhalten und den neurologischen Strukturen und Funktionen. Umweltpsychologen gehen beispielsweise Fragen zur Entwicklung und Aufrechterhaltung von umweltfreundlichem Verhalten nach. Die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen beschreibt auf ihrer Website verschiedenste Berufsfelder und Methoden der Psychologie.

BE: Nie zu spät für einen Berufsabschluss

Der Kanton Bern baut sein Informations- und Beratungsangebot für Erwachsene aus, die einen Berufsabschluss nachholen wollen. Mit einer Reihe von Massnahmen ist die Dienstleistung gegenüber Interessierten erweitert worden: Ab September 2019 gibt es im Mittelschul- und Berufsbildungsamt eine Fachstelle Berufsabschluss für Erwachsene. Sie ist den BIZ Berufsberatungs- und Informationszentren angegliedert und ist Ansprechpartnerin für sämtliche Wege, die zu einem Berufsabschluss für Erwachsene führen. Ein digitales Tool vereinfacht das Zulassungs- und Qualifikationsverfahren für alle Beteiligten. Zudem wurde eine neue Website gestaltet, welche die bisherigen verschiedenen Seiten zusammenfasst.

ZH: Chat-Kooperation von Yousty und BIZ

Über die Chat-Funktion der Lehrstellenplattform Yousty beantworten neu Berufsberatende des Laufbahnzentrums und der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Zürich Fragen von Jugendlichen, ihren Eltern und Lehrpersonen des Kantons Zürich. Ziel der Kooperation ist es, alle Zielgruppen zu erreichen, Erfahrungen mit dem Chat-Instrument zu gewinnen und den Wissenstransfer weiterzuentwickeln. Zugänglich ist der Chat von Mo–Fr jeweils von 13–17 Uhr. Er erfüllt die kantonalen datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Klären sich die Fragen nicht per Chat, wird den Jugendlichen die Einzelberatung angeboten. Die Lehrstellenplattform yousty.ch erhielt im Jahr 2018 über 1,3 Mio Besuche (Visits) aus dem Kanton Zürich.

Arbeitsmarkt

Umfrage: Interne Mobilität wird immer mehr gefördert

Der Personalvermittler Von Rundstedt und HR Today haben zwischen April und August 2019 eine Umfrage zum Schweizer Arbeitsmarkt durchgeführt. Es haben 1575 HR Manager und Führungskräfte daran teilgenommen. Sie zeigt etwa, dass immer mehr Firmen versuchen, die interne Mobilität von Mitarbeitenden zu fördern – statt Personal zu entlassen und neu einzustellen. Ein hohes Mass an Zustimmung erhalten folgende Aussagen: "Ü50 werden diskriminiert" (72%); "Fachkräftemangel ist gravierend" (85%); "Zu wenig Investition in die Entwicklung von Mitarbeitenden" (82%).

Banken trotzen unsicherem Umfeld

Trotz des unsicheren Umfelds, der Anpassungsprozesse und der wirtschaftlichen Herausforderungen entwickelten sich die Banken 2018 sehr solide. Eine Mehrheit der Geldinstitute rechnet für das laufende Jahr mit einem unveränderten inländischen Personalbestand, wie eine von der Schweizerischen Bankiervereinigung veröffentlichte Umfrage zeigt. Die Anzahl Beschäftigten im Inland (90'660 Personen in Vollzeitäquivalenten) reduzierte sich per Ende 2018 um 1,3 Prozent. Ein Teil des leichten Rückgangs ist damit zu erklären, dass Stellen in Konzerneinheiten verlagert wurden, die nicht von der Bankenstatistik erfasst werden.

Arbeiten über 65: Wie geht das?

Immer mehr Menschen arbeiten über das Rentenalter hinaus. In einem Videointerview spricht der Arbeitswissenschaftler Hans Martin Hasselhorn unter anderem darüber, wie unterschiedlich Erwerbstätige mit dem steigenden Rentenalter umgehen und welche Massnahmen Politik und Wirtschaft ergreifen können, damit ältere Arbeitnehmer lange arbeitsfähig bleiben. Laut Hasselhorn wollen und können vor allem besser Ausgebildete häufig freiwillig länger arbeiten, während jene mit einem geringeren sozioökonomischen Status oft dazu gezwungen sind. Deshalb sei es wichtig, so der Arbeitsmediziner, dass Betriebe gemeinsam mit den Beschäftigten Erwerbsperspektiven erarbeiteten.

Berufliche Integration

INSOS-Magazin über Supported employment

Mit Supported Employment gelingt es, Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es erlaubt eine rasche Jobsuche: Die betroffene Person kann möglichst direkt über die Erfahrung im Arbeitsmarkt lernen. Zugleich erfordert sie Begleitung, idealerweise so lange wie es für eine Person nötig ist. Die jüngste Ausgabe des Magazins des Dachverbands INSOS vertieft in mehreren Beiträgen, wie Supported Employment funktioniert und wie es wirkt.

Verschiedenes

Bund und Kantone bestätigen ihre Ziele zum Bildungsraum Schweiz

Das WBF und die EDK haben ihre gemeinsamen bildungspolitischen Ziele für den Bildungsraum Schweiz aktualisiert. Die langfristig angelegten Ziele aus der Erklärung 2015 bleiben relevant. Sie wurden allerdings, basierend auf den Erkenntnissen des Bildungsberichts 2018, durch zwei neue Ziele erweitert: aktive Mitgestaltung der digitalen Transformation und Förderung von Sprachaustausch und Mobilität.  
Medienmitteilung

EDK: Digitalisierungsstrategie

Die EDK hat ihre Digitalisierungsstrategie vor einem Jahr verabschiedet. Mit einen Arbeitsplan hat sie jetzt die Massnahmen konkretisiert, die sie zur Umsetzung auf gesamtschweizerischer Ebene treffen will. In der Ausgabe 2/2019 des Bulletins "éducation ch" gibt die EDK Auskunft über den Stand der Arbeiten.