Newsletter vom 15.05.2019

Aktuelle Meldungen vom 15.05.2019

Berufliche Grundbildung

Verbundpartnertagung 2019

Die Verbundpartnertagung 2019 stand ganz im Zeichen von "Berufsbildung 2030". Ziel der Tagung war es, Impulse für laufende und neue Projekte zu gewinnen und sich gegenseitig auszutauschen und zu vernetzen. Zudem wurden gemeinsam sechs Themen in Form von Workshops bearbeitet. Die Zusammenfassungen werden ab 20. Mai 2019 auf dem SBFI-Portal verfügbar sein.

Ein Berufsbild für intelligente Gebäude

Im Februar 2019 hat das SBFI grünes Licht für ein zukunftsweisendes Berufskonzept im Bereich Gebäudeinformatik gegeben. Ursprünglich haben sich vier OdA mit ähnlichen Projekten beworben. Auf Beschluss des SBFI arbeiten seit Anfang 2019 der Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen (VSEI) und ICT-Berufsbildung Schweiz unter dem Projektnamen BeGIN (Berufsentwicklung Gebäudeinformatik) an einer neuen Grundbildung. Ab August 2021 können die ersten Lernenden in der neuen beruflichen Grundbildung ausgebildet werden. 
Medienmitteilung des VSEI

Handbuch betriebliche Grundbildung, 5. Auflage erscheint

Das "Handbuch betriebliche Grundbildung" und das "Lexikon der Berufsbildung" sind in Zusammenarbeit mit dem SBFI und der SBBK aktualisiert worden. Der blaue Ordner ist das Standard-Arbeitsinstrument für Berufsbildungsfachleute, vorab Berufsbildner/innen in Lehrbetrieben. Neu wurde die Qualität des Ordners (Form, Mechanik und Sichthülle) verbessert. Die aktualisierte 5. Auflage wird Ende Mai 2019 ausgeliefert (Französich im Herbst 2019). Anfang Juli 2019 stehen online alle aktualisierten Checklisten, Merkblätter, Formulare, Praxisbeispiele und Grafiken zur Verfügung, ebenso das Stichwortverzeichnis und eine Übersicht über die Änderungen des Handbuchs.
Lexikon der Berufsbildung

Keramiker/in EFZ: Anhörung

Das SBFI unterbreitet die Änderungen der Verordnung über die berufliche Grundbildung und des Bildungsplans für Keramiker/in EFZ zur Stellungnahme. Anhörungsfrist: 30. Juni 2019. Die Unterlagen können hier heruntergeladen werden.

IDES: Geschäfte zur Bildung: Bund und Kantone / Mai 2019

Das Informations- und Dokumentationszentrum IDES der EDK publiziert die umfassende Liste "Parlamentarische Dokumentation", auf der sie die politischen Vorstösse und Geschäfte aufführt, die im Bundesparlament und in den Kantonsparlamenten aktuell im Bereich Bildung behandelt werden. Die Liste enthält Geschäfte der Berufsbildung/Sekundarstufe II, der Weiterbildung, der Hochschulen und der obligatorischen Schule.
Ausgabe 5/2019
Archiv

BFS: Abschlüsse der beruflichen Grundbildung 2018

Laut der Statistik "Berufliche Grundbildung" sind im Jahr 2018 nahezu 70'000 Abschlusszeugnisse ausgestellt worden. Das BFS hat die Basistabellen und die detaillierten Angaben zu den Prüfungskandidatinnen und -kandidaten nach Beruf, Kanton, Typus und Bildungsbereich, Geschlecht und Ausbildungsart veröffentlicht. Mehrere Grafiken illustrieren die Angaben, beispielsweise die Zahl der Abschlüsse nach Ausbildungsfeld.

EHB: Aktuelle Forschungsprojekte

Am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB laufen folgende neue Forschungsprojekte:
- Projekt "Neue Lernkultur und sich verändernde Rolle der Berufsfachschullehrperson im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung"
- Projekt "Der Einfluss von beruflicher Spezifität und der Qualifikationsnachfrage auf den langfristigen Arbeitsmarkterfolg von Berufslehrabsolvierenden"
- Projekt "Unterstützung von Movetia – Schweizer Agentur für Austausch und Mobilität beim Aufbau von Evaluationskultur und -kompetenzen"
- Projekt "Evaluation des Rahmenkonzepts 'Beraten – Fördern – Begleiten' im Kanton Zürich"
- Projekt "Wirkungen der Video-Annotation auf das berufliche Lernen und die Entwicklung von Lehrpersonen"
Gesamtübersicht

Newsletter Berufsbildung von éducation21

éducation21, das nationale Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für Bildung für Nachhaltige Entwicklung, veröffentlicht einen Newsletter für Akteure der Berufsbildung. "news21|Berufsbildung" präsentiert drei- bis viermal jährlich Projekte, Praxisbeispiele, pädagogische Aktivitäten, Lernmedien und Veranstaltungen zur beruflichen Bildung für nachhaltige Entwicklung.

BE: Schulblatt mit Fokus auf den Übergängen

Der Fokus des amtlichen Schulblatts des Kantons Bern Education 2/2019 liegt auf den Übergängen im Bildungssystem. Dazu gehört unter dem Titel "Übergänge meistern" ein ausführliches Interview mit dem Vorsteher des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, Theo Ninck. Zum Thema der Schulabgänger/innen beim Eintritt in die berufliche Grundbildung und in die Arbeitswelt äussern sich sechs Personen aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein weiteres Thema ist die Informatikausbildung 4.0 an der GIBB Bern.

NE: Demission des Chefs des SFPO

Laurent Feuz, Leiter des Amts für nachobligatorische Bildung und Berufsberatung (SFPO) des Kantons Neuenburg, hat seine Demission mit sofortiger Wirkung eingereicht. Die Interimsleitung wird von Laurence Knoepfler Chevalley, bisherige Stellvertreterin von Laurent Feuz, übernommen. Die Stelle als Amtsleiter/in wird demnächst ausgeschrieben.
Medienmitteilung

Höhere Berufsbildung und Weiterbildung

Zweiter "Dialog der Weiterbildung"

Am zweiten "Dialog der Weiterbildung" vom 4. April 2019 in Bern hat das SBFI Möglichkeiten erörtert, die Monitoring-Instrumente der Weiterbildung durch eine neue Wahl der Indikatoren zu vervollständigen. Die Veranstaltung gab den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, ihre Sichtweisen zur Digitalisierung auszutauschen und ihre Prioritäten dazu vorzustellen.
Präsentationen

Prüfungsordnungen in Vernehmlassung

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben dem SBFI die Entwürfe zu folgenden Prüfungsordnungen eingereicht: Berufsprüfung Holzbau-Polier/in, Holzbau-Vorarbeiter/in, Zivilstandsbeamter/-beamtin, je mit eidgenössischem Fachausweis, sowie höhere Fachprüfung für Führungsexperte/-expertin Justizvollzug mit eidgenössischem Diplom und Diplomierter/Diplomierte Holzbaumeister/in.
Bundesblatt vom 7. Mai und 14. Mai 2019

Aufhebung eines Reglements

Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt haben entschieden, die Prüfungsordnung über die Höhere Fachprüfung für Diplomierter Tourismus-Experte/Diplomierte Tourismus-Expertin vom 14. Dezember 2005 per 30. Juni 2019 aufzuheben.
Bundesblatt vom 14. Mai 2019

Konferenz des SVEB: Credo des Bundes für die Weiterbildung

An der bildungspolitischen Tagung des SVEB hat sich Bundesrat Guy Parmelin erstmals zur Sicht des Bundes zur Weiterbildung geäussert. Er hat eingeräumt, dass Verbesserungen notwendig sind, denn nicht alle Schweizer beteiligen sich im gleichen Masse an der Weiterbildung. Von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen sind wenig eingebunden. Abschliessend hat er darauf hingewiesen, dass, auch wenn der Staat die Rahmenbedingungen schafft, jeder Einzelne für seine eigene Weiterbildung verantwortlich ist. 
Weitere Informationen: NZZ

Mittelschulen und Hochschulen

BFS: Statistik der Maturitäten 2018

2018 konnten bei den allgemeinbildenden Ausbildungen auf der Sekundarstufe II rund 42'000 erfolgreiche Abschlüsse verbucht werden. Gegenüber dem Jahr 2000 ist das eine Zunahme von nahezu 75%. Verantwortlich für diesen starken Zuwachs sind hauptsächlich die Berufsmaturitätszeugnisse, die sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt haben. Der Frauenanteil hat sich bei den allgemeinbildenden Ausbildungen von 2000 bis 2018 insgesamt erhöht (von 53% auf 57%). Bei den gymnasialen Maturitäten stieg er von 54% auf 59% und bei den Berufsmaturitäten von 36% auf 47%. Diese Zahlen finden sich auf der Website des BFS.

BFS: Mehr als ein Drittel der Stadtbevölkerung mit höherer Bildung

In den Schweizer Städten leben immer mehr Personen mit einem höheren Berufsbildungs- oder Hochschulabschluss. Dies geht aus neuen, vom Schweizerischen Städteverband und vom BFS publizierten Statistiken hervor. In den Grossstädten haben heute 41,3% der Bevölkerung einen Tertiärabschluss. Bei den 172 untersuchten Städten und städtischen Gemeinden sind es immer noch 32,1%. Die beiden Werte liegen über dem schweizerischen Durchschnitt von 28,6%.
Medienmitteilung

Förderung von Frauen in Forschungs- und Führungspositionen

Wie wird eine angemessene Vertretung von Frauen in Forschungs- und Führungspositionen erreicht? Die Institutionen und die akademische Kultur müssen sich verändern, nicht die Wissenschaftlerinnen. Das ist die Botschaft von SNF und PRIMA, dem Förderungsinstrument für exzellente Wissenschaftlerinnen. Der SNF hat sein gemeinsam mit PRIMA entwickeltes neues Leadership-Programm lanciert. Der Erhöhung des Frauenanteils an der ETH widmet sich zudem ein Artikel in der NZZ.

Motion: Daten zum Studienerfolg publizieren

Eine Motion verlangt, Daten zum Studienverlauf von Maturandinnen und Maturanden an Schweizer Hochschulen zu publizieren. Der Nationalrat hatte der Motion mit 181 zu 3 Stimmen zugestimmt, die Bildungskommission des Ständerats hat die Motion abgelehnt. Die Kommission ist der Meinung, dass zwischen Studienverlauf und der Qualität von Gymnasien kein einfacher Kausalzusammenhang hergestellt werden dürfe. Ein erfolgreicher Studienverlauf hänge erwiesenermassen von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Kommission hegt deshalb Zweifel am Nutzen einer bundesseitigen Veröffentlichung dieser Daten und der Erstellung eines entsprechenden Rankings.
Medienmitteilung

Laufbahn als Biomedical Engineer

Technische Lösungen für klinische Probleme entwickeln: uniaktuell.unibe.ch informiert über den Masterstudiengang Biomedical Engineering der Universität Bern und der Berner Fachhochschule und veranschaulicht die Ziele des Studiengangs mit Laufbahnbeispielen.

LU: Wirtschaftswissenschaften auf Masterstufe

Im Herbst 2019 startet der erste Masterstudiengang in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Luzern. Studierende mit Bachelordiplom einer schweizerischen Universität in Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre können ohne Auflagen neben betriebs- und volkswirtschaftlichen Modulen ihre Veranstaltungen frei aus dem gesamten Masterangebot der Fakultät zusammenstellen oder eine von drei Spezialisierungen wählen: Marktorientierte Unternehmensführung, Gesundheitsökonomie und -management sowie Politische Ökonomie. Studieninteressierte können sich bis Ende August anmelden.

Beratung

profunda-suisse: Fachtagung und Generalversammlung

An der Fachtagung des Verbandes profunda-suisse vom 4. April 2019 sprachen Andreas Hirschi (Universität Bern), Sabina Giger (SBFI) und Daniel Reumiller (KBSB-Präsident) über aktuelle Entwicklungen in der BSLB. Die von Isabelle Zuppiger (Verbandspräsidentin) moderierte Podiumsdiskussion thematisierte die nationale BSLB-Strategie und die Finanzierung von (inter-)kantonalen Projekten durch den Bund. An der anschliessenden 6. Generalversammlung wurden unter anderem der Zuwachs an Mitgliedern und das Projekt der ethischen Leitlinien beschrieben, die Statutenrevision genehmigt sowie Beatrice Kunovits als Ehrenmitglied aufgenommen.
Bericht zur Fachtagung

Psychologische Forschung: Psychoscope Blog

Um den Dialog zwischen Wissenschaft und psychologischer Praxis zu fördern, hat die Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen (FSP) ein neues Portal für Forschungsnachrichten lanciert, den "Psychoscope Blog". Er wird von einer Reihe von Korrespondentinnen und Korrespondenten gespeist, die aktuelle Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften verfolgen. Einer der ersten Beiträge gilt dem Einfluss der Affekte, die im Zusammenhang mit Geschehnissen am Arbeitsplatz eintreten.
Weitere Informationen

Studie zur physischen und mentalen Lebensqualität

Personen mit einer höheren Ausbildung schätzen ihre physische Gesundheit als höher ein als Personen mit einer weniger hohen Ausbildung. Verglichen mit anderen Ländern ist die physische Gesundheit in der Schweiz besser, während die mentale Lebensqualität schlechter ist. Dies sind ausgewählte Ergebnisse einer Studie der Universität Luzern, in der die Lebensqualität in der Schweiz mit einem standardisierten Fragebogen untersucht wurde.

Deutschland: Umsetzungshilfen Arbeit 4.0

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Prävention 4.0" wurden 78 Hilfen zur Gestaltung der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz entwickelt. Die Umsetzungshilfen unterstützen bei der Integration von autonomen technischen Systemen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, wie einzelne oder verkettete smarte Arbeitsmittel, selbstfahrende Fahrzeuge, smarte Personaleinsatzplanung, Messenger-Dienste. Sie decken eine Vielfalt an Themen ab, unter anderem die Datensicherheit, den Datenschutz und die Personalführung. Die Umsetzungshilfen richten sich an Experten, Beraterinnen und interessierte Akteure in Unternehmen.

Arbeitsmarkt

Medienberichte zur Situation älterer Arbeitsloser

"Wir haben heute keinen würdigen Umgang mit älteren Erwerbslosen", schreibt SKOS-Präsident Felix Wolffers in einem Gastkommentar in der NZZ. Der Arbeitsmarkt schliesse diese Menschen in einem erschreckenden Ausmass aus. Auch die Sendung "Forum" von Radio SRF 1 hat sich mit der Frage befasst, ob ältere Arbeitnehmende auf Jobsuche chancenlos seien. Schliesslich ist ein Beitrag der NZZ im Nachgang zur Konferenz für ältere Arbeitnehmende lesenswert. Darin sagt Andreas Rudolph, Geschäftsführer Lee Hecht Harrison, dass Personalverantwortliche Ü-50-Arbeitnehmer oft als "Wettbewerbsnachteil" sähen.

Zunahme der Erwerbsquote von Flüchtlingen in der Schweiz

Laut den letzten Angaben des Staatssekretariats für Migration (SEM) ist die Erwerbsquote von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen in der Schweiz in einem Jahr eindeutig gestiegen. Ende März 2019 hatten mehr als 32% der Flüchtlinge eine Arbeitsstelle, ein Jahr zuvor waren es weniger als 27% (Differenz von 5000 Flüchtlingen). Bei den vorläufig Aufgenommenen stieg die Erwerbsquote seit 2018 von 31% auf über 37%. Das SEM führt diese positive Entwicklung auf verstärkte Integrationsmassnahmen, zum Beispiel auf die Integrationsvorlehre, zurück. Die meisten arbeitenden Flüchtlinge sind jedoch von Sozialhilfe abhängig, weil ihre Anstellungen unsicher sind und ihnen keine finanzielle Autonomie ermöglichen.
Weitere Informationen

Digitale Berufe in der Westschweiz

Die Vereinigung Westschweizer Unternehmen Genf hat die Publikation "Les métiers du digital en Suisse romande" veröffentlicht. Die Studie hatte zum Ziel, die in der Romandie ausgeübten digitalen Berufe sowie den Rekrutierungsbedarf zu ermitteln. Dazu wurden rund 200 Stellenangebote analysiert. Die Zeitschrift PANORAMA berichtete in der Ausgabe 5/2018 über dieses Thema.

Studie: Mehr Kindertagesstätten ermöglichen Müttern mehr zu arbeiten

Eine Studie evaluierte die Veränderungen der Erwerbsteilnahme infolge des Impulsprogramms des Bundes zur vermehrten Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen. Zehn Jahre nach der Lancierung des Programms konnten vor allem die Frauen aus Kantonen, die sich intensiver am Bundesprogramm beteiligten, ihre Arbeitszeit leicht erhöhen (+2% arbeiteten nun zwischen 20 und 36 Stunden pro Woche). Dabei handelte es sich hauptsächlich um bereits arbeitstätige Frauen mit einer Ausbildung auf der Sekundarstufe II, mit zwei Kindern und in einer Partnerschaft lebend. Allerdings haben benachteiligte Gruppen wie alleinerziehende Mütter, kinderreiche Familien oder Frauen mit niedrigem Bildungsstand nicht vom Programm profitieren können. Die Studie führt dennoch mehrere Gründe für eine Weiterführung der Expansion der familienergänzenden Kinderbetreuungspolitik an.
Weitere Informationen: "Die Volkswirtschaft"

Das Drama einer Fabrikschliessung – der Film "En Guerre"

Im südfranzösischen Agen droht dem Werk der Perrin-Industrie, dem einzigen grösseren Arbeitgeber der Region, die Schliessung. Die 1100 Angestellten, angeführt von ihrem Wortführer Laurent (Vincent Lindon), beschliessen, gegen den Entscheid zu kämpfen – und sind dabei zu allen Mitteln bereit. Das ist die Geschichte des Films "En Guerre", der seit Anfang Mai 2019 in den Kinos der Deutschschweiz zu sehen ist.

VD: Uber wird vom Arbeitsgericht als Arbeitgeber betrachtet

Das Lausanner Arbeitsgericht hat Uber dazu verurteilt, einen Chauffeur wegen ungerechtfertigter Entlassung zu entschädigen. Laut Gericht war dieser angestellt und nicht selbständig erwerbend. Es ist das erste Mal, dass ein Schweizer Gericht einem ehemaligen Uber-Chauffeur diesen Status zuerkennt. Wird das Urteil nach einem wahrscheinlichen Einspruch von Uber bestätigt und rechtskräftig, müsste das multinationale US-Unternehmen Sozial- und Unfallversicherungsbeiträge, Krankheitsurlaube und Ferien an Hunderte von Chauffeuren in der ganzen Schweiz bezahlen. Bereits im März 2018 haben SECO und Unia diese Meinung vertreten.
Weitere Informationen: SRF info

Deutschland: Trennungsrisiko missglückter Berufseinstieg

Viele junge Paare fiebern dem Berufseinstieg entgegen, um endlich ein unabhängiges Leben zu zweit beginnen zu können. Doch tatsächlich wird diese Zeit des Umbruchs für manche Partnerschaften zur Belastungsprobe. Vor allem bei jungen Männern, denen der Berufseinstieg misslingt, ist die Trennungsrate deutlich erhöht. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Studie aus Deutschland.

Berufliche Integration

Massnahmenplan zur Integration älterer Stellensuchender

Die kantonalen Arbeitsmarktbehörden haben den Auftrag, zusammen mit dem SECO und unter Einbezug der Sozialpartner einen Aktionsplan zu erarbeiten, wie die Beratungs-, Wiedereingliederungs- und Vermittlungsdienstleistungen der RAV zu Gunsten der älteren Stellensuchenden gestärkt werden können. Dies ist das wichtigste Ergebnis der 5. Nationalen Konferenz "Ältere Arbeitnehmende" vom 3. Mai 2019.
Reaktionen: Travail.Suisse, SGB, SKOS, Avenir50plus Schweiz

Bestandesaufnahme AMM für über 50-Jährige

Es ist grundsätzlich vorteilhaft, wenn ältere und jüngere Stellensuchende gemeinsam an arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) teilnehmen. Diese Auffassung wird in einer neuen Bestandesaufnahme aller AMM für über 50-Jährige Stellensuchende in den Kantonen bestätigt. Dennoch setzen elf Kantone ergänzend kollektive Kurse speziell für ältere Stellensuchende an. Insgesamt zeigt sich zudem, dass bei über 50-Jährigen Einarbeitungszuschüsse deutlich intensiver eingesetzt werden. Ebenso werden Einzelcoachings häufiger genutzt.

Noch immer Altersangaben in Stellenausschreibungen

Laut Daten des Stellenmarkt-Monitors der Universität Zürich enthielten 2018 rund 5% der untersuchten Inserate Altersangaben, das sind einige Tausend Stellen pro Jahr. Dies schreibt die NZZ. Von 2006 bis 2010 ist dieser Anteil im Mittel noch rund dreimal so hoch gewesen, in den letzten vier Jahren ist der rückläufige Trend aber zum Stoppen gekommen. In Deutschland sind Altersangaben in Stelleninseraten verboten. Der Bundesrat würde in einem Verbot eine Beschränkung der unternehmerischen Freiheit sehen, wie er 2017 als Antwort auf eine entsprechende Motion im Parlament schrieb.

Förderung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Erwerbsleben

Die April-Ausgabe 2019 des Newsletters des Eidgenössischen Büros für Menschen mit Behinderungen (EBGB) befasst sich mit dem Schwerpunktthema "Gleichstellung und Arbeit". Sie enthält eine Meta-Analyse der Faktoren, die nachweislich die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen fördern oder behindern. Der Newsletter erwähnt auch einige laufende Projekte, beispielsweise:
- "Arbeitsmarkt inklusiv" von Blindspot
- "iPunkt+" (Schweizer Label für Arbeitgeber mit barrierefreiem Arbeitsumfeld)
- "Diversity & Inclusion" von MindStep
- "Peer Weiterbildung für Menschen mit Behinderung" des Vereins mensch-zuerst schweiz

Verschiedenes

Movetia: Jahresbericht 2018

Gemäss dem Jahresbericht der Agentur Movetia ist der nationale Klassen- und Einzelaustausch im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen. Der Austausch innerhalb Europas verzeichnet ein Wachstum von sieben Prozent. Im Bericht werden zwölf interagierende Handlungsfelder unterschieden, die von den Zielen der nationalen Strategie über die Vergabe von Fördermitteln bis zum Einsatz von Kommunikationsinstrumenten reichen.
Medienmitteilung
Jahresbericht 2018
Statistik 2018

SDBB: Jahresbericht 2018

Der Jahresbericht 2018 des SDBB ist erschienen. Der Bericht bietet einen Überblick über die Aktivitäten, das Personal und die Finanzierung des SDBB, das auch diesen Newsletter und die Zeitschrift PANORAMA herausgibt. Der Bericht ist online verfügbar.