Ausgabe 04 | 2016

Fokus

Bürokratie

Ein Schimpfwort und seine Facetten.

«Die Hälfte würde reichen»

Auch in der öffentlichen Arbeitsvermittlung sind sie zu hören, die Klagen über zu viel Büro­kratie. Der Verband Arbeitsintegration Schweiz führt dazu sogar eine Umfrage durch, um im Kampf gegen die Bürokratie gute Argumente zu bekommen. Dennoch sind sich alle einig: Ohne Bürokratie keine Qualität.

Ausschreibung von arbeitsmarktlichen Massnahmen

Arbeitsmarktliche Massnahmen ab einem gewissen Volumen müssen wohl schon bald öffentlich ausgeschrieben werden, unter Umständen international. PANORAMA hat einen Kantonsvertreter und einen Anbieter zu ihren Erfahrungen mit Submissionen befragt.

Administrative Belastung: ein echtes Problem?

Der Aufwand, den Betriebe für die Ausbildung von Lernenden auf sich nehmen müssen, sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Die Ursachen sind unter anderem in der Komplexität des Systems zu finden. Ein Überblick.

Zwischen Datenbanken, Statistiken und Dossiers

Berufs-, Studien- und Laufbahnberatende müssen die erbrachten Leistungen für andere Fachleute, Politiker und für statistische Zwecke festhalten. Der damit verbundene administrative Aufwand hängt von der Anzahl Beratungssitzungen, dem Zielpublikum und vom Arbeitsumfeld ab. Eine Bestandesaufnahme in acht Punkten.

Von der Beamten- zur Controllingbürokratie

Die staatlich verordnete Bildungsoptimierung führt dazu, dass eine neue Bürokratie geschaffen wird, unter der letztlich sowohl die Qualität der Bildung als auch die Motivation der Lehrpersonen leidet.

Die Nöte der Verwaltungs­angestellten

Aufgrund der Reformen und Veränderungen in den letzten 20 Jahren mussten Angestellte im öffentlichen Dienst ihre Identität und Motivation infrage stellen. Sie setzen auf ver­schiedene Strategien, um die neuen Anforderungen und ihre eigenen Werte miteinander in Einklang zu bringen.

Berufsbildung

Was aus EBA-Absolventen wird

Die zweijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) hat sich gut etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Durchlässigkeit im Schweizer Berufsbildungssystem. Dies zeigt die «Evaluation EBA II». Allerdings ist der Einstieg in den Arbeitsmarkt nach einem EBA schwieriger als nach einem EFZ.

Rücktritt auf dem Höhepunkt

Es gibt Leute, die Gegenwind zum Steigflug nutzen. Das Bild ist abgegriffen. Aber es passt auf André Schläfli, der in 25 Jahren aus dem SVEB, dem Verband für Weiterbildung, ein gut funktionierendes Unternehmen geformt hat. Jetzt geht André Schläfli in Pension – obwohl er noch einige unerledigte Aufgaben sieht.

Berufsberatung

Ein halb voller Geldtopf

Der EDK-SVB-Innovationsfonds unterstützt Projekte der Berufs-, Studien- und Laufbahn­beratung. Noch sind 215 000 Franken zu verteilen. Neuartige Ideen ausserhalb des Kerngeschäfts und eine gute Vernetzung erhöhen die Chancen.

Opfer der Ausbildungsvielfalt

Seit fünf Jahren gibt es ein Validierungsverfahren, das zum Abschluss als Berufsberater/in führt. Es stiess bei seiner Einführung auf grosses Interesse, doch angesichts von neuen Aus­bildungsmöglichkeiten ist die Nachfrage gesunken.

Arbeitsmarkt

«Arbeit hat enormes Potenzial»

Arbeit bringt Struktur ins Leben von gefährdeten Personen, sorgt für Erfolgserlebnisse, stiftet Beziehungen und bildet weiter. Die Arbeitsagogik versucht, dieses Potenzial systematisch zu nutzen. Dario Togni-Wetzel hat ein Buch darüber geschrieben.

Der Berner RAV-Kulturwandel findet Anklang

Die öffentliche Arbeitsvermittlung im Kanton Bern gestaltet seit 2013 ihre Dienstleistungen für Kundinnen und Partner individueller und bedarfsgerechter. In einer Evaluation zeigt sich, dass die Strategie auf grosse Zustimmung stösst: Über 85 Prozent der Kunden sind mit dem RAV zufrieden oder sehr zufrieden.

Nächste Ausgabe

Nr. 5 | 2016
Kleinstberufe

Im nächsten Heft: Mit welchen spezifischen Problemen Kleinstberufe kämpfen und Lösungen dazu. Wie eine Branche ihren Bedarf an hochspezialisierten Berufsleuten decken will und wie Personen mit seltenen Berufen im RAV und im BIZ beraten werden.