Newsletter vom 15.01.2020

Aktuelle Meldungen vom 15.01.2020

Berufliche Grundbildung

Orientierungshilfe für Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung

Die Verbundpartner haben sich auf Grundsätze und Empfehlungen geeinigt, mit denen vereinfachte, hochwertige und für alle involvierte Personen verständliche Qualifikationsverfahren unterstützt werden sollen. Dazu haben sie eine Orientierungshilfe für die Ausgestaltung der Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung zuhanden der Trägerschaften und ihrer Kommissionen für Berufsentwicklung und Qualität erstellt.

Tagung zur Innovation der Berufsbildung in der Schweiz

Innovation ist für die Berufsbildung der Schlüssel für die Zukunft. Wie kann die Berufsbildung Innovation in der Arbeitswelt fördern? Dazu werden sich an einer Tagung unter dem Patronat von Bundesrat Guy Parmelin Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Forschung äussern. Prof. Gian-Luca Bona, CEO der Empa, wird zur Eröffnung Herausforderungen und Chancen der Innovation beleuchten. Als Höhepunkt des Tages wird der "Enterprize 2020" an innovative Vorbilder in der Berufsbildung verliehen. Die Tagung "InnovationSkills" des EHB findet am 12. Mai 2020 statt.

Bericht zu den internationalen Aktivitäten der Schweiz im Bereich Berufsbildung

Der Bundesrat hat den Bericht "Die internationalen Aktivitäten der Schweiz im Bereich der Berufsbildung" verabschiedet. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die verschiedenen internationalen Tätigkeiten komplementär sind. Sie verstärken sich gegenseitig und werden durch eine interdepartementale Koordinationsgruppe aufeinander abgestimmt. Verbesserungsbedarf gibt es jedoch bei der Kommunikation.
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Neuer Präsident des EHB-Rats

Der Bundesrat hat Adrian Wüthrich zum neuen Präsidenten des Rates des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB-Rat) gewählt, dies als Nachfolger von Philippe Gnaegi. Wüthrich ist im Hauptamt Präsident und Geschäftsführer von Travail.Suisse, einer der vier grossen Dachorganisationen der Arbeitswelt. Er übernimmt das EHB-Präsidium ab dem 1. März 2020. Gleichzeitig übernimmt Barbara Fontanellaz die operative Leitung als neue EHB-Direktorin.
Medienmitteilung

Bühnentänzer/in EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Entwürfe der Verordnung und des Bildungsplans über die berufliche Grundbildung Bühnentänzer/in EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 16. März 2020. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

Drogist/in EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet den Änderungserlass der Verordnung über die berufliche Grundbildung sowie den Bildungsplan für Drogist/in EFZ zur Vernehmlassung. Anhörungsfrist: 7. Februar 2020. Die Dokumente können hier heruntergeladen werden.

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / Dezember 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 12/2019
Archiv

Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik: Digitale Transformation

Die französische Ausgabe 4/2019 der Schweizerischen Zeitschrift für Heilpädagogik befasst sich mit dem Thema "Digitale Transformation: Glücksfall oder Hürde für die Heilpädagogik?" In den Artikeln werden verschiedene Forschungsprojekte zum Einsatz der digitalen Technologien im Bereich der Heilpädagogik (schulische Integration, Nachteilsausgleich, Mehrfachbehinderungen, Autismus, heilpädagogische Früherziehung, geistige Behinderung etc.) vorgestellt.

NE: Seit 1980 10'000 Ausweise für Berufsbildner/innen abgegeben

Während einer im Dezember 2019 organisierten Feier hat der Kanton Neuenburg unterstrichen, dass seit 1980 ein Spitzenwert von 10'000 abgegebenen Ausweisen für Berufsbildner/innen erreicht wurde. Die Kurse für Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben sind im Laufe der Jahrzehnte stark gewachsen, besonders seit der Einführung der Gesundheits- und Sozialberufe im Berufsbildungsgesetz.

SG: Innovatives KV-Modell

Das Ausbildungsmodell KV 4.0 im Kanton St. Gallen reagiert auf Entwicklungen im Beruf und will die Lernenden mit zukunftsorientierten Skills für den Arbeitsmarkt von morgen befähigen. Nach dem zweiten Lehrjahr ist ein einjähriger Lehrunterbruch vorgesehen, wobei die bestehenden Ausbildungsbetriebe den Lernenden in dieser Zeit einen Praktikumsvertrag ausstellen. Während dieses Praxisjahrs erfahren die Lernenden einen beruflichen Seitenwechsel und können auch einen 18-wöchigen Auslandsaufenthalt wahrnehmen, der von Movetia unterstützt wird.

ZH: Digitaler Wandel und Datensicherheit auf der Sekundarstufe II

Der Zürcher Regierungsrat hat die finanziellen und personellen Mittel für die Erarbeitung der Grundlagen zur Umsetzung der Strategie "Digitaler Wandel an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II" bewilligt. Abgestimmt auf die kantonale IKT-Strategie soll sie die Mittel- und Berufsfachschulen mit einer zeitgemässen Informations- und Kommunikationstechnologie versorgen und neue Formen des Lehrens und Lernens mit digitalen Hilfsmitteln fördern. Zudem werden der Datenschutz sowie die Datensicherheit neu organisiert.
Regierungsratsbeschluss (10. Dezember 2019)

ZH: Erster Digital Learning Vernetzungsworkshop

Rund 140 Lehrer/innen und Schulleitungsmitglieder aus den Zürcher Berufsfachschulen und Mittelschulen haben am ersten Digital Learning Vernetzungsworkshop mit knapp 20 Sessions teilgenommen. Die Spanne der Themen reichte von BYOD ("bring your own device") über Flipped Classroom bis zur Frage, wie man digital weniger affine Lehrpersonen motivieren kann. Thema waren auch Raumkonzepte für die Schule der Zukunft.
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Deutschland: Handwerkliches Kulturerbe erhalten

Das BIBB hat im Auftrag der Bundesregierung eine neue Fortbildungsordnung entwickelt, mit der dem wachsenden Bewusstsein für das handwerkliche Kulturerbe in Deutschland Rechnung getragen wird. Die Weiterbildungen richten sich an qualifizierte Fachkräfte in Handwerks- und Restaurierungsbetrieben sowie in staatlichen und privaten Institutionen. Mit der 2019 in Kraft getretenen Fortbildungsordnung werden die Pflege und Weitergabe des Kulturerbes sowie die Anwendung und Weiterentwicklung von Methoden anvisiert. Das Angebot umfasst die Berufe der Buchbinder-, Gold- und Silberschmiede-, Graveur-, Holzbildhauer-, Karosserie- und Fahrzeugbauer-, Kraftfahrzeugtechniker-, Maler- und Lackierer-, Maurer- und Betonbauer, Metallbauer-, Metallbildner-, Orgel- und Harmoniumbauer-, Parkettleger-, Raumausstatter-, Steinmetz- und Steinbildhauer-, Stuckateur-, Tischler-, Uhrmacher- und Vergolder/innen sowie der Zimmerleute.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

IFFP/EHB: Tagungsdokumente "Bildungsangebote auf der Tertiärstufe" online

An einer IFFP-Tagung in der Westschweiz wurde erörtert, ob Konkurrenz, Ergänzung oder Business die Bildungsinstitutionen in der höheren Berufsbildung prägen. Die Referentinnen und Referenten vertraten das IFFP/EHB selbst, das SBFI, Bildungsinstitutionen und Berufsverbände aus den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheitswesen und Holzberufe. Am Beispiel "ressources humaines" wurden Angebote auf Stufe Universität und höhere Berufsbildung einander gegenübergestellt. Die Tagungsdokumente in französischer Sprache sind online verfügbar.

Fachzeitschrift Education Permanente: Sich nach der Pensionierung einbringen

Die Ausgabe 4/2019 der Fachzeitschrift Education Permanente widmet sich dem Thema "Weiterbildung als Tätigkeitsbereich für ältere Menschen". Sie lotet mögliche Betätigungsfelder für Ältere in der Weiterbildung aus und zeigt die Hürden auf, die sie bei einer solchen Suche zu überwinden haben. Sie beschreibt auch die notwendigen Voraussetzungen für gewisse Tätigkeitsfelder, die für die Beschäftigung älterer Menschen zwar naheliegend scheinen, für die aber das Altsein allein nicht genügt.

Berufliche Lebensläufe von HF-Diplomierten

Diplomierte HF-Studierende geben in Interviews Auskunft über ihre Karrierewege. Seit 2006 werden die Interviews auf der ODEC-Webseite aufgelistet. Die Interviews ergeben ein Panorama der beruflichen Lebensläufe und zeichnen ein Bild der Karrieremöglichkeiten der HF-Absolventen und -Absolventinnen.

VS: Bilanz und Perspektiven der HF-Bildung in Pflege

Der Walliser Staatsrat beabsichtigt das Angebot an Pflegeausbildungen zu stärken, um dem Bedarf an qualifiziertem Personal in diesem Bereich gerecht zu werden. Er hat deshalb beschlossen, den seit 2017 in Visp bestehenden deutschsprachigen HF-Studiengang dauerhaft zu unterstützen. Er engagiert sich ebenfalls für die Lancierung eines französischsprachigen Studiengangs HF in Pflege in Monthey. Die in beiden Kantonssprachen angebotenen Studiengänge werden von der "Stiftung HS Gesundheit Wallis" im Rahmen einer dreiteiligen Partnerschaft geführt.
Medienmitteilung

Deutschland: Neu gibt es einen Bachelor Professional

Sowohl in Deutschland wie auch in der Schweiz gibt es zwei gleichwertige Qualifizierungswege, nämlich die berufliche und die schulische Bildung. Ab 1. Januar 2020 werden in Deutschland die Titel "Bachelor professional" und "Master professional" für die beruflichen Bildungen eingeführt. Was bedeutet dies für die Schweizer HF-Absolventinnen und -Absolventen? Die Schweizer Politik und Verwaltung sind gefordert, meint die ODEC. Die höhere Berufsbildung sei ein Spitzenprodukt der Schweizer Berufsbildung, insbesondere profitiere die Wirtschaft in hohem Masse von ihren Abgängern und Abgängerinnen.
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Studie zur weltweiten Weiterbildungsbeteiligung

Der vierte "UNESCO-Report on Adult Learning and Education (GRALE IV)" hat die Weiterbildungsbeteiligung von Erwachsenen in 159 Ländern, darunter auch die Schweiz, erhoben. Gemäss Bericht hatten in fast einem Drittel der Länder weniger als fünf Prozent der Erwachsenen an Bildungs- und Lernprogrammen teilgenommen. Die meisten Zuwächse bei der Erwachsenenbildung und der Bildungsbeteiligung gab es in Afrika südlich der Sahara und in der arabischen Region. Nordamerika und Westeuropa verzeichneten die geringsten Zuwächse, allerdings ausgehend von höheren Niveaus.

Mittelschulen und Hochschulen

Evaluation der Praxisintegrierten Bachelorstudiengänge

Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) lancierte 2014 zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im MINT-Bereich den "Praxisintegrierten Bachelorstudiengang" (PiBS) als befristeten Pilotversuch: Personen mit einer gymnasialen Maturität oder mit einer Berufsmaturität in einer fachfremden Studienrichtung können dank diesen Studiengängen direkt ein FH-Studium beginnen. Die Studiendauer umfasst vier Jahre (statt drei). Die PiBS wurden 2015–2019 von vier Fachhochschulen für insgesamt 171 Studierende angeboten. Die Schlussevaluation kommt grundsätzlich zu einem positiven Ergebnis. Der Hochschulrat beantragt zuhanden des WBF und des Bundesrats, den Pilotversuch bis und mit Startjahrgang 2025 zu verlängern und 2023 eine abschliessende Wirkungsanalyse durchzuführen.

Zusammenarbeit der FH Graubünden mit der Tessiner Fachhochschule SUPSI

Die Fachhochschule Graubünden und die Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUPSI) haben eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in Ausbildung sowie angewandter Forschung und Dienstleistungen in den Bereichen Tourismus und Freizeitmanagement unterzeichnet. Gegenstand der Vereinbarung ist auch die gegenseitige Anerkennung des ersten Studienjahres von zwei Bachelorstudiengängen sowie die Förderung der Mobilität.

VS: Neuer Chef der Dienststelle für Hochschulwesen

Der Walliser Staatsrat hat Yves Rey, Vizerektor Ausbildung der HES-SO, zum neuen Chef der Dienststelle für Hochschulwesen im kantonalen Departement für Volkswirtschaft und Bildung ernannt. Yves Rey folgt auf Stefan Bumann, der Ende Dezember 2019 in Pension gegangen ist.
Medienmitteilung

Beratung

Das SATW-Programm "Swiss TecLadies" fördert Mädchen

Techniktalente entdecken und fördern ist das Ziel von "Swiss TecLadies". Am 15. März 2020 startet die zweite Durchführung dieses Förderprogramms der SATW. "Swiss TecLadies" besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil, der Online-Challenge, können Jugendliche auf spielerische Weise Fragen zu naturwissenschaftlich-technischen Themen beantworten. Mädchen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren können sich zusätzlich für den zweiten Teil von "Swiss TecLadies" qualifizieren, das Mentoring-Programm. Im Mentoring werden die Mädchen neun Monate lang von einer Mentorin aus der Welt der Technik begleitet und können Workshops besuchen.

Magazin Horizonte: Aus dem Beruf in die Forschung

Nur wenige Personen wagen nach einer ersten Berufsausbildung den Quereinstieg in eine wissenschaftliche Karriere. Oft müssen sie dabei besondere Hindernisse überwinden, bringen aber auch besondere Vorteile mit. Die Dezemberausgabe des Schweizer Forschungsmagazins Horizonte (S. 25–28) stellt fünf Frauen und Männer vor, denen ein solcher Wechsel gelungen ist: vom Automechaniker zum Quantenphysiker, von der Grafikdesignerin zur Neurowissenschafterin oder vom Bergführer zum Umweltphilosophen.

BFS: Berufseinstieg von Lehrkräften

Über 95% der Absolventinnen und Absolventen der Lehrkräfteausbildung sind fünf Jahre nach ihrem Abschluss erwerbstätig, die meisten von ihnen im Lehrberuf. Diejenigen der Fachrichtung Vorschul- und Primarstufe unterrichten am häufigsten auf der Schulstufe, für die sie ausgebildet wurden (97%), und zeigen sich besonders zufrieden mit der Übereinstimmung von Ausbildung und Lehrtätigkeit (90%). Die BFS-Publikation "Beruflicher Einstieg der Lehrkräfte des Abschlussjahrgangs 2012" beschreibt die Arbeitsmarktsituation, die Zufriedenheit mit der beruflichen Situation und die im Lehrberuf erforderlichen Kompetenzen der neu diplomierten Lehrkräfte.

Neue Rollen von Gesundheitsfachpersonen

Gegenwärtig entstehen in der Schweiz neue Rollen (sogenannte Advanced Practice) von nicht-ärztlichen Gesundheitsfachpersonen, die nach ihren Masterabschlüssen Patientinnen und Patienten pflegen, behandeln, therapieren, begleiten oder beraten. Sie übernehmen Aufgaben, die bislang von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt wurden. Der Fokus der Dezember-Ausgabe von "Frequenz", dem Magazin der Berner Fachhochschule, zeigt auf, wo Advanced Practice im Schweizer Gesundheitswesen bereits existiert.

Konferenzdokumentation 2019 der IAEVG

Die Jahreskonferenz 2019 der Internationalen Vereinigung für Bildungs- und Berufsberatung (International Association for Vocational and Educational Guidance, IAEVG/AIOSP) war dem Thema "Eine Berufsberatung für eine inklusive Gesellschaft" gewidmet. Die Präsentationen und Zusammenfassungen sind künftig auf den Internetseiten der Konferenz und des Euroguidance-Netzes verfügbar. Der Schweizer Verband der Fachleute für Laufbahnentwicklung profunda hat die Beiträge der Vertreter/innen auf seiner Internetseite veröffentlicht und gibt in der Herbstausgabe 2019 seines Infomails (S. 2) einen Überblick über den Kongress. Die nächste Jahreskonferenz findet vom 19. bis 22. Oktober 2020 in Riga (Litauen) statt. Sie wird sich mit der Optimierung des Beratungspotentials befassen.

Newsletter von Euroguidance: Entwicklung der Beratungskompetenzen

Das Europäische Netzwerk für Bildungs- und Berufsberatung befasst sich in der Novemberausgabe 2019 seines Newsletters (in Englisch) mit der Entwicklung der Kompetenzen der Fachleute im Bereich der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB). Die von mehreren europäischen Ländern stammenden Beiträge geben Rechenschaft über die schnellen Veränderungen in diesem Bereich, und zwar auf verschiedenen Ebenen (Bildungssystem, Projekte für spezifische Gruppen, Auswirkungen der neuen Technologien auf die BSLB etc.).

Europäischer Wettbewerb: Innovative Beratungsinstrumente und künftige Berufe

Das Europäische Netzwerk für Bildungs- und Berufsberatung Euroguidance organisiert zwei Wettbewerbe. Der erste bewertet innovative Instrumente der Berufsberatung: interaktive oder nicht digitale Spiele, Szenarien etc. Alle in der Beratung von Jugendlichen oder Erwachsenen tätigen Personen können teilnehmen, seien es Berater/innen, Berufsbildner/innen oder Coaches. Der zweite Wettbewerb lädt Jugendliche ein, sich Berufe auszudenken, die im Jahr 2050 existieren könnten. Euroguidance hat die Eingabefrist für die beiden Wettbewerbe bis 31. Januar 2020 verlängert.

TI: Eröffnung der Cité des métiers in der italienischen Schweiz

In der Nähe des Bahnhofs Bellinzona öffnet die "Città dei mestieri" der italienischen Schweiz am 25. Januar 2020 ihre Tore. Das vom Berufsbildungsamt verwaltete Zentrum bietet Beratungen und Dokumentationsmaterial an, führt Veranstaltungen durch und stellt multimediale Ressourcen zur Berufs- und Laufbahnberatung, Grund- und Weiterbildung und Arbeitswelt zur Verfügung. Die Città dei mestieri der italienischen Schweiz wird von Montag bis Samstag geöffnet sein. Sie ist Teil des internationalen Netzes der Cités des métiers.
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ZH: Arbeitsmarktfähigkeits-Check

Das Laufbahnzentrum der Stadt Zürich hat einen Arbeitsmarktfähigkeits-Check entwickelt. Dabei handelt es sich um eine erste Sensibilisierung und einen Einstieg ins Thema. Der Check basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und erfasst verschiedene Aspekte der Arbeitsmarktfähigkeit. In der Auswertung wird auf die Bedeutung des Ergebnisses eingegangen und es werden Anregungen für die Stärkung der Arbeitsmarktfähigkeit gegeben. Das Laufbahnzentrum wird 2020 das Angebot rund um die Arbeitsmarktfähigkeit ausbauen.

ZH: Zulassungsbeschränkung für Ärztinnen und Ärzte

Ärztinnen und Ärzte, die nicht mindestens drei Jahre an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte tätig gewesen sind, unterliegen im Kanton Zürich per sofort einer Zulassungsbeschränkung und können damit nicht zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung tätig sein. Dadurch soll die Anzahl Praxisneueröffnungen reduziert werden. Ausgenommen von der Beschränkung sind insbesondere Hausärztinnen und -ärzte sowie die Kinder- und Jugendmedizin. Das hat der Zürcher Regierungsrat beschlossen.

Arbeitsmarkt

Schweizer Arbeitsmarkt erweist sich im Jahr 2019 als widerstandsfähig

Das SECO hat die neusten Zahlen zum Schweizer Arbeitsmarkt im Jahr 2019 publiziert. Gemäss den Erhebungen resultierte im Jahresdurchschnitt 2019 eine Arbeitslosenquote von 2,3%. Die neusten Zahlen vom Dezember 2019 sind aus saisonalen Gründen leicht höher und liegen bei 2,5%. Sie zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt in einer guten Verfassung befindet. Dies wirkt sich direkt auf die Arbeitslosenversicherung aus: Ende 2019 war der Fonds vollständig entschuldet.
Medienmitteilung

Überbrückungsrente: Ständerat korrigiert nach unten

Der Ständerat befürwortet die Schaffung von Überbrückungsleistungen für Arbeitslose über 60. Er hat die Vorlage an seiner Sitzung vom 12. Dezember 2019 aber erheblich abgeändert. So soll die Leistung statt bis zur ordentlichen Pensionierung nur bis zur Frühpensionierung ausrichtet werden; die Gegner/innen argumentierten vergeblich, dass die Betroffenen damit lebenslang tiefere Renten in Kauf nehmen müssten. Zudem soll die Leistung für alleinstehende Personen höchstens 38'900 Franken pro Jahr betragen statt 58'350 Franken (Ehepaare 58'350 statt 87'525 Franken). Die Vorlage geht nun an den Nationalrat.

Fachkräftemangel nimmt weiter zu

Der Fachkräftemangel akzentuiert sich weiter, wie die jüngste Ausgabe des Fachkräftemangelindexes zeigt. Der Anstieg seit 2016 beträgt 22%. Am stärksten betroffen ist die Ingenieurbranche. Zu den gefragtesten Profilen gehören Tiefbau- und Elektroingenieure. Einige technische Branchen sind ebenfalls betroffen, insbesondere die Informatik. Auch im Gesundheits- und im Treuhandwesen herrscht ein chronischer Mangel an Mitarbeitenden. Bei Berufen auf niedriger Qualifikationsstufe stellt die Studie hingegen ein Überangebot an Arbeitskräften fest – besonders in den Branchen Reinigung, Hygiene und Körperpflege sowie Gastronomie.

Arbeitsmarkt: Sechs Gründe, das Jahr 2020 optimistisch zu betrachten

Im Jahr 2020 wird laut dem Swiss Job Index und dem von der Personalvermittlungsfirma Michael Page/PageGruop erstellten Employment Confidence Index die Nachfrage nach Fachleuten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin steigen. Dies ist einem französischsprachigen Artikel von Agefi zu entnehmen. Sechs positive Hinweise werden angesprochen. Zum Beispiel steigt die Nachfrage nach Fachleuten (in verschiedenen Bereichen mit einer zweistelligen Wachstumsrate, so etwa 16% für Informatik) und übersteigt das Angebot in Branchen wie IT, Infrastrukturmanagement oder Logistik. Die Anwärter/innen sind überwiegend zuversichtlich, was ihre Karriereaussichten angeht. Ausserdem steigt die Nachfrage nach neuen Kompetenzen, besonders in künstlicher Intelligenz oder Ökologie.

Bezahlter Urlaub zur Betreuung kranker Kinder

Gemäss Bundesgesetz über die Arbeit haben Arbeitnehmer/innen das Recht auf drei Tage bezahlten Urlaub pro Krankheitsfall zur Betreuung eines kranken Kindes. Dieses Gesetz gilt für die öffentlichen Verwaltungen jedoch nicht. Um sich ein klares Bild zu verschaffen, führte RTS (Radio Télévision Suisse) unter den Westschweizer Kantonen und ihren Grossstädten eine Umfrage durch, einschliesslich Bund, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden sowie einiger grosser Unternehmen. Die Ergebnisse: Arbeitnehmer/innen im öffentlichen Dienst sind oft schlechter gestellt als diejenigen im privaten Sektor. Alle Westschweizer Kantone (ausser NE) beschränken die Anzahl der Abwesenheitstage pro Jahr (5 oder 6 Tage für BE, FR, JU und 15 Tage für GE). Aber auch in der Privatwirtschaft gibt es Probleme: Ein Drittel der Beschäftigten wird während kurzfristiger Abwesenheit zur Betreuung eines kranken Kindes nicht entschädigt.

Impresso, ein berufliches soziales Netzwerk

Ein Start-up der ETH Lausanne hat eine neue mobile berufliche Netzwerkanwendung entwickelt. An der Schnittstelle von LinkedIn und Tinder, aber ohne Messaging oder "Sweeping", ermöglicht die Impresso-App professionelle Kontakte, vor allem durch persönliche Treffen mit Menschen aus der Region. Impresso garantiert authentifizierte Profile (echte Personen mit verifizierten Angaben). Für die Zukunft ist vorgesehen, auch Arbeitszeugnisse, Zertifikate und Diplome zu authentifizieren.
Weitere Informationen (in Französisch oder Englisch)

Berufliche Integration

SKOS: Merkblatt zur Versicherungspflicht bei Arbeitseinsätzen

Personen, die im Rahmen der Sozialhilfe Arbeitseinsätze leisten, müssen unfallversichert werden. Diese Versicherungspflicht besteht immer dann, wenn der Arbeitseinsatz vorwiegend einer wirtschaftlichen Integration dient. Handelt es sich beim Einsatz um eine soziale Integration, sind solche Einsätze weiterhin im Rahmen des KVG versichert. Genau diese Unterscheidung bereitet den Sozialbehörden, den Organisationen der Arbeitsintegration und den Arbeitgebern einige Unsicherheiten. Für viele Beteiligte ist in Einzelfällen nach wie vor unklar, wer für die Unfallversicherung dieser Personen zuständig ist. Die SKOS hat aus diesem Grund ein Merkblatt mit Empfehlungen ausgearbeitet.

BFS: Ältere Personen können sich kaum von der Sozialhilfe lösen

2018 haben 272'700 Personen Sozialhilfe bezogen. Dies entspricht einer Sozialhilfequote von 3,2% (2017: 3,3%). Sowohl die Anzahl unterstützter Personen als auch die Sozialhilfequote gingen damit erstmals seit 2008 leicht zurück. Dies zeigt die Schweizerische Sozialhilfestatistik des BFS. Weiterhin eine überdurchschnittliche Sozialhilfequote weisen Kinder und Jugendliche auf (5,2%). Die Altersklasse mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, aufgrund der Verbesserung der Erwerbssituation von der Sozialhilfe abgelöst zu werden, sind mit 10,6% die 26- bis 35-jährigen Antragstellenden. Die entsprechende Quote bei den 56- bis 64-Jährigen liegt bei 3,7%.

Bund finanziert Projekte zur Wiedereingliederung von Personen über 50

Um kantonale und interkantonale Projekte zu finanzieren, die die Wiedereingliederung von älteren und schwer vermittelbaren Stellensuchenden zum Ziel haben, stehen dem Fonds der Arbeitslosenversicherung ab Januar 2020 bis Ende 2022 zusätzliche Mittel zur Verfügung. Seit November 2019 können die Kantone beim SECO entsprechende Projekte einreichen, wie die Ausgabe 10/2019 des TC-Newsletters berichtet. Das Impulsprogramm wird ergänzt durch einen Pilotversuch zur Wiedereingliederung von über 50-jährigen Stellensuchenden nach der Aussteuerung, über dessen Ausgestaltung Ende Februar 2020 entschieden wird.