Newsletter vom 22.02.2017

Aktuelle Meldungen vom 22.02.2017

Berufliche Grundbildung

Berufsbildung 2030: Ergebnisse zu den Megatrends

Von Mitte November bis Mitte Dezember 2016 fand auf der Plattform berufsbildung2030.ch eine Abstimmung über die Bedeutung der Megatrends statt. Nun stehen die Ergebnisse des Votings und die ersten Ergebnisse der Diskussion der Megatrends bereit (Stand Dezember 2016): Die Voting-Teilnehmenden schreiben dem Megatrend Digitalisierung die grösste Bedeutung zu, gefolgt von den Megatrends Upskilling, Deindustrialisierung und Globalisierung.

Interpellation: Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der dualen Bildung

Eine im Dezember 2016 eingereichte Interpellation stellt mehrere Fragen bezüglich der Anpassung der Berufslehren an die erhöhten Anforderungen der Wirtschaft angesichts neuer Technologien und der Digitalisierung. Sie erkundigt sich vor allem danach, wie für junge Inhaber/innen des EFZ oder Fachhochschulabsolvent/innen der Zugang zu Führungspositionen gesichert werden kann, da zunehmend Wert auf einen Universitätsabschluss gelegt wird.
Antwort des Bundesrats

Interpellation: Administrative Entlastung von Lehrbetrieben

Auf eine im Dezember 2016 eingereichte Interpellation zur Vereinfachung der Administration für Lehrbetriebe präzisiert der Bundesrat, dass dazu auf verschiedenen Ebenen bereits Massnahmen getroffen worden sind. Er empfiehlt, die Resultate der nächsten Kosten-Nutzen-Studie abzuwarten, deren Publikation auf Herbst 2018 vorgesehen ist.
Antwort des Bundesrats

Vorbereitung auf die WorldSkills 2017: Tagebuch eines Coachings

Sabina Decurtis ist Expertin an den WorldSkills. Sie begleitet und trainiert Irina Tuor, Schweizermeisterin FaGe 2016, bei ihren Vorbereitungen auf den Wettbewerb, der vom 14. bis 19. Oktober 2017 in Abou Dabi, Vereinigte Arabische Emirate, stattfindet. Diese berichtet in einem Blog über die Etappen dieses Abenteuers. Die Liste der 37 Wettkämpfer/innen, die die Schweiz an den WorldSkills vertreten, kann hier abgerufen werden.

IDES: Geschäfte zur Bildung in den Kantonen im Februar 2017

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die aktuellen Geschäfte im Bereich Bildung aufführt. Die Liste enthält neben Geschäften der Berufsbildung/Sekundarstufe II, Weiterbildung und Hochschulen auch solche der obligatorischen Schule.
Parlamentarische Dokumentation zur Bildungspolitik 2/2017
Im Kanton Schwyz hat der Regierungsrat eine Kleine Anfrage zu Case Management Berufsbildung beantwortet.

Dossier zur "Praktikerelite" und zu beruflicher Spitzenleistung

Margrit Stamm, Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education, hat ein Dossier mit dem Titel "Die Top 200 des beruflichen Nachwuchses – Was hinter Medaillengewinnern an Berufsmeisterschaften steckt" online publiziert. Das Dossier zeigt auf, wer diese Menschen sind, was hinter ihren Spitzenleistungen steckt, welche Rolle das Umfeld spielt und wie sich die Spitzenplätze auf ihre berufliche Laufbahn ausgewirkt haben. Die Autorin postuliert, dass es nicht nur um Qualität oder Vielfalt geht, sondern auch um die systematische Entwicklung einer "Praktikerelite".

ICT: Lehrbeginnerbefragung 2016

Der Dachverband ICT-Berufsbildung hat rund 2500 Jugendliche befragt, die 2016 ihre Berufslehre als Informatiker/in oder Mediamatiker/in begonnen haben. Es wurden 965 gültige Fragebogen der Deutsch- und Westschweiz ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen insbesondere, dass der Anteil der Berufsmaturität bei der befragten Kohorte mit 50% weit höher ist als der Anteil der Berufsmaturität in allen Berufen (14%).
Medienmitteilung

Schweiz. Zeitschrift für Heilpädagogik: Depression bei Kindern und Jugendlichen

Die Schweiz. Zeitschrift für Heilpädagogik der SZH behandelt in Ausgabe 02/2017 den Schwerpunkt "Depressionen bei Kindern und Jugendlichen". Die Beiträge gehen unter anderem auf die folgenden Themen ein: Leistungsdruck und Stress (gemäss der vierten Juvenir-Studie fühlt sich fast die Hälfte der jungen Menschen gestresst); Depressionen im Kindes- und Jugendalter und ihre Behandlung; depressive Kinder und Jugendliche im Schulkontext: Gefühlswelten verstehen und soziale Ausgrenzungsrisiken verringern.

GE: Evaluation der zweisprachigen kaufmännischen Grundbildung

Das Genfer Forschungsinstitut SRED (Service genevois de la recherche en éducation) hat den Schlussbericht zur Einführung eines EFZ und einer zweisprachigen Berufsmaturität für den Beruf Kaufmann/Kauffrau publiziert. Eines der Ziele galt der Förderung der dualen Berufsbildung bei multinationalen und internationalen Firmen und Organisationen in Genf. Das SRED gibt mehrere Empfehlungen zur Etablierung und Entwicklung der zweisprachigen Ausbildung französisch-englisch ab, auch um sie auf andere Berufe anzuwenden. Die zweisprachige kaufmännische Grundbildung wird Thema eines Artikels in der Ausgabe 2/2017 der Zeitschrift PANORAMA sein (erscheint am 21. April 2017). Siehe auch das Portal vpet.ch.

GE: Laufbahnen der Passerelle-Absolventen/-innen

Das Genfer Forschungsinstitut SRED (Service genevois de la recherche en éducation) hat eine Analyse der Profile, der Laufbahnen und der Zukunftsvorstellungen der Absolventen/-innen der Passerelle publiziert. Die Passerelle ermöglicht den Übertritt von der Berufsmaturität an eine universitäre Hochschule. Von 666 Jugendlichen, die die Berufsmaturität 2014 abgeschlossen haben, haben 82 die Passerelle genutzt. Der Bereich des Handels ist mit rund drei Vierteln der Diplomierten sehr stark vertreten. Von den befragten Jugendlichen haben 84% ein Universitätsstudium aufgenommen und können dort gut mithalten.

SG: Neuer Leiter des Berufsbildungsamts gewählt

Die St.Galler Regierung hat Bruno Müller zum neuen Leiter des Amts für Berufsbildung gewählt. Er tritt per 1. September 2017 die Nachfolge von Ruedi Giezendanner an, der Ende August 2017 in den Ruhestand tritt. Bruno Müller war bislang bei Swisscom (Schweiz) AG für den Bereich Billing Services und verschiedene andere Aufgaben verantwortlich. Nach einer Berufslehre als Elektromonteur absolvierte Müller ein Elektroingenieur-Studium und hat sich in verschiedenen Bereichen weitergebildet.
Medienmitteilung

Deutschland: Pflege- und Gesundheitspersonal wird knapp

Gemäss einer BIBB-Analyse könnte es in Deutschland zu einem flächendeckenden Engpass in den Pflege- und Gesundheitsberufen kommen. Im Jahr 2035 übersteigt der Arbeitskräftebedarf der Projektionsrechnung zufolge das Angebot um rund 270'000 Personen, u.a. aufgrund einer schwachen Lohnentwicklung und des steten Anstiegs der Nachfrage nach Pflege- und Gesundheitsleistungen. Die Analyse richtet den Blick auch auf mögliche Ausgleichsmechanismen, inbesondere auf die Ausbildung. Das betrachtete Berufsfeld umfasst sämtliche Berufe in der Gesundheitsversorgung ausser Fachärztinnen und Apothekern. Im BWP-Heft 1/2017 finden sich weitere Beiträge zur Entwicklung der Pflegeberufe in Deutschland.

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Parlamentarische Vorstösse betreffend ältere Arbeitnehmende

Vier der während der Dezember-Session 2016 beim Bundesparlament eingereichten Vorstösse betreffen ältere Arbeitnehmende:
- Weiterbildungsoffensive für ältere Arbeitnehmende (Motion 16.4057);
- Weiterbildungsfonds für ältere Arbeitnehmende (Postulat 16.4058);
- Stipendien- und Darlehenssystem für Weiterbildungsmassnahmen bei älteren Arbeitnehmenden (Motion 16.4076);
- Förderung der Grundkompetenzen bei älteren Arbeitnehmenden (Motion 16.4077).
In seiner Antwort vom 1. Februar 2017 auf jeden dieser Vorstösse erachtet der Bundesrat die Anliegen als erfüllt und beantragt deren Ablehnung.

BP und HFP: Umsetzung der finanziellen Unterstützung der Absolvierenden

Das SBFI hat auf seiner Website eine Vorversion der Liste der vorbereitenden Kurse auf eidgenössische Prüfungen aufgeschaltet. Die Liste ist ein zentrales Element für den Übergang von der kantonalen angebotsorientierten Finanzierung zur geplanten subjektorientierten Bundesfinanzierung. Absolvierende von auf der Liste verzeichneten Kursen werden ab 2018 die anrechenbaren Kursgebühren geltend machen und beim Bund Beiträge beantragen können, dies auch rückwirkend für Kurse, die nach dem 1. Januar 2017 begonnen haben. Kursanbieter können noch nicht erfasste vorbereitende Kurse im Verlauf von 2017 an B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung melden.
Der Bundesrat hat den Entwurf zur Umsetzung der finanziellen Unterstützung von Absolvierenden vorbereitender Kurse für eidgenössische Prüfungen in die Vernehmlassung geschickt.

Prüfungsordnung in Vernehmlassung

Die zuständige Organisation der Arbeitswelt hat dem SBFI den Entwurf der Änderung der Prüfungsordnung über die höhere Fachprüfung für Diplomierter Orthopädist/Diplomierte Orthopädistin eingereicht.
Bundesblatt vom 21. Februar 2017

Buch über die Genfer "Université ouvrière"

Die Genfer Arbeiteruniversität (Université ouvrière UOG), ein Weiterbildungszentrum für Erwachsene, bezweckt die Entwicklung einer Grund- und Weiterbildung, hauptsächlich für wenig qualifizierte Personen, um ihre soziale, wirtschaftliche und kulturelle Integration zu fördern. Die UOG hat ihre Tätigkeiten im Laufe der Jahrzehnte aufgefächert und entwickelt. Ein Buch zeichnet in Bild und Text ihre Evolution im Dienste der Arbeiterklasse nach (in Französisch).

Deutschland: Digitale Medien als Helfer bei der Inklusion

Mit einem neuen Förderprogramm hilft in Deutschland das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Barrieren für Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Bildung abzubauen. Der Einsatz digitaler Medien soll es ihnen erleichtern, Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Wer beispielsweise an einigen Tagen das Haus nicht verlassen kann, soll gleichermassen aktiv in das Unterrichtsgeschehen eingebunden werden. Selbstgedrehte Lernvideos, Podcasts oder Virtual-Reality-Brillen können dies möglich machen.

Mittelschulen und Hochschulen

Studierendenverbände wollen Vollmitgliedschaft bei "Erasmus+"

Im Informationsbulletin von 7. Februar 2017 meldet das SBFI, dass aufgrund der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative die Verhandlungen zur Assoziierung der Schweiz am Programm "Erasmus+" ab 2017 sistiert sind. Dies hat heftige Reaktionen bei den Studierenden- und Jugendverbänden hervorgerufen. Mit Unterstützung des Verbands der Schweizer Studierendenschaften hat die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen und einer Vollmitgliedschaft bei "Erasmus+" aufgerufen.

Hochschulen experimentieren mit neuen Lehr- und Lernformen

Die Universität Zürich hat einen Lehrkredit geschaffen, der aus zwei Fördergefässen besteht: Mit dem strategischen Lehrkredit unterstützt die Universitätsleitung Projekte wie Massive Open Online Courses (MOOCs), und mit dem kompetitiven Lehrkredit werden innovative Projekte mitfinanziert. Die Pädagogische Hochschule Bern widmete eine Tagung dem Thema "Selbst organisiertes Lernen" (SOL) und an einer Tagung der ETH Zürich tauschten sich Lehrende zum Thema "Assessment in der Lehre" aus. Die Universität Bern schliesslich hat LernToolKits mit Videos zu Lernstrategien und Lerntipps aufgeschaltet.

NE: Universitärer Master in Innovation

Die Universität Neuenburg bietet ab Herbst 2017 einen Master in Innovation an, der die Kompetenzen ihrer vier Fakultäten vereinigt. Der Master ermöglicht, Innovation mittels Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zu studieren. Der Studiengang besteht aus einem Auffrischungskurs und einem gemeinsamen Bereich von Vorlesungen, gefolgt von drei Fachrichtungen: R&D Management (Forschung und Entwicklung), Innovationsrecht, Innovation und Gesellschaft. Der Master soll den Nachwuchs auf die Beratung von Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen aus der Perspektive "Industrie 4.0" vorbereiten.
Medienmitteilung

ZH: Bewilligung Masterstudiengang Hebamme

Nach dem Berner Schulrat hat nun auch der Zürcher Fachhochschulrat den neuen Masterstudiengang für Hebammen bewilligt. Das berufsbegleitende Studium beginnt im Herbst 2017. Der Studiengang ist eine Kooperation der Berner Fachhochschule BFH und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW: Die Studierenden des MSc Hebamme absolvieren übergeordnete Module gemeinsam mit den Studierenden des MSc in Pflege. Der Unterricht findet in Bern, Winterthur und St. Gallen statt.

Beratung

Studie: Generation Y – die Karriere, die zu mir passt

Schweizer Millennials haben ihre individuelle Laufbahn im Blick, bahnen sich ihren eigenen Weg und bauen jene Fähigkeiten aus, die notwendig sind, um Arbeitsplatzsicherheit zu gewährleisten. Ein Team zu leiten ist keine Priorität, das Einkommen und der Zweck der Tätigkeit sind viel wichtiger. 75% der jungen Menschen würden die Stelle wechseln, wenn man ihnen bei identischem Gehalt die Möglichkeit bieten würde, sich aus- und weiterzubilden. Der zweite Teil der weltweiten Umfrage 2016 über die Generation Y der Manpower Gruppe dokumentiert die Karriereprioritäten dieser Generation und die Art der Fähigkeiten, die sie gerne weiterentwickeln möchte.

Arbeitsmarkt

Studie zu den fünf wichtigsten Recruiting-Trends 2017

Die meisten Unternehmen gehen im Recruiting eher klassische Wege, nur wenige nutzen die neusten technologischen Möglichkeiten. Das zeigt die Studie "Die fünf wichtigsten Recruiting Trends 2017" von Kienbaum Consultants und dem Staufenbiel Institut. So bieten nur wenige Unternehmen One-Click-Bewerbungen an, obwohl digitale Bewerbungskanäle bei Unternehmen am beliebtesten sind. Und an einem Vorstellungsgespräch komme fast keiner vorbei.

Megatrends: Auch für die HR wichtig

Welche HR-Themen durch die Digitalisierung in den Fokus rücken, zeigen mehrere aktuelle Studien, über die haufe.de berichtet. So glauben viele Arbeitgeber, dass zwei Drittel der Jobs, die die Generation der um die Jahrtausendwende Geborenen ausüben werden, heute noch nicht existieren. Entscheidend sei auch, dass das Erlernen neuer Kompetenzen zum festen Bestandteil unserer Arbeit werde. Das setze ganz neue Weiterbildungskonzepte voraus, die in unseren Berufsalltag integriert sind. Auf das Thema "Nationale und internationale Perspektiven auf (Mega-)Trends am Beginn des 21. Jahrhunderts" geht zudem ein AMS-Report ein. Als Megatrends werden genannt: Die Digitalisierung der Arbeitswelt und der Gesellschaft, die Alterung der Bevölkerung und die Verknappung der natürlichen Ressourcen bzw. der Klimawandel.

Bund trifft sich mit Organisationen 50+

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann hat sich letzte Woche zusammen mit Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im SECO, mit Vertretern/-innen der Organisationen 50+ in Bern getroffen. Der Austausch diente der Vorbereitung der dritten nationalen Konferenz "ältere Arbeitnehmende", die am 25. April 2017 in Bern stattfinden wird. Auch Ausgabe 1/2017 der Zeitschrift PANORAMA, welche am 24. Februar 2017 erscheint, richtet den Fokus auf das Thema der älteren Arbeitnehmenden.
Medienmitteilung

BAG: Förderprogramm zur Entlastung von pflegenden und betreuenden Angehörigen

Das Bundesamt für Gesundheit BAG lanciert das Förderprogramm "Weiterentwicklung der Entlastungsangebote für pflegende Angehörige". Das Förderprogramm soll die Situation und die Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen erforschen und dazu dienen, die Unterstützungs- und Entlastungsangebote weiter zu entwickeln. Dies mit dem Ziel, dass sich pflegende Angehörige engagieren können, ohne Einbussen bei ihrer Erwerbstätigkeit zu erleiden. Auch sollen Orientierungshilfen für die Arbeitswelt erarbeitet werden.
Medienmitteilung

GE: Zahlen zur kantonalen Bevorzugung bei Einstellungen

Das Arbeitsamt des Kantons Genf hat Grafiken zur Entwicklung der Rekrutierung von Arbeitsuchenden durch den Kanton, halbstaatliche und private Unternehmen zwischen 2012 und 2016 publiziert. Der für das Arbeitsamt zuständige Staatsrat Mauro Poggia propagiert die "kantonale Bevorzugung" (préférence cantonale) bei Einstellungen. Im Jahr 2015 hat der Kanton 70% Stellenlose auf 835 offene Stellen rekrutiert, 2014 waren es 47% gewesen. Die Zahlen 2016 sind noch nicht verfügbar. Die Entwicklung in den subventionierten Institutionen ist weniger markant: Die Quote der Rekrutierungen von Arbeitslosen betrug 2014 ca. 80%, 2015 und 2016 waren es nur 65%. Der Privatsektor rekrutiert jedes Jahr etwas mehr Arbeitslose: Die Zahl der angestellten Stellensuchenden wuchs von 10'500 im Jahr 2013 auf nahezu 15'000 im Jahr 2016.

Deutschland: Website zum demografischen Wandel

In Deutschland ist eine neue Website zum demografischen Wandel lanciert worden. Demowanda.de versammelt Daten und Fakten aus sechs Ressortforschungseinrichtungen des Bundes, unter anderem aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung. Das unter der Leitung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gebündelte ressortübergreifende Fachwissen ermöglicht erstmals einen umfassenden Blick auf Entwicklungen in Deutschland, die für eine alters- und alternsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt von Bedeutung sind.

Berufliche Integration

IV: Bundesrat will stufenloses Rentensystem einführen

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) verabschiedet. Kinder und Jugendliche mit Geburtsgebrechen sowie deren Familien will die IV künftig enger begleiten. Die Liste der Geburtsgebrechen wird überarbeitet. Junge Menschen sollen nicht als Rentner oder Rentnerin ins Erwachsenenleben starten. Im Gesetz wird verankert, dass eine Rente erst zugesprochen wird, wenn alle Massnahmen zur Eingliederung ausgeschöpft worden sind. Die IV schafft Instrumente, um Jugendliche mit Beeinträchtigungen im Übergang von der Volksschule zur ersten beruflichen Ausbildung zu unterstützen. Schliesslich soll für Neurenten ein stufenloses System eingeführt werden. Im heutigen Rentensystem mit vier Stufen ist es für viele IV-Rentner/innen nicht attraktiv, mehr zu arbeiten, weil sich dadurch ihr verfügbares Einkommen nicht erhöht.

FR: Integrationsprojekt von Micarna ausgezeichnet

Der Preis Migration und Arbeit 2017 ist der Micarna AG Courtepin für ihr Integrationsprojekt "Maflü" verliehen worden, das Personen aus dem Asylbereich eine Berufsausbildung ermöglicht. Das Unternehmen bietet Schnupperpraktika (drei bis fünf Tage), länger dauernde Praktika, Vorlehren (sechs Monate und mehr), Berufslehren (EFZ und EBA), Berufspraktika im Hinblick auf eine Festanstellung von ungelerntem Personal sowie Französischkurse an. Das von der Freiburger Kommission für die Integration von Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention (KMR) ausgezeichnete Projekt soll 30 Flüchtlinge ausbilden. Es wird an zwei Standorten in den Kantonen Freiburg und St.Gallen zweisprachig durchgeführt.
Medienmitteilung