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6/2005
Dezember 2005
Der Übergang von der Lehre in den Beruf
Daniel Fleischmann
Jugendarbeitslosigkeit – der andere Kopf der Schlange
Rolf Dubs
Die duale Lehre überlebt nur, wenn sie trial wird
Die Zahl der Jugendlichen, die ohne Arbeit sind, wird auch in den nächsten Jahren nicht abnehmen. Eine Möglichkeit, ihre Situation zu verbessern, bietet die Idee einer in zwei Phasen gegliederten Berufslehre. Die zweite Phase würde eine arbeitsmarkt-gerechte, vertiefende Ausbildung erlauben. Leider reagierten die Berufsverbände bisher wenig interessiert.
Daniel Fleischmann
Laufbahnbegleitung in allen Berufsfachschulen
In diesem Jahr ist das Projekt «get job now» mit 85 Schulklassen durchgeführt worden - Panorama berichtete in der letzten Ausgabe kurz darüber. Nun ist klar, dass das Projekt unter der Führung des erfahrenen Berufsberaters Reinhard Schmid weitergeführt und sämtlichen Berufsfachschulen etabliert werden soll. Schmid war schon Autor des Lehrmittels «Lehrling wie weiter?»
Bernhard Weber
Jugendarbeitslosigkeit ist erster Linie konjunkturbedingt
Wenn die Wirtschaft kränkelt, husten als Erste die Jugendlichen. Sie sind die wirklichen Opfer, wenn Personalabbau «sozialverträglich» durchgeführt wird und natürliche Abgänge nicht durch junge Kräfte ersetzt werden. Dennoch ist ihre Situation nicht ausweglos: Mit acht Prozent ist die Zahl der arbetslosen Jugendlichen, die länger als ein Jahr ohne Anstellung bleiben, doch relativ gering.
Fabrice Plomb
Wenn die Zukunft weniger verspricht als die Gegenwart
Die Bedingungen für den Zugang zum Arbeitsmarkt haben sich seit Anfang der 90er Jahre dramatisch verändert. Bei ihrer Berufswahl, ihrer Kontaktaufnahme mit der Arbeitswelt und ihren Selbstständigkeitsbestrebungen bekommen die Jugendlichen heute die Spannungen zu spüren, die durch den strukturellen Wandel nach der langen Krise der 90er Jahre hervorgerufen wurden.
Daniel Fleischmann
Schluss mit dem Dogma der Vollbeschäftigung
Die Arbeitsgesellschaft kann keine dauerhafte Vollbeschäftigung mehr garantieren, auch nicht auf Stufe berufliche Ausbildung und Erstanstellung, ist die Bildungswissenschaftlerin Margrit Stamm überzeugt. Das heisst, dass wir uns damit abfinden müssen, dass das Berufsleben nicht linear verläuft, sondern auch Stagnation, Unterbrüche oder gar Rückfälle enthalten kann. Davon sind wir alle betroffen.
Pierre-Yves Puippe
SQUF– Unterstützung der Wirtschaft in Berufsbildungsfragen
Um die verfügbaren Mittel und das Fachwissen im Bereich der Berufsbildung zu koordinieren, haben zwei Arbeitgeberverbände ein Projekt ausgearbeitet, das die Organisationen der Arbeitswelt im Hinblick auf die Einführung des neuen Berufsbildungsgesetzes informieren, anregen und unterstützen soll. Daraus ist das Netzwerk der Wirtschaft für Berufsbildungsfragen, kurz SQUF, entstanden.
Emil Wettstein
Baden wird vom Industriestandort zur Bildungsstadt
Grosse Investitionen ermöglichen eine Konzentration verschiedenster Institutionen im „Berufsbildungszentrum Baden-Nord“. Verbunden mit einem beeindruckenden Engagement für neue Formen der Aus- und Weiterbildung könnte Baden zu einem Zentrum der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit grosser Ausstrahlung werden.
Berufsbildung in Kürze
Subventionen schaffen keine Lehrstellen / Frankreich: Sonntagsarbeit für Lehrlinge / Weiterbildung für Stellenlose / 53 Prozent / Secondos ohne abgeschlossene Ausbildung
Jürg Tucci
Wirkung verbessern – Kosten senken
Mit einer konsequenten Fokussierung auf Wirkung und einer Neudefinition der Kundengruppen baut der Kanton Solothurn seine Arbeitsmarktmassnahmen (AMM) radikal um. Er berücksichtigt in seinem Angebot insbesondere die veränderte berufliche Zusammensetzung der Arbeitslosen und die Verschiebungen bei der Beschäftigtenstruktur. Dadurch sollen die Stellensuchenden rascher in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Yves Flückiger
Grenzgänger und Arbeitslosigkeit : Kein Zusammenhang
Entgegen einer weit verbreiteten Meinung sind Grenzgänger nicht die Ursache der hohen Arbeitslosenquote im Kanton Genf – eine These, die Yves Perrin, Leiter des kantonalen Arbeitsamtes, mit Zahlen und Fakten untermauert. Diese werden vertieft durch Untersuchungen des Genfer Wirtschaftsprofessors Yves Flückiger.
Fabio Aspali
Gute Noten für die Arbeitslosenkassen
Über drei Viertel der Bezügerinnen und Bezüger sind mit den Arbeitslosenkassen (ALK) zufrieden oder sehr zufrieden. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Umfrage (1), welche das LINK Institut im Auftrag des Staatssekretariates für Wirtschaft (seco) durchgeführt hat. Weitere Massnahmen sollen die Kundenzufriedenheit steigern. Verbesserungen sind beispielsweise bei den Wartezeiten erforderlich.
Arbeitsmarkt in Kürze
Kaderaustausch Schweiz-Deutschland / Selbstbewusste Kaderfrauen / Mehr Lehrerinnen als Lehrer / Rund 400’000 Unterbeschäftigte / Ältere im Arbeitsmarkt
René Schneebeli
Laufbahnberatung nähert sich der Organisationsberatung
Als der Kanton Baselland 1999 im Rahmen einer Bildungsoffensive das Projekt Fit im Job lancierte, sollten vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Impulse für ihre Personalentwicklung erhalten. Was damals als breit angelegtes politisches Programm verstanden wurde, erscheint heute als moderne Antwort auf aktuelle Lernbedürfnisse an der Schnittstelle von Bildung und Beschäftigung.
Ruth Baumann
BSB für Insider
Jeder Berufszweig hat seine spezifischen Abkürzungen, welche meistens nur Insider verstehen. Das nachfolgende Gespräch zwischen einer Berufsberaterin und einem Berufsberater bringt Ihnen mehr Klarheit über dieses sprachliche Phänomen. Raten Sie mal! Falls Sie nicht herausfinden, was die Abkürzungen bedeuten, finden Sie am Schluss ein Glossar dazu.
Berufsberatung in Kürze
RAP – ein Mittel zur Berufsfindung / Berufsberatung: Umstrittenes «erweitertes Angebot» / Berufsberatung Bern schliesst Standorte / Zufrieden mit BIZ Bern
Daniel Jungo
Richtigstellung zur Kritik am "diagnostischen Grundkoffer"
Neue Publikationen
Emil Wettstein
Berufsbildung für 80% der Betriebe
Zu den Aufsätzen in diesem Heft


ibasis