Berufsbildung aktuell - Ausgabe 13 15.11.1999
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Inhalt:
1. Sanitaetsdirektorenkonferenz: Neue Chefin Berufsbildung
2. Neue Pruefungsvorschriften in der Weiterbildung
3. Fachhochschulen: Frauenbeauftragte
4. Erfolgreiche Werbung fuer die BMS in der Westschweiz
5. 35. Berufsweltmeisterschaften in Montreal
6. Qualifikationen im Militaer fuer die zivile Laufbahn
7. Wiiter cho! Ein Gesamtkonzept fuer den Einsatz der Schnupperlehre
8. Genf: Zusammenarbeit bei der Suchtpraevention
9. Waadt: Verkuerzte Berufsausbildung fuer Gymnasiasten
10. Pruefungsexperten geehrt
11. Anerkennung von informellem Lernen in Norwegen
12. Vor der ersten Berufswahl
13. Erfahrungsaustauschgruppe Verbunde
14. Presseschau: Bildungspolitik im Vordergrund
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1. Sanitaetsdirektorenkonferenz: Neue Chefin Berufsbildung
pm. Marianne Amiet, Chefin des Bereichs Berufsbildung, verlaesst auf Ende
1999 das Zentralsekretariat der Schweizerischen
Sanitaetsdirektorenkonferenz, um als Geschaeftsfuehrerin der
Schweizerischen Modulzentrale (SMZ) die modulare berufliche Weiterbildung
voranzutreiben. Die Nachfolge als Chefin des Bereichs Berufsbildung der SDK
wird Cornelia Oertle Buerki antreten, bisher im Sekretariat der
Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) taetig, wo sie stellvertretende
Leiterin der Sektion "Internationales" ist und nationale Projekte mit
Schwerpunkten in den Bereichen "Fremdsprachen" und "Gesundheitsfoerderung"
geleitet hat.
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2. Neue Pruefungsvorschriften in der Weiterbildung
wt. Das Bundesamt fuer Berufsbildung und Technologie (BBT) hat am 2.
November die Reglemente fuer die Hoehere Fachpruefung
Baubiologe/Bauoekologe sowie fuer die Berufspruefungen
Baubiologe/Bauoekologe in den Fachrichtungen Planung, Handwerk oder
Verkauf/Handel in Vernehmlassung gegeben. Die Pruefungsvorschriften fuer
Baeckerei-Konditorei (HFP), Chef/in Baecker-Konditor (BP) und Hauswart/in
(BP) wurden revidiert.
Die Reglementsentwuerfe koennen beim BBT angefordert werden.
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3. Fachhochschulen: Frauenbeauftragte
df. Am 9. und 10. November fuehrte das Bundesamt fuer Berufsbildung und
Technologie (BBT) in Bern den ersten Fachhochschulkongress durch.
In seiner Ansprache machte Hans Sieber namentlich auf die Untervertretung
der Frauen in Forschung und Lehre aufmerksam. Dem BBT stehen 10 Mio.
Franken zur Verfuegung, um dieser "Verschwendung von Ressourcen" Abhilfe zu
schaffen. Hans Sieber stellte einen "Aktionsplan zur Chancengleichheit von
Frauen und Maennern an den Fachhochschulen" vor. Unter anderem sollen
unverzueglich Stellen fuer Gleichstellungsbeauftragte geschaffen werden.
Ein Ausschuss aus 5 bis 6 Expertinnen und Experten soll Projekte der
Fachhochschulen zur Frauenfoerderung begutachten - und allenfalls zur
Finanzierung empfehlen.
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4. Erfolgreiche Werbung fuer die BMS in der Westschweiz
VD. Unerwartet grossen Erfolg hatte die Werbekampagne der CRFP fuer die
Berufsmittelschule. Im Kanton Waadt stieg die Zahl der Einschreibungen in
die Berufsmittelschule technischer Richtung 1999 um 51% gegenueber dem
Vorjahr. Aehnliches gilt fuer die anderen Westschweizer Kantone. Dies ist
eine wichtige Reaktion auf die Hinweise der FHS-Vertretungen, die eine
Stagnation oder sogar einen Rueckgang der Zahl der Studierenden feststellen
und staerkt den "Koenigsweg" zur Fachhochschule.
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5. 35. Berufsweltmeisterschaften in Montreal
Rund 2'300 Personen aus allen Kontinenten haben sich angemeldet,
darunter 630 junge Berufsleute aus 38 verschiedenen Berufen und gegen
580 Experten. Dieser Grossanlass beginnt am 4. November und findet mit
einem Fest am 17. November seinen Abschluss.
Die Organisation der Weltmeisterschaften ist vergleichbar mit dem Aufbau
einer Welt-Firma mit 630 Top-Angestellten aus 38 Berufen, einschliesslich
der Einrichtung der Hallen und der Bereitstellung der technischen
Infrastrukturen. Auftraege (Pruefungsaufgaben) werden definiert und
ausgefuehrt, die Produkte von Kunden (Experten) uebernommen und geprueft.
Anstelle von Geld erhalten die Fachleute allerdings Diplome und Medaillen.
Info: http://www.ivto.com
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6. Qualifikationen im Militaer fuer die zivile Laufbahn
pm. Das Schweizerische Qualifikationsbuch wurde kuerzlich in
Unteroffiziers- und Offiziersschulen eingefuehrt. Ziel ist, die
Fuehrungsausbildung und die Ausbildung zum Ausbilder im Zivilleben geltend
zu machen.
Unteroffiziere und Offiziersschueler sollen zukuenftig auch ein Zertifikat
ueber ihre militaerische Ausbildung erhalten, das von ziviler Seite
anerkannt wird. Angestrebt wird das SVEB-Diplom fuer erworbene
Fuehrungsausbildung, Ausbildung als Ausbilder und Fachausbildung.
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7. Wiiter cho! Ein Gesamtkonzept fuer den Einsatz der Schnupperlehre
ao. Obwalden beschreitet mit der Broschuere "Wiiter cho!" neue Wege.
Vorgestellt werden die Leitideen zur Kooperation der Berufs- und
Schulwahl, zehn Kontaktformen zwischen Schule und Betrieb, neue Weisungen
zur Schnupperlehre, der Vorschlag fuer einen Schnupperlehrvertrag sowie
eine Arbeitshilfe fuer Betriebe.
Eine gemischte Arbeitsgruppe, unter Leitung der Berufs- und
Weiterbildungsberatung, erarbeitete die Broschuere mit der Absicht, dass
die Schnupperlehre gezielt eingesetzt und alternative Kontaktformen zur
serioesen Vorbereitung und Auswertung der Schnupperlehre genutzt werden.
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8. Genf: Zusammenarbeit bei der Suchtpraevention
JCL/wt. Die Garagen Emil Frey haben Urintests bei Lehrlingen durchgefuehrt,
um allfaelligen Drogengebrauch festzustellen. Das Genfer
Erziehungsdepartement hat sich gegen diese Kontrollen ausgesprochen. An
einem Treffen der Direktion des Berufsbildungsamtes Genf mit der Leitung
der Garagen Emil Frey wurde nun beschlossen, ein Praeventionskonzept fuer
das gesamte Personal der Garagen Emil Frey zu entwickeln. In der
entsprechenden Arbeitsgruppe werden das Genfer Amt fuer Berufsbildung, der
Service de santé de la jeunesse von Genf sowie die Personalabteilung und
die Genfer Leitung der Garagen Emil Frey vertreten sein.
Info: Jean-Charles Lathion, OOFT Genève.
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9. Waadt: Verkuerzte Berufsausbildung fuer Gymnasiasten
VD. Als "formation professionnelles accélérées" lancierte der Kanton Waadt
1996 eine Moeglichkeit, in kuerzerer Zeit zum Faehigkeitszeugnis zu
gelangen: Wer die Diplommittelschule oder das Gymnasium erfolgreich
absolviert hat, kann bereits nach einer zweijaehrigen Lehrzeit zur
Lehrabschlusspruefung antreten. Mit Faehigkeitszeugnis und
allgemeinbildendem Abschluss stehen dann die Fachhochschulen offen. 1999
haben im Kanton Waadt 120 ehemalige Mittelschueler einen der neun Berufe
gewaehlt, in den die "FPA" angeboten wird.
Vergleiche auch: "Apprentissage accélérées" in Mediendienst Nr 14, Juni
1999 - im Internet zu finden unter:
http://www.dbk.ch/Mediendienst/14/kombination.htm
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10. Pruefungsexperten geehrt
ao. Das Baselbieter Amt fuer Berufsbildung und Berufsberatung und die
gewerblich-industrielle Pruefungskommission haben am 10. November in
Liestal 23 Experten der gewerblich-industriellen Lehrabschlusspruefungen
geehrt, welche heuer auf ihr 20-, 25-, oder 30-Jahr-Dienstjubilaeum
zurueckblicken. Diese Feier wurde zum ersten Mal durch die
Wirtschaftskammer der KMU, Gewerbeverband Baselland, unterstuetzt.
Info: Pressedienst Amt fuer Berufsbildung und Berufsberatung, 4410 Liestal,
Willi Wenger, Tel. 061 927 28 50.
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11. Anerkennung von informellem Lernen in Norwegen
wt. Norwegen hat dieses Jahr ein Gesetz erlassen, wonach «non-formal
learning» anerkannt wird als Voraussetzung fuer die Zulassung zu hoeheren
Schulen. Neben beruflicher Taetigkeit im In- und Ausland werden auch
Aktivitaeten im oeffentlichen Leben und in der Wohlfahrt beruecksichtigt.
Selbst ein Eintritt in hoehere Semester von Universitaeten ist auf diese
Weise moeglich. Mitarbeiter des Erziehungsministeriums beschreiben als
Beispiel einen Mann, der lediglich ueber sieben Jahre formelle Schulbildung
verfuegt und trotzdem ein Studium in Politologie aufnehmen koennte -
basierend auf seiner politischen Taetigkeit: Er ist seit einigen Jahren als
Erziehungsminister von Norwegen taetig.
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12. Vor der ersten Berufswahl
df. Die Internetseite www.berufsberatung.ch hat ein neues Element erhalten:
"Vor der ersten Berufswahl". Das Angebot richtet sich an Schuelerinnen und
Schueler in den zwei letzten Schuljahren der obligatorischen Schulzeit und
ihre Eltern. Darin eingeschlossen ist ein Fahrplan fuer Jugendliche (Tipps
fuer Jugendliche), der zeigen soll, zu welchem Zeitpunkt welche Schritte
bei der Lehrstellensuche faellig sind; in einem zweiten Teil erhalten
Eltern einen Ueberblick, wie sie ihre Kinder in dieser Zeit unterstuetzen
koennen.
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13. Erfahrungsaustauschgruppe Verbunde
Die DBK-Projektgruppe Ausbildungsverbunde hat die Schaffung einer
schweizerischen ERFA-Gruppe Verbunde initialisiert, der zur Zeit 19
Mitglieder aus 10 Kantonen angehoeren, die selber Ausbildungsverbunde oder
Projekte zur Schaffung von Ausbildungsverbunden leiten. Die ERFA-Gruppe
will unter den Mitgliedern den Gedanken- und Erfahrungsaustausch pflegen,
sich beim weiteren Ausbau der Verbunde gegenseitig unterstuetzen und zur
weiteren Verbreitung der Verbundidee zur quantitativen und qualitativen
Weiterentwicklung der Berufsbildung beitragen.
Am 5. November 1999 hat sich die ERFA-Gruppe Verbunde anlaesslich der 2.
Mitgliederversammlung in Zug eine definitive Struktur gegeben.
Markus Knobel, der bisherige interimistische Praesident konnte die Leitung
dem neu gewaehlten Praesidenten, Ruedi Stockmann, Geschaeftsleiter des
Bernisch-Zentralschweizerischen Ausbildungsverbundes BZAV uebergeben.
Sekretaer ist Alfred Meier, Lehrstellenbeauftragter des Kantons Zug. Als
Bindeglied zur DBK wurde Werner Buehrer, Amt fuer Berufsbildung des Kantons
Schaffhausen gewaehlt. Die Arbeitsrichtlinien des ERFA-Gruppe und die
Mitgliederliste koennen beim Alfred Meier, Amt fuer Berufsbildung,
Aabachstrasse 1, mailto:alfred.meier.@vd.zg.ch oder Fax. 041 728 51 59
bestellt werden. Personen, die sich mit Verbundkonzepten befassen, sind als
Neumitglieder herzlich willkommen.
(Quelle: Paul Knobel)
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14. Presseschau: Bildungspolitik im Vordergrund
wt. Zwei bildungspolitische Themen stehen im Vordergrund des Interesses:
Die Einreichung der Lehrstelleninitiative und der Abschluss der
Vernehmlassung zum neuen Berufsbildungsgesetz. Weiter wird ueber die
Lehrstellensituation berichtet: Die Lage bessert sich, nach wie vor
bestehen aber Engpaesse. Eine Sportler-Lehre, unterschiedliche Bedingungen
fuer Frauen und Maenner, der Alltag in der Berufsausbildung und
Weiterbildung in Modulen sind einige weitere Themen, die von den Medien in
den letzten zwei Wochen aufgegriffen wurden.
Die Presseschau finden Sie hier.
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