Ausgabe 05 | 2017

Fokus

Staatlich – privat

Was berichten Arbeitnehmende, die die Seite gewechselt haben? Ist die Verbundpartnerschaft so golden, wie sie glänzt? Werden arbeitsmarktliche Massnahmen sinnvoll vergeben?

Verschiedene Welten?

Staat und Wirtschaft folgen unterschiedlichen Logiken und für Arbeitnehmende haben beide ihre Vor- und Nachteile. Ein Wechsel vom Staat in die Wirtschaft oder umgekehrt ist möglich und trägt zum gegenseitigen Verständnis bei.

Zwischen Staat und Markt

Die Entwicklung der Berufsbildung lässt sich entlang des Verhältnisses von privater Aktivität und staatlicher Regelung beschreiben. Es galt, die Wettbewerbsfähigkeit des Gewerbes zu erhalten und die Lehrlinge zu schützen. Diese Aufgaben stärkten letztlich den Staat.

Administration bremst Innovation

Bildungs- und Eingliederungsprogramme erhalten von den Behörden starre Vorgaben, und die Aufträge werden immer wieder neu ausgeschrieben. Dies behindert die Innovationskraft und die stetige Verbesserung der Massnahmen.

Berufsbildung

Nachholbildung für Erwachsene: zwei Auslegeordnungen

In der Schweiz gibt es beinahe eine halbe Million Erwachsene über 25 Jahre, die keinen Abschluss auf der Sekundarstufe II aufweisen. Zwei neue Studien beleuchten die Bedeutung der Nachholbildung für Arbeitgebende und für Arbeitnehmende.

«Nie dagewesenes Finanzierungsprojekt»

Das SBFI unterstützt ab 2018 Personen, die sich auf eine Berufs- oder Höhere Fachprüfung vorbereiten, direkt. Dafür stehen pro Jahr bis zu 135 Millionen Franken zur Verfügung. Der Bund hofft, dass damit mehr Fachkräfte ausgebildet werden. Aber das Projekt könnte auch unerwünschte Effekte haben, wie der Verantwortliche beim SBFI, Rémy Hübschi, darlegt.

Berufsberatung

«Empfehlung anhand von Interessen und Fähigkeiten ist überholt»

Grégoire Évéquoz, Generaldirektor des Amts für Berufsberatung, Berufs- und Weiterbildung (OFPC) des Kantons Genf, geht Ende November 2017 in den vorzeitigen Ruhestand. Mit PANORAMA blickt er zurück auf einige seiner Projekte und spricht über die Entwicklung der Berufsberatung sowie der Berufs- und Weiterbildung.

Karriere-Ressourcen erfassen, Laufbahnberatung verbessern

Eine moderne Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung sollte Ratsuchenden dabei helfen, laufbahnbezogene Ressourcen zu entwickeln und anzuwenden. Mit dem Karriere-Ressourcen- Fragebogen steht dafür ein neues, wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Verfügung.

Arbeitsmarkt

Das Engagement der Kantone ist sehr unterschiedlich

Die Caritas hat im Rahmen ihres aktuellen Armutsmonitorings die Kantone zu deren Engagement in der beruflichen Integration befragt. Nur gerade sechs Kantone haben eine Strategie in diesem Bereich entwickelt. Die meisten beschränken sich auf eine möglichst rasche Wiedereingliederung von Erwerbslosen.

So verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt

Digitalisierung und Vernetzung lösen eine vierte industrielle Revolution aus. Bisher hat diese zu einem Wachstum der Beschäftigten mit hoher und geringer Qualifikation geführt, während ein Rückgang der Beschäftigten mit mittlerer Qualifikation zu verzeichnen ist. Aber wie sieht es in Zukunft aus? Eine neue Studie fasst das aktuelle Wissen zusammen und stellt Prognosen.

Nächste Ausgabe

Nr. 6 | 2017
Kader

Jürg Eggenberger, Direktor der Schweizerischen Kaderorganisation (SKO), über die heutigen Anforderungen an Führungskräfte. Eine Recherche zur Arbeitslosigkeit von Kadern und was die RAV für sie im Angebot haben. Schliesslich: Trotz vielen Massnahmen hat sich der Frauenanteil in den Chefetagen kaum verändert. Warum eigentlich?