Berufsbildung aktuell - Ausgabe 11
18.10.1999
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Inhalt:
1. Fachhochschul-Kongress
2. Broschuere Fachhochschulen
3. Baukastensystem: Wie weiter?
4. Lehrstelleninitiative zustande gekommen
5. Umsetzung der Bildungssystematik fuer Gesundheitsberufe
6. Allgemeinbildender Unterricht: Entlastung Projektleiter
7. Zukunft der Arbeitsmarktmassnahmen
8. Statistisches zur Berufsbildung
9. Neue Lehrmittel zur Berufswahl in 14 Sprachen
10. Altenpflege - notwendig, aber als Beruf ohne Perspektive
11. Presseschau
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1. Fachhochschul-Kongress
wt. Das Bundesamt fuer Berufsbildung und Technologie (BBT) und der
Fachhochschulrat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen
Erziehungsdirektoren (EDK) fuehren am 9. und 10. November 1999 in Bern
einen FH-Kongress durch.
Hauptthemen:
- Die FH muessen fit werden fuer ihren erweiterten Leistungsauftrag.
- Der Bildungsfoederalismus muss erneuert werden. Es braucht effizientere
Managementformen, um die "Verbundaufgabe FH-Aufbau" zu loesen.
Der Kongress soll den Informationsgleichstand unter den Akteuren des
FH-Aufbaus herstellen, Moeglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur
Diskussion ueber anstehende Aufgaben geben. Er richtet sich an die
Leitungen aller FH und ihrer Teilschulen, an Dozentinnen und Dozenten
dieser Schulen, an Angehoerige der Traegerschaften der FH, FH-Fachpersonal
in den Kantonen und weitere Interessierte. Naehere Informationen und
Anmeldemoeglichkeiten auf der Web-Seite http://www.admin.ch/bbt/CONGRESS
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2. Broschuere Fachhochschulen
df. Das Bundesamt fuer Berufsbildung und Technologie BBT hat eine neue
Broschuere mit dem Titel "Fachhochschulen FH - Ziel 2003" geschaffen. Sie
gibt einen Ueberblick ueber die rechtlichen Voraussetzungen fuer die
Schaffung und die Aufgaben von Fachhochschulen. Eine tabellarische
Darstellung zeigt in uebersichtlicher Weise, in welcher der insgesamt
sieben Fachhochschul-Regionen welche Fachrichtungen studiert werden
koennen. Die Broschuere ist kostenlos zu beziehen beim BBT, Fax 031 324 92
47, zuhanden Frau Ariane Bertaudon, oder
mailto:fachhochschulen@bbt.admin.ch
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3. Baukastensystem: Wie weiter?
df. Fuer das schweizerische Baukastensystem beginnt der Uebergang in die
Betriebsphase. Bis zur Inkraftsetzung des revidierten
Berufsbildungsgesetzes etwa im Jahre 2003 befindet sich das Baukastensystem
zwar noch in einer Uebergangsphase. Es wird aber bereits an diversen
strategischen Zielen weitergearbeitet. Gemaess Info 1/99 der Modulzentrale
sind dies vor allem: Schaffung der gesetzlichen Grundlagen, Umbau von
Organisation und Struktur (Modulzentrale, Traegerverein, BEKOM),
Finanzierung, Oeffentlichkeitsarbeit, Qualitaetsentwicklung,
wissenschaftliche Begleitung, Pilotversuche im Bereich Grundbildung,
Qualifizierung der Beteiligten.
Fuer bisherige Kunden der Modulzentrale wird eine angepasste Vertragsbasis
erarbeitet, die mindestens bis zur Einfuehrung des neuen
Berufsbildungsgesetzes dauert.
Der Schlussbericht der Projektleitung ueber die Pilotphase wurde bei
Verbaenden und Institutionen in Vernehmlassung geschickt. Diese
Stellungnahmen sollen dazu beitragen, weitere Grundlagen fuer die
Implementierung des Baukastensystems zu erhalten.
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4. Lehrstelleninitiative zustande gekommen
wt. Ueber 130'000 Schweizerinnen und Schweizer haben die Initiative lipa
der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbaende (SAJV) und
weiterer gewerkschaftlicher, linker und gruener Organisationen
unterzeichnet. Die Initiative verlangt die Einrichtung eines
Berufsbildungfonds: Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, bezahlen in
diesen Fonds einen nach der Zahl ihrer Beschaeftigten berechneten Beitrag.
Naeheres: http://www.sgb.ch/juko/lipa.html
Stellungnahmen zur Einreichung der Initiative:
http://www.dbk.ch/Mediendienst/4/lehrstelleninitiative.htm
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5. Umsetzung der Bildungssystematik fuer Gesundheitsberufe
wt. Am 20. Mai hat bekanntlich die Sanitaetsdirektoren-Konferenz eine
Bildungssystematik fuer Gesundheitsberufe verabschiedet (vgl. Presseschau
99/1 und www.dbk.ch/Mediendienst/14/intro.html). Nun wurde eine
Expertengruppe eingesetzt, die Vorschlaege fuer die konkrete Ausgestaltung
der darin vorgesehenen Ausbildungsgefaesse ausarbeiten soll.
Sie besteht aus Res Marty (Projektleiter), Bildung & Beratung, Altendorf,
Deborah Urbach, Ecole de soins infirmiers de Subriez, Vevey und Fabian
Schwab, Departement Berufsbildung SRK, Wabern.
Zu den breit gestreuten Aufgaben gehoert die Erarbeitung von
Ausbildungszielen eines oder mehrerer Faehigkeitsausweise im Fachbereich
Gesundheit, Soziales und eventuell Hauswirtschaft. Weiter werden
Vorschlaege zum institutionellen Rahmen (Lehre, Berufsfachschule) fuer die
Ausbildung erarbeitet.
Die Expertengruppe soll sich auch mit der berufspraktischen Bildung im
Fachbereich Gesundheit, Soziales und eventuell Hauswirtschaft und mit der
Berufsmaturitaet in diesen Bereichen beschaeftigen.
Demnaechst wird eine Begleitgruppe eingesetzt, der die Expertengruppe ihre
Vorschlaege unterbreiten soll.
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6. Allgemeinbildender Unterricht: Entlastung Projektleiter
rg. Auf Gesuche von CRFP und DBK hat das Bundesamt fuer Berufsbildung und
Technologie entschieden, die von den kantonalen Instanzen bewilligten
Entlastungsstunden PLUR im Rahmen der jaehrlichen Subventionsabrechnungen
zum ordentlichen Ansatz zu subventionieren. Diese Regelung gilt bis auf
weiteres.
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7. Zukunft der Arbeitsmarktmassnahmen
wt. Bildungsmassnahmen fuer Stellenlose haben sich seit der Revision des
Arbeitslosenversicherungsgesetzes 1995 zur quantitativ bedeutendsten Sparte
der beruflichen Weiterbildung entwickelt. Nun soll die Zahl der Plaetze in
Arbeitsmarktmassnahmen wieder um 40% reduziert werden. Welche Angebote
werden ueberleben? Die Autorinnen und Autoren der Schwerpunktbeitraege in
PANORAMA 5/99 (mailto:sekretariat@panorama.ch), das dieser Tage erscheint,
versuchen, den Hintergrund der anstehenden Entscheide auszuleuchten.
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8. Statistisches zur Berufsbildung
ao. Das zweite Kapitel der 'dbk dokumentation BERUFSBILDUNG', das in
Zusammenarbeit mit dem Bundesamt fuer Statistik hergestellt wurde, ist
erschienen. Der Satz mit 18 Hellraumfolien enthaelt statistische
Informationen ueber die Entwicklung der Berufsbildung, ueber
Geschlechtermerkmale, die Berufsmatura, das Engagement der Betriebe als
Ausbilder sowie ueber besondere Bereiche wie Abschluesse der hoeheren
Berufsbildung oder Jugendliche, die keine nachobligatorische Bildung
anfangen. Die entsprechenden Textblaetter liefern Basisinformationen und
Interpretationsvorschlaege.
Das zweite Kapitel kann allein oder zusammen mit den fuenf anderen Kapiteln
bezogen werden bei: DBK Luzern, Verlag, Tel. 041 248 50 60, Fax 041 284 50
51, mailto:verlag@dbk.ch
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9. Neue Lehrmittel zur Berufswahl in 14 Sprachen
df. Vier Traeger lancieren dieser Tage gemeinsam neue Lehrmittel zur
Berufswahl: Das Lehrstellenprojekt 16+, die Schweizerische Konferenz der
Gleichstellungsbeauftragten, der SVB und die Eidgenoessische
Auslaenderkommission.
1. Die CD-ROM Cybilla, die in neun Sprachen angeboten wird, bietet den
Jugendlichen die Moeglichkeit, sich in der Schule oder in der
Berufsberatung selbststaendig auf die Berufswahl vorzubereiten. Sie kostet
44 Franken. Bezug beim SVB, 01 801 18 99.
2. Die Broschuere "Was nach der Schule" (in 14 Sprachen erschienen) gibt
den Eltern einen Ueberblick ueber das Schweizerische Berufsbildungssystem.
Fuer 15 Franken ebenfalls beim SVB zu beziehen.
3. Das Lehrmittel "Die Reise" (sowie ein Begleitband fuer Lehrerinnen und
Lehrer) schliesslich erscheint in zwoelf Sprachen und ist fuer den
Unterricht in heimatkundlicher Sprache und Kultur (HSK) geeignet. Es fuehrt
ein in das Schweizerische Berufsbildungssystem. Gratisbezug beim
Lehrstellenprojekt 16+, 01 271 44 90.
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10. Altenpflege - notwendig, aber als Beruf ohne Perspektive
wt. Der Bedarf an Pflegekraeften in Altersheimen ist gross. Deshalb wird
diskutiert, ob sich diese Taetigkeit als Beruf eignen wuerde.
Aehnliche Verhaeltnisse existieren in Deutschland, wo vor einiger Zeit eine
entsprechende Berufsausbildung geschaffen wurde. Das Bundesinstitut fuer
Berufsbildung hat nun aber festgestellt, dass nach nur fuenf Jahren vier
Fuenftel der Altenpflegekraefte dem erlernten Beruf bereits den Ruecken
gekehrt haben. Offenbar eignet sich diese Taetigkeit nicht als eigener
Beruf.
Kommentar Wt: Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, dass manch eine
Taetigkeit nicht ein Leben lang ausgeuebt wird und werden kann, vom Koch
ueber den Jugendarbeiter bis zum Maschinenzeichner. Vielleicht sollten wir
manchmal eher auf Taetigkeiten fuer Lebensphasen ausbilden, als der
Illusion zu erliegen, jemand bleibe ein Leben lang in der gleichen
Taetigkeit!
Quelle: Pressemitteilung BIBB
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11. Presseschau
ao. Die Schaffung neuer Lehrstellen ist auch Thema des Wahlkampfs. Wie
man's machen kann zeigen diese Woche die Region Uster und das Oberwallis.
Bern ist im Bereich der Informatik-Lehrstellen aktiv, ebenso viel Interesse
zeigt die Presse aber fuer die Auswirkungen des Beschlusses, das
Lehrlingsturnen abzuschaffen. Weitere Beitraege behandeln unter anderem
Schnupperlehren, Frauen in sogenannten Maennerberufen und Lehrlingsloehne
und - einmal mehr - das Fehlen von Informatikern und Informatikerinnen.
Die aktuelle Presseschau finden Sie wie immer hier.
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