Ausgabe 02 | 2017

Fokus

Flüchtlinge

Von der Alphabetisierungsklasse bis zum Universitätsstudium: Arbeitsintegration durch Bildung ist ein Gebot der Stunde. Eine Bestandesaufnahme.

Es gibt noch viel zu tun

In den letzten Jahren sind in der Schweiz die verschiedensten Programme entstanden, die die Arbeitsmarktfähigkeit von geflüchteten Personen verbessern wollen. Die Erwerbsquote ist allerdings immer noch tief.

Fit werden für die Schweizer Arbeitswelt

Die Kantone organisieren die Betreuung, Ausbildung, Berufsberatung und berufliche Integration von jungen Flüchtlingen selber. Der Kanton Genf beispielsweise musste sein Angebot von einer Alphabetisierungsklasse auf zehn Klassen erweitern.

Ein Jahr lang für eine Lehre üben

Im August 2018 startet die Integrationsvorlehre für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen. Im Rahmen der einjährigen Ausbildung sollen zuerst 800, dann 1000 Personen auf eine berufliche Grundbildung vorbereitet werden. Das Staatssekretariat für Migration hat im März 2017 die formale Ausschreibung an die Kantone publiziert.

Damit der WTO-Unterhändler nicht Taxifahrer wird

Flüchtlinge, die ihr Studium im Herkunftsland unterbrochen haben, werden nicht gerade ermutigt, ihre Studienlaufbahn in der Schweiz weiterzuverfolgen. Die Anerkennung der erbrachten Studienleistungen ist schwierig. Um Flüchtlingen den Zugang zum Studium zu erleichtern, stellen einige Hochschulen spezielle Programme bereit, so auch die Universität Genf.

Berufsbildung

Lernen, wann und wie es richtig ist

Im Kanton Bern werden jedes Jahr rund 250 Informatiklernende ausgebildet. Die Wirtschaft braucht aber doppelt so viele. Jetzt wird die Informatiklehre reformiert: Die schulische Bildung soll nicht mehr zu fixen Zeitpunkten stattfinden und auch ausserhalb der Schule absolviert werden können. Das Interesse am Projekt ist gross.

AHVN13 birgt enormes Analysepotenzial

Mit der neuen dreizehnstelligen AHV-Nummer ist es möglich, breit angelegte Analysen von Bildungsverläufen durchzuführen. Das Bundesamt für Statistik BFS schöpft dieses neue Potenzial aus.

Berufsbildung in einer internationalen Stadt

In Genf können angehende Kaufleute ihre Lehre zweisprachig (Französisch/Englisch) absolvieren und gleichzeitig ein EFZ und die Berufsmaturität erlangen. Sie erhöhen so ihre Arbeitsmarktchancen und die Unternehmen lernen das Schweizer Berufsbildungssystem kennen.

Berufsberatung

Humor als Werkzeug in der Berufsberatung

Wie setzen Berufsberaterinnen und Berufsberater Humor ein? Diese Frage hat die Universität Lausanne in Zusammenarbeit mit der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons Waadt untersucht.

FaGe und FaBe: Sprungbrett oder Sackgasse?

Die Laufbahnen im Gesundheitsbereich unterscheiden sich deutlich von denjenigen im Sozialbereich. Das kann mit den Arbeitsbedingungen und dem Bildungsangebot erklärt werden.

Arbeitsmarkt

Ein Amt erhält ein Gesicht

Die Vermittlung von Stellensuchenden gelingt den RAV besser, wenn sie persönliche Kontakte zu den Arbeitgebern pflegen. Auf dieser Erkenntnis basiert ein Strategiepapier des VSAA, und einige Kantone haben dazu bereits interessante Modelle entwickelt.

Ausländische statt weibliche Arbeitskräfte

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Schweiz, anders als zum Beispiel Schweden, auf Einwanderer statt auf weibliche Arbeitskräfte. Welche Gründe und Folgen hatte diese Entscheidung?

Nächste Ausgabe

Nr. 3 | 2017
Risiko

In der nächsten Ausgabe: Wie eine Streifenpolizistin, ein Stuntman und ein Chirurge mit ihrem Berufsrisiko umgehen. Was die Forschung über die Risikogruppe der Langzeitarbeitslosen weiss. Warum Jungunternehmer/innen ihr Scheitern an «Fuck-up-Nights» feiern.