Newsletter vom 13.11.2019

Aktuelle Meldungen vom 13.11.2019

Berufliche Grundbildung

Bildungsverordnungen: Vor-Tickets, Tickets und Inkraftsetzung

Das SBFI hat auf Antrag der Kantone seine Übersichtsliste zur Vergabe von Vor-Tickets und Tickets sowie zu den Inkraftsetzungen von Verordnungen über die berufliche Grundbildung auf der Internetseite zur Verfügung gestellt. Die laufend aktualisierte Liste beinhaltet die Berufslehren, die momentan eine Revision durchführen, und zeigt auf, an welchem Punkt des Prozesses sie sich aktuell befinden. Sobald eine Bildungsverordnung neu erlassen wird, ist sie im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Kauffrau/Kaufmann EFZ: Anhörung

Das SBFI hat den Bildungsplan vom 26. September 2011 für die betrieblich organisierte Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ zur Stellungnahme unterbreitet. Anhörungsfrist: 19. Dezember 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

Berufsbildungfachleute: Neue Prüfungsordnungen und Institutionen

Das Qualifikationsverfahren der Berufsprüfung für Berufsbildungsfachleute mit eidg. Fachausweis wurde nach der neuen Prüfungsordnung von 2017 durchgeführt. Insgesamt neun Kandidatinnen und Kandidaten haben ihre Facharbeit geschrieben und die mündlichen Prüfungen im September 2019 abgelegt. Die Prüfungsdaten 2020 mit den für die Anmeldung erforderlichen Unterlagen können ab Dezember 2019 auf der Webseite der SBBK heruntergeladen werden. Anmeldeschluss ist der 13. Februar 2020.
Die vorbereitenden Modulkurse können an folgenden Institutionen besucht werden:
- Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug (GIBZ)
- Berufsbildner AG in Kooperation mit der Kantonalen Berufsschule für Weiterbildung Zürich (EB Zürich)
- Centre de perfectionnement interprofessionnel Granges-Paccot (CPI)
- Istituto della formazione professionale Camorino (IFC)

EHB: Aktuelle Forschungsprojekte

Am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB laufen folgende neue Forschungsprojekte:
- Projekt "Im Herzen der Berufsbildung: Ein breites Publikum erhält Einblicke in die betriebliche Ausbildung"
- Projekt "Grundlagen zum Umgang mit digitalen Lehr- und Lernformen im Rahmen von Anerkennungsverfahren von Bildungsgängen an höheren Fachschulen und berufspädagogischen Bildungsgängen"
- Projekt "Anrechnungspraxis von Bildungsleistungen an höheren Fachschulen"
- Projekt "Visuelle Sprachen, Anmerkungen und Beobachtungen in Berufen und deren Vermittlung in der Ausbildung"
- Projekt "Standardisierung der Anrechnung von Bildungsleistungen im Kanton Zürich"
- Projekt "Trends 2018: Monitoringresultate"
Gesamtübersicht

Magazin "ventuno": Nachhaltige Entwicklung und Berufsbildung

Das von der Stiftung éducation 21 herausgegebene Praxismagazin "ventuno" widmet der Berufsbildung eine Sonderausgabe. Die verschiedenen Artikel zeigen auf, wie Lehrbetriebe und Berufsfachschulen ihre Lernenden befähigen können, zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

OdASanté-Tagung: Perspektive 2030 – Flexibilisierung

Am 5. November 2019 führte OdASanté in Bern eine Tagung zum Thema "Flexibilisierung der Berufsbildung im Gesundheitsbereich" durch. Rund 250 Personen aus Bildung, Forschung und Arbeitswelt nahmen teil. Die Tagungsdokumente der Referentinnen und Referenten zu Themen wie Modularisierung, transversale Kompetenzen, Lernortkooperation oder Rollen der Berufsbildner/innen sind online verfügbar.

Deutschland: Vier von fünf Jugendlichen haben Wunschberuf gefunden

83% der Lernenden, die in Deutschland eine betriebliche Ausbildungsstelle finden konnten, werden in ihrem Wunschberuf ausgebildet. Diese Personen sind mit ihrer aktuellen beruflichen Situation deutlich zufriedener als diejenigen, die in einem anderen als ihrem Wunschberuf ausgebildet werden. Unter anderem gaben Männer häufiger als Frauen an, dass ihr Lehrberuf ihr Wunschberuf sei. In Deutschland steigen auch Studienberechtigte in die Berufsbildung ein. Diese Lernenden berichteten seltener als Lernende, die aus der Volksschule kommen, dass sie sich im gewünschten Ausbildungsberuf befinden.
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Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Internationale Studie: Schweizer wenden wenig Zeit für die Weiterbildung auf

Im internationalen Vergleich wenden Schweizer Arbeitnehmende wenig Zeit für die Weiterbildung auf. Nur 44% bereiten sich aktuell darauf vor, neue Herausforderungen anzunehmen, während der globale Schnitt bei rund 65% liegt. Demgegenüber wären 69% der Schweizer/innen bereit, sich neue Kompetenzen anzueignen, um sich für eine gänzlich andere Aktivität umzuschulen. Die Resultate sind Teil der Studie "Decoding Global Trends", die für die Schweiz von den Rekrutierungsplattformen jobs.ch und jobup.ch durchgeführt wurde.

ODEC: Umfrage zur HF-Positionierung

Die ODEC hat eine Umfrage bei Diplomierten und Studenten/Studentinnen von Höheren Fachschulen (HF) durchgeführt. Sie thematisiert darin das Projekt "Positionierung HF" des SBFI. Die Antworten der Teilnehmer/innen sind sehr homogen. Mit wenigen konkreten Verbesserungen könnten ohne grossen Aufwand wichtige Veränderungen zugunsten der Positionierung und der Bekanntheit der Stufe HF bewirkt werden.

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat dem SBFI den Entwurf der Änderung der Prüfungsordnung über die Berufsprüfung Sicherheitsfachmann/-frau mit eidgenössischem Fachausweis (Fachbereiche Bewachung, Personenschutz, Zentralendienste, Anlässe) eingereicht. Dazu kommt der Entwurf der Prüfungsordnung für Trainer/in Spitzensport mit eidgenössischem Diplom.
Bundesblatt vom 5. November und vom 12. November 2019

Europa: Die Entwicklung der Erwachsenenbildung als Forschungsgegenstand

Ein Buch widmet sich der Geschichte der Erwachsenenbildung und zeichnet nach, wie sie sich europaweit zu einem Forschungsgebiet entwickelt hat. Aufgrund der verschiedenen Bildungssysteme und der Sprachenvielfalt prägten sich die Forschungen in Europa unterschiedlich aus. Als entscheidender Faktor für die Entwicklung erweist sich die Einrichtung von Professuren für Erwachsenenbildung. Die 13 Autorinnen und Autoren des Buches "Mapping out the Research Field of Adult Education and Learning" beleuchten das Forschungsfeld aus unterschiedlichen theoretischen, historischen und methodologischen Perspektiven. Alle Artikel sind in Englisch geschrieben und können online auch einzeln bezogen werden.
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Mittelschulen und Hochschulen

ETHZ: Master in Rehabilitation Science and Technology

Die ETH Zürich will gemeinsam mit Partnern wie Kliniken, Stiftungen und Behörden die Lebensqualität und die Teilhabe von Menschen mit körperlichen Einschränkungen verbessern. Geplant ist unter anderem ein neuer Masterstudiengang "Rehabilitation Science and Technology" mit Professuren in Datenwissenschaften für personalisierte Gesundheit, barrierefreier und inklusiver Architektur, mobilen Gesundheitssystemen und gesundem Altern.
Medienmitteilung

BS: Master in Interreligious Studies

An der Theologischen Fakultät der Universität Basel wird ab 2020 der neue Masterstudiengang "Interreligious Studies" angeboten. Ziel ist es, durch Forschung und Lehre zur religiösen Pluralität den gesellschaftlichen Diskurs über Religionsfragen zu fördern. Die Entwicklung des Masterstudiengangs erfolgt im Rahmen des oberrheinischen Kooperationsprojekts "Inter-Religio". Dafür haben sich die Universitäten Strassburg, Basel und Heidelberg sowie die Hochschule für jüdische Studien Heidelberg zusammengeschlossen.

LU: Bachelor in Digital Construction und in Digital Engineering

Ab Herbst 2020 bietet die Hochschule Luzern zwei neue Bachelor-Studiengänge an: Der Bachelor in Digital Construction – mit seinen drei Studienrichtungen Architecture (Bachelor of Arts, BA), Building Technology und Structural Engineering (Bachelor of Science) – soll es ermöglichen, Schnittstellen zwischen den klassischen Gestaltungs- und Ingenieurberufen des Bauwesens besetzen zu können. Der Bachelor in Digital Engineering verbindet eine Ingenieurausbildung mit der Gewinnung und Auswertung digitaler Daten. Die Studierenden können aus drei Vertiefungsrichtungen wählen: Digitale Produktentwicklung, Digitale Produktion oder Digitale Transformation.

LU: Master in Computational Social Sciences

Der neue englischsprachige Master in Computational Social Sciences der Universität Luzern verbindet Sozialwissenschaften mit Methoden der naturwissenschaftlich geprägten Computational Sciences. Die Studierenden setzen sich mit der Digitalisierung, Big Data und der Vermittlung von Digital Skills auseinander. Der Studiengang richtet sich an Bachelorabsolventinnen und -absolventen der Sozialwissenschaften sowie an Studierende mit eher technisch-naturwissenschaftlichem Hintergrund, welche sich für sozialwissenschaftliche Fragen interessieren.

SG: Lernnavi, ein Fördersystem für die Gymnasialstufe

Lernnavi ist ein Lernfördersystem, das die Kompetenzen der Schüler/innen an Gymnasien in Deutsch und Mathematik stärkt. Es besteht aus einer Online-Übungsplattform und einem Diagnosetool. Lernnavi wurde vom Amt für Mittelschulen und vom Lehrmittelverlag St. Gallen entwickelt. Das Fördersystem ist eine Antwort auf das Bestreben der EDK, die basalen fachlichen Studierkompetenzen in Deutsch und Mathematik zu sichern.

SO: Studierfähigkeit in den Lehrplänen der Gymnasien

Die Kantonsschulen Solothurn und Olten haben "basale fachliche Kompetenzen zur allgemeinen Studierfähigkeit" in ihre Lehrpläne aufgenommen. Wer die Anforderungen nicht erfüllt, kann mit der Software Lernnavi des Kantons St. Gallen online seine Kompetenzen testen und entsprechende Übungen machen, um Lücken zu füllen. Zusätzlichen Förderunterricht wolle man nicht ausschliessen, wird die Korektorin der Kantonsschule Solothurn in der Solothurner Zeitung zitiert.

VS: Kriterien zur Studienwahl

Die Walliser Behörden haben den kantonalen Hochschulbericht 2019 veröffentlicht. Er widmet sich den Kriterien, nach welchen die Jugendlichen ihr Studium im Wallis oder anderswo wählen. Das erste Wahlkriterium ist das Interesse für den Fachbereich, gefolgt von den Karrieremöglichkeiten. Lebensqualität und gute berufliche Perspektiven motivieren die Walliser/innen zum Studium in der Region. Junge Menschen, die von ausserhalb kommen, wählen das Wallis wegen des exklusiven Bildungsangebots, des Rufs einer Institution und der Zweisprachigkeit. Der Bericht ermöglicht dem Kanton, die Attraktivität seiner Hochschulen zu stärken, das Angebot der Tertiärbildung weiterzuentwickeln und dadurch die Unabhängigkeit von anderen Kantonen zu erhöhen.
Medienmitteilung

Beratung

SDBB-Weiterbildungsprogramm 2020

Das SDBB-Weiterbildungsprogramm 2020 für die Fachleute der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung ist publiziert. Es enthält unter anderem die nationale Fachtagung "Berufsberatung im Wandel – aktuelle Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf die Praxis", welche am 23. Juni 2020 in Fribourg stattfindet. Weiter finden sich im Programm Seminare, die den Fokus auf psychologische Themen, diagnostische Instrumente oder Beratungstechniken legen, Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Berufsfeldern und Laufbahnen sowie Veranstaltungen, an welchen aktuelle gesellschafts- und bildungspolitische Themen behandelt werden. Das detaillierte Programm und die Online-Anmeldung befinden sich auf weiterbildung.sdbb.ch. Anmeldeschluss ist am 31. Dezember 2019.

Berichte zur Zukunft der BSLB

Die Schweizerische Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berufs- und Studienberatungen (KBSB) hat auf ihrer Website folgende Dokumente zur Zukunft der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB) aufgeschaltet:
- Nationale Strategie der KBSB mit fünf Stossrichtungen und 24 strategischen Zielen
- Studie von across-concept zum Entwicklungs- und Koordinationsbedarf der BSLB; Stellungnahme der KBSB zu dieser Studie
- Studie des Schweizerischen Instituts für Informationswissenschaft zum Einsatz von ICT in den kantonalen BIZ

Der Beobachter: Jugendliche ohne Anschluss an die Berufswelt

In der Schweiz schliesst laut dem nationalen Bildungsbericht 2018 etwa jeder zehnte junge Erwachsene bis 25 keine Ausbildung ab. Gründe dafür sind oft Herkunft, Schulleistungen und sozialer Status. Der Beobachter geht der Frage nach, ob leistungsschwächere Menschen beim Wechsel von der Schule in den Beruf zunehmend durch die Maschen fallen.

SRF-Serie: Die diplomatische Karriere

Die SRF-Serie "Die jungen Diplomaten" begleitet drei Männer und zwei Frauen des "Concours diplomatique" während ihrer zweijährigen Ausbildung bis zur Schlussprüfung. Die Serie zeigt in fünf Folgen, wie die Anwärter/innen professionelle und persönliche Herausforderungen meistern.

Menschen mit Behinderung im Arbeitsfeld Schule

Erstmals gibt es in der Schweiz ein Diplom als Klassen-Assistenz, das von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung erworben werden kann. Das Projekt "écolsiv" läuft seit zwei Jahren als Versuch am Institut Unterstrass in Zürich. Dort werden Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung fit gemacht für eine pädagogische Tätigkeit im Arbeitsfeld Schule.

ZH: Neue Geschäftsfelder der EB Zürich

Die EB Zürich steigt aus dem traditionellen Kurswesen aus. Stattdessen will sie sich als "innovativer Nischenplayer" in Bildungsaufgaben positionieren. Der kantonalen Bildungsinstitution hatte die private Konkurrenz zunehmend zugesetzt. Seit zwei Jahren muss sie aufgrund einer Gesetzesänderung für einen Grossteil ihrer Kurse kostendeckende Preise verlangen. Nun widmet sich die EB Zürich den vier neuen Geschäftsfeldern Grundkompetenzen, berufliche Zukunft, digitales Lernen sowie Berufsbildungsprofis.
Medienmitteilung

Deutschland: Frauen für MINT-Ausbildungen gewinnen

"Frauen für die duale MINT-Ausbildung gewinnen" – so lautete das Thema des Wettbewerbs um den Hermann-Schmidt-Preis 2019. Der Verein Innovative Berufsbildung prämierte vier Projekte, die beispielhafte Konzepte und Modelle entwickelt und in der Praxis erfolgreich umgesetzt haben, um junge Frauen an technische Ausbildungsberufe heranzuführen. Die prämierten und weitere eingereichte Projekte werden in einer Broschüre des BIBB vorgestellt.

Arbeitsmarkt

Überbrückungsrente für Ausgesteuerte über 60

Der Bundesrat hat am 30. Oktober 2019 die Botschaft und den Entwurf für ein neues Bundesgesetz über Überbrückungsleistungen für Personen, die nach dem 60. Altersjahr von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert werden, verabschiedet. Der Vorschlag war in der Vernehmlassung auf ein mehrheitlich positives Echo gestossen. Ein Bericht des Berner Büro BASS kam zum Schluss, dass die Rente zwar negative Effekte haben könnte, diese aber nur gering bleiben werden – nicht zuletzt darum, weil die Zahl der Leistungsbezüger/innen tief sein dürfte (pro Stichtag jeweils rund 5000 bis 5300 Personen).

BFS: Frauen befürchten Beeinträchtigung ihrer Karriere aufgrund von Mutterschaft

Das Gründen einer Familie bleibt für die Mehrheit der jungen Erwachsenen in der Schweiz ein Ziel. Laut einer Studie des BFS befürchten allerdings 70% der Frauen, dass Mutterschaft Konsequenzen für ihre beruflichen Perspektiven hat. Am meisten betrifft dies Frauen mit einem Tertiärabschluss (75%). Sie bleiben übrigens am häufigsten kinderlos (30%). Die Studie stellt im Vergleich zu den 1990er Jahren ausserdem fest, dass die Bevölkerung heute sehr viel weniger Vorbehalte gegenüber der beruflichen Tätigkeit von Frauen mit Kleinkindern hat.
Medienmitteilung

GE: Fahrdienstvermittler Uber soll verboten werden

Genf ist der erste Kanton, der Uber die Fortsetzung der Tätigkeit verbietet. Für die Behörden ist die Firma ein Transportunternehmen, das die Chauffeure als Angestellte behandeln muss. Uber ist der Ansicht, lediglich ein Fahrdienstvermittler zu sein, der mit Chauffeuren einen Partnervertrag abschliesst. Das Unternehmen wird gegen den Entscheid des Kantons rekurrieren, was aufschiebende Wirkung haben wird. Laut Staatsrat Mauro Poggia riskiert Uber, rückwirkend Sozialleistungen zahlen zu müssen. Zur Erinnerung: Im März 2018 hatten SECO und Unia bereits die Meinung vertreten, dass Uber ein Arbeitgeber mit allen dazugehörenden rechtlichen Verpflichtungen sei. Im Mai 2019 hatte das Waadtländer Arbeitsgericht diese Ansicht bei einem Entlassungsfall zugrunde gelegt. Im September 2019 hatte Kalifornien Uber verpflichtet, seine Chauffeure zu entlöhnen.
Weitere Informationen: swissinfo.ch

Berufliche Integration

Stellenmeldepflicht: Erster Monitoringbericht

Die Stellenmeldepflicht bewährt sich: So lautet die Bilanz des ersten Vollzugsmonitorings des SECO. Die Arbeitgeber kommen der Meldepflicht in einem hohen Masse nach (120'000 Meldungen mit rund 200'000 meldepflichtigen Stellen, Mehrfachmeldungen möglich). Von diesen Meldungen haben die RAV 98,5% innerhalb eines Tages geprüft und im Job-Room auf der Plattform arbeit.swiss freigegeben. Von den Arbeitgebern, die auf ihre Stellenmeldung mindestens einen Dossiervorschlag erhalten haben, gaben 91% den RAV wie gefordert eine Rückmeldung. In gut 8% dieser Rückmeldungen haben die Arbeitgeber den RAV mitgeteilt, dass sie mindestens eine Stelle mit einem vorgeschlagenen Stellensuchenden besetzten konnten.
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Junge Geflüchtete möglichst früh integrieren

Eine Studie zeigt, dass junge Geflüchtete möglichst unmittelbar nach der Einreise und unabhängig von ihrem Status ins Bildungssystem eingegliedert werden sollten. Die eingesparten Kosten (vor allem der Sozialhilfe) übertreffen den finanziellen Aufwand einer frühzeitigen Integration. Acht von zehn Teilnehmenden von Grundbildungsangeboten finden Anschluss in Integrations- oder Vorlehren, Brückenangeboten, Gymnasien, Sprachkursen oder Beschäftigungsprogrammen. Eine wichtige Rolle spielen privat (mit)finanzierte Bildungsangebote. Die Studie empfiehlt, solche Angebote über längere Zeit zu finanzieren (anstelle von reinen Anschubfinanzierungen). Die fünf Stiftungen, die die Studie in Auftrag gegeben hatten, empfehlen den Zugang zu den Regelstrukturen in den Kantonen, idealerweise bis zum 30. Altersjahr.
Weitere Informationen

Weiterbildungsoffensive von SKOS und SVEB

Die SKOS und der SVEB haben mit Unterstützung diverser Stiftungen eine Weiterbildungsoffensive lanciert, die nun in die operative Phase geht. In zehn Orten der Schweiz (BE: Biel, Ittigen, Niederönz, Pieterlen, Wohlen; SO: Dorneck; LU: Hochdorf/Sursee; ZH: Dietikon; GL: Glarus; TG: Eschlikon) werden Förderstrukturen aufgebaut. Sie sollen unter anderem erlauben, Sozialhilfebeziehende für die Standortbestimmungen zu selektionieren, Bildungspläne zu erarbeiten oder die Personen auf ihrem Bildungsweg zu begleiten.

ZH: Die Stadt Zürich will Geringqualifizierten Weiterbildung ermöglichen

Damit geringqualifizierte Menschen innerhalb und ausserhalb der Sozialhilfe ihre Arbeitsmarktfähigkeit erhöhen können, ist Aus- und Weitbildung nötig. Die Stadt Zürich hat deshalb eine neue Bildungsstrategie verabschiedet – ein Paket aus Präventions- und Sensibilisierungsmassnahmen sowie neuen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung im Bereich Weiterbildung. Davon sollen neben Sozialhilfebeziehenden auch Menschen profitieren, die zwar noch im Erwerbsleben stehen, deren Arbeitsplatz aber als gefährdet gilt.
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Verschiedenes

Die EDK hat Edulog lanciert

An ihrer Jahresversammlung haben die kantonalen Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren der Errichtung von Edulog zugestimmt. Edulog steht für "Föderation der Identitätsdienste im Bildungsraum Schweiz". Ziel ist es, Lernenden, Lehrpersonen und Mitarbeitenden der Schulverwaltungen der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II (Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsfachschulen) einen vereinfachten Zugang zu den Online-Diensten für Schule und Unterricht zu ermöglichen. Eine Nutzung wird ab Beginn des Schuljahres 2020/2021 möglich.
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