PANORAMA: Die Fachzeitschrift

Die Zeitschrift PANORAMA informiert Sie über aktuelle Entwicklungen, politische Einschätzungen, Praxiserfahrungen und Studienergebnisse aus den Themenkreisen «Berufsbildung», «Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung» und «Arbeitsmarkt». Mit ihren von wechselnden Fachautoren verfassten Artikeln ist PANORAMA in der Schweiz die Basis für die Meinungsbildung unter den angesprochenen Spezialistinnen und Spezialisten. Eine zentrale Rolle im Redaktionskonzept spielt der «Fokus-Teil», in dem Themen bereichsübergreifend aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. PANORAMA erscheint 6x im Jahr.
 

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PANORAMA Aktuelle Ausgabe

Editorial

Die Integration der Gesundheitsberufe in das gängige Schema des schweizerischen Berufsbildungssystems ist nach zehn Jahren weit fortgeschritten. Dies nehmen wir zum Anlass, einmal nachzufragen, wie involvierte Fachkräfte und Arbeitgeber die Reform aus heutiger Sicht beurteilen: Konnten alte Problematiken gelöst werden? Wie kommt die neue Bildungssystematik in der Praxis an?

Fokus

Um dem stetig steigenden Personalbedarf gerecht zu werden, braucht es ein bedarfsorientiertes und attraktives Bildungsangebot, geschicktes Bildungsmarketing und massgeschneiderte Einsatzkonzepte in den Betrieben.

Das Berner Universitätsspital Insel sucht in einem Grossprojekt die richtige Teamzusammensetzung für jede Station herauszufinden. Die Aufgabe ist anspruchsvoll “ wegen der neuen Berufsprofile und vielen weiteren Faktoren.

In der dualen Grundbildung im Gesundheitswesen schliessen die Lernenden ihren Ausbildungsvertrag wie in den anderen Branchen mit dem Betrieb ab. Im Kantonsspital St. Gallen wurde das Lehrortsprinzip auch in der höheren Fachschule (HF) installiert.

Die Laufbahnberatung im Berufsfeld Gesundheit erfolgt unter speziellen Vorzeichen. Dazu gehören häufig Verschleisserscheinungen und Unsicherheiten im Hinblick auf mögliche Weiterbildungen oder einen Berufswechsel.

Um der wachsenden Komplexität im Pflegebereich besser begegnen zu können und aufgrund der steigenden Nachfrage für akademische Ausbildungen bei den Jugendlichen bevorzugt man in der Romandie Gesundheitsausbildungen auf Hochschulstufe.

Berufsbildung

Nur wenige der in Ausbildung befindlichen Fachleute Gesundheit planen, längere Zeit als «FaGe» zu arbeiten. Für viele ist die Ausbildung eine Station auf dem Weg zu einer höheren Ausbildung. Die Karriereabsichten unterscheiden sich je nach Versorgungsbereich deutlich.

Die tiefe Maturitätsquote in der Schweiz zeuge von Bildungsverachtung schrieb Philipp Sarasin in einer Publikation der Kantonsschule Zug. Die provokative These lenkte ab von anderen, differenzierteren

Eine Berufsbildungskooperation mit Indien ermöglicht es Schweizer Unternehmen, vor Ort hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu rekrutieren. Junge Menschen erhalten die Möglichkeit, eine solide, an der Schweizer Berufsausbildung orientierte Ausbildung zu absolvieren.

Chandra Kumar, Leiter der Agentur Skillsonics, sorgt als Projektleiter der Berufsbildungsinitiative Schweiz“Indien vor Ort für die Umsetzung des Projekts und den Transfer des Schweizer Berufsbildungsmodells.‚”‚Interview: Claudia Lippuner

Berufsberatung

Ein neues, webbasiertes Instrument misst die Veränderungen und die Wirkung von Beratungen. Die Applikation kann auch für die Inter- oder Supervision verwendet werden. Erste Auswertungen zeigen hohe positive Veränderungseffekte.


Um Jugendlichen mit Problemen bei der beruflichen Eingliederung zu helfen, ihre nachobligatorische Ausbildung abzuschliessen, wurde in den fünf regionalen Beratungszentren des Kantons Waadt ein ämterübergreifendes Angebot geschaffen: die «Guichets de la transition 1». 


Der neue Master-Studiengang in Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung polarisiert, weil er nicht in der Psychologie angesiedelt ist. KBSB-Präsidentin Isabelle Zuppiger Ritter spricht über dessen Entstehung und plädiert für eine Öffnung des Angebots.

In einer Masterarbeit wurden das Wohlbefinden und die Arbeitsmarktzufriedenheit von Berufsberaterinnen untersucht. Je nach Einsatzgebiet und gemessenen Kriterien zeigen sich deutliche Unterschiede. 


Arbeitsmarkt

Im ersten Vergleich von RAV, die dem gleichen Cluster angehören (vgl. PANORAMA 1/2012), werden zwei kleine, ländliche Stellen mit niedriger Zugangsquote und hohem Saisonarbeitsanteil vorgestellt.

Die Stiftung «Integration für alle» (IPT) betreut jährlich rund 2300 Personen. IPT-Stiftungsleiter Marc Genilloud erklärt, wie seine Organisation der sich verändernden Nachfrage nach Betreuungsleistungen begegnet.

Standort- und Stellenbewerbungskurse sind die wichtigsten Bildungsmassnahmen im Rahmen der ALV. Sie helfen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nicht zertifizierte Kompetenzen zu erkennen und diese auf dem Arbeitsmarkt zu verwerten.

Ausblick

Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat sich verändert. Der wirtschaftliche Druck ist gestiegen. Einen Beruf, eine Anstellung auf Lebzeiten kann niemand mehr garantieren. Welche Kompetenzen helfen heute noch, eine Laufbahn zu gestalten? Was tun die Berufsbildung und die Branchenverbände?  — PANORAMA NR. 3  2012 erscheint am 22. Juni 2012.