Ausgabe 04 | 2017

Fokus

Berufliche Selbstständigkeit

Wer sind die Gründer/innen, und wer unterstützt sie? Wie fördern die Berufsfachschulen «Entrepreuneurship»? Warum sind Selbstständige so schlecht abgesichert?

«Die Arbeitnehmergesellschaft ist noch nicht am Ende»

Bringen Digitalisierung und Globalisierung das gängige Erwerbs- und Arbeitsmarktmodell ins Wanken? Sind Uber-Fahrer Scheinselbstständige? Wie steht es um den sozialen Schutz der Selbstständigerwerbenden? Diese Fragen stellte PANORAMA Jean-Michel Bonvin, Professor für Sozialpolitik in Genf.

«Selbstständige müssen wissen, was sie antreibt»

Viele Menschen entscheiden sich eines Tages, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Vernetzung mit anderen und in der Selbsterkenntnis, sagt Geneviève Morand, Gründerin von Coworking Spaces und eines Netzwerks in der Romandie.

Noch in den Kinderschuhen

Eine systematische Gründungsausbildung, die es Lernenden an Berufsfachschulen ermöglicht, ihre unternehmerischen Talente zu entdecken und sich unternehmerisches Handwerkszeug anzueignen, gibt es derzeit nicht. Dabei würden davon nicht nur zukünftige Gründer/innen profitieren, sondern auch zukünftige Arbeitnehmende und deren Betriebe.

Berufsbildung

Qualitätssteigerung mit Auszeichnung

In manchen Lehrbetrieben ist die Ausbildungsqualität ungenügend. Immer mehr Branchen nehmen das Problem ernst und versuchen, mit Wettbewerben, Tagungen oder Coachings die Qualität zu steigern. Der Schweizerische Carrosserieverband (VSCI) hat damit sogar eine Auszeichnung gewonnen, den «Enterprize».

Auf eine Austausch- und Mobilitätskultur hinarbeiten

Die neue nationale Agentur Movetia hat sich der Förderung von Austausch und Mobilität von der Volksschul- bis zur Hochschulstufe verschrieben. In der Berufsbildung ist die Zahl der Lernenden, die ins Ausland gehen, noch bescheiden.

Berufsberatung

Selfies für die Berufsfindung nutzen

Mit der neuen App «Berufs-Check» erleben Jugendliche den ersten Kontakt mit der Berufsberatung als spielerisch und motivierend. Die App dient als Einstieg in den Berufsfindungs-prozess und soll zur Auseinandersetzung mit der Berufswahl anregen.

Arbeitsmarkt

«Heute ist jedermann Online-Reputationsrisiken ausgesetzt»

Mit den sozialen Netzwerken wird die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben durchlässiger. Die Online-Reputation spielt heute auch bei der Personalrekrutierung eine Rolle. Die französische Soziologin Constance Georgy hat sich in ihrer Dissertation mit dieser Thematik beschäftigt.

Aus 1200 Projekten das richtige auswählen

Seit 20 Jahren bietet das nationale Qualifizierungsprogramm BNF stellensuchenden Hochschulabgängern Fachberatungen und Kurse an. Ausserdem eröffnet es ihnen den Zugang zu rund 1200 Projektvorschlägen. Ein Bericht aus der BNF-Zweigstelle in Lausanne.

Die neuen Opfer des Fortschritts

Die Automatisierung der Arbeit liess viele einfache Jobs verschwinden, während neue Stellen mit hohen Anforderungen entstanden. Jetzt bedroht die Digitalisierung das mittlere Kader. Dies ist eine Erkenntnis aus einer Tagung von «Arbeitsintegration Schweiz».

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Nr. 5 | 2017
Staatlich – privat

Was unterscheidet staatliche und private Akteure in der Berufsbildung, in der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung und in der Arbeitsvermittlung? Wir fragen unter anderem die, die es wissen müssen: Arbeitnehmende, die vom Staat in die Privatwirtschaft gewechselt haben. Und solche, die den umgekehrten Weg gegangen sind.