Newsletter vom 26.06.2019

Aktuelle Meldungen vom 26.06.2019

Berufliche Grundbildung

Sechstes nationales Spitzentreffen der Berufsbildung

Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Sozialpartnern haben am nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung in Bern ihr gemeinsames Engagement für eine starke Position der Berufsbildung in der Arbeitswelt bekräftigt. Im Fokus des Spitzentreffens standen das Strategieprojekt "Berufsbildung 2030" sowie die Berufsbildungskommunikation.
Medienmitteilung

Berufsbildung in der Schweiz – Fakten und Zahlen 2019

Die Broschüre des SBFI "Berufsbildung in der Schweiz – Fakten und Zahlen 2019" enthält Informationen zu Eintritten in die Berufsbildung und zu Abschlussquoten, zur Berufsmaturität, zur Finanzierung sowie generell zum Berufsbildungssystem. Die Broschüre gibt zudem Auskunft über internationale Entwicklungen. Sie ist online und gedruckt in vier Sprachen kostenlos verfügbar – auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Das SDBB stellt zudem alle Grafiken der Broschüre in den erwähnten Sprachen für Präsentationen (PowerPoint) zur Verfügung.

Enterprize 2020 ausgeschrieben

Unter dem Patronat von Bundesrat Guy Parmelin verleiht die "SVC Stiftung für das Unternehmertum" in Zusammenarbeit mit dem EHB im Jahr 2020 zum siebten Mal den "Enterprize". Sie würdigt damit Projekte, die ein hervorragendes Beispiel für Unternehmergeist in der Berufsbildung geben. Bewerben können sich Personen, Unternehmen und Organisationen aus der ganzen Schweiz, die zwischen 2016 und 2019 erfolgreiche Projekte im Bildungsbereich umgesetzt haben. Einsendeschluss ist der 30. November 2019. Die Preisträger 2020 werden von einer breit zusammengesetzten Jury ausgewählt. Kriterien sind die erzielte Wirkung des Projekts, der Innovationsgrad und der Grad des unternehmerischen Handelns. Die Teilnahmeunterlagen sind auf der Website des Enterprize erhältlich.

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / Juni 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 6/2019
Archiv

IDES: Übersicht kantonale Brückenangebote 2019/2020

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK hat das Dossier "Brückenangebote in den Kantonen" für das Schuljahr 2019/2020 aktualisiert. Das Dossier enthält einen Überblick über schulische, kombinierte und integrative Brückenangebote in den Kantonen sowie weitere Informationen, zum Beispiel zu den Kosten der Angebote.

Forstwart/in EFZ: Erlass der Bildungsverordnung

Das SBFI hat die revidierte Verordnung über die berufliche Grundbildung Forstwart/in EFZ erlassen. Sie tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Der Druck wird in einigen Wochen beim BBL erhältlich sein. Die elektronische Version wird auf der Internetseite des SBFI zur Verfügung stehen. Der Bildungsplan wird im August 2019 auf der Internetseite des Verbands OdA Wald Schweiz und im Berufsverzeichnis aufgeschaltet.

Magazin "Eine Welt": Duales Bildungssystem und seine Grenzen

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gibt das Magazin "Eine Welt" heraus (vierteljährliche Publikation). Die Ausgabe 2/2019 enthält ein Dossier über die öffentlich-privaten Partnerschaften. Einer der Artikel befasst sich mit den neuen beruflichen Perspektiven für Ukrainer/innen. Er beleuchtet die Rolle der Firma Geberit und der DEZA im Rahmen der Sanitärausbildung und der beruflichen Eingliederung junger Menschen. Ein anderer Artikel hinterfragt die Übertragbarkeit des dualen Bildungssystems auf die Partnerländer.

MEM-Industrie: Zukunftswerkstatt zu den beruflichen Grundbildungen

Mitte Mai 2019 hat der Trägerverband "Swissmem Berufsbildung" über 40 Vertreter/innen der Ausbildungsbetriebe, der Berufsfachschulen und der Organisationen der Arbeitswelt eingeladen, die bestehenden Strukturen der Berufsbildung zu hinterfragen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Die Zukunftswerkstatt hat wertvolle Anregungen geliefert, die in die Revision der acht Berufe von Swissmem/Swissmechanic einfliessen werden.

SO: Schreiner/innen-Teilprüfung und französische Sprachassistenz

DBK aktuell 4/2019, das Informationsbulletin für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn, enthält verschiedene Beiträge zur Berufsbildung:
- Besuch bei einer Teilprüfung von Schreinerlernenden (Seite 5)
- Abschlussveranstaltung von "Unternehmergeist in der Berufsbildung" (Seite 16)
- Bericht einer Sprachassistentin für Französisch: "Deux années d’assistance de français au BBZ Olten" (Seite 18)
- Bericht über die Talentplattform Berufsbildung (Seite 19)

VD: Reorganisation in der DGEP

Im Rahmen der laufenden Reorganisation im Departement für Bildung, Jugend und Kultur wird das Waadtländer Amt für Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung ab dem 1. Januar 2020 der Generaldirektion für den postobligatorischen Bildungsbereich (DGEP) angegliedert. Um die strategische Steuerung zu stärken, hat der Staatsrat eine stellvertretende Direktorin und einen stellvertretenden Direktor ernannt. Sie werden ihr Amt im Sommer 2019 antreten. An der Seite des Generaldirektors werden sie hauptsächlich die Supervision des Amts für Berufs- und Weiterbildung sowie des Amts für den gymnasialen Unterricht gewährleisten.
Medienmitteilung

ZH: Vernehmlassung zur Neuorganisation der Berufsfachschulen

Mit dem Projekt "Kompetenzzentren" soll die Zuteilung der Berufe an die Zürcher Berufsfachschulen so optimiert werden, dass die Schulen für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt sind. Betroffen sind 200 Berufe an 29 Berufsfachschulen. Der Zürcher Bildungsrat hat einen Lösungsvorschlag zur Vernehmlassung freigegeben.
Siehe auch: Artikel im Tages-Anzeiger
Weitere Informationen: Schulblatt 4/2019 des Kantons Zürich (S. 34–35)

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Monitoring über die Weiterbildungsbeteiligung

Die SBFI News 2/2019 enthalten einen Beitrag zum 2017 in Kraft gesetzten Weiterbildungsgesetz. Vorgesehen ist ein Monitoring über die Weiterbildungsbeteiligung und den Weiterbildungsmarkt. Damit soll über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, ob die Entwicklung den gewünschten Verlauf nimmt. Dies betrifft insbesondere Gruppen, bei denen Dysfunktionen in der Weiterbildungsbeteiligung vermutet werden.

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI den Entwurf der Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung Bauleiter/in (Fachrichtungen Hochbau und Tiefbau) mit eidgenössischem Diplom eingereicht. Dazu kommt der Entwurf der Änderung der Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung Komplementär Therapeut/in mit eidgenössischem Diplom.
Bundesblatt vom 25. Juni 2019

Deutschland: Digitalisierung fördert Weiterbildung

Flexible Arbeitsformen nehmen mit steigendem Digitalisierungsgrad zu. Das wirkt sich auf die Anforderungen an die Beschäftigten aus. Je höher der Digitalisierungsgrad eines Betriebes, desto eher nehmen die Beschäftigten an Weiterbildungen teil. Dies sind Ergebnisse einer Befragung des BIBB bei 3500 Betrieben in Deutschland. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen betrieblicher Kompetenzförderung und Technologienutzung.
Siehe auch: BWP-Artikel "Welche Rolle spielt Bildung im digitalen Transformationsprozess?"

EU: Bildungsverständnis von Bildungshäusern im EU-Raum

Eine Arbeitsgruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Bildungshäusern in Deutschland, im Südtirol und in Österreich haben ein Positionspapier mit dem Titel "Dafür engagieren sich die Bildungshäuser und Bildungszentren in Europa" erarbeitet. Darin legen sie ihr gemeinsames Bildungsverständnis für die EU dar.

Mittelschulen und Hochschulen

Bildungshintergrund von Dozierenden an Fachhochschulen

Rund 90% der Dozierenden an Pädagogischen Hochschulen und an Fachhochschulen geben an, dass sie in einem potenziellen zukünftigen Berufsfeld der Studierenden tätig waren oder noch sind. Sie bringen durchschnittlich rund 15 Jahre Praxiserfahrung mit. Rekrutiert werden sie am häufigsten aus den jeweils relevanten Praxisfeldern; selten kommen sie direkt von Universitäten. Dies sind zwei Erkenntnisse einer schweizweiten Dozierendenbefragung der Hochschule Luzern und der Pädagogischen Hochschule Luzern.

Die ETH figurieren unter den 25 besten Universitäten weltweit

Sieben Schweizer Universitäten gehören laut der Einstufung der QS World University Rankings zu den 200 besten der Welt. Die ETHZ nimmt den 7. Platz ein, unmittelbar nach der Universität Cambridge. Die ETHL steht an 22. Stelle. Es folgen die Universitäten Zürich (78.), Genf (108.), Bern (139.), Lausanne (149.) und Basel (160.) Die QS World University Rankings zählen zu den wichtigsten Rankings in diesem Bereich. Es existieren noch andere: das Ranking von Shanghai oder das Times Higher Education World University Ranking (siehe vergleichende Internetseite). Die QS Rankings umfasst unter anderem die Reputation (akademisch und bei Arbeitgebern) und die Häufigkeit zitierter Forschungen.

Buch: Hochschullehre und Industrie 4.0

Die vierte industrielle Revolution verändert auch das Lernen, Lehren und Forschen an Hochschulen. Während Vorlesungen als Videoaufzeichnungen im Moodle-System schon zum Alltag gehören, eröffnen Virtual- und Augmented-Reality-Lösungen ganz andere Möglichkeiten, von cyber-physikalischen Systemen und Remote-Laboren bis zu Studierendengruppen, die über Webkonferenzen zusammenarbeiten. Wie Hochschulen die Lust an der Industrie 4.0 in der Lehre fördern können, ist Thema des Buches "Hochschullehre & Industrie 4.0 – Herausforderungen – Lösungen – Perspektiven" von Tobias Haertel, Claudius Terkowsky, Sigrid Dany, Sabrina Heix.

GE/VD: Universitäre Hochschulen in der Genferseeregion

Die Universitäten Genf und Lausanne sowie die EPFL vereinigen rund einen Drittel aller Studierenden, die an einer universitären Hochschule in der Schweiz immatrikuliert sind. Die Genferseeregion hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen und liegt beim Wachstum der Studierendenzahlen an der Spitze. Dies gilt insbesondere für die global bestens vernetzte EPFL, die in der Deutschschweiz zuweilen für die kleine Schwester der ETHZ gehalten wird. Zwar ist die Lausanner ETH tatsächlich viel jünger als die ETH Zürich, begegnet dieser aber auf Augenhöhe, wie ein Artikel von Avenir Suisse darlegt.

LU: Neuer Bachelorstudiengang "Mobilität und Planung"

An der Fachhochschule Luzern wird auf Herbst 2020 ein neuer interdepartementaler Bachelor-Studiengang "Mobilität und Planung" (Arbeitstitel) angeboten. Er enthält planerische Ansätze, gibt einen Überblick über technische Möglichkeiten, greift Mobilitätsphilosophien auf und lehrt Grundlagen für effiziente Verkehrssysteme sowie Möglichkeiten zum Ändern des Mobilitätsverhaltens. Er wird nach einer Übergangsphase den Major "Mobilität" im Bachelor Business Administration ersetzen.

VS: Ausbau Bachelor-Studiengang Physiotherapie in Leukerbad

Der Standort Leukerbad für den Bachelor-Studiengang Physiotherapie soll erhalten und ausgebaut werden. Das Walliser Parlament hat eine Bürgschaft von 8,7 Millionen Franken mit 90 zu 0 Stimmen angenommen. Es ist vorgesehen, die Kapazität der Schule von heute 120 Studierenden etappenweise auf bis zu 180 Studierende auszuweiten.

Beratung

Nahtstellenbarometer zum Bildungsentscheid der Volksschulabgänger/innen

Im April 2019 standen rund 85'000 Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren vor der Ausbildungswahl nach der obligatorischen Schulzeit, 57% von ihnen haben bereits eine Anschlusslösung. Die Jugendlichen ziehen am häufigsten eine berufliche Grundbildung in Erwägung (51%), Maturitätsschulen sind die zweithäufigste Wahl (33%). Von den männlichen Jugendlichen zieht die Mehrheit eine berufliche Grundbildung in Betracht und deutlich weniger eine Maturitätsschule, bei den Frauen ist es gerade umgekehrt. Diese und viele weitere Informationen (Unterschiede zwischen den Sprachregionen, Rangliste der gewünschten Berufe, Lehrstellenangebot usw.) können dem neuesten Nahtstellenbarometer entnommen werden, das vom SBFI in Auftrag gegeben wurde.
Medienmitteilung

Nationaler Zukunftstag – Seitenwechsel für Mädchen und Jungs

Am 14. November 2019 laden Hunderte von Betrieben, Organisationen, Berufsfachschulen und Hochschulen Mädchen und Jungen der 5. bis 7. Klassen ein, die Vielfalt der Berufswelt zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler wagen jedes Jahr den "Seitenwechsel" und erleben Berufe und Tätigkeiten, in denen ihr Geschlecht untervertreten ist. Sie können an einem Spezialprojekt teilnehmen oder eine erwachsene Person zur Arbeit begleiten. Ein Video auf der Website nationalerzukunftstag.ch erklärt den Seitenwechsel, weitere Informationen zu den Angeboten finden sich ebenfalls auf der Website.

Broschüre: Zwischen Schulbank und Trainingsplatz

Die Broschüre "Zwischen Schulbank und Trainingsplatz" des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) wurde überarbeitet und aktualisiert. Sie informiert Nachwuchsathleten und -athletinnen, deren Eltern, Trainer/innen und Nachwuchsverantwortliche, wie Ausbildung und Spitzensport vereinbart werden können und welche speziellen Ausbildungslösungen in der Schweiz zur Verfügung stehen. Die Broschüre wird in Kürze auch auf Französisch zur Verfügung stehen. Sie kann kostenlos beim SFV unter der Adresse ta-dt@football.ch bestellt oder unter diesem Link elektronisch abgerufen werden.

Berufsbildungsradio: Dritte Staffel

Ab Mitte Juni 2019 gibt es die dritte Staffel von Berufsbildungsradio auf Radio Bern RaBe, Kanal K Aarau, Radio X Basel und Radio Stattfilter Winterthur. In den Podcasts sprechen Lernende und Berufsbildende über ihren Berufsalltag und über ihre Zukunft. Die Radiosendungen richten sich an Menschen, die vor der Berufswahl stehen.

Studie: Wie steht es um die jungen Erwachsenen in der Schweiz?

Rund 30% der jungen Erwachsenen in der Schweiz waren bereits einmal in ihrem Leben mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Dieser Anteil ist in der Deutschschweiz deutlich tiefer als in der Romandie. Junge Erwachsene ohne nachobligatorische Ausbildung sind häufiger mit finanziellen Problemen konfrontiert als jene mit einer Berufsbildung oder Mittelschule. Dies sind ausgewählte Ergebnisse der Eidgenössischen Jugendbefragung ch-x, die Jugendliche alle vier Jahre zu den Lebensbereichen Bildung, Arbeit, Beruf, Gesundheit, Sport und Politik befragt.

Arbeitsmarkt

Berufsprüfungen Arbeitsagogik und Job Coaching auf der Zielgeraden

Auf der Grundlage des Projekts "Berufsfeld- und Bedarfsanalyse im Bereich Arbeitsintegration" hat Savoirsocial je eine Berufsprüfung für Arbeitsagogik und Job Coaching lanciert. Die Qualifikationsprofile liegen nun in einer überarbeiteten Form vor. Ende 2019 sollen die Prüfungsordnungen und Wegleitungen beim SBFI eingereicht werden. Erste vorbereitende Kurse starten voraussichtlich 2020.

Täglich verschwinden und entstehen über 1200 Stellen

Der Schweizer Arbeitsmarkt ist sehr dynamisch, wie eine Studie von economiesuisse zeigt. Gemäss der Studie werden täglich über 1200 Stellen abgebaut, und es entstehen über 1300 neue Stellen. Jedes Jahr werden rund 10% aller Stellen abgebaut und gut 10% der Stellen neu geschaffen. Die öffentliche Wahrnehmung sei aber oft pessimistischer, so economiesuisse. Grund: Die Medien berichteten dreimal so häufig über Stellenabbau wie über Stellenaufbau.

Frauen werden diskriminiert, weil sie schwanger werden können

Frauen, die verheiratet und kinderlos sind und Teilzeit arbeiten wollen, werden seltener zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen als alleinstehende Frauen. Der Grund: Der Arbeitgeber hält die Verheirateten für "gefährdeter", schwanger zu werden. Das ist eines von vielen Ergebnissen eines Experiments mit 9000 fingierten Bewerbungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Interessant ist, dass die Diskriminierung nicht stattfindet, wenn sich Frauen auf Vollzeitstellen bewerben. Es scheint, als würden sich Unternehmen darauf verlassen, dass Bewerbende auf Vollzeitstellen ihre familienbezogenen Herausforderungen "im Griff" haben.

Nur 8% der Schweizer Eltern wollen Vollzeit arbeiten

Nur 8% der Schweizer Eltern würden Vollzeit arbeiten, wenn sie frei wählen könnten (Väter 13%, Mütter 4%). Dies zeigt eine Befragung des Marktforschungsunternehmens Value Quest im Auftrag von Swiss Life. Tatsächlich aber arbeiten heute 76% der befragten Väter und 11% der Mütter Vollzeit. Zum Wunsch nach einem reduzierten Arbeitspensum passt, dass nur 12% der Eltern beruflichen Erfolg als wichtiges Ziel für die nächsten zehn Jahre angeben. Als deutlich erstrebenswerter erachten sie das Führen eines glücklichen Familienlebens (64%) und genügend Zeit für die eigenen Kinder (54%). Die Resultate sind für die befragte Zielgruppe repräsentativ.

Studie: Situation und Leistung der Migrantinnen in der Schweiz

Ob Führungskräfte, Unternehmensleiterinnen oder Hilfsarbeiterinnen, die Migrantinnen tragen wesentlich zum guten Funktionieren der Schweiz bei. Aber welches ist ihr Platz in der Gesellschaft im Verhältnis zu migrierten Männern oder der Schweizer Bevölkerung? Welches sind die Chancen und Barrieren, denen sie begegnen? Welchen Beitrag leisten sie abgesehen vom ökonomischen Aspekt? Im Auftrag der Eidgenössischen Migrationskommission hat die Walliser Hochschule für soziale Arbeit eine Untersuchung zu diesen Fragen durchgeführt. Ausländische Frauen haben vor allem Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt, jedoch nicht wegen mangelnder Ausbildung, die im Schnitt höher ist als jene der Schweizerinnen und vergleichbar mit jener ausländischer Männer.
Medienmitteilung

Expertenpool "Arbeit und Konflikt"

Ein Pool von Expertinnen und Experten unterstützt Unternehmen und Betroffene in heiklen und oftmals überfordernden Situationen wie Mobbing, sexuelle Belästigung, Whistleblowing, Diskriminierung, Burnout und Machtspiele. Nach drei Aufbaujahren hat sich der interdisziplinäre Fachpersonenpool Anfang Juni 2019 als Verein formiert. Die Website bietet eine Vielzahl von kostenlosen Informationen, Checklisten und Merkblättern, Beratungen sind kostenpflichtig.

Bericht der IAO: Geschäfts- und Kaderfrauen weltweit

Im internationalen Schnitt hat die Präsenz von Frauen in Führungspositionen in den letzten Jahren stark zugenommen, ohne dass dieser Zuwachs grosse Veränderungen bei der Zusammensetzung Mann-Frau auf Entscheidungsebene in den Betrieben hervorgerufen hätte. Die Mischung an der Spitze der Hierarchie ist indessen eine gute Geschäftsstrategie, denn sie verbessert Einkünfte, Rentabilität und Produktivität. Diese Angaben sind einem Bericht (in Englisch) der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) zu entnehmen.

Forum der IAO: Lebenslanges Lernen für eine bessere Arbeitszukunft

Ein von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) organisiertes Forum hat die Verbindungen zwischen Beschäftigung und Kompetenzen sowie die nötigen politischen Reformen untersucht, um den künftigen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Delegierte von Angestellten, Arbeitgebern, Regierungen und internationalen Organisationen haben den tiefgreifenden Wandel der Arbeitswelt infolge der demografischen und technologischen Entwicklungen sowie der klimatischen Veränderungen diskutiert. Das Forum hat auch mit Vertretungen des SECO, der Fédération des entreprises romandes und des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds eine Fallstudie zum lebenslangen Lernen in der Schweiz besprochen.
Weitere Informationen (in Englisch)

Berufliche Integration

Bewerbung: Jugendlich aussehen wirkt besser

Personen, die älter aussehen, erzielen bei Bewerbungen weniger gute Ergebnisse als jünger Aussehende. Diese Aussage lässt sich aus einer Studie aus dem Jahr 2017 ziehen, auf die die Zeitschrift "horizonte" aufmerksam macht. Den Studienteilnehmenden – Laien und HR-Fachleute – wurden Lebensläufe mit Porträtfotos vorgelegt, welche die gleichen Kandidierenden entweder im Alter von 30 oder von 50 Jahren (mit einer Software hergestellt) zeigen. Resultat: In allen Settings erhielten älter aussehende Kandidierende tiefere Anstellungsratings als jüngere – unabhängig vom im Lebenslauf vermerkten Jahrgang. Der Einfluss der Gesichtswahrnehmung war somit stärker als derjenige des effektiven Alters.

BE: Broschüre "Flüchtlinge einstellen"

Die Kirchliche Kontaktstelle für Flüchtlingsfragen hat aufgrund gesetzlicher Anpassungen eine neue Broschüre "Flüchtlinge einstellen – Informationen für Unternehmen" für Arbeitgebende im Kanton Bern erstellt. Die wichtigsten Informationen rund um die Einstellung von Personen aus dem Asyl- oder Flüchtlingsbereich werden vermittelt und weiterführende Kontaktadressen werden angegeben. Gedruckte Exemplare der Broschüre können per E-Mail bestellt werden. Eine hilfreiche Übersicht bietet auch die Website jobs4refugees.ch.

Verschiedenes

OECD: Skills-Strategie 2019

Die neue Strategie 2019 der OECD (in Englisch) im Bereich der Kompetenzen berücksichtigt seit 2012 die Umsetzung der Bildung in elf Ländern. Sie integriert auch den Einfluss der Megatrends auf die Kompetenzen, wie Globalisierung, digitaler Wandel, Alterung der Bevölkerung und Migration.